{"id":22192,"date":"2023-07-27T10:32:02","date_gmt":"2023-07-27T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18464-01\/"},"modified":"2023-07-27T10:32:04","modified_gmt":"2023-07-27T08:32:04","slug":"18464-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18464-01\/","title":{"rendered":"Beispielhafte Erarbeitung eines Sanierungs- und Nutzungskonzepts f\u00fcr die umweltgesch\u00e4digten fr\u00fchneuzeitlichen und barocken Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Abtei Waldsassen (Bayern)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Cistercienserinnen-Abtei Waldsassen &#8211; ehem. M\u00e4lzerei, Brauerei und M\u00fchle &#8211; sind dem Verfall preisgegeben, da sie nicht mehr genutzt werden k\u00f6nnen, die Bausubstanz umweltgesch\u00e4digt ist und sie daher leerstehen. Durch Erarbeitung einer Nutzungs- und Sanierungskonzeption f\u00fcr ein Kultur- und Begegnungszentrum sollen die Baudenkmale nachhaltig bewahrt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Abstimmung mit den Kooperationspartnern ist eine Planung f\u00fcr die Umnutzung und Sanierung der historischen Geb\u00e4ude und eine erforderliche neue Bebauung unter st\u00e4dtebaulichen, denkmalpflegerischen, architektonischen und funktionalen Gesichtspunkten zu entwickeln. Arbeitsschritte:<br \/>\n1.\tVerformungsgerechtes Bauaufmass in zeitgem\u00e4\u00dfer Vermessungstechnik.<br \/>\n2.\tBefunduntersuchung. Die bautechnischen und materialm\u00e4\u00dfigen Befunde erm\u00f6glichen eine zeitliche Bestimmung der Bauteile und Geb\u00e4ude.<br \/>\n3.\tNutzungs- und Baukonzept der Gesamtanlage. Aufbauend auf den Arbeitsschritten 1 + 2 ist zeichnerisch zu untersuchen wie sich die vorgesehene Nutzung in die Baudenkmale einf\u00fcgen l\u00e4sst und welche Neubauma\u00dfnahmen erforderlich sind. Hier ist eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und dem Institut f\u00fcr Musikp\u00e4dagogische Forschung der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater, Hannover, erforderlich.<br \/>\n4.\tVorentwurf f\u00fcr den ersten Bauabschnitt der weitgehenden Materialerhalt ber\u00fccksichtigt. Es werden Bauabschnitte gebildet, wobei der erste Bauabschnitt die zentral gelegenen und daher st\u00e4dtebaulich besonders bedeutsamen Baudenkmale erfassen soll. Eine Mitnutzung von R\u00e4umen des Klosters und der Schule, wie z.B. K\u00fcche und Aula, soll untersucht werden.<br \/>\n5.\tKostensch\u00e4tzung. Die Kostensch\u00e4tzung der einzelnen Bauabschnitte dient der Beurteilung der wirtschaftlichen Machbarkeit.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Komplex der ehem. Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Abtei Waldsassen wurde in zwei Bauabschnitte geteilt:<br \/>\nErster Bauabschnitt\t&#8211;\tdie Geb\u00e4ude der ehemaligen M\u00e4lzerei, dem Kloster gegen\u00fcber gelegen .<br \/>\nZweiter Bauabschnitt\t&#8211;\tdie Geb\u00e4ude der ehemaligen Brauerei und der ehemaligen M\u00fchle, im Tal an der Wondrebaue gelegen.<br \/>\nErster Bauabschnitt, Am Klosterhof<br \/>\nDie Befundungen und baugeschichtlichen Untersuchungen haben ergeben, dass die Umfassungsmauern Reste des mittelalterlichen Klosters sind. Es handelt sich hier mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit um die Umfassungsmauern der Fl\u00fcgelbauten des mittelalterlichen Konversenhofes, einer Besonderheit des Klosters Waldsassen. Die Planung hat ergeben, dass die Anbauten aus dem 19. Jahrhundert in dem mittelalterlichen Geb\u00e4udewinkel bis auf einen kurzen Anbau entfernt werden k\u00f6nnen, weil sie nicht nutzbar sind. Damit wird die urspr\u00fcngliche, einen Hofraum umfassende Geb\u00e4udestruktur wieder erlebbar. Auf der dem Kloster zugewandten Seite werden niedrigere, verglaste Bauglieder zur Erschlie\u00dfung, Bewirtung und als Ausstellungsraum au\u00dfen vorgelagert. Zusammen mit den Fl\u00fcgelbauten des Klosters l\u00e4sst die Planung einen Platzraum entstehen, der barocken Idealplanung entsprechend, die hier einen Pr\u00e4latenhof schaffen wollte. Von dieser Bauabsicht zeugen die unvollendeten Fl\u00fcgelbauten des Klosters. Die Nutzung in den mittelalterlichen Umfassungsmauern soll als internationales Kultur- und Begegnungszentrum im Dienste der Umwelt stehen mit entsprechenden Seminar- und Aufenthaltsr\u00e4umen, Ausstellungsr\u00e4umen, einem Laden f\u00fcr regionale Erzeugnisse, einem Caf\u00e9-Fair, einer Mensa und 27 Zimmern. Da der Keller direkt an den Klosterkeller anschlie\u00dft, kann die Versorgung aller R\u00e4ume f\u00fcr die Bewirtung vom Keller aus erfolgen. Die \u00dcbernachtungsr\u00e4ume gestatten teilweise eine variable Nutzung als Ein- bis Dreibettzimmer, so dass maximal 63 Betten angeboten werden k\u00f6nnen. Es ist vorgesehen, die neuen verglasten Geb\u00e4u-deteile in neuartiger Holzkonstruktion auszuf\u00fchren.<br \/>\nZweiter Bauabschnitt An der Wondreb<br \/>\nDie ehemalige Brauerei ist laut einem Chronogramm 1721 entstanden. Nach der Befundung und den Planquellen stammen die Geb\u00e4ude der ehem. M\u00fchle aus der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts. Die Planung sieht vor, ein ma\u00dfstabloses Industriegeb\u00e4ude der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts zwischen der ehem. Brauerei und den ehem. M\u00fchlengeb\u00e4uden abzurei\u00dfen und durch einen gegliederten ma\u00dfstabsgerechten Neubau zu ersetzen. Ein zweiter Neubautrakt nimmt die Lage parallel zur Wondreb und den Grundriss eines in j\u00fcngster Vergangenheit abgerissenen M\u00fchlentraktes wieder auf. So entsteht ein Hofraum mit architektonisch freir\u00e4umlicher Qualit\u00e4t. Alle neu geschaffenen R\u00e4ume in der alten Bausubstanz dienen der Nutzung als internationales Kultur- und Begegnungszentrum im Dienst der Pflege der Musik. Hier sollen entstehen: ein Tonstudio, \u00dcbungsr\u00e4ume, Seminarr\u00e4ume, R\u00e4ume f\u00fcr Rhythmik und k\u00fcnstleri-sches Gestalten, ein Konzertsaal, eine Mensa, Referentenr\u00e4ume und 21 Zweibettzimmer. Die Mensa soll von der Klosterk\u00fcche versorgt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes werden in der Presse ver\u00f6ffentlicht. Au\u00dferdem wird die Stiftung in ihren Informationsschriften \u00fcber das Projekt und dessen Realisierung berichten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erarbeiteten Entw\u00fcrfe beweisen, dass die ehemaligen Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Abtei Waldsassen bei Erhaltung der alten Bausubstanz saniert werden k\u00f6nnen. In den Denkmalen k\u00f6nnen als neue Nutzungen die erforderlichen R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr ein internationales Kultur- und Begegnungszentrum realisiert werden.<br \/>\nAuf Grund dieser Ergebnisse ist in Waldsassen bereits die Stiftung Internationales Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen gegr\u00fcndet worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Cistercienserinnen-Abtei Waldsassen &#8211; ehem. 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