{"id":22138,"date":"2023-07-13T15:21:06","date_gmt":"2023-07-13T13:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18323-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:08","slug":"18323-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18323-01\/","title":{"rendered":"Verbesserung von Methoden und Instrumenten des Wissens- und Technologietransfers f\u00fcr den Bereich des Ressourcen- und \u00d6kosystemmanagements"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Wissens- und Technologietransfer von der Wissenschaft in die Anwendung im Umweltsektor gestaltet sich problematisch. Es gibt eine Reihe von Transferhemmnissen: Geringes unternehmerisches Denken der \u00f6ffentlichen Forschungsinstitutionen; Fehlen eines transparenten Forschungsmarktes; die Wissenschaft adressiert nicht die Hauptprobleme der Praxis; schutzbezogene Konzepte der konservativen Umweltforschung versprechen keinen raschen \u00f6konomischen Erfolg.<br \/>\nZiel des Projektes ist es, Methoden und Instrumente zu entwickeln und zu erproben, die den Transfer von Wissen und Technologien zwischen Wissenschaft und Anwendung im Bereich des Managements nat\u00fcrlicher Ressourcen verbessern. Dar\u00fcber hinaus soll ein regionales Netzwerk von Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Unternehmen zu Fragen des Ressourcen- und \u00d6kosystemmanagements etabliert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAm Beispiel des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (WZW) f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landnutzung und Umwelt der TU M\u00fcnchen sollen Ressourcen identifiziert und definiert werden, die von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft nachgefragt werden. Durch die Nutzung der komplement\u00e4ren Vorteile von Wissenschaft und Praxis sollen effizientere und zukunftsf\u00e4higere L\u00f6sungen f\u00fcr Praxisprobleme erarbeitet werden, die die Umwelt entlasten. Die Ergebnisse des Modellprojektes k\u00f6nnen von anderen Institutionen, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis in diesem Bereich t\u00e4tig sind, genutzt werden.<br \/>\nIn einer sechsmonatigen Konzeptionsphase werden Bestandserhebungen bzgl. Wissensbedarf und -angebot in Form von Recherchen und Interviews mit Praxispartnern und Mitarbeitern am WZW durchgef\u00fchrt. Weiterhin werden \u00fcberregionale Erfahrungen ausgewertet (Tagungsteilnahmen, Interviews mit anderen Transfereinrichtungen). Au\u00dferdem werden am WZW drei anwendungsbezogene Forschungsprojekte als Fallbeispiele identifiziert und analysiert.<br \/>\nIn der nachfolgenden 15monatigen Durchf\u00fchrungsphase kommen zahlreiche Methoden und Instrumenten zur Anwendung (innovative Projektakquisition, Innovations-Kontaktforum, Controlling durch Akteure, Online-Plattform, Aufbau eines regionalen Netzwerkes etc.); die Fallbeispiele werden weiterhin begleitet. Au\u00dferdem wird ein Workshop mit anderen Transfereinrichtungen und F\u00f6rderinstitutionen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie dreimonatige Auswertungsphase dient der Erstellung eines Leitfadens, der die gewonnenen Ergebnisse, vergleichenden Erfahrungen und Modelle zusammenfasst. Er wird anderen Transfereinrichtungen als Orientierungshilfe zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Spannungsfeld zwischen Wissensbedarf und -angebot<br \/>\n\u00b7\tDie Praxisvertreter (aus Ministerien, Verb\u00e4nden, Politik, Planungsb\u00fcros) w\u00fcnschen sich praktikable und integrierende L\u00f6sungen f\u00fcr Umsetzungsprobleme; sie f\u00fchlen sich auf der fachlichen Ebene oftmals nicht optimal bedient; die Wissenschaft ist dabei nicht in der Lage, auf die Bed\u00fcrfnisse der Praxis einzugehen.<br \/>\n\u00b7\tDie Wissenschaftler beklagen als internes Problem die mangelnde Unterst\u00fctzung bei disziplin\u00fcbergreifenden Fragestellungen und bei der Projektkoordination; das Forschungsmanagement in den Bereichen Praktische Innovationen und Problemorientierte Forschung gestaltet sich schwierig; hier ist Unterst\u00fctzung notwendig.<br \/>\n\u00b7\tIn der Zusammenarbeit mit der Praxis beklagen die Wissenschaftler: Hierarchische Strukturen und konservatives Denken in Beh\u00f6rden; hohe Erwartungshaltung (fertige Produkte statt gemeinsamer Entwicklung) bei Wirtschaftsunternehmen; mangelnde Bereitschaft der Praxisakteure bei der \u00dcber-nahme von Risiken und Projektverantwortung.<br \/>\nAufgaben einer Transferstelle zwischen Wissenschaft und Praxis aus Sicht der Akteure<br \/>\n\u00b7\tIntegrationsfunktion: Integrierte Erfassung und L\u00f6sung von Praxisproblemen; Vermittlung zwischen den Akteuren bei konfliktreichen und komplexen Projekten.<br \/>\n\u00b7\tManagementfunktion: Etablierung und Management von Netzwerken zu spezifischen Themenfeldern; Initiierung, Koordinierung und Management interdisziplin\u00e4rer Projekte aus externer, neutraler Sicht.<br \/>\n\u00b7\tTransferfunktion: Kundengerechte Aufbereitung und Vermarktung von wissenschaftlichen Angeboten und Forschungsergebnissen; Organisation von themenzentrierten Veranstaltungen und Weiterbildungsma\u00dfnahmen; Potenzialrecherche von technischen Neuerungen und Vermittlung von Praxispartnern.<br \/>\n\u00b7\tEvaluierungsfunktion: Beobachtung und Begleitung von interdisziplin\u00e4ren, politik- und praxisrelevanten Projekten und deren Umsetzung; St\u00e4rkung der Verbrauchersicht bei Projekten.<br \/>\nTransferhemmnisse und deren Folgen<br \/>\n\u00b7\tProdukte werden ohne die Kunden entwickelt -> Das wissenschaftliche Arbeiten im Hinblick auf den Wissenstransfer ist wenig effektiv.<br \/>\n\u00b7\tDie Kunden artikulieren keinen Bedarf -> Sie werden von Innovationen abgeschnitten.<br \/>\n\u00b7\tDie Disziplinen sind sehr spezialisiert und arbeiten wenig zusammen -> Universit\u00e4re Innovationspotentiale werden nicht hinreichend genutzt.<br \/>\n\u00b7\tLernf\u00e4higkeit und lokale \u00dcbertragbarkeit von Projekten und Initiativen funktioniert nicht -> Regionale Initiativen bleiben auf der konzeptionellen Ebene stecken.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Erweiterte Zielsetzung: F\u00f6rderung gemeinwohlorientierter Leistungen der Kulturlandschaft, der Landwirtschaft und des l\u00e4ndlichen Raumes, indem<br \/>\n\u00b7\tKunden mit nachgefragten Informationen versorgt werden (d. h. die richtige Information zur richtigen Zeit an die richtige Person bringen),<br \/>\n\u00b7\ttechnisches und konzeptionelles Wissen kundenorientiert integriert werden (d. h. Techniken und Dienstleistungen auf der Basis von Praxisproblemen entwickeln),<br \/>\n\u00b7\tdie Lernf\u00e4higkeit von Projekten verbessert wird (d. h. die Wirkung kontrollieren und von anderen Modellen lernen),<br \/>\n\u00b7\tdas Projekt- und Netzwerkmanagement verbessert wird (d. h. Produktentwicklung und Marketing integrieren und komplement\u00e4res Wissen gezielt nutzen),<br \/>\n\u00b7\tMethoden und Instrumente entwickelt werden, die generelles Wissen in lokal angepasstes Wissen transferieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Wissens- und Technologietransfer von der Wissenschaft in die Anwendung im Umweltsektor gestaltet sich problematisch. 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