{"id":22506,"date":"2023-07-13T15:09:57","date_gmt":"2023-07-13T13:09:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04038-96\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:59","slug":"04038-96","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04038-96\/","title":{"rendered":"Anwendung und Umsetzung von Solarthermie und Photovoltaik unter besonderer Einbindung der Geb\u00e4udesystemtechnik in die handwerkliche Berufspraxis im F\u00f6rderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im F\u00f6rderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover werden j\u00e4hrlich 15.000 Auszu-bildende und ca. 3.000 Teilnehmer in Fort- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen geschult. In den f\u00fcr die Solartechnik ma\u00dfgeblichen Gewerken wird bisher keine geordnete Solarschulung durchgef\u00fchrt. In der praktischen Ausbildung fehlen \u00dcbungs- und Referenzanlagen. Geplant ist die Errichtung einer Demonstrations- und Trainingsanlage, die geeignet ist, die Themenbereiche Solarthermie und Photovoltaik in die Erstausbildung, Meisterausbildung und Weiterbildung von Handwerkern zu integrieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit der Realisation des Projektes soll in den unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen der technische Aufbau und die Wirkungsweise von Solaranlagen, die Kenndaten, die betriebswirtschaftli-chen Gr\u00f6\u00dfen und die CO2-Einsparung behandelt werden. Es werden unterschiedliche Formen der Solarkollektoren im Bereich Solarthermie und Photovoltaik eingesetzt. Die jeweiligen Messwerte werden erfasst, aufgearbeitet und ausgewertet. Wichtige Kennwerte k\u00f6nnen an einer Demonstrationswand f\u00fcr je-des System abgelesen und verglichen werden. Die Daten werden \u00fcber ein BUS-System an das Geb\u00e4udeleittechnik-Labor weitergeleitet. Die Anlage soll nicht nur als Schulungsanlage dienen, sondern eben-falls alltagsgerecht betrieben werden. Die Teilnehmer werden \u00fcber die Betriebszust\u00e4nde der unter-schiedlichen Anlagetypen informiert und eingewiesen und projektieren verschiedene Anlagengr\u00f6\u00dfen und -typen mit entsprechenden Anwenderprogrammen. Fehlersimulation ist m\u00f6glich. Die Teilnehmer werden so in die Lage versetzt, eine qualifizierte Beratung f\u00fcr Solaranlagen durchzuf\u00fchren. Im Rahmen der Umsetzung und des Betriebs der Demonstrations- und Trainingsanlage wird eine enge Zusammenarbeit mit interessierten Innungen, Betrieben und Fachinstituten angestrebt. Durch die gut sichtbare Pr\u00e4sentation der Anlagenelemente im Dach- und Fassadenbereich der Eingangshalle des Bildungszentrums sowie die st\u00e4ndige Darstellung der Messwerte im Eingangsbereich wird eine breite \u00d6ffentlichkeit erreicht und f\u00fcr Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei der Umsetzung des Projektes stellte sich heraus, dass das Vorhaben im Sinne der Zielsetzung we-sentlich anspruchsvollere und umfassendere Ma\u00dfnahmen, wie Bau- und Installationsausf\u00fchrungen erforderte als zun\u00e4chst geplant und erwartet wurde. Hier sind zu nennen:<br \/>\n\u00b7\tDer Neubau eines Schulungsraumes in einem zentralen Bereich des Geb\u00e4udekomplexes, hierdurch gelingt es, den direkten Zusammenhang zwischen realen und auf den Rechnern simulierten virtuellen Anlagenkomponenten herzustellen. Dies war ein entscheidender Faktor, um \u00fcber den normalen Schulungscharakter hinaus den zuk\u00fcnftigen Schulungsteilnehmern methodisch die technischen Zusammenh\u00e4nge effektiv und \u00fcberzeugend zu vermitteln.<br \/>\n\u00b7\tDes weiteren die Erstellung eines Zuganges zu den unmittelbar \u00fcber dem Labor befindlichen strahlungsaufnehmenden Fl\u00e4chen (Kollektoren) durch Entkernung diverser R\u00e4umlichkeiten und Bau eines Treppenhauses.<br \/>\n\u00b7\tDer Neubau bzw. Umbau des Eingangsbereiches und der Halle. Hier musste die Entscheidung getroffen werden, finanziell hochinvestiv \u00fcber die zeitgem\u00e4\u00dfe Architektur die Innovation der Solartechnik \u00fcberzeugend darzustellen.<br \/>\n\u00b7\tUmfangreiche statische Ver\u00e4nderungen im Dachbereich.<br \/>\nDiese Ma\u00dfnahmen mussten bei laufendem Alltagsbetrieb bew\u00e4ltigt werden. Bei all den dadurch entstandenen Anforderungen konnte die ehemals geplante Projektlaufzeit nicht eingehalten werden. Nach Beantragung einer Laufzeitverl\u00e4ngerung bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und deren Bewilligung wurde die Projektumsetzung \u00fcberarbeitet und gestrafft, um in der Restlaufzeit strukturiert und systematisch mit einer hohen Planungssicherheit das Projekt fortzuf\u00fchren. In Verbindung mit den Fachabteilungen im F\u00f6rderungs- und Bildungszentrum, den Innungsbetrieben, den Stadtwerken und diversen Herstellern (Buderus, Vaillant, Wagner, Solatherm u. a. ) wurde Ende des Jahres 2002 das Projekt erfolgreich abgeschlossen.<br \/>\nMit der Entscheidung der beschriebenen Vorgehensweise im Rahmen der Projektumsetzung ist die Fachkompetenz z. B. der Geb\u00e4udetechnik im Hause  geblieben und f\u00fchrte zu einer positiven pers\u00f6nlichen Eigenentwicklung der beteiligten Mitarbeitern.<br \/>\nDurch die Einrichtung der Demonstrations- und Trainingsanlage f\u00fcr Solartechnik war es m\u00f6glich, folgende Lehrg\u00e4nge in das Weiterbildungsprogramm 2003 mit aufzunehmen.<br \/>\nGeb\u00e4udeenergieberater\/in im Handwerk, Regenerative Energien (Solarthermie u. Photovoltaik), Fachkraft f\u00fcr Geb\u00e4udetechnik, Grundlagen Solartechnik.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mit Beginn des Jahres 2003 wird der neu geschaffene Seminarraum f\u00fcr die Meisterausbildung und die \u00fcberbetrieblichen Ausbildung in der Haustechnik genutzt. Anl\u00e4sslich einer im Februar 2003 stattgefundenen Obermeistertagung in unserem Hause wurde auch diesem Personenkreis die neue Demonstrations- und Trainingsanlage vorgestellt. Die neu angebotenen Seminare sind auch auf unserer Web-Seite im Internet nachzulesen.<br \/>\nDie Erstellung einer Internetpr\u00e4sentation ist im Aufbau und bereits jetzt ist ein \u00f6ffentlicher Internet-Terminal in der Eingangshalle installiert \u00fcber den man einen Zugang auf diese Web-Seiten haben wird.<br \/>\nDiese neu geschaffene Demonstrations- und Trainingsanlage f\u00fcr Solartechnik wird Mai der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Wahl der Standorte und der Art der Pr\u00e4sentation der Anlagen ist es gelungen, die Solartechnik unter anderem auch einer uns sonst nicht zug\u00e4nglichen \u00d6ffentlichkeit darzustellen. Insbesondere mit dem der Sonne nachgef\u00fchrten Pylon an der Stra\u00dfenfront  des F\u00f6rderungs- und Bildungszentrums direkt am Eingangsbereich, den Kollektoren auf dem Dach, sowie auf dem neu gebauten Eingangsbereich wird Interesse und Neugier geweckt.<br \/>\nDurch die Pr\u00e4sentation der Ertragsdaten auf dem Plasmabildschirm in der Empfangshalle wird die Verbindung zur Anlage hergestellt und es er\u00f6ffnet sich die M\u00f6glichkeit das gesamte Solarlabor dem fachlich interessierten Besucher vorzustellen.<br \/>\nAuch die vier im Seminarraum installierten Datenw\u00e4nde mit EDV-Schnittstellen die auf Digitalanzeigen sowie auf  Flachbildschirmen die aktuellen Zust\u00e4nde der Anlage permanent \u00fcbermitteln, tragen aktiv zum besseren Verst\u00e4ndnis und Akzeptanz der Technik bei. Gerade bei dem Fachpublikum hinterl\u00e4sst die Gesamtkonzeption einen nachhaltigen Eindruck, da die ganzheitliche Struktur \u00fcberzeugt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im F\u00f6rderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover werden j\u00e4hrlich 15.000 Auszu-bildende und ca. 3.000 Teilnehmer in Fort- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen geschult. In den f\u00fcr die Solartechnik ma\u00dfgeblichen Gewerken wird bisher keine geordnete Solarschulung durchgef\u00fchrt. In der praktischen Ausbildung fehlen \u00dcbungs- und Referenzanlagen. 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