{"id":22225,"date":"2023-07-13T15:21:14","date_gmt":"2023-07-13T13:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18467-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:15","slug":"18467-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18467-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Aktiv-Schalld\u00e4mpfers f\u00fcr Feuerungsanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Schallemissionen von Abgasanlagen haben einen hohen Anteil bei Emissionen von technischen Geb\u00e4udeanlagen und Hausger\u00e4ten. Sie betreffen<br \/>\n1.)\tschutzbed\u00fcrftige R\u00e4ume im Geb\u00e4ude und<br \/>\n2.)\tbenachbarte Anwesen durch Schallausbreitung \u00fcber die Schornsteinm\u00fcndung ins Freie und unterliegen z. T. gesetzlich geregelten Anforderungen und Bestimmungen zu Grenzwerten (DIN 4109, TA L\u00e4rm etc.)<br \/>\nDer Stand der Technik zur L\u00e4rmminderung an Abgasanlagen ist nahezu ausschlie\u00dflich durch die markt\u00fcblichen, sog. Passivschalld\u00e4mpfer bestimmt. Damit l\u00e4sst sich allerdings nur in einem Frequenzbereich zwischen 500 und 2000 Hz eine ausreichende Schalld\u00e4mpfung erzielen. Die typischen Abgasger\u00e4usche liegen jedoch im Bereich zwischen 50 und 250 Hz, in dem wiederum die Schallreduzierung (Einf\u00fcgungsd\u00e4mpfung) durch die bisher verwendeten Passivschalld\u00e4mpfer nur sehr gering ist. Die Betroffenen m\u00fcssen diesen Stand der Technik akzeptieren und mit unangenehmen, dr\u00f6hnenden Ger\u00e4uschen in ihrem Geb\u00e4ude bzw. ihrer Nachbarschaft leben.<br \/>\nIn dem vorliegenden Projekt, das aus einer Grundlagenforschung des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Bauphysik zum Thema aktive Schallbek\u00e4mpfung hervorgeht, sollte der Bereich der tieffrequenten St\u00f6rger\u00e4usche im Abgassystem untersucht und Bauteile entwickelt bzw. qualifiziert werden, die diese Ger\u00e4usche wirkungsvoll bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenHierzu wurden Versuche im Labor, bei Pilotanlagen sowie insbesondere Feldversuche mit Prototypen durchgef\u00fchrt. Ein wichtiger Block im Gesamtprojekt ist, die Marktf\u00e4higkeit des Produktes herzustellen.<br \/>\nEinen wesentlichen Schwerpunkt der technischen Entwicklung stellen Anlagen mit gr\u00f6\u00dferer Leistung dar.<br \/>\nZielsetzung des Vorhabens ist, auf dem Grundprinzip der Schallreduzierung durch einen aktiven Resonator eine einsetzbare L\u00f6sung in drei Leistungsstufen zu entwickeln.<br \/>\nEine Grundkonstruktion f\u00fcr Kessel bis ca. 50 kW (\u00d6l und Gas) ist bereits in der Entwicklung und erste Pilotanlagen werden eingebaut.<br \/>\nDa bei gr\u00f6\u00dferen Kesselanlagen sich die Temperatur, Abgasmassen, Schalldr\u00fccke und Pulsationen erh\u00f6hen, sollte das Projekt in 2 Stufen weiterentwickelt werden. 2. Stufe bis 350 kW, 3. Stufe >350 kW sowie weitere Anwendungen, z.B. BHKWs. Durch diese Vorgehensweise k\u00f6nnen die Projektziele f\u00fcr Klein-, Mittel- und Gro\u00dfkesselanlagen auf dem Grundprinzip sicher erreicht werden.<br \/>\nDie Grundkonstruktion wird mit ihren Komponenten in Pilotanlagen bis 50 kW getestet und die Erfahrungen f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Anlagen \u00fcberpr\u00fcft, z. B. Test von Lautsprecherteilen, Mikrofonbauteilen Elektronikmodulen, Schutzfolien, D\u00e4mpfungsmaterial, Geh\u00e4usebauteilen sowie Messmitteln.<br \/>\nDie Geh\u00e4usebauteile m\u00fcssen so konstruiert sein, dass sie leicht zu montieren sowie rauchgas- und kondensatbest\u00e4ndig sind. Zielgruppen sind Hersteller von Heizger\u00e4ten (Kesselhersteller und dergleichen), der Heizungsfachhandel sowie Heizungsbauer und Verarbeiter in diesem Gewerbe.<br \/>\nDie Innovation dieses Produktes ist eine trotz kleiner Baugr\u00f6\u00dfe hohe D\u00e4mpfungsleistung im f\u00fcr Abgasger\u00e4usche typischen tieffrequenten Bereich. Die zu Grunde liegende Aktivierung von an sich bekannten Resonatoren mittels preiswerter und robuster elektronischer Komponenten geht deutlich \u00fcber den Stand der Technik hinaus. Gro\u00dfe Mengen an D\u00e4mpfungsmaterial werden durch ein kleines aber intelligentes Resonanzsystem ersetzt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden durch das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Bauphysik (IBP) Stuttgart anhand von Vortr\u00e4gen und Symposien dem fachkundigen Publikum dargeboten.<br \/>\nZus\u00e4tzlich wird das Thema in Presseartikeln vom IBP und in Anzeigen diverser Fachzeitschriften durch Kutzner &#038; Weber GmbH weiter ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Aktiv-Schalld\u00e4mpfer (ASD) d\u00e4mpft den tieffrequenten Bereich einer Feuerst\u00e4tte auf \u00e4u\u00dferst kurzer Baul\u00e4nge sehr effektiv. Er ist einsetzbar f\u00fcr Anlagen mit Abgastemperaturen bis 200\u00b0C und Anschlussma\u00dfen von Rohrdurchmessern 80 bis 300 mm. Der Aktiv-Schalld\u00e4mpfer kann sowohl im Heizraum in die Verbindungsleitung als auch im Freien an der Kaminm\u00fcndung eingebaut werden. Er ist kombinierbar mit reaktiven Resonatoren und Passiv-Schalld\u00e4mpfern, die das d\u00e4mpfende Frequenzspektrum vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Schallemissionen von Abgasanlagen haben einen hohen Anteil bei Emissionen von technischen Geb\u00e4udeanlagen und Hausger\u00e4ten. Sie betreffen 1.) schutzbed\u00fcrftige R\u00e4ume im Geb\u00e4ude und 2.) benachbarte Anwesen durch Schallausbreitung \u00fcber die Schornsteinm\u00fcndung ins Freie und unterliegen z. 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