{"id":22297,"date":"2024-12-01T10:32:36","date_gmt":"2024-12-01T09:32:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18700-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:37","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:37","slug":"18700-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18700-01\/","title":{"rendered":"Generationennetzwerk Umwelt &#8211; Programm zur F\u00f6rderung der seniorenbezogenen und generationen\u00fcbergreifenden Umweltkommunikation"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das freiwillige Engagement in Deutschland hat sich ver\u00e4ndert. Vereine und Verb\u00e4nde im Umweltbereich beklagen einen R\u00fcckgang des Engagements. Gefragt sind Konzepte, die es f\u00fcr Menschen (wieder) attraktiv machen, sich in umweltbezogenen Handlungsfeldern zu engagieren. Dies wird als wesentlich erachtet, da Bewusstsein und Kenntnis von Umweltzusammenh\u00e4ngen und eine auf Nachhaltigkeit gerichtete Lebensweise wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr die Zukunftssicherung sind. Einem Bedeutungsverlust des Themas ist entgegen zu wirken. Hierbei sind nicht allein die Profis einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit gefordert. Erst durch b\u00fcrgerschaftliches Engagement kann das Thema eine breite Verankerung in der Gesellschaft erfahren. Es hat somit eine gro\u00dfe Bedeutung im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie.<br \/>\nImmer noch zu wenig Ber\u00fccksichtigung finden die Beteiligungspotenziale \u00e4lterer Menschen. In der Modellphase von 2002 bis 2006 zielte das Generationennetzwerk Umwelt auf die Entwicklung von \u00fcbertragbaren Strategien und Modellen f\u00fcr eine generationen\u00fcbergreifende Arbeitsweise unter Nutzung der Potenziale von \u00c4lteren. Die Modelle wurden durch acht Einrichtungen der Umwelt- und Erwachsenenbildung erarbeitet. Das Generationennetzwerk Umwelt verfolgte ferner das Ziel einen Beitrag zur Sensibilisierung f\u00fcr generationen\u00fcbergreifende Fragen und nachberufliches freiwilliges Engagement in einem Kommunikationsverbund von vielen Einrichtungen und in der \u00d6ffentlichkeit zu leisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZielgruppe des Generationennetzwerks Umwelt sind Einrichtungen aus der Naturschutzarbeit sowie der Umwelt- und Erwachsenenbildung, die ihr generationen\u00fcbergreifendes Profil (weiter-)entwickeln m\u00f6chten. Das ies Hannover betreibt eine Netzwerk-Agentur, die umweltbezogene Einrichtungen bei der generationen\u00fcbergreifenden Profilbildung unterst\u00fctzt. Acht Einrichtungen wurden in der Modelllaufzeit durch die Netzwerk-Agentur einzelfallbezogen begleitet und gef\u00f6rdert. Sie haben als Lernwerkst\u00e4tten, neue Strategien zur Integration von \u00e4lteren Freiwilligen und zur Initiierung neuer generationen\u00fcbergreifender Projekte in der Umweltkommunikation entwickelt und erprobt. Von den Erfahrungen der Lernwerkst\u00e4tten profitierten andere Einrichtungen durch den Informations- und Erfahrungstransfer im Rahmen von Fach-veranstaltungen sowie durch Ma\u00dfnahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Es wurden Ma\u00dfnahmen der (Selbst-)Evaluation implementiert, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Ans\u00e4tze und Projekte erm\u00f6glichten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Generationennetzwerk Umwelt haben die acht Lernwerkst\u00e4tten Strategien und Methoden zur generationen\u00fcbergreifenden Profilentwicklung entwickelt und erprobt. Das intendierte Ziel, modellhaft L\u00f6sungen f\u00fcr die Aktivierung von Engagement f\u00fcr umweltbezogene Handlungsfelder zu entwickeln, wurde erreicht. Auf der Basis dieser Erfahrungen und Erkenntnisse lassen sich auch f\u00fcr andere Einrichtungen und Initia-tiven strategische Empfehlungen f\u00fcr die eigene Profilbildung und Aktivierungspraxis ableiten.<br \/>\nEine &#8211; zu Beginn des Programms nicht absehbare &#8211; Dimension hat die Zusammenarbeit mit Kindertagesst\u00e4tten und Schulen angenommen. Die Lernwerkst\u00e4tten haben an einigen Standorten die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen von \u00c4lteren an die j\u00fcngeren Generationen \u00fcber Kindertagesst\u00e4tten und Schulen erprobt und etabliert. Die Zusammenarbeit hat sich bei guter Begleitung durch die hauptamtlichen Profis der Umwelt- und Erwachsenenbildungseinrichtungen als sehr erfolgreich erwiesen.<br \/>\nBesonders wertvoll sind die Erfahrungen des Generationennetzwerks Umwelt im Hinblick auf Qualifizierungsanforderungen bei den Seniorinnen und Senioren. Die Angebote der Lernwerkst\u00e4tten reichten von einzelnen, fallbezogenen Fortbildungs- und Coachingangeboten bis zur umfassenden Qualifizierung zum Umwelttrainer. Insgesamt ist vor allem die Praxisrelevanz der Fortbildungsangebote wesentlich.<br \/>\nAuch im Hinblick auf die Sensibilisierung f\u00fcr die Potenziale \u00c4lterer f\u00fcr umweltbezogene Handlungsfelder in der Fach\u00f6ffentlichkeit der Vereine und Verb\u00e4nde sowie in der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit sind deutliche Erfolge erkennbar. So zeigte sich insgesamt eine gute Nachfrage bei den im Rahmen des Generationennetzwerks Umwelt von 2002 bis 2005 durchgef\u00fchrten Veranstaltungen (300 bei der \u00f6ffentlichen Auftaktveranstaltung der DGFFA in Hannover, 35 bzw. 40 Teilnehmende bei den Fachveranstaltungen 2003 und 2005, was den Planungen entsprach). Durch die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Generationennetzwerks Umwelt wurden andere Einrichtungen zu \u00e4hnlichen Vorhaben angeregt. In den Regionen hat die Arbeit der Lernwerkst\u00e4tten im Generationennetzwerk Umwelt Zuspruch und Akzeptanz der Einrichtungen erh\u00f6ht.<br \/>\nDie Hauptamtlichen haben ihre Kompetenzen zur Zusammenarbeit mit (\u00e4lteren) Freiwilligen in den Workshops, Fachveranstaltungen und konkreten Projekten erweitert. Bew\u00e4hrt hat sich &#8211; aus der Perspektive der Lernwerkst\u00e4tten &#8211; die Erarbeitung eines neues Arbeitsschwerpunkts in einem Netzwerk und die Koordination durch die Netzwerk-Agentur (Ergebnis Selbstevaluation).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der Programmlaufzeit wurden vielf\u00e4ltige Gelegenheiten wahrgenommen, die Ans\u00e4tze, Erfahrungen und Erkenntnisse des Generationennetzwerks Umwelt einer breiten allgemeinen sowie einer fachbezogenen \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen. F\u00fcr die \u00f6ffentliche Verbreitung sorgten neben der Netzwerk-Agentur auch die Lernwerkst\u00e4tten in ihren jeweiligen regionalen und einrichtungsspezifischen Kontexten. Sie berichteten in den allgemeinen Medien sowie in den Rundbriefen und Zeitschriften ihrer Vereine, Verb\u00e4nde usw. \u00fcber die Ideen und Aktivit\u00e4ten des Generationennetzwerks Umwelt.<br \/>\nDie Fachveranstaltungen des Generationennetzwerks Umwelt im Juni 2003 und 2005 sowie die Beteiligung an einer Vielzahl von Tagungen und Workshops sorgten insgesamt f\u00fcr eine intensive Verbreitung in der Fach\u00f6ffentlichkeit (z. B. Workshops von NABU, ANU, BUND, BTE, KEB). Auch f\u00fcr die Zukunft liegen bereits weitere Anfragen f\u00fcr Vortr\u00e4ge zu den Erkenntnissen des Generationennetzwerks Umwelt vor.<br \/>\nDie Ergebnisse des Generationennetzwerks Umwelt wurden in verschiedenen Fachbeitr\u00e4gen zusammenfassend dargestellt. Die allgemeinen Erkenntnisse, strategische Empfehlungen sowie die Berichte der Lernwerkst\u00e4tten finden sich in dem Praxisbuch Alt und Jung &#8211; Generationen in der Umweltbildung und Naturschutzarbeit (Auflage: 900 Ex.; Bezug: ies Hannover, Tel. 0511\/399-70).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in der Modelllaufzeit des Generationennetzwerk Umwelt gewonnenen Erfahrungen bilden eine wichtige Basis f\u00fcr die weitere Entwicklung von Vereinen, Verb\u00e4nden, Einrichtungen der Umwelt-, Naturschutz- und Nachhaltigkeitsarbeit in Richtung auf die Aktivierung des b\u00fcrgerschaftlichen Engagements, insbe-sondere von \u00c4lteren f\u00fcr generationen\u00fcbergreifende Projekte. Als besonders wertvoll erweisen sich die Erfahrungen im Hinblick auf die Einbindung dieser Potenziale in die Umweltbildungsarbeit an Kindertagesst\u00e4tten, Schulen sowie der au\u00dferschulischen Umweltbildung der Einrichtungen selbst. Hier liegen Chancen f\u00fcr die Etablierung und Weiterentwicklung einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit, die die Generatio-nenzusammenarbeit strategisch einbindet. Insbesondere hat es sich als sinnvoll erwiesen, Seniorinnen und Senioren eine fachlich-didaktische Fortbildung anzubieten, die sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Umweltbildungsangeboten unterst\u00fctzt. Zuk\u00fcnftig sollten Angebote f\u00fcr das generationen\u00fcbergreifende Engagement von \u00c4lteren in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung ausgebaut werden. Aktivierungs- und Qualifizierungsangebote f\u00fcr \u00c4ltere in der Umweltbildung sollten zuk\u00fcnftig weiter verstetigt und ausgebaut werden, denn insbesondere von ihrem Einsatz an Kindertagesst\u00e4tten und Schulen kann die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung insgesamt quantitativ und qualitativ enorm profitieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das freiwillige Engagement in Deutschland hat sich ver\u00e4ndert. Vereine und Verb\u00e4nde im Umweltbereich beklagen einen R\u00fcckgang des Engagements. Gefragt sind Konzepte, die es f\u00fcr Menschen (wieder) attraktiv machen, sich in umweltbezogenen Handlungsfeldern zu engagieren. 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