{"id":22316,"date":"2023-07-13T15:17:24","date_gmt":"2023-07-13T13:17:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15081-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:24","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:24","slug":"15081-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15081-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Bioabfallverwertung: Entwicklung und Umsetzung einer elektronischen Steuerung der aufzubringenden Menge von organischen Abf\u00e4llen auf landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>\u00dcbergeordnetes Ziel ist die Verringerung von sch\u00e4dlichen Belastungen des Bodens und der Gew\u00e4sser, die durch eine fehlerhafte D\u00fcngung ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen.<br \/>\nWeitere Teilziele sind:<br \/>\n&#8211;\tIntegration der D\u00fcngung mir organischen Abf\u00e4llen in das System precison farming<br \/>\n&#8211;\tGew\u00e4hrleistung einer nachhaltigen Landwirtschaft, bei der mit den vorhandenen Umweltressourcen (Boden, Wasser) schonend umgegangen wird<br \/>\n&#8211;\tOptimierung der Ertr\u00e4ge durch eine D\u00fcngung, die sich am N\u00e4hrstoffbedarf der Pflanze orientiert<br \/>\n&#8211;\tEinsparung von D\u00fcngemitteln durch teilfl\u00e4chenspezifisch reduzierte D\u00fcngung<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Gesamtprojekt untergliedert sich in folgende Arbeitsschritte:<br \/>\n1.\tPlanungs- und Konzeptionsphase<br \/>\n2.\tEntwicklung eines Stalldungstreuers der folgende Anforderungen erf\u00fcllt:<br \/>\n&#8211;\tWartungsfreier Streuwerksantrieb<br \/>\n&#8211;\tFahrwerk mit der Option, bodenschonende Bereifungsvarianten einzusetzen<br \/>\n&#8211;\tKontinuierliches Wiegen des Streugutes (in Zusammenarbeit mit der Firma MOBA)<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung einer Steuerung zur automatischen Streumengenregelung (in Zusammenarbeit mit der Firma WTK-Elektronik)<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung eines Wechselsystems, um die Grundkomponente Fahrwerk und Wiegesystem auch f\u00fcr andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Ausbringung von Fl\u00fcssigd\u00fcnger (G\u00fcllefass) einsetzen zu k\u00f6nnen<br \/>\n3.\tVersuchseins\u00e4tze, Praxiserprobung<br \/>\n4.\tVerifikation der umweltrelevanten Parameter, Bestimmung des Variationskoeffizienten f\u00fcr verschiedene Streug\u00fcter (in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Osnabr\u00fcck)<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Feldversuche zur Ermittlung der Verteilgenauigkeit bei Rindermist, Kompost und H\u00fchnertrockenkot ergaben gute bis sehr gute Variationskoeffizienten (VK) bei Arbeitsbreiten bis 15m. Fraktionierungspro-ben bei  Kompost zeigten Entmischungen und fraktionsabh\u00e4ngige N\u00e4hrstoffunterschiede. Im Rahmen des Vorhabens ist an der Fachhochschule Osnabr\u00fcck eine MS-Excell\u00ae-basierte Streubildauswertungssoftware erstellt worden. Mit Hilfe dieser Software kann die optimale Arbeitsbreite \u00fcber die Querverteilungsberechnung ermittelt werden. Zur Beurteilung der Verteilung wurden Massen- und N\u00e4hrstoffstreubilder erstellt. F\u00fcr Kompost und Rindermist konnten gro\u00dfe \u00dcbereinstimmungen der Verteilungsbilder festgestellt werden. Dadurch wurde eine Ver\u00e4nderung der Arbeitsbreite nicht erforderlich. Bei H\u00fchnerkot h\u00e4tte hingegen eine Reduzierung der Arbeitsbreite um einen Meter stattfinden m\u00fcssen um weiterhin sehr gute VK-Werte zu erreichen. Erste praxistaugliche Einstellparameter f\u00fcr die verwendeten Substrate konnten anhand der ermittelten Datenbasis abgeleitet werden. Die GPS-gesteuerte L\u00e4ngsverteilung wurde unter praktischen Bedingungen mit dynamisch wechselnden Ausbringmengen weitgehend realisiert. Die GPS-gesteuerte Fahrzeugnavigation (parallel tracking) hat gute Fahrgenauigkeiten bei einer Arbeitsbreite von 14 m ergeben. Die Kombination aus GPS-gesteuerter L\u00e4ngsverteilung und parallel tracking erm\u00f6glicht eine exakte Ausbringung unterschiedlicher Sollmengen bei minimierten \u00dcberlappungsbereichen. Ergebnisse f\u00fcr alle drei Teilziele wurden trotz witterungsbedingter Verschiebungen erreicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211;\tInformationsveranstaltung vor Vertretern der Agrarverwaltung des Oblasts Irkutsk am 8.4. 2003 an der FH-Osnabr\u00fcck.<br \/>\n&#8211;\tVorstellung der Ergebnisse auf der 46. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Pflanzenbauwissenschaften e.V. vom 25. bis 27.9.2003 in Gie\u00dfen<br \/>\n&#8211;\tAbschlusspr\u00e4sentation des Projektes am 29.10.2003 an der FH-Osnabr\u00fcck, Teilnahme von H. Dr. Brickwedde und Frau Grimm (Bundesstiftung Umwelt) sowie Medienvertretern. Im Anschluss daran Berichte von Radiosendern und redaktionelle Beitr\u00e4ge in verschiedenen Zeitungen<br \/>\n&#8211;\tPr\u00e4sentation des Projektes auf der europaweit gr\u00f6\u00dften Ausstellung f\u00fcr Landtechnik AGRITECHNIKA vom 9. bis 15.112003. Im Rahmen der Messe haben sich unter anderem folgende hochrangigen Entscheidungstr\u00e4ger pers\u00f6nlich informiert:<br \/>\n&#8211;\tFrau K\u00fcnast, Bundesministerin f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft am 10.11.2003<br \/>\n&#8211;\tHerr Ehlen, nieders\u00e4chsischer Minister f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Forsten am 9.11.03<br \/>\n&#8211;\tHerr Sander, nieders\u00e4chsischer Umweltminister am 11.11.03<br \/>\n&#8211;\tHerr Freiherr von dem Busche, Pr\u00e4sident der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, DLG am 10.11.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit umfangreichen Untersuchungen zur Verteilgenauigkeit umweltschonender teilfl\u00e4chenspezifischer Ausbringung organischer D\u00fcngemittel und dem GPS-gesteuerten Anschlussfahren (parallel tracking) wurde die Grundlage zur Entwicklung und Optimierung des Universalstalldungstreuers VS 22 gelegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens \u00dcbergeordnetes Ziel ist die Verringerung von sch\u00e4dlichen Belastungen des Bodens und der Gew\u00e4sser, die durch eine fehlerhafte D\u00fcngung ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen. 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