{"id":22241,"date":"2023-07-22T10:32:02","date_gmt":"2023-07-22T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18563-01\/"},"modified":"2023-07-22T10:32:03","modified_gmt":"2023-07-22T08:32:03","slug":"18563-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18563-01\/","title":{"rendered":"Workshop Naturchancen auf Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel der  Fachtagung: Mobilisieren der \u00d6ffentlichkeit, Sensibilisieren von Vertretern der unterschiedlichsten Nutzungsinteressenten und vor allem von Ratspolitikern der 5 St\u00e4dte und 2 Kreise, die Anteil am Landschaftsraum Wahner Heide haben. In ihren Entscheidungen sollte der Aspekt des Natur- und Kulturerhalts vorrangige Bedeutung einnehmen. Es gilt, das einmalig artenreiche Biotopmosaik im Spannungsfeld kommunaler Begehrlichkeiten und dem hohen Erholungsdruck im K\u00f6ln\/Bonner Ballungsraum zu erhalten und weiterhin zu pflegen. Erarbeitung von Leitlinien zur nachhaltigen Entwicklung. Anlass: R\u00fcckzug der belg. Truppen, der Mitte 2004 abgeschlossen sein wird.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Tagung ist eingerahmt von einer vor- und einer nachbereitenden Informationsveranstaltung. 1. (April) Bl\u00fctenpracht der Narzissent\u00e4ler &#8211; Deutsch-Belgische Zusammenarbeit im Umweltschutz auf dem belg. Truppen\u00fcbungsplatz Elsenborn\/Eifel (Anl.1). 2. (Juni) Moor- und Heidewanderung &#8211; Deutsch-Belgische Zusammenarbeit im Umweltschutz auf dem belg. \u00dcbungsplatz Wahner Heide (Anl.2). Kooperationspartner ist das Bundesforstamt. Am 08. Mai wird eine Pressekonferenz einberufen. Eingeladen ist die Presse der ma\u00dfgeblichen St\u00e4dte und Kreise. Die Fachtagung am 14. Mai (Anl.3) ist wie folgt strukturiert: Zun\u00e4chst wird in zwei Grundsatzreferaten die Thematik erl\u00e4utert. Erfahrungen sowohl aus den Neuen Deutschen Bundesl\u00e4ndern als auch aus NRW geben Denkanst\u00f6sse f\u00fcr die Arbeitsgruppen. Anliegen ist ein Wissens- und Erfahrungstransfer hinsichtlich der zentralen Fragestellungen: 1. Konversionsma\u00dfnahmen und Biotopmanagementpl\u00e4ne auf anderen \u00dcbungspl\u00e4tzen?<br \/>\n2. In Einklang bringen von Naherholung und Naturschutz nach Abzug der Milit\u00e4rs? 3. Mit dem Naturschutz konkurrierende Nutzungsanspr\u00fcche? Im Plenum werden die Statements diskutiert und geb\u00fcndelt. Nachmittags erarbeiten die Teilnehmer in 3 Arbeitsgruppen Grundlagen zur Diskussion im abschlie\u00dfenden Plenum. Im Konsens verfasste Abschlussempfehlungen werden an die Teilnehmer verteilt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufgrund des baldigen Abzugs der Belgischen NATO-Partner aus der Wahner Heide (ab Mitte 2002 bis Mitte 2004) war das Interesse an der Tagung Naturchancen auf Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen \u00e4u\u00dferst gro\u00df. Etwa 120 Teilnehmer waren anwesend (Anl.4). Besonders zu erw\u00e4hnen ist die auffallend hohe Pr\u00e4senz des Milit\u00e4rs mit mehr als zehn Teilnehmern. Dies zeigt, dass auch die NATO-Partner an dem Erhalt des Naturschutzgebietes Wahner Heide interessiert sind.<br \/>\nIm Zentrum der Referate stand die Frage, welche St\u00e4dte, Kreise, Unternehmen, Verb\u00e4nde und Erholungssuchende gleicherma\u00dfen &#8211; wenn auch aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden &#8211; betrifft: Was geschieht mit der Wahner Heide nach Abzug der Streitkr\u00e4fte?<br \/>\nEs wurde deutlich, dass der Weggang der Streitkr\u00e4fte Begehrlichkeiten von Seiten der Kommunen auf das Gebiet bzw. die Geb\u00e4udekomplexe erweckt, um z. B. in den Kasernen Spich und Altenrath Kleingewerbe anzusiedeln. Zum anderen wird bef\u00fcrchtet, dass die Naherholung in hohem Ma\u00dfe zunehmen wird, da die Wahner Heide dann auch w\u00e4hrend der Woche zu begehen ist. Bei Aufhebung der Nutzungsein-schr\u00e4nkung durch die derzeitige milit\u00e4rische Nutzung ist der Erhalt des wertvollen Biotopmosaiks des nur zum Teil als Naturschutzgebiet bzw. FFH- und Vogelschutzgebiet ausgewiesenen Landschaftsraumes extrem gef\u00e4hrdet.<br \/>\nDr. Horst Glatzel, Vorsitzender des IAWH, stellte in seiner Er\u00f6ffnungsrede die Fragen f\u00fcr die Wahner Heide, f\u00fcr die bald eine Antwort &#8211; und zwar eine gemeinsame Antwort aller Beteiligten &#8211; gefunden werden muss (Anl.5).<br \/>\nDr. Michael Gruschwitz, S\u00e4chsisches Staatsministerium f\u00fcr Umwelt und Landwirtschaft, referierte \u00fcber die erheblichen auch verwaltungstechnischen Schwierigkeiten bez\u00fcglich der Folgenutzung von Truppen-\u00fcbungspl\u00e4tzen der ehemaligen GUS-Streitkr\u00e4fte am Beispiel Sachsens. Die Ausgangslage unterscheidet sich z. B. hinsichtlich der Bodenbelastung und der Hinterlassenschaften von milit\u00e4rischen Ger\u00e4ten erheblich von den hiesigen Gegebenheiten.<br \/>\nThomas Neiss, Ministerium f\u00fcr Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, weist in seinem Grundsatzreferat insbesondere auf den Aspekt des Naherholungsdruckes im Ballungsraum der Rheinschiene in NRW hin. Problematisch ist ebenso der Nutzungsdruck durch die zahlreichen Interessensgruppen. Es gilt, einen Konsens f\u00fcr die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft Wahner Heide zu erwirken. Sinnvoll w\u00e4re die Gr\u00fcndung einer Stiftung Wahner Heide mit der Einrichtung einer Biologischen Station. In den drei Arbeitsgruppen wurde die Thematik unter verschiedenen Schwerpunkten vertieft.<br \/>\nAG I Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze &#038; Umweltschutz: Diskussion mit Vertretern der Belgischen Streitkr\u00e4fte, Erfahrungen mit dem Truppen\u00fcbungsplatz Senne, \u00c4hnlichkeiten und Unterschiede zur Wahner Heide.<br \/>\nAG II Naturschutz &#8211; rechtliche Rahmenbedingungen: Diskussion \u00fcber die m\u00f6gliche Vorgehensweise des Eigent\u00fcmers mit den freiwerdenden Fl\u00e4chen und die Sicherung dieser Fl\u00e4chen f\u00fcr den Naturschutz in der Zukunft durch eine Stiftung.<br \/>\nAG III: Pflegekonzeption am Beispiel der Wahner Heide: Diskussion \u00fcber die mit Abzug der Truppen zu treffenden Ma\u00dfnahmen: Aufkl\u00e4rung der Bev\u00f6lkerung, Kontrolle durch Ranger, Zonierung des Naturraumes in Sektoren unterschiedlicher Schutzkategorien, Besucherleitstrukturen.<br \/>\nIm abschlie\u00dfenden Plenum fasste Prof. Schmidt, Pr\u00e4sident a. D. der L\u00d6BF, die Ergebnisse zusammen und erarbeitete mit dem Gremium Empfehlungen an Entscheidungstr\u00e4ger (Anl.6).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Anliegen und Ergebnis der Fachtagung wurden in einer vor- und in einer nachbereitenden Pressekonferenz mitgeteilt. Die Empfehlungen wurden an 25 Presse- und Funkorgane weitergeleitet. Sie wurden ebenfalls an die entsprechenden B\u00fcrgermeister, Landr\u00e4te, Kreisdirektoren, Fraktionsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten gesandt. Pressespiegel &#8211; auszugsweise (Anl.7).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Fazit ist den Empfehlungen zu entnehmen (s.Anl.6).<br \/>\nDabei wurden die Rechtsform einer Stiftung und die Gr\u00fcndung einer Biologischen Station als beste L\u00f6sung angesehen. Der IAWH wurde beauftragt, hierzu Gespr\u00e4che mit allen Beteiligten aufzunehmen und entsprechende Unterlagen vorzubereiten. Das B\u00fcro des IAWH muss dazu verst\u00e4rkt und besser ausgestattet werden. Fortschritte sollen auf einer weiteren Tagung er\u00f6rtert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel der Fachtagung: Mobilisieren der \u00d6ffentlichkeit, Sensibilisieren von Vertretern der unterschiedlichsten Nutzungsinteressenten und vor allem von Ratspolitikern der 5 St\u00e4dte und 2 Kreise, die Anteil am Landschaftsraum Wahner Heide haben. In ihren Entscheidungen sollte der Aspekt des Natur- und Kulturerhalts vorrangige Bedeutung einnehmen. 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