{"id":22473,"date":"2023-07-13T15:19:13","date_gmt":"2023-07-13T13:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15627-19\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:14","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:14","slug":"15627-19","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15627-19\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Projektes \u00d6kologische Umgestaltung zweier Schulgel\u00e4nde in deutsch-ungarischer Kooperation"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In deutsch-ungarischer Kooperation zweier Schulen sollen die beiden Schulgel\u00e4nde \u00f6kologisch weiter ausgebaut (W\u00fcrzburg) bzw. \u00f6kologisch neu gestaltet (Vonyarcvashegy) werden.<br \/>\nDie Idee zu dieser gemeinsamen Arbeit entstand anl\u00e4sslich zweier Besuche einer ungarischen Delegation in W\u00fcrzburg und einer W\u00fcrzburger Delegation in Ungarn.<br \/>\nAls  Pilotprojekt sollen beide Schulg\u00e4rten Vorbild- und Aufforderungscharakter f\u00fcr weitere \u00e4hnliche Unternehmungen in Ost und West erhalten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenOktober 2001: Die ungarischen Sch\u00fcler besuchen W\u00fcrzburg und arbeiten in Kleingruppen, die zu gleichen Teilen aus deutschen und ungarischen Sch\u00fclern sowie Jungen und M\u00e4dchen zusammengesetzt werden, unter Anleitung erwachsener Fachleute an zeitlich und r\u00e4umlich begrenzten Einzelprojekten, die schlie\u00dflich zu einem Ganzen zusammengef\u00fcgt werden. Grundlage ist das Dillinger Modell f\u00fcr die Anlage von Schulg\u00e4rten. Das ben\u00f6tigte Material wird vorher bestellt, die Arbeitsplanung von der W\u00fcrzburger Gruppe durchgef\u00fchrt.<br \/>\nApril 2002: Die W\u00fcrzburger Sch\u00fcler fahren nach Vonyarcvashegy, Ablauf wie im Oktober. Die Arbeitsplanung liegt bei der ungarischen Gruppe.<br \/>\nDie attraktive Gestaltung beider Schulg\u00e4rten soll zun\u00e4chst zu einer st\u00e4rkeren Nutzung durch die Schulen, langfristig aber auch zu einem Prozess des Umdenkens f\u00fcr mehr Natur in Privat- und weiteren Schulg\u00e4r-ten f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die beiden Ziele: Umgestaltung des Schulgel\u00e4ndes in W\u00fcrzburg und Neugestaltung des Gel\u00e4ndes in Vonyarcvashegy\/Ungarn, wurden gr\u00f6\u00dftenteils erreicht.<br \/>\nZu den Ergebnissen im einzelnen:<br \/>\nUmgestaltung des Schulgel\u00e4ndes in W\u00fcrzburg:Beim ersten Besuch der ungarischen Sch\u00fcler im Oktober 2001 wurde gemeinsam der Weg mit Rinden-mulch angelegt, die Teichmulde ausgehoben, die Kr\u00e4uterspirale begonnen und die Pergola von Jugendli-chen unserer Schule unter Anleitung eines Zimmermanns gebaut. Besonders interessant gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der AJA, der Aktion Jugend und Arbeit, einer Organisation, die benachteiligten Jugendlichen, z. T. auch ehemaligen Sch\u00fclern mit mangelnder Sprachkompetenz aus unserer Schule, zu Arbeit verhilft. In der Werkstatt der AJA wurden die Teile f\u00fcr die Pergola vorbereitet. Im April (in den Osterferien mit freiwilligen Sch\u00fclern) pflanzten wir um die Pergola verschiedene Clematis-Arten, um dem Ziel Gr\u00fcnes Klassenzimmer ein St\u00fcckchen n\u00e4her zu kommen. Au\u00dferdem wurde die Pergola mit einem \u00f6kologischen Holzschutzmittel (Auro) eingelassen. Eine l\u00e4ngere Schlechtwetterperiode im Fr\u00fchjahr machte es noch nicht m\u00f6glich, die Kr\u00e4uterspirale und den Teich zu vollenden. Diese Arbeiten werden &#8211; unter Mitarbeit der Klassenlehrkr\u00e4fte &#8211; von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 9. und 10. Klassen nach Beendigung ihrer Abschlusspr\u00fcfungen als Abschiedsgeschenk an die Schule im Juli 2002 durchgef\u00fchrt. Der Kostenrahmen wurde eingehalten.<br \/>\nNeugestaltung des Gel\u00e4ndes \u00d6ko-Park in Vonyarcvashegy\/Ungarn:<br \/>\nBegeistert griffen die ungarischen Planer die Ideen auf, die sie in W\u00fcrzburg gesehen hatten. So bat man uns um \u00dcbersendung der Pl\u00e4ne f\u00fcr die Pergola. Eine Zwillingspergola wurde im Schulgartengel\u00e4nde gebaut, die Idee der Kr\u00e4uterspirale abgewandelt, indem ein gro\u00dfer Erdhaufen (Aushub vom Wegebau) als begehbarer Steingarten mit einheimischen und auch &#8211; dem dortigen milderen Klima angemessen &#8211; s\u00fcdlichen Pflanzen angelegt wurde. Hier arbeiteten die deutschen und ungarischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit ihren Betreuern beim Wegebau und beim Bepflanzen Hand in Hand zusammen. Baum- und Heckenpflanzungen sind vorgesehen, eine Wiese wird angelegt, die mit Spielger\u00e4ten aus Naturmaterialien und Totholzinseln Raum f\u00fcr die j\u00fcngeren Sch\u00fcler und f\u00fcr Kleintiere bieten wird. Der vorgesehene Kostenrahmen wurde auch hier eingehalten.<br \/>\nH\u00f6hepunkt und vorl\u00e4ufiger Abschluss dieses Projektes war der Austausch der DBU-Schulgarten-Schilder, der unter Beteiligung aller mit dem Projekt besch\u00e4ftigten Sch\u00fcler und Lehrkr\u00e4fte und in Anwesenheit des B\u00fcrgermeisters durch die Rektoren der beiden Partnerschulen vorgenommen wurde.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich konnten die durchgef\u00fchrten Aktionen nur der Anfang einer Reihe von weiteren Ma\u00dfnahmen sein, wie es auch im Sinne der Stiftung vorgesehen ist. Besonders das ungarische Schulgartengel\u00e4nde bietet auf Grund seiner gro\u00dfen Fl\u00e4che viel Raum f\u00fcr weitere Gestaltungsm\u00f6glichkeiten. Da der Sch\u00fcleraustausch in den folgenden Jahren intensiviert werden soll, k\u00f6nnen wir uns regelm\u00e4\u00dfig selbst ein Bild von den Fortschritten machen. In unserem  Schulgarten werden weiterhin allj\u00e4hrlich die neuen F\u00fcnftkl\u00e4ssler ihr Apfelb\u00e4umchen auf der Streuobstwiese pflanzen. Ab Juli wird der Schulgarten sehr an Attraktivit\u00e4t gewinnen, wenn das Feuchtbiotop fertig gestellt ist. Zum n\u00e4chsten Schuljahr kann der Fachbereich Hauswirtschaft die Fr\u00fcchte der Arbeit an der Kr\u00e4uterspirale ernten. Aber die Pergola ist schon jetzt ein beliebter Aufenthaltsort im Freien f\u00fcr Biologie-, Erz\u00e4hl-, Lese- und Musikstunden der verschiedenen Klassen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Unter gro\u00dfer Beteiligung der Schulgemeinschaft, am letzten Tag des Aufenthalts der ungarischen Sch\u00fcler und in Anwesenheit der \u00f6rtlichen Presse wurde im Oktober die Einweihung des W\u00fcrzburger Schulgartens gefeiert. Im W\u00fcrzburger Schulgarten fanden inzwischen mehrere Lehrerfortbildungen und Besuche von Studentengruppen statt, um die Idee des Natur-Erlebnisgartens weiter zu verbreiten. Das DBU-Schild erh\u00e4lt in W\u00fcrzburg und in Vonyarcvashegy seinen festen Platz an der Pergola.<br \/>\nDie ungarische Presse brachte bereits im Vorfeld unseres Besuchs einen Bericht \u00fcber den \u00d6kopark (wir hoffen noch auf die \u00dcbersetzung des ungarischen Textes) und schickte am Ende der Projektwoche eine Journalistin, die uns interviewte und eine ganze Seite in der Zeitung zur Verf\u00fcgung gestellt bekommt. Wir sind sehr gespannt auf diesen Bericht, zumal er wegen der Vonyarcvashegy  besuchenden deutschen Touristen wahrscheinlich auch gleich in Deutsch erscheinen wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Sowohl im Bereich der Schulgartenarbeit als auch den Sch\u00fcleraustausch betreffend, wurden die angestrebten realisierbaren Ziele voll erreicht. Besonders positiv entwickelten sich durch die gemeinsamen Arbeiten auch die pers\u00f6nlichen Kontakte. Die Natur verbindet &#8211; dieses Gef\u00fchl hatten wir auch bei unseren Unternehmungen sowohl in W\u00fcrzburg wie in Vonyarcvashegy. Durch die Vorarbeiten auf beiden Seiten konnte nicht nur in das Zusammenarbeiten, sondern auch in das Natur-Erleben ein Gro\u00dfteil der gemein-samen Zeit investiert werden. Die Natur im Schulumfeld und im Heimatraum erhielt dadurch den Stellenwert, der ihr zusteht und der durch die stark medial gepr\u00e4gte Lebensweise unserer Sch\u00fcler verloren zu gehen droht. In diesem Sinne kann man ohne \u00dcbertreibung behaupten, dass wirklich richtungsweisende Anst\u00f6\u00dfe durch dieses Projekt gegeben werden konnten. Wir danken der DBU f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In deutsch-ungarischer Kooperation zweier Schulen sollen die beiden Schulgel\u00e4nde \u00f6kologisch weiter ausgebaut (W\u00fcrzburg) bzw. \u00f6kologisch neu gestaltet (Vonyarcvashegy) werden. Die Idee zu dieser gemeinsamen Arbeit entstand anl\u00e4sslich zweier Besuche einer ungarischen Delegation in W\u00fcrzburg und einer W\u00fcrzburger Delegation in Ungarn. 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