{"id":22496,"date":"2023-07-13T15:21:39","date_gmt":"2023-07-13T13:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/19029-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:40","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:40","slug":"19029-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/19029-01\/","title":{"rendered":"Umweltkommunikation mit neuen Medien &#8211; ein Bildungsmodul f\u00fcr das Freiwillige \u00d6kologische Jahr (Pilotprojekt Th\u00fcringen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung eines einw\u00f6chigen multimedial gestalteten Bildungsbausteins zur Unterst\u00fctzung der p\u00e4dagogischen Arbeit des Freiwilligen \u00d6kologischen Jahres (F\u00d6J). F\u00fcr die Umsetzung sollte eine spezielle Internet-Plattform konzipiert, angemessene Lehr- und Lernmaterialien entwickelt und Workshops zur Fortbildung der p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen angeboten werden. Das Projekt &#8211; zun\u00e4chst modellhaft f\u00fcr das Bundesland Th\u00fcringen entwickelt &#8211; sollte damit nicht nur der Qualit\u00e4tsentwicklung des Freiwilligen \u00d6kologischen Jahres dienen, sondern gleichzeitig den &#8211; z. Zt. &#8211; defizit\u00e4ren Einsatz neuer Medien in der Umweltbildung f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt sollte in der Pilotphase zun\u00e4chst auf ein Bundesland ausgerichtet sein, um eine hohe Konzentration auf die Zielsetzung zu erreichen. Im Sinne einer stringenten und \u00fcberschaubaren Entwicklung des Grundkonzeptes erschien die r\u00e4umliche Eingrenzung angebracht. In einem ersten Schritt erfolgte eine Analyse der Zielgruppe und ihrer thematischen und informationstechnischen Vorkenntnisse. Hierzu wurden vor Ort Gespr\u00e4che mit den p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen gef\u00fchrt und Seminare punktuell durch Hospitation untersucht. Aufbauend auf den Erkenntnissen der ersten Phase wurde ein Konzept entwickelt f\u00fcr ein einw\u00f6chiges multimediales Bildungsmodul. Es wurden spezielle Schulungsunterlagen und Leitf\u00e4den f\u00fcr die p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen sowie f\u00fcr die TeilnehmerInnen erstellt und eine entsprechende Plattform entworfen. Bei einer MitarbeiterInnenschulung vor Ort gab es einerseits eine Einf\u00fchrung in die Plattform und die telekommunikativen Techniken, andererseits wurden neue Kommuni-kations- und Lernformen er\u00f6rtert und skizziert. Zur Weiterverbreitung des Ansatzes nach erfolgreicher Pilotphase wurden f\u00fcr die p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen bundesweit Fortbildungskurse angeboten in Form von dreit\u00e4gigen Pr\u00e4senz-Workshops mit anschlie\u00dfender Online-Phase.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der erfolgreiche Verlauf des Projektes wird an zwei Leistungen augenf\u00e4llig: Das Projekt hat sich nach der Modellphase in Th\u00fcringen fest etabliert. Insbesondere die Arbeit mit den Mentoren hat sich als tragf\u00e4higes Modell erwiesen, da die Mentoren auch weiterhin zur Verf\u00fcgung stehen und sich zwischen diesen und den F\u00d6J-Tr\u00e4gern teilweise feste Verbindungen herausgestellt haben. Zweitens hat das Projekt bundesweites Interesse an der Medienarbeit im F\u00d6J geweckt. Es besteht eine sehrgro\u00dfe Nachfrage nach Multimediaseminaren, allerdings wird diese derzeit noch dadurch gebremst, dass f\u00fcr die Durchf\u00fchrung teilweise zu wenige Gelder zur Verf\u00fcgung stehen. F\u00fcr das Modellseminar wurden zwei Evaluationsstr\u00e4nge verfolgt: 1. eine empirische Fragebogenuntersuchung (Dr. Margrit Ludwig), 2. eine teilnehmende Beo-bachtung aus Sicht des interaktionistischen Konstruktivismus (Dipl. P\u00e4d. R\u00fcdiger Wild, Universit\u00e4t K\u00f6ln). In die Fragebogenerhebung einbezogen wurden die Mentoren, die p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen sowie die F\u00d6J-Teilnehmenden. Die Anlage der Untersuchung lieferte allerdings nicht gen\u00fcgend aussagef\u00e4hige Daten. Hier w\u00e4re ein sich an medienp\u00e4dagogischen Evaluationsans\u00e4tzen orientierendes Forschungsdesign sicherlich Erfolg versprechender gewesen. Dies konnte jedoch aus Kostengr\u00fcnden nicht realisiert werden. Aus den Protokollen und R\u00fcckmeldungen der p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen und TutorInnen kann folgende synoptische Kommentierung vorgenommen werden: insgesamt ist die Seminarwochen an allen Standorten ausgesprochen positiv verlaufen, eine Reihe von Verbesserungsvorschl\u00e4gen k\u00f6nnen der weiteren Optimierung zuk\u00fcnftiger Seminare dienen. Vor allem die medienbezogenen Ziele wurden von fast allen TeilnehmerInnen grunds\u00e4tzlich erreicht. Die unterschiedlichen Kenntnisst\u00e4nde der Teilnehmer erforderten zwar eine hohe Binnendifferenzierung, f\u00f6rderten jedoch auch die M\u00f6glichkeit gegenseitiger Unterst\u00fctzung in den einzelnen Lernergruppen. Grunds\u00e4tzlich wurde der durch die Arbeitsweisen bedingte Methodenwechsel als Bereicherung empfunden. Das Arbeiten in Arbeitsgruppen f\u00fchrte durch seinen hohen Freiheitsgrad jedoch bei einigen Teilnehmern anf\u00e4nglich zu Desorganisationen, die durch entsprechenden Betreuungsaufwand aufgefangen werden mussten. Im Verlauf des Seminargeschehens etablierten sich diese Arbeitsformen jedoch und unterst\u00fctzten durch die gro\u00dfen Selbstbestimmungsm\u00f6glichkeiten der Teilnehmer auch deren M\u00f6glichkeiten, ihre Lernzeiten eigenst\u00e4ndig zu koordinieren. An-f\u00e4ngliche Bef\u00fcrchtungen der Teilnehmer vor dogmatischen Arbeitssituationen am Computer wurden dadurch hinf\u00e4llig. Anf\u00e4ngliche Bef\u00fcrchtungen, dass das Thema Boden zu trocken sei, erwiesen sich als un-begr\u00fcndet, da ein Gro\u00dfteil der F\u00d6Jler in teilweise sehr bodenst\u00e4ndigen landwirtschaftlichen Feldern t\u00e4tig ist. Alle Seminare zeigten eine deutliche Arbeitsteilung der durchf\u00fchrenden T\u00e4tigkeiten: Computertuto-rInnen, FachreferentInnen und p\u00e4dagogische MitarbeiterInnen erledigten ihre Aufgaben teils sehr getrennt voneinander. Die Abstimmung untereinander war weitgehend unproblematisch, und organisato-risch erscheint die Vorgehensweise auch unfraglich. Das steht allerdings im Gegensatz zum urspr\u00fcnglichen Projektziel, die p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen so zu schulen, dass sie selber in der Lage sind, derartige Seminare durchzuf\u00fchren. Hier ist anzumerken, dass der Projektantrag von Pr\u00e4missen ausging, die mit der aktuellen Realit\u00e4t des F\u00d6J nicht \u00fcbereinstimmen. Die oben genannte Arbeitsteilung erscheint auch f\u00fcr die weitere Planung solcher Seminareinheiten als sinnvoll, da die p\u00e4dagogischen Mitarbeiter mit Organisation und Einzelbetreuung der Teilnehmer weitgehend ausgelastet sind.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zu den im Abschlusszeitraum herausragenden Ereignissen geh\u00f6rt eine Auszeichnung der Unesco: am 1. M\u00e4rz 2005 wurde das F\u00d6J-Projekt auf der Didacta in Stuttgart vom Nationalkomitee der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Ein wichtiger Erfolg des Seminars besteht in der dynamischen Ergebnissicherung, die sich nur in der fortw\u00e4hrenden Anwendung der Ergebnisse realisiert. Insofern stellt es auch einen Teil der Ergebnissiche-rung dar, dass f\u00fcr die \u00dcbernahme des Projektkonzeptes zwei Vereine gewonnen werden konnten: Creta e. V. (G\u00fcnter Klarner) und der Verein Umweltb\u00fcro Nord e. V. (Tilman Langner). Sowohl Herr Klarner als auch Herr Langner haben sich in der Umweltbildung als Medienspezialisten etabliert und sind durch ihre T\u00e4tigkeit als Mentoren in den F\u00d6J-Seminaren grundst\u00e4ndig mit diesem Projekt vertraut. Auch am Transfer des Projektes in die anderen Bundesl\u00e4nder konnten beide Personen umfangreich beteiligt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Entwicklung eines einw\u00f6chigen multimedial gestalteten Bildungsbausteins zur Unterst\u00fctzung der p\u00e4dagogischen Arbeit des Freiwilligen \u00d6kologischen Jahres (F\u00d6J). F\u00fcr die Umsetzung sollte eine spezielle Internet-Plattform konzipiert, angemessene Lehr- und Lernmaterialien entwickelt und Workshops zur Fortbildung der p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen angeboten werden. 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