{"id":22507,"date":"2023-07-13T15:21:39","date_gmt":"2023-07-13T13:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19058-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:41","slug":"19058-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19058-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer nachhaltigen und umweltgerechten Landwirtschaft unter dem besonderen Aspekt der F\u00f6rderung der guten fachlichen Praxis im Rayon Slavsk (Kaliningrad) (Vorprojekt)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit \u00fcber 50 Jahren besteht eine Patenschaft des Landkreises Grafschaft Bentheim zu Vertriebenen aus der ehemaligen Elchniederung im fr\u00fcheren Nord-Ostpreu\u00dfen. Die eingesetzte Projektgruppe Landwirtschaft entwickelte die Zielsetzung, in einem Hauptprojekt mit  Schulungen in Theorie und Praxis zur nachhaltigen und umweltgerechte Landnutzung, der artgerechten Tierhaltung und zu weiteren landwirtschaftlichen Fachthemen sowohl einen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung der Armut als auch zur Wissensvermittlung und zur Umsetzung des Konzepts des integrierten Pflanzenbaus, wie in der Agenda 21 der UNO-Konferenz f\u00fcr Umwelt und Entwicklung formuliert, zu leisten. Diese Zusammenh\u00e4nge sind f\u00fcr russische Verh\u00e4ltnisse innovativ und helfen mit den m\u00f6glichen Verbesserungen des Wasserschutzes unter anderem die Verschmutzungen der Ostsee zu vermindern. Au\u00dferdem kann ein Beitrag zum Erhalt des Naturerbes geleistet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.)\tZeitraum 27.08.2001 bis 05.10.2001: Arbeitsphasen mit w\u00f6chentlichen Koordinierungsgespr\u00e4chen der deutschen Projektgruppe LandwirtschaftVorbereitung des Schulungsseminars: Produktionstechnik des modernen Kartoffelanbaus unter dem Aspekt der umweltschonenden Landnutzung<br \/>\n2.)\t5.10. bis 12.10.01 Arbeitstreffen im Oblast Kaliningrad: Koordinierungsproblematik, Schulungsraumfrage, Netzwerk, Schriftliche Vereinbarungen  mit Projektpartner, Kostenvoranschl\u00e4ge<br \/>\n3.)\tZeitraum: 12.10.01 bis 21.12.01: Arbeitsphasen mit regelm\u00e4\u00dfigen  Koordinierungsgespr\u00e4chen in Deutschland beziehungsweise Russland und Erfahrungsaustausch per Brief, FAX  oder E-Mail,<br \/>\n4.)\tZeitraum: 11.01.02 bis 21.03.02 : Arbeitsphasen mit regelm\u00e4\u00dfigen  Koordinierungsgespr\u00e4chen in Deutschland beziehungsweise Russland und Erfahrungsaustausch per Brief, FAX  oder E-Mail,<br \/>\n5.)\tCa. 22.03.02 bis 29.03.02 Arbeitstreffen im Oblast Kaliningrad: Antragstellung Hauptprojekt, Schulungsseminar, Pflanzkartoffelverteilung, Koordinierungsfragen, Abstimmung mit Rayon- und Oblastverwaltung, Erfahrungsaustausch mit Fermern usw. .<br \/>\n6.)\tZeitraum 01.04.02 bis 01.05.02: Arbeitsphasen mit regelm\u00e4\u00dfigen&#8230;<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1.\tZielsetzung  in Arbeitstreffen mit russischen Projektpartnern weitere Ideen, Motivation zur Mitarbeit gewinnen<br \/>\nBei den Arbeitstreffen im September 2001 in Nordhorn konnte der Leiter des Liegenschaftsamtes, Victor Kapranov zur Mitarbeit im Projekt gewonnen werden. Die Zusammenarbeit mit dem Kaliningrad institute of retraining agribusiness specialists verl\u00e4uft positiv  (siehe unten).Das Komitee f\u00fcr Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie in Kaliningrad begr\u00fc\u00dft das Projekt und ist f\u00fcr die Er\u00f6ffnung eines Bildungszentrums (Kompetenzzentrums sehr dankbar.Daher besteht die Notwendigkeit f\u00fcr das Projekt eine(n) Koordinator\/in und eine B\u00fcrokraft mit Deutschkenntnissen f\u00fcr die weitere Projektarbeit im Kompetenzzentrum in Slavsk einzustellen, die mit modernen Kommunikationstechniken ausger\u00fcstet werdenDie Saatgutinspektionen aus dem Rayon Slavsk und dem Oblast Kaliningrad signalisierten bei den Koordinierungsgespr\u00e4chen im Oktober 2001 und Januar 2002 Interesse an einer Zusammenarbeit. Bei dem letzten Arbeitsbesuch vom 22. M\u00e4rz bis 29. M\u00e4rz 2002 wurde eine Absichtserkl\u00e4rung \u00fcber die Zusammenarbeit mit der Gesamtrussischen Milit\u00e4rgewerkschaft von Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen im Ge-biet von Kaliningrad (NPSW) beschlossen.<br \/>\n2.\tZielsetzung  erste Erfahrungen mit Schulungen im Rayon Slavsk gewinnen<br \/>\nBei dem Arbeitstreffen im Oktober 2001 wurde mit dem Kaliningrad institute of retraining agribusiness specialists eine Seminarfolge zum Seminarthema: Produktionstechnik des modernen Kartoffelanbaus unter dem Aspekt der umweltgerechten Landnutzung vereinbart. In diesem Zusammenhang f\u00fchrte eine junge Diplomandin des Instituts, die in Slavsk ans\u00e4ssig ist, Bodenuntersuchungen und Kontaktierung von geeigneten Fermern durch. Diese Dienstleistung wurde aus dem Projekt bezahlt. Es besteht Anlass zur Hoffnung, dass diese junge Diplomandin f\u00fcr weitere Projekte des Hauptprojekts zur Verf\u00fcgung steht. Im M\u00e4rz 2002 wurde die theoretische Themenreihe (3 Seminare von deutscher &#8211; 5 Seminare von russischer Seite) zur Produktionstechnik des modernen Kartoffelanbaus unter dem Aspekt der umweltgerechten Landnutzung mit konkreten Anbauanweisungen vorerst abgeschlossen. Im Juni 2002 sind praktische Schulungen nach dem Auflaufen der Kartoffeln geplant. Es wurden 10 Teilnehmer f\u00fcr die praktische Umsetzung des Kartoffelanbaus, die die Bedin-gungen erf\u00fcllt hatten, ausgew\u00e4hlt.<br \/>\nZielsetzung Aufbau eines Netzwerkes, m\u00f6glicherweise auch mit d\u00e4nischen und schwedischen Partnern<br \/>\nW\u00e4hrend eines Arbeitstreffens mit der niederl\u00e4ndischen Stiftung Avalon, Promoting Sustainable Rural Development in Central Eastern Europe am 02. November 2001 in Nordhorn wurden erste Schritte an dem Aufbau eines europ\u00e4ischen Netzwerkes in Slavsk unternommen. Die niederl\u00e4ndische Stiftung zeigte sich au\u00dferordentlich interessiert Bei einem Arbeitsbesuch beim nieders\u00e4chsi-schen Minister f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit in Europa wurde der Gedanke des Aufbau eines Netzwerkes ebenfalls sehr positiv er\u00f6rtert. Herr Minister Senff sagte ideelle Unterst\u00fctzung zu.<br \/>\n3.\tZielsetzung Kompetenzzentrum in Slavsk<br \/>\nW\u00e4hrend des Arbeitsbesuches im Oktober 2001 wurden drei m\u00f6glich Geb\u00e4ude zur Errichtung eines Kompetenzzentrums besichtigt und mit Hilfe von dem Architekten Herrn Breidenbend aus Nordhorn begutachtet. Es wurden Zeichnungen f\u00fcr ein Objekt angefertigt. Im Januar 2002 und im M\u00e4rz 2002 wurden uns weitere Objekte vorgestellt. Diese Objekte eignen sich insbesondere zur Realisierung des deutsch\/russischen Fonds auf der Grundlage des Raiffeisengedankens. Damit bietet ein Kompetenzzentrum, das auf einem dieser Grundst\u00fccke einzurichten ist, f\u00fcr die russischen Koordination die M\u00f6glichkeit, nachhaltig wirtschaftlich auf eigenen F\u00fc\u00dfen zu stehen. Die Mittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt w\u00fcrden als Anschubfinanzierung auf fruchtbaren Boden fallen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Wegen der vielen Unw\u00e4gbarkeiten und der notwendigen Gelassenheit bei Entscheidungsfindungen wurde bewusst in diesem Vorprojekt zun\u00e4chst auf eine breite \u00d6ffentlichkeitsarbeit in der Presse verzichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Arbeitsschritte konnten wie geplant durchgef\u00fchrt werden. Die enorme Arbeitsbelastung der deutschen Projektmitglieder zeigt, dass das Hauptprojekt ohne eine B\u00fcrokraft in Nordhorn und ohne eine Koordination in Slavsk nicht durchgef\u00fchrt werden kann. Bei der Suche nach zuverl\u00e4ssigen Personen f\u00fcr die Koordination in Slavsk muss das Ergebnis der Pr\u00fcfungen des russischen Rechtsanwalts abgewartet werden. Die Handelskammer Hamburg, Au\u00dfenstelle Kaliningrad wird in diesen Fragen eine zuverl\u00e4ssige Be-ratung erteilen.<br \/>\nDie landtechnischen Seminare in Zusammenarbeit mit den Firmen Krone und Amazone im Januar 2002 zeigten deutlich die Bedeutung ausgereifter Landtechnik im Bezug auf bodenschonende Landnutzung, insbesondere im Hinblick auf sparsamen Saatgut-, D\u00fcngemittel-  und Pflanzenschutzmitteleinsatz zur Verwirklichung der Ma\u00dfgaben des integrierten Pflanzenbaus wie in der Agenda 21 der UNO-Konferenz f\u00fcr Umwelt und Entwicklung formuliert. Deswegen ist es sinnvoll, den Slavsker Fonds zur sozialen und umweltgerechten Unterst\u00fctzung der Landwirtschaft mit einer Grundausstattung ausgew\u00e4hlter Landtechnik auszur\u00fcsten. Damit k\u00f6nnen gleichzeitig  erste Erfahrungen in der Bewirtschaftung und Pflege der Landtechnik gesammelt werden.<br \/>\nDa die Bildungsinfrastruktur sowie die M\u00f6glichkeiten der zielgerichteten Kontaktaufnahme im Rayon Slavsk auf gro\u00dfe Schwierigkeiten st\u00f6\u00dft, ist es notwendig eine verl\u00e4ssliche Adresse zu schaffen. Ein einzurichtendes Kompetenzzentrum kann Informations-, Beratungs- und Schulungsangebote b\u00fcndeln, koordinieren und bereitstellen. Es wird somit Anlaufstelle f\u00fcr Interessengruppen und Personen aus dem regionalen und internationalen Bereich geschaffen. Dieses Zentrum soll netzwerkartig mit dem Kaliningrad institute of retraining agribusiness specialists, Au\u00dfenstelle Slavsk, verkn\u00fcpft sein.<br \/>\nEs war au\u00dferordentlich sinnvoll, dieses Vorprojekt durchzuf\u00fchren. Damit k\u00f6nnen die geplanten Aktivit\u00e4ten im Hauptprojekt zielgerichteter und effektiver verwirklicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit \u00fcber 50 Jahren besteht eine Patenschaft des Landkreises Grafschaft Bentheim zu Vertriebenen aus der ehemaligen Elchniederung im fr\u00fcheren Nord-Ostpreu\u00dfen. 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