{"id":22161,"date":"2026-03-14T10:32:04","date_gmt":"2026-03-14T09:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18388-01\/"},"modified":"2026-03-14T10:32:05","modified_gmt":"2026-03-14T09:32:05","slug":"18388-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18388-01\/","title":{"rendered":"Faszination f\u00fcr Naturschutzfl\u00e4chen durch unterhaltsame \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Serviceangebote"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Naturschutz wird in der Medienlandschaft als eher problembeladenes Thema angesehen, das nicht unterhaltungsf\u00e4hig ist. Er wird als Verhinderer, und Natursch\u00fctzer werden in die Schublade der griesgr\u00e4migen und humorlosen Bedenken-Tr\u00e4ger gesteckt. Andere Themen mit im Grunde h\u00f6herem Potenzial f\u00fcr Traurigkeit und getr\u00fcbte Stimmung schaffen es wie die Aktion Mensch dagegen, \u00fcber Jahre hinweg beliebte Unterhaltungsprogramme zu bieten. Ihnen gelingt zu einem eigentlich leidvollen Thema Hoffnung zu vermitteln und dadurch hohe Einschaltquoten zur besten Sendezeit zu erreichen.<br \/>\nDem Naturschutz ist es bislang nicht gelungen zu beweisen, dass heimische Natur f\u00fcr breite Unterhaltung geeignet ist, dass gerade auch sie Hoffnung und Lebensfreude geben kann. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe m\u00f6chte daher gemeinsam mit der Redaktion ZDF.Umwelt erproben, wie in einer Mischung aus Naturberichterstattung, geschichtlichen und kulturellen Themen aus einer konkreten Region attraktive Unterhaltung gemacht werden kann. Begleitend sollen Serviceangebote bereitgehalten werden, \u00fcber die ein Kontakt mit den Zuschauern und so eine Erfolgskontrolle erm\u00f6glicht wird.<br \/>\nMit dem Modellprojekt soll erprobt werden, wie durch eine auf Unterhaltung ausgerichtete und mit Serviceangeboten bereicherte \u00d6ffentlichkeitsarbeit das latent vorhandene Umweltbewusstsein auf eine emotionale Weise so angesprochen werden kann, dass daraus eine Nachfrage nach den Serviceangeboten und eine Unterst\u00fctzungsbereitschaft f\u00fcr die \u00dcbernahme von Fl\u00e4chen geweckt werden kann. Es gilt also zu erproben, ob durch neue Formen der Ansprache Geldmittel f\u00fcr Naturschutzprojekte eingeworben werden k\u00f6nnen und ob der damit verbundene Aufwand in einem zweckm\u00e4\u00dfigen Verh\u00e4ltnis zum Erfolg steht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs sollen drei Sendebeitr\u00e4ge mit je circa 30 Minuten produziert werden, die in den Sommermonaten vom ZDF in der im Januar 2001 startenden Sendereihe ZDF.Umwelt ausgestrahlt werden. Die Beitr\u00e4ge sollen regionsspezifisch kulturelle, historische, kulinarische und naturschutzfachliche Themen in einer unterhaltsamen Mischung darbieten. Es soll deutlich werden, dass der Schutz der Natur eine sinnvolle und lohnenswerte Ma\u00dfnahme f\u00fcr die jeweilige Region und unsere Gesellschaft darstellen. Die Beitr\u00e4ge sollen<br \/>\nHoffnung geben und Mut machen hier mitzumachen. Sei es als genie\u00dfender Besucher, der die Besonderheiten der Region pers\u00f6nlich erlebt, oder sei es durch finanzielles oder ehrenamtliches Engagement.<br \/>\nAls Serviceangebote zu allen drei Sendebeitr\u00e4gen soll den Zuschauern jeweils eine Wochenendreise in das Gebiet, die von einem Natur-Reiseveranstalter auf eigenes Risiko durchzuf\u00fchren ist, sowie ein Informationspaket zur Naturausstattung, zu den gezeigten kulturellen und geschichtlichen Themen angeboten werden. Das Informationspaket soll den Zuschauern den f\u00fcr einen individuellen Besuch der Regionen notwendigen Wissensschatz vermitteln.<br \/>\nDie Sendungen werden in den Monaten April &#8211; Juni 2001 produziert und am 24.06., 01.07. und 15.07.2001 in der Sendung ZDF.Umwelt ausgestrahlt. Die angebotenen Reisen werden im herbst 2001 durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Vorhaben wurde planm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrt und drei Fernsehbeitr\u00e4ge am 24.06., 01.07. sowie am 15.07. in ZDF.Umwelt ausgestrahlt. Die Einschaltquote bei den Sendungen war erfreulich hoch gewesen und stieg von der ersten zur dritten Sendung von 630.000 Zuschauer \u00fcber 950.000 auf 1,19 Millionen Zuschauer an. Da w\u00e4hrend allen Sendungen auf anderen Kan\u00e4len Formel1-Live-Berichterstattung lief und bei der letzten Sendung parallel zudem \u00fcber die Tour-de-France berichtet wurde, zeigt dieses Ergebnis sehr eindrucksvoll, dass naturnahes Fernsehen auch noch in Konkurrenz zu anderen Angeboten treten kan<br \/>\nIm Serviceteil der Sendungen wurden den Zuschauern Sendebegleitmaterialien und Gruppenreisen in die vorgestellten Landschaften angeboten. Die Resonanz hierauf blieb deutlich hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Der in den Sendungen vorgetragene Spendenaufruf wurden von den Zuschauern praktisch nicht angenommen. Die Auswertung zu den eingegangenen Spenden zeigt, dass von den wenigen aktivierten Spenden rund 2\/3 \u00fcber die Sendebegleitmaterialien zur Spende motiviert werden konnten.<br \/>\nDie Ursachen f\u00fcr den geringen Erfolg bei der Spendenwerbung werden neben dem Sendeplatz vor allem in dem durch die Sendestruktur von ZDF.Umwelt vorgegeben Raster gesehen, nach dem immer mit einem aktuellen Aufh\u00e4nger begonnen und dem Serviceteil geendet werden muss. Dadurch war es nicht m\u00f6glich, die einzelnen Geschichten so zu erz\u00e4hlen, dass \u00fcber einen emotionalen Aufh\u00e4nger ein idealer Einstieg ins Thema gegeben war.<br \/>\nIn der ausf\u00fchrlichen Bewertung des Vorhabens werden neben weiteren Aspekten Eckpunkte aufgezeigt, die bei derartigen Vorhaben in der Zukunft beachtet werden sollten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Siehe bereits oben<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Modellvorhaben wurde erprobt, ob mit unterhaltsam gemachten Sendebeitr\u00e4gen ein Beitrag zur Finanzierung von Naturschutzvorhaben geleistet werden kann. Die drei produzierten Sendungen haben diesen Beitrag trotz sehr befriedigenden Zuschauerzahlen nicht geleistet. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr werden in der Auswertung er\u00f6rtert und es werden Vorschl\u00e4ge f\u00fcr k\u00fcnftige Vorhaben abgeleitet. Insgesamt war das Sendeformat durch vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht emotional und unterhaltsam genug, um den konsumierenden Zuschauer zur eigenen Aktion zu bewegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Naturschutz wird in der Medienlandschaft als eher problembeladenes Thema angesehen, das nicht unterhaltungsf\u00e4hig ist. Er wird als Verhinderer, und Natursch\u00fctzer werden in die Schublade der griesgr\u00e4migen und humorlosen Bedenken-Tr\u00e4ger gesteckt. 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