{"id":22167,"date":"2023-07-13T15:21:10","date_gmt":"2023-07-13T13:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18407-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:12","slug":"18407-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18407-01\/","title":{"rendered":"Umsetzung eines p\u00e4dagogisch-didaktischen Konzeptes zur Umweltbildung und -kommunikation am Beispiel der Plei\u00dfe\u00f6ffnung in Leipzig"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Projekt Umsetzung eines p\u00e4dagogisch-didaktischen Konzeptes zur Umweltbildung und -kommunikation am Beispiel der Plei\u00dfe\u00f6ffnung in Leipzig sollen in exemplarischer Art die B\u00fcrgerbeteiligung bei der Gestaltung des eigenen Lebensbereiches erprobt, Planungs- und Gestaltungsressourcen von Schulen und Hochschulen f\u00fcr den Prozess einer \u00f6kologischen Stadtentwicklung genutzt, die Multiplikatorenfunktionen der Sch\u00fcler, Lehrlinge und Studenten bei der Einbeziehung von Eltern, Verwandten und Nachbarn entwickelt sowie die M\u00f6glichkeiten einer Verbindung \u00f6kologischer und sozialer Zielstellungen unter Ber\u00fccksichtigung \u00f6konomischer Rahmenbedingungen herausgearbeitet werden.Die vorbereitende Machbarkeitsstudie hat die Frage, ob das Projektziel im vorgesehenen Zeitraum und mit einem \u00fcberschaubaren Aufwand zu erreichen ist, positiv beantwortet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Umsetzung des p\u00e4dagogisch-didaktischen Konzeptes erfolgt in 2 Hauptrichtungen:<br \/>\n1.\tEinrichtung eines Wahlgrundkurses ab September 2002 an ausgew\u00e4hlten Gymnasien der Stadt Leipzig zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Vorhabens durch die Erziehungswissenschaftliche Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Leipzig.<br \/>\n2.\tVorbereitung und Durchf\u00fchrung eines Sch\u00fcler- und Studentenwettbewerbes mit parallel dazu verlaufender B\u00fcrgerbeteiligung in Workshops; Informationen auf B\u00fcrgerversammlungen, durch Presse und Internet; Auswertung der Wettbewerbsergebnisse; \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation und gemeinsame Formulierung der Aufgabenstellung f\u00fcr die Fachplanung. Die Gl\u00e4serne Baustelle sicherte die Kontinuit\u00e4t zur Nachnutzungsphase durch Einbeziehung gesellschaftlicher Kr\u00e4fte in den Bauprozess.<br \/>\nDie Projektsteuerung erfolgte durch den F\u00f6rderverein Neue Ufer Leipzig und das Amt f\u00fcr Umweltschutz der Stadt Leipzig. Die wissenschaftliche Begleitung nahm die Erziehungswissenschaftliche Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Leipzig wahr. Ein Projektbeirat wurde berufen, um alle strategischen Einscheidungen im Projektverlauf zu begleiten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1.\tWahlgrundkurse an ausgew\u00e4hlten Gymnasien.<br \/>\nDer Wahlgrundkurs Nachhaltige Stadtentwicklung wurde in der Sekundarstufe II der 11. Klasse angeboten. Die Konzeption des Wahlgrundkurses wurde von einer Projektgruppe Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung und interessierten Lehrern verschiedener Gymnasien gemeinsam erarbeitet. Den Wahlgrundkurs an ihren Schulen durchzuf\u00fchren, bedeutete deshalb f\u00fcr die beteiligten Lehrer, inhaltlich und methodisch Neuland zu betreten. Die Motivation der Lehrer, diesen Schritt zu wagen, gr\u00fcndete sich auf den Zielen, mit denen der WGK antrat. Die Sch\u00fcler wurden in ihrer Urteilsf\u00e4higkeit gest\u00e4rkt und lernten, vorausschauend und vernetzt zu denken. Des Weiteren erwarben die Sch\u00fcler F\u00e4higkeiten hinsichtlich der Planung und Durchf\u00fchrung eigener Projekte. Es nahmen 5 Gymnasien mit 9 Lehrern und etwa 120 Sch\u00fcler teil. Zwei Schulen f\u00fchren den Kurs mit zusammen mehr als 50 Sch\u00fclern fort. Der Kurs hat bereits auch zur Berufsfindung bzw. der Studienrichtung beigetragen. In Taucha arbeiten zwei Sch\u00fclergruppen mit der Stadt und Planungsb\u00fcros zur Entwicklung von Vorschl\u00e4gen zur baulichen Gestaltung in Taucha zusammen. &#8211; Also: auch die Langzeitwirkungen sind gegeben.<br \/>\n2.\tB\u00fcrgerbeteiligung in Vorbereitung und Durchf\u00fchrung des Projektes<br \/>\nEin Gestaltungswettbewerb mit einer Beteiligung von ca. 200 Sch\u00fclern und Studenten der HTWK war der Auftakt der Projektarbeit. Bei der Einbeziehung von Anwohnern an der Planung wurde besonders auf zwei Zielgruppen geachtet, die unmittelbaren Anwohner in dem an den \u00d6ffnungsabschnitt angrenzenden Block und die Bewohner des umliegenden Wohngebietes, um den unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen Rechnung zu tragen. F\u00fcr die unmittelbaren Anwohner ver\u00e4nderte sich mit der \u00d6ffnung des Plei\u00dfem\u00fchlgrabens ihr gewohntes Wohnumfeld. Daraus erwuchsen konkrete t\u00e4gliche Nutzungsanspr\u00fcche an die zu gestaltenden Fl\u00e4chen. Die Bewohner des umliegenden Wohngebietes teilten sich im Wesentlichen in zwei Lager: diejenigen, die in der Offenlegung des Plei\u00dfem\u00fchlgrabens einen Vorteil f\u00fcr die Entwicklung des Gebietes sehen sowie diejenigen, denen das Vorhaben weitgehend egal ist, weil sie weder zu der Fl\u00e4che noch zur Plei\u00dfe einen besonderen Bezug haben. Um eine allen Interessen gerecht wer-dende Planung zu erarbeiten, mussten also beide Gruppen m\u00f6glichst gleichwertig beteiligt werden.<br \/>\nDie Einbeziehung von Sch\u00fclern, Studierenden, direkt betroffenen Anwohnern und weiteren Bewohnern des Stadtteils ergab eine breite Vielfalt von Anregungen. Gleichzeitig waren die daraus resultierenden Diskussionen und Abstimmungen sehr konstruktiv und f\u00fchrten zu einem gemeinsam getragenen Ergebnis. Es gelang jedoch nicht, einen gr\u00f6\u00dferen Teil der von Anfang an skeptischen Bewohner aus dem benachbarten Wohnblock in den Planungsprozess zu integrieren. Die Beteiligung konzentrierte sich auf eine kleine Gruppe von zuverl\u00e4ssig und kontinuierlich mitwirkenden Anwohnern. Die Meinungsvielfalt der Bewohnerschaft des Blockes insgesamt spiegelte sich in der Beteiligung allerdings nur bedingt wieder.<br \/>\nAusgesprochen gut gelang die Mobilisierung von Sch\u00fclern \u00fcber den Anreiz Wettbewerb. Es flossen dadurch viele substanzielle Anregungen in die Planung ein. Eine \u00fcber den Wettbewerb hinausgehende Beteiligung an der Planung fand jedoch nur punktuell statt. Die nach der B\u00fcrgerbeteiligung ab Anfang 2003 einsetzende lange Pause im weiteren Verfahren erschwerte eine kontinuierliche Beteiligung der B\u00fcrger, insbesondere der direkt betroffenen Anwohner. Da sich die Grundlinien der Planung, die bereits bis zum Sommer 2002 herausgearbeitet waren, sp\u00e4ter nicht mehr ver\u00e4nderten, konnten aber auch diejenigen die Mitwirkung als Erfolg erleben, die sich nur im ersten Projektjahr beteiligten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In der Leipziger Volkszeitung und im Amtsblatt erschienen im Zeitraum vom 13.12.02 bis Juli 2006  28 ausf\u00fchrliche und engagierte Ver\u00f6ffentlichungen. Im \u00f6rtlichen H\u00f6rfunk wurden wiederholt Beitr\u00e4ge gesendet, z. B. auf mephisto 97,6 am 23.06.06 anl\u00e4sslich der \u00dcbergabe des ge\u00f6ffneten Plei\u00dfem\u00fchlgrabenabschnittes an die Bev\u00f6lkerung. Im Internet findet man das p\u00e4dagogisch-didaktische Projekt auf der Homepage des F\u00f6rdervereins www.neue-ufer.de und auf folgenden Seiten: www.Leipzig.de, www.fagus-leipzig.de, www.wasserinleipzig.de, www.stadtinfo2000.de,  www.allianz-umweltstiftung.de. Eine Ausstellung mit den Wettbewerbsergebnissen fand vom 01.06. bis 21.06.02 im Lipanum statt. Die Ausstellung Wasser in Leipzig &#8211; nutzen, sch\u00fctzen und erleben wurde vom 3.06. bis 24.07.04 in der Loggia der Dresdner Bank und auf der TerraTec 2005 in Leipzig gezeigt. Au\u00dferdem wurde sie 2005 im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig  und in den Promenaden des Hauptbahnhofs pr\u00e4sentiert. Die Fachtagung ST\u00c4D-TISCHE GEW\u00c4SSER LEBENDIG WERDEN LASSEN fand am 30.09. u. 01.10.2005 statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Trotz Verl\u00e4ngerung der Laufzeit von 3 auf 4,5 Jahren mit mancher Unw\u00e4gbarkeit kann insgesamt eine erfolgreiche Projektdurchf\u00fchrung festgestellt werden. Das p\u00e4dagogisch-didaktische Konzept hat sich bew\u00e4hrt. Die in der Machbarkeitsstudie antizipierten Positionen zur Projektgestaltung waren zutreffend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Projekt Umsetzung eines p\u00e4dagogisch-didaktischen Konzeptes zur Umweltbildung und -kommunikation am Beispiel der Plei\u00dfe\u00f6ffnung in Leipzig sollen in exemplarischer Art die B\u00fcrgerbeteiligung bei der Gestaltung des eigenen Lebensbereiches erprobt, Planungs- und Gestaltungsressourcen von Schulen und Hochschulen f\u00fcr den Prozess einer \u00f6kologischen Stadtentwicklung genutzt, die Multiplikatorenfunktionen der Sch\u00fcler, Lehrlinge und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2422,51,68,53],"class_list":["post-22167","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-landnutzung","tag-ressourcenschonung","tag-sachsen","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18407\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-18407.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"511.291,88","dbu_projektdatenbank_firma":"F\u00f6rderverein Neue Ufer Leipzig e. 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