{"id":22229,"date":"2023-07-13T15:21:17","date_gmt":"2023-07-13T13:21:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18549-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:19","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:19","slug":"18549-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18549-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer Behandlungsanlage f\u00fcr Prozesswasser in Glasschleifereien"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bei der mechanischen Bearbeitung von Glas wird Leitungswasser als K\u00fchlmittel verwendet. In der Regel wird dieses K\u00fchlwasser im Kreislauf gef\u00fchrt. Die beim Glasschleifen anfallenden feinen Glaspartikel reichern sich im Prozesswasser an und f\u00fchren aufgrund ihrer abrasiven Eigenschaft zu Problemen bei der Bearbeitung des Glases, zu Sch\u00e4den an der Maschine und zu Problemen bei der Abwasserentsorgung. Aus diesem Grund muss das Prozesswasser behandelt werden. Die bisher angewandten Behandlungsverfahren sind entweder nicht effektiv genug oder zu kosten- und arbeitsintensiv. Ziel dieses Projekts war zum einen die Untersuchung verschiedener Behandlungsverfahren durch Technikumsversuche, um ein geeignetes Verfahren zu finden. Nach dem ausgew\u00e4hlten Verfahren sollte eine Demonstrationsanlage konzipiert werden, die beim Bewilligungsempf\u00e4nger unter echten Betriebsbedingungen zur Reinigung des Prozesswasser eingesetzt werden kann. Auf den Einsatz von Chemikalien sollte dabei verzichtet werden, da diese die Betriebskosten erh\u00f6hen und die Abwasserqualit\u00e4t negativ beeinflussen. Bei erfolgreichem Einsatz der Demoanlage an einer ausgew\u00e4hlten Maschine kann ein Einsatz auch f\u00fcr weitere Maschinen des Betriebes gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDurch den Kooperationspartner, die Weil Industrieanlagen GmbH wurde eine Literaturrecherche durchgef\u00fchrt um aus der Vielzahl von Behandlungsverfahren eine Auswahl zu treffen. Diese ausgew\u00e4hlten Behandlungsverfahren wurden in einer Versuchsanlage bei Weil Industrieanlagen unter prozess\u00e4hnlichen Bedingungen getestet. Eine Suspension aus Wasser und Glasmehl diente dabei als Prozesswasserersatz. Mit dieser Suspension wurden verschiedene Ger\u00e4te, die f\u00fcr die Fest-Fl\u00fcssig-Trennung eingesetzt werden, beschickt. Dabei erwies es sich als \u00e4u\u00dferst problematisch, die sehr feinen Partikel ohne den Einsatz von Chemikalien wirkungsvoll aus dem Prozesswasser zu entfernen.<br \/>\nNach Auswertung der Versuchsergebnisse erfolgte eine technische Bewertung und die Auswahl des geeigneten Behandlungsverfahrens. Es wurde eine Demonstrationsanlage konzipiert, um das K\u00fchlwasser einer ausgew\u00e4hlten Maschine durch Mikrofiltration zu reinigen. Diese Anlage reinigt das Prozesswasser, das neben den Glaspartikeln auch K\u00fchlmittelzus\u00e4tze, Reste von Maschinen\u00f6l sowie bakteriologische Verunreinigungen enth\u00e4lt. Bei erfolgreichem Einsatz dieser Demonstrationsanlage soll durch entspre-chende Optimierungsschritte eine Kompaktanlage entwickelt werden, die flexibel einsetzbar ist und eine kosteng\u00fcnstige Reinigung derartiger Prozessw\u00e4sser ohne Zugabe von Chemikalien erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses Projektes wurden verschiedene Trennverfahren untersucht, die eine Behandlung von Prozessabw\u00e4ssern aus Glasschleifereien erm\u00f6glichen. Die im Prozesswasser enthaltenen Verunreini-gungen, die \u00fcberwiegend aus feinsten Glaspartikeln bestehen, verursachen ab einer gewissen Konzentration Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel. Um dies zu vermeiden, wird das Prozesswasser, dass als K\u00fchlwasser im Kreislauf gefahren wird, regelm\u00e4\u00dfig gegen frisches Leitungswasser ausgetauscht. Das belastete Prozess-wasser wird in die \u00f6ffentliche Kanalisation eingeleitet. Aus \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Gr\u00fcnden wurde im Rahmen dieses Forschungsprojektes nach M\u00f6glichkeiten gesucht, das Prozesswasser \u00fcber ein geeignetes Trennverfahren aufzubereiten. Hierf\u00fcr wurden Versuche mit unterschiedlichen Trennverfahren durchgef\u00fchrt, die aufgrund einer ersten Bewertung geeignet schienen. Zum Einsatz gekommen sind:<br \/>\n\u00b7\tLamellenabscheider<br \/>\n\u00b7\tHydrozyklon<br \/>\n\u00b7\tBeutelfilter<br \/>\n\u00b7\tSandfilter<br \/>\n\u00b7\tMikrofiltrationsmodule.<br \/>\nVon den getesteten Verfahren lieferte die Mikrofiltration die besten Ergebnisse. Daraufhin ist eine Demonstrationsanlage entwickelt worden, die nach diesem Prinzip arbeitet. Diese Anlage wurde mit Prozesswasser der Zierath Spiegel Design GmbH betrieben. Erste Ergebnisse best\u00e4tigen die grunds\u00e4tzliche Eignung des Verfahrens. W\u00e4hrend des Betriebes der Anlage unter Prozessbedingungen konnten weitere Erkenntnisse gesammelt werden, die zu einer fortlaufenden Optimierung der Anlage f\u00fchrten. Der optimale Einsatz der Mikrofiltrationstechnologie erfordert ein gewisses Ma\u00df an technologischen Voraussetzungen, die durch die gew\u00e4hlte Anlagentechnik erf\u00fcllt werden m\u00fcssen. Dabei haben die Eigenschaf-ten des zu reinigenden Mediums einen gro\u00dfen Einfluss auf Aufbau und Betriebsweise einer derartigen Anlage. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung sind Langzeitversuche noch nicht abgeschlossen, die notwendig sind, um einen st\u00f6rungsfreien und bedienungsfreundlichen Betrieb der Anlage zu gew\u00e4hrleisten. Sobald die Anlage diesen Entwicklungsstand erreicht hat, wird sie in den Produktionsprozess bei der Firma Zierath f\u00fcr die Aufbereitung des Prozesswassers eingebunden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Prozesswasser enthaltenen Glaspartikel erweisen sich aufgrund ihrer Feinheit als sehr problematisch Die durchgef\u00fchrten Vorversuche haben gezeigt, dass mit herk\u00f6mmlichen Trennverfahren eine Behandlung der Prozessw\u00e4sser aus Glasschleifereien ohne den Zusatz von chemischen Hilfsstoffen nicht zufriedenstellend m\u00f6glich ist.<br \/>\nDie Behandlung der Prozessw\u00e4sser aus Glasschleifereien ist mit dem Einsatz der Mikrofiltraitonstechnologie m\u00f6glich. Dies wurde durch die Ergebnisse der Vorversuche und die Betriebserfahrungen der Demonstrationsanlage best\u00e4tigt. Die entwickelte Demonstrationsanlage ist aber hinsichtlich der Leistung und der Bedienung noch optimierungsbed\u00fcrftig. An dieser Optimierung wird \u00fcber den Projektzeitrahmen hinaus weiter gearbeitet. Schwerpunkt dabei ist die Erh\u00f6hung der Filtratleistung, ein sicherer Betrieb der Anlage und die technische Ausstattung, die eine bedienungsfreundliche und wartungsarme Fahrweise erm\u00f6glicht. Aus diesem Grund wird die Demonstrationsanlage bei der Weil Industrieanlagen GmbH l\u00e4n-gerfristig betrieben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse k\u00f6nnen so direkt in die Anlagenkonstruktion eingehen. Erst wenn die Anlage hinsichtlich ihrer Leistungsf\u00e4higkeit und Funktionsweise optimiert ist, wird sie in den Produktionsprozess bei Zierath Spiegel Design eingebunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bei der mechanischen Bearbeitung von Glas wird Leitungswasser als K\u00fchlmittel verwendet. In der Regel wird dieses K\u00fchlwasser im Kreislauf gef\u00fchrt. 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