{"id":22362,"date":"2025-06-25T10:32:17","date_gmt":"2025-06-25T08:32:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18836-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:18","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:18","slug":"18836-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18836-01\/","title":{"rendered":"Fortbildungsprogramm: Neue dialogische Kommunikationsmethoden f\u00fcr die nachhaltige Regionalentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vielfach mindern Kommunikationsprobleme den Erfolg von lokalen und regionalen Agenden: Akteure erm\u00fcden, ziehen sich zur\u00fcck und die Umsetzungserfolge bleiben weit hinter den M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck. Dies unbefriedigende Ergebnis h\u00e4ngt h\u00e4ufig mit dem immer gleichen Einsatz einmal bew\u00e4hrter Beteiligungsverfahren (z. B. Zukunftswerkst\u00e4tten, Zukunftskonferenzen) bzw. der unangepassten \u00dcbertragung dieser Verfahren in die Prozesse der Regionalentwicklung zusammen. Das Vorhaben wollte daher neue Kommunikationsmethoden in die Regionalentwicklung einbringen, um so die regionale Kommunikation zu verbessern. Die Entwicklung der an Regionsprozesse angepassten Kommunikationsmethoden erfolgte in einem Fortbildungsprogramm, das zugleich in der Schulung von Regionalentwicklerinnen und Regionalentwickler erprobt und weiterentwickelt werden sollte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorhaben umfasste vier Arbeitsschritte. Im ersten Arbeitsschritt wurden neue Methoden f\u00fcr die Nachhaltige Regionalentwicklung modifiziert. Des weiteren wurden die einzelnen Fortbildungsmodule konzipiert und mit Regionalentwicklern und -entwicklerinnen erprobt. Anschlie\u00dfend wurde die Fortbildungsma\u00dfnahme ausgewertet und modifiziert. Im dritten Schritt wurden eine Internetseite eingerichtet und ein Newsletter erstellt. Beides diente der Verbreitung der erarbeiteten Methoden und Veranstaltungsdesigns.<br \/>\nIm vierten Schritt wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt und das Methodenhandbuch sowie der Abschlussbericht erstellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Fortbildung<br \/>\nZiel des Projektes war es, eine methodische Fortbildung zu entwickeln, welche die besonderen Gesichtspunkte von Prozessen der Nachhaltigen Regionalentwicklung, einen systemischen Ansatz ber\u00fccksichtigt und methodischen und soziale Kompetenzen vermittelt, und diese Fortbildung auf dem Fortbildungsmarkt abrufbar zu machen. Dieses Ziel ist wurde erreicht. Neben der modellhaften Durchf\u00fchrung der ersten Fortbildungsreihe mit 12 Teilnehmenden im Rahmen dieses Projektes, konnten zudem bereits zwei weitere Kurse durchgef\u00fchrt bzw. begonnen werden. Diese erfolgreiche Fortf\u00fchrung zeigt auch den Bedarf f\u00fcr eine methodische und prozessbegleitende Fortbildung an. Besonders hervorzuheben bei der Fortbildung ist im Vergleich zu anderen Fortbildungen die Bearbeitung von Themen und Anliegen, welche die Teilnehmenden selbst in die Fortbildung einbringen konnten. So konnten f\u00fcr die Teilnehmenden die neuen Methoden und Instrumente gleich bei ihren eigenen praxisrelevanten Themen erprobt und weiterentwickelt werden. Damit war die Motivation der Teilnehmenden, aber auch ihr Ertrag deutlich h\u00f6her als bei der Erprobung erdachter Beispielsf\u00e4lle. Des Weiteren wurde das Angebot von Einzelberatungen durch die Trainer im Rahmen der Fortbildungsmodule von den Teilnehmenden intensiv genutzt. Dazu geh\u00f6rte auch die \u00dcbertragung von Methoden und Instrumente aus der systemischen Organisati-onsentwicklung und deren Aufbereitung f\u00fcr die Trainingsmodule. Die Anwendung des vermittelten Wis-sens und der Methoden findet sich in den Berichten aus der Praxis der Fortbildungsteilnehmenden wieder.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Internetseite<br \/>\nDie Internetseite stellt Methoden und Veranstaltungsdesigns vor. Des Weiteren sind hier die Fortbildungsreihe, Literaturlisten zu verschiedenen Themen, Ver\u00f6ffentlichungen, eine Karte der ehemaligen Fortbildungsteilnehmer sowie die Anmeldung zum Newsletter zu finden. Die Internetseite hatte im Jahr 2005 1370 Besucher und im Jahr 2006 (Januar bis Juli) 3300 Besucher. Mit diesem Zahlen ist die Internetseite gut besucht. Eine Rezension der Internetseite im LEADERForum ist im Anhang dokumentiert (s.S. 35).<br \/>\nNewsletter<br \/>\nDer geplante Newsletter kann als sehr erfolgreich eingestuft werden. Als Ziel waren 100-150 Abonnenten formuliert. Inzwischen haben \u00fcber 400 Personen bzw. Institutionen den Newsletter abonniert.<br \/>\nMethodenhandbuch<br \/>\nDas Ziel, ein Methodenhandbuch f\u00fcr die Regionalentwicklung zur Verf\u00fcgung zu stellen, welches die Spezifika der Regionalentwicklung ber\u00fccksichtigt, konnte ebenso erreicht werden.<br \/>\nArtikel<br \/>\nEs wurden folgende Artikel im Rahmen des Projektes ver\u00f6ffentlicht:<br \/>\nGothe, Stefan (2005): Kassel: Prozessmanagement f\u00fcr die Nachhaltige Regionalentwicklung. &#8211; In: LEADERforum 1.2005, S. 43<br \/>\nHahne, Ulf (2005): Regionale Prozesse gestalten. &#8211; In: Zuk\u00fcnfte. Zeitschrift f\u00fcr Zukunftsgestaltung &#038; vernetztes Denken. Heft 50, S. 4-6<br \/>\nGothe, Stefan (2004): Systemische Kommunikation in regionalen Entwicklungsprozessen. In: L\u00e4ndlicher Raum, Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (Hrsg.), 55. Jg. Nr. 4, S. 44-47<br \/>\nGothe, Stefan\/ Hahne, Ulf (2004): Regionalentwicklungsprozesse zukunftsgerichtet gestalten. Neues Instrument: Projektvernetzungsanalyse. In: euregia info letter Ausgabe 5\/2004<br \/>\nGothe, Stefan (2003): Systemische F\u00e4higkeiten und Haltungen zur Gestaltungen von Gruppenprozessen. Arbeitsergebnisse Heft 55, S. 30-35Die Artikel sind im Anhang dokumentiert (s. S. 34)<br \/>\nTagungen\/Messe<br \/>\nAuf der Regionalentwicklungsmesse EUREGIA in Leipzig wurden 2002 und 2004 Workshops zu den Themen Systemische Kommunikationsmethoden in der Regionalentwicklung und Regionsaufstellung durchgef\u00fchrt. Im Rahmen des Workshops sowie an dem Messestand wurden systemische Grundhaltungen und -f\u00e4higkeiten sowie neue Methoden und Instrumente vorgestellt. Die Workshops wurden jeweils von ca. 80 Personen besucht.<br \/>\nAbschlusstagung<br \/>\nIm Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation (ZUK) in Osnabr\u00fcck fand am 8. M\u00e4rz 2006 die Abschlussveranstaltung zu dem Vorhaben statt. Die Veranstaltung er\u00f6ffnete Dr. Fritz Brickwedde. Prof. Dr. Ulf Hahne stellte wichtige Bausteine und Ergebnisse des Projektes in einem Vortrag vor. Anschlie\u00dfend hatten die 80 Teilnehmenden die Gelegenheit in einem Info-Caf\u00e9 (angelehnt an das Verfahren World Caf\u00e9) die Inhalte der Fortbildungsmodule sowie die Anwendung von Methoden und Instrumenten aus Sicht der Fort-bildungsteilnehmenden kennen zu lernen. Die Inhalte des Info-Caf\u00e9s sowie der Vortrag von Ulf Hahne sind im Anhang dokumentiert (s. S. 37).<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurde das Instrument Regionsaufstellung vorgestellt und mit den Tagungsteilnehmenden an einem Beispiel einer Teilnehmerin erprobt. Das Feedback der Teilnehmenden waren durchweg positiv.<br \/>\nUpdates<br \/>\nDie Trainer regten zum Ende des ersten Kurses ein j\u00e4hrliches update an. Dieses wurde von den Teilnehmenden positiv beurteilt und im Jahr 2005 zum Schwerpunktthema Organisationsentwicklung durchgef\u00fchrt. Dazu wurde Martin Gros von der Unternehmensberatung ComTeam eingeladen. Neben dem Schwerpunktthema wurden Thema der einzelnen Teilnehmer behandelt. Im Jahr 2006 kamen dann die Teilnehmenden des zweiten Kurses dazu. Schwerpunktthemen waren Mediation und neue Gro\u00dfgruppenverfahren. Daneben wurden nat\u00fcrlich wieder Themen der Teilnehmenden bearbeitet. Bisher haben 18 ehemalige Teilnehmenden an den update-Veranstaltungen teilgenommen.. Das n\u00e4chste update wird zu dem Thema Managen von regionalen Wertsch\u00f6pfungsketten-Projekten vom 15. bis. 17. Juni 2007 stattfinden. Hier werden dann auch die Teilnehmenden des dritten Kurses teilnehmen. Damit bringen die j\u00e4hrlichen updates, die Teilnehmenden der verschiedenen Fortbildungskurse zusammen und diese erhal-ten einmal im Jahr eine methodische Auffrischung sowie die Gelegenheit, Themen aus ihrer Arbeit vor Ort in einem kollegialen Kreis von Personen, die alle die Fortbildung besucht haben, professionell zu bearbeiten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die L\u00fccke einer methodischen Fortbildung f\u00fcr den Bereich der Regionalentwicklung auf dem Fortbildungsmarkt ist geschlossen. Ebenso stehen nun ein Handbuch als methodisches Standardwerk f\u00fcr die Regionalentwicklung sowie eine Internetseite und ein Newsletter, welche regelm\u00e4\u00dfig neue Methoden vorstellen, zur Verf\u00fcgung. Die Fortf\u00fchrung dieser Medien ist gew\u00e4hrleistet. Ebenfalls gew\u00e4hrleistet ist die Fortf\u00fchrung der Fortbildung, die nun bereits zum zweiten Mal au\u00dferhalb der F\u00f6rderung durch die DBU l\u00e4uft.<br \/>\nEin neuer Bedarf dagegen konnte bei Konzipierung der Ma\u00dfnahme noch nicht erkannt werden: Der Coaching- bzw. Beratungsbedarf der Fortbildungsteilnehmenden zeigte sich w\u00e4hrend der Fortbildung als zunehmend und sehr gro\u00df. Auch nach der Fortbildung bestand und besteht weiterer Coaching-Bedarf von den Regionen. Diesen Bedarf versuchte Herr Stefan Gothe abzudecken. Da die Teilnehmenden aber aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, ist dies nur teilweise leistbar. Daher ist es sinnvoll, dies wurde auch von den Teilnehmenden best\u00e4tigt, in den Bundesl\u00e4ndern professionell ausgebildete Coaches und Berater zu haben. Hierzu  w\u00e4re ein Folgeprojekt sinnvoll, welches einerseits den Coaching-Bedarf der (beteiligten) Regionen abdeckt und zudem Personen ausbildet, die diesen Bedarf bedienen k\u00f6nnen. Dazu w\u00e4re es langfristig sinnvoll in jedem Bundesland 1-2 Regionalcoaches zu haben. Mittelfristig sollte in 2-3 Bundesl\u00e4ndern diese Idee modellhaft erprobt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vielfach mindern Kommunikationsprobleme den Erfolg von lokalen und regionalen Agenden: Akteure erm\u00fcden, ziehen sich zur\u00fcck und die Umsetzungserfolge bleiben weit hinter den M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck. Dies unbefriedigende Ergebnis h\u00e4ngt h\u00e4ufig mit dem immer gleichen Einsatz einmal bew\u00e4hrter Beteiligungsverfahren (z. B. 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