{"id":22275,"date":"2023-07-13T15:21:24","date_gmt":"2023-07-13T13:21:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18650-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:25","slug":"18650-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18650-01\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung eines betrieblichen \u00d6kocontrolling als Management-Leitinstrument in kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen des G\u00fcterkraftverkehrs"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um klare und verl\u00e4ssliche Aussagen zum Nutzen eines Umweltmanagementsystems treffen zu k\u00f6nnen, sind in den Unternehmen die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Eine wichtige Gr\u00f6\u00dfe ist hierbei das betriebswirtschaftliche Instrumentarium des Controlling. Durch die Verkn\u00fcpfung von Control-ling und Umweltschutz wird es m\u00f6glich, die Instrumente des Controlling auf das Gebiet des betrieblichen Umweltschutzes zu \u00fcbertragen bzw. um \u00f6kologische Komponenten erweiterte Controlling-Instrumente in den Unternehmen zu etablieren. Dadurch ergibt sich die Chance, den betrieblichen Umweltschutz strategisch sowie operativ plan- und letztlich steuerbar zu gestalten. F\u00fcr die teilnehmenden Betriebe soll die M\u00f6glichkeit geschaffen werden, Investitionen im betrieblichen Umweltschutz zu erfassen und messbar zu machen.<br \/>\nDas Vorhaben zielt darauf ab, durch geeignete Managementinstrumente, wie etwa die Einf\u00fchrung eines betrieblichen \u00d6kocontrolling, den Unternehmen Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, um die Frage nach Kosten und Nutzen von Umweltleistungen objektiv und eindeutig beantworten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm das \u00d6kocontrolling als betriebswirtschaftliches Management-Leitinstrument nutzen zu k\u00f6nnen, sind eine Reihe von Aktivit\u00e4ten notwendig. Dies beinhaltet u. a. die Erstellung eines betrieblichen Umwelt-kennzahlensystems, um bspw. die Leistungsf\u00e4higkeit des Umweltmanagementsystems beurteilen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMit dem Umsetzungsvorhaben ist beabsichtigt, in sieben kleinen und mittelst\u00e4ndischen Speditions- und Transportbetrieben<br \/>\n&#8211;\tden betrieblichen Umweltschutz um den Bereich des \u00d6kocontrolling zu erweitern<br \/>\n&#8211;\tdie entsprechenden organisatorischen Rahmenbedingungen hierf\u00fcr zu schaffen sowie<br \/>\n&#8211;\tdas etablierte System im Rahmen des umgesetzten betrieblichen \u00d6kocontrolling zu bewerten.<br \/>\nDie am Umsetzungsvorhaben teilnehmenden Unternehmen sollen letztlich in die Lage versetzt werden, eine Vorreiterrolle f\u00fcr die gesamte Transportbranche zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurden insgesamt sieben Schulungssequenzen und 42 innerbetriebliche Veranstaltungen bzw. Abstimmungsgespr\u00e4che durchgef\u00fchrt.<br \/>\nAuf Grundlage von betriebsindividuellen Projektskizzen wurden verschiedene Aktivit\u00e4ten bei den Kooperationspartnern in Angriff genommen. Festzustellen ist, dass bei allen Kooperationspartnern zu Beginn des Projektes kein Kennzahlensystem zur Erfassung umweltrelevanter Sachverhalte vorzufinden war. Die Betriebe f\u00fchrten zwar Aufzeichnungen insbesondere \u00fcber ihre Kraftstoffverbr\u00e4uche, betrachtet man jedoch andere umweltbezogene Kenngr\u00f6\u00dfen, lagen diesbez\u00fcglich wenig bis keine Informationen vor. So war es zun\u00e4chst die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern festzulegen, welche Daten grunds\u00e4tzlich erfasst werden sollen. Danach musste gekl\u00e4rt werden, in welcher Form die Daten verarbeitet und verdichtet werden k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich war zu entscheiden, wie die gewonnenen Daten im betrieblichen Alltag auszuwerten sind, um im weiteren Verlaufe des Projektes aussagekr\u00e4ftige Kennzahlen erarbeiten zu k\u00f6nnen. Die Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen wie folgt zusammengefasst werden.<br \/>\nNach Abschluss des Vorhabens sind bei den Kooperationspartnern eine Reihe von Ver\u00e4nderungen festzustellen. Neben den M\u00f6glichkeiten zur Kostensenkung haben die Unternehmen die entscheidungsunterst\u00fctzende Funktion eines betrieblichen \u00d6kocontrolling erkannt. Dies f\u00fchrte nicht nur zu Bewusstseinsver\u00e4nderungen, sondern hat einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die Motivation zur Einf\u00fchrung eines \u00d6kocontrolling nachhaltig gesteigert werden konnte. Der Mehrwert der eigenen Transport- und Logistikleistung, welche durch das Herausarbeiten der Umweltvertr\u00e4glichkeit geschaffen wurde, erfolgt bei diesen Unternehmen nicht mehr an erster Stelle kostenorientiert, sondern die Ergebnisse werden zur sachlich objektiven Einsch\u00e4tzung von \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Alternativen herangezogen. Die k\u00fcnftige Bewertung umweltrelevanter Ma\u00dfnahmen in bezug auf Kosten und Nutzen erfolgt bei allen Kooperationspartnern durch die Bildung individueller Kennzahlen. Diese wurden in die vorhandenen betriebs- und finanzwirtschaftlichen Kennzahlensysteme integriert. Das im Rahmen des Projektes entwickelte Software-Tool (DG-Tool) generiert hierzu Kennzahlen und Graphiken und leistet einen wichtigen Beitrag zur Unterst\u00fctzung von Entscheidungen. Das DG-Tool kommt zum Einsatz und wird dem Anspruch der Betriebe als Management-Leitinstrument ohne Einschr\u00e4nkungen gerecht.<br \/>\nDie Unternehmensvertreter sind \u00fcbereinstimmend der Ansicht, dass das hier konzipierte Vorhaben f\u00fcr sie einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Erstellung bzw. Weiterentwicklung von Kennzahlen &#8211; insbesondere im Bereich Umwelt &#8211; leistet. Es hat sich gezeigt, dass ein Umweltmanagement nicht zwangsl\u00e4ufig im Zielkonflikt von Gewinnmaximierung und Rentabilit\u00e4t stehen muss. Der betriebliche Umweltschutz wird insbesondere bei den an diesem Umsetzungsvorhaben beteiligten Kooperationspartnern einen hohen Stel-lenwert einnehmen. Ein Mittel, diesem Anspruch gerecht zu werden, ist das \u00d6kocontrolling.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Umsetzungsvorhaben wurde bei den Transportdienstleistern der Firma IKEA sowie im Rahmen einer Veranstaltung der Universit\u00e4t Duisburg zum Thema Qualit\u00e4t, Umwelt und Arbeitssicherheit in logistischen Dienstleistungsunternehmen im Fr\u00fchjahr 2002 vorgestellt. Dar\u00fcber hinaus konnte im Rahmen von Fachmessen (IFAT 2002 in M\u00fcnchen, EUROCARGO 2003 in Stuttgart und transport logistic 2003 in M\u00fcnchen) das Vorhaben erfolgreich pr\u00e4sentiert werden.<br \/>\nIn Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift transaktuell, Stuttgart, wurde ab September 2002 in den Ausgaben 21\/2002, 24\/2002, 14\/2003, 17\/2003, 18\/2003, 20\/2003 und 21\/2003 \u00fcber das Projekt ausf\u00fchrlich berichtet. Die Ver\u00f6ffentlichungen in dieser Fachzeitschrift werden auch nach Abschluss des Projektes fortgesetzt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen hat gezeigt, dass die hier gew\u00e4hlte Zusammensetzung der Kooperationspartner zu positiven Effekten bei allen Akteuren gef\u00fchrt hat. Einen wichtigen Beitrag hat u.a. der Vorschlag eines Speditionsvertreters geleistet, die einzelnen Schulungssequenzen nicht an ei-nem neutralen Ort, sondern die jeweilige Veranstaltung alternierend bei jedem einzelnen Betrieb vor Ort durchzuf\u00fchren. Die Experten lernen dadurch nicht nur den Kooperationspartner mit seinem Unternehmen kennen, sondern es besteht die M\u00f6glichkeit, sich direkt mit den Partnern auszutauschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um klare und verl\u00e4ssliche Aussagen zum Nutzen eines Umweltmanagementsystems treffen zu k\u00f6nnen, sind in den Unternehmen die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Eine wichtige Gr\u00f6\u00dfe ist hierbei das betriebswirtschaftliche Instrumentarium des Controlling. 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