{"id":22245,"date":"2023-07-13T15:21:20","date_gmt":"2023-07-13T13:21:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18579-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:21","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:21","slug":"18579-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18579-01\/","title":{"rendered":"Zweiphasige Entwicklung und Erprobung einer Versuchsanlage und eines Prototypen zur Biomembranfiltration in Kreislaufwasseranlagen f\u00fcr die Fischzucht"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Entwicklung von Aquakulturanlagen hat beim gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsstand der Abwasserreinigung nat\u00fcrliche Grenzen. Beim Planen von Fischfarmen wird auch heute noch \u00fcberwiegend an Durchflusssysteme gedacht Wasser von guter Qualit\u00e4t und ausreichender Quantit\u00e4t ist jedoch weltweit nicht verbreitet. Dar\u00fcber hinaus stellt auch die Belastung der Umwelt durch Abw\u00e4sser aus der Intensivfischhaltung ein ernstzunehmendes Problem dar. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer auf dem Prinzip der Biomembrantechnologie basierenden Kl\u00e4ranlage f\u00fcr Abw\u00e4sser aus Fischzuchtbetrieben, speziell in Kreislaufanlagen, welche auch unter \u00f6konomischen Gesichtspunkten bei Neuinvestitionen bzw. als Nachr\u00fcstung in vorhandenen Kreislaufanlagen realisierbar ist.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen des Forschungsvorhabens erfolgt die Entwicklung, Fertigung und der Betrieb eines Prototypen zur Abwasserreinigung in der Intensivfischzucht mit Biomembrantechnologie in zwei Projektphasen.<br \/>\n1. Phase: Entwurf, Bau und Betrieb einer Pilotanlage mit einer Behandlungskapazit\u00e4t von ca. 5 m3\/h.<br \/>\nIn der ersten Phase sollen aus dem Betrieb der Pilotanlage die wesentlichen Erkenntnisse \u00fcber die Auslegung \/ Dimensionierung und Kosten des Verfahrens ermittelt werden. In Abh\u00e4ngigkeit von den Versuchsergebnissen der ersten Phase und den Rahmenbedingungen des Kooperationspartners (Fischzuchtbetrieb) wird in der zweiten Phase ein Prototyp mit einer Anlagenkapazit\u00e4t von ca. 50 m3\/h angestrebt.<br \/>\n2. Phase: Entwurf, Bau und Betrieb eines Prototypen mit einer Behandlungskapazit\u00e4t von ca. 50 m3\/h.<br \/>\nDie an dem Prototypen gewonnenen Versuchsdaten sollen f\u00fcr die Erarbeitung von umweltschonenden Konzepten f\u00fcr gro\u00dfe Aquakulturanlagen genutzt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Projektphase 1 konnte mit einer erfolgreichen Technologieentwicklung zur vollst\u00e4ndigen Kreislaufschlie\u00dfung an Aquakulturanlagen durch den Einsatz der Membrantechnik Ende 2003 abgeschlossen werden. Alle erreichten Ergebnisse hinsichtlich technischer Sicherheit, Energieeffizienz, Beseitigung des umweltbelastenden Abwasseranfalls, hygienischer und vitaler Bedingungen f\u00fcr die Fische in den neuartigen Kreislaufanlagen berechtigten zur Entscheidung der Freigabe der Projektphase 2 im Juli 2004 durch die DBU.<br \/>\nDie auf Vorgabe durch die DBU von Anfang an erfolgte Einbeziehung eines erfahrenen Fischzuchtbetriebes sicherte fachliche Kompetenz, eine effiziente Anlagenbetreuung in der Pilotphase und eine verlustfreie erste Aufzucht von Karpfen bis zur Schlachtreife. Das Interesse des Fischzuchtbetriebes an der neuentwickelten Technologie war auch die Basis f\u00fcr die Realisierung einer Produktionsanlage in der Phase 2 des Projektes.<br \/>\nNach Entwurf und Planung eines Prototypen f\u00fcr eine Anlagengr\u00f6\u00dfe von 50 m\u00b3\/h Kreislaufwasser in der Phase 2 wurde diese jedoch aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht realisiert, sondern es erfolgte nach Kl\u00e4rung der Finanzierung durch den Investor die Umkonzipierung auf eine mehrfach gr\u00f6\u00dfere Produktionsanlage. Konzeptentwicklung und Vorplanung wurden im Rahmen des DBU-Projektes durchgef\u00fchrt, die Realisierung der Produktionsanlage f\u00fcr Brut- und Setzlinge erfolgte jedoch au\u00dferhalb dieses Projektes durch den Fischzuchtbetrieb Fisch &#038; Wasser Oelzschau GmbH in Thierbach.<\/p>\n<p>Die erfolgreiche Umsetzung verschiedener neu entwickelter Membrantechnologien in der Kreislaufwasseraufbereitung dieser Anlage erbrachte die Best\u00e4tigung des Projektansatzes, dass es m\u00f6glich ist, eine Intensivfischzucht ohne jegliche Umweltbelastung zu betreiben. Die zum Ziel gestellte Abwasserfreiheit der Anlagen wurde erreicht und dabei weitere wichtige Parameter f\u00fcr die Intensivfischhaltung deutlich verbessert. <\/p>\n<p>Die Vermeidung von Energieverlusten durch Ausschleusung von Abwasser, kombiniert mit effektivem Energieeinsatz durch ein Blockheizwerk, Solarthermie sowie energetisch effizienten F\u00f6rdertechnologien (Lufthebersysteme) und Reinigungsverfahren sicherten auch f\u00fcr die aufwendigeren Reinigungsverfahren als in konventionellen Kreislaufanlagen vertretbare Betriebskosten.<\/p>\n<p>Die neu entwickelten Technologien erlauben die Errichtung derartiger Intensivfischzuchtanlagen auch entfernt von nat\u00fcrlichen Gew\u00e4ssern und in umweltsensiblen Gebieten. Das noch vorhandene gro\u00dfe Entwicklungspotential in diesen Verfahren bietet neue Ans\u00e4tze auch f\u00fcr den Einsatz dieser Technologien f\u00fcr die Produktion von Seefischen oder zur Zucht bislang haltungssensibler Fischarten.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Interesse des Marktes an der Neuentwicklung und der hohe Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes durch die Anwendung dieser Verfahren lassen auf eine erfolgreiche zuk\u00fcnftige breite Anwendung hoffen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das DBU-Projekt wird auf nationalen und internationalen Umweltmessen auf dem Stand des Umweltmi-nisteriums (Umweltbundesamt) als Spitzentechnologie deutscher Umweltentwicklungen seit 2004 pr\u00e4sentiert.<br \/>\nSeit Abschluss der Projektentwicklung bietet die Busse GmbH Aquakulturanlagen mit Membran-Technologien im Verbund mit dem Investor Fisch und Wasser Oelzschau GmbH zum Verkauf an.<br \/>\nMit dem tschechischen Membranlieferanten wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Aufgabenstellung des Projektes wurde nicht nur erf\u00fcllt, sondern konnte bei etwas l\u00e4ngerer Laufzeit direkt in einer Produktionsanlage umgesetzt werden. Der Mitteleinsatz erbrachte somit nicht nur eine innovative Technologieentwicklung sondern auch die Ergebnisumsetzung in einer Referenzanlage, die weltweit die erste Anwendung der Membrantechnologie in einer abwasserfreien Intensivfischzuchtanlage darstellt.<br \/>\nDas Projektergebnis bietet die Grundlage f\u00fcr weitere zukunftstr\u00e4chtige Technologieentwicklungen auf diesem Gebiet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Entwicklung von Aquakulturanlagen hat beim gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsstand der Abwasserreinigung nat\u00fcrliche Grenzen. Beim Planen von Fischfarmen wird auch heute noch \u00fcberwiegend an Durchflusssysteme gedacht Wasser von guter Qualit\u00e4t und ausreichender Quantit\u00e4t ist jedoch weltweit nicht verbreitet. 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