{"id":22079,"date":"2024-11-27T10:36:23","date_gmt":"2024-11-27T09:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18200-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:23","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:23","slug":"18200-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18200-01\/","title":{"rendered":"Umweltausstellung MeeresWelten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund beabsichtigt mit der Umweltausstellung MeeresWelten den Besuchern die Faszination Meer mit modernen Ausstellungsmethoden n\u00e4her zu bringen. Auf diesem Weg wird \u00fcber \u00f6kologische und gesellschaftliche Problemstellungen in Zusammenhang mit der Nutzung des Meeres informiert. Die Umweltausstellung MeeresWelten soll neue Besuchergruppen erreichen und als vorbereitende Ma\u00dfnahme f\u00fcr die touristische Erschlie\u00dfung der Stralsunder Hafeninsel dienen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Ausstellung MeeresWelten wurde auf der n\u00f6rdlichen Hafeninsel der Hansestadt Stralsund in einer neu errichtenden Traglufthalle installiert, Form und Gestaltung dieser Halle sollen schon von weitem die Assoziation des blauen Wasserplaneten Erde vermitteln. Im Mai 2002 wurde MeeresWelten auf rund 500 qm Ausstellungsfl\u00e4che er\u00f6ffnet, sie wird auch in den darauf folgenden Jahren von April bis Oktober, den besucherreichsten Monaten, ge\u00f6ffnet haben. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Bereiche. Der Bereich eins umfa\u00dft die naturwissenschaftlich orientierten Sequenzen Naturgewalt sowie Leben und Artenerhalt. Im spielerisch, simulierten Umgang mit den Elementen und Naturkr\u00e4ften werden dem Besucher auf beeindruckende Weise die gestalterischen Kr\u00e4fte des Meeres vermittelt. Der Betrachter erh\u00e4lt eine Vorstellung von der \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Bedeutung des Meeres. Bereich zwei ist den Sinnbildern und Visionen gewidmet. Das Meer soll als Gegenstand von k\u00fcnstlerischem Schaffen, in seiner Bedeutung f\u00fcr die menschliche Kultur und als Tr\u00e4ger von Zukunftsvisionen dargestellt werden. Zielgruppen von MeeresWelten sind Besucher in der Tourismusregion Stralsund, Fischland\/ Dar\u00df, Hiddensee und R\u00fcgen, aber auch die Bewohner der Stralsunder Region. Wesentlicher Bestandteil der Kommunikationsstrategie von MeeresWelten ist ein Schulprojekt  Agenda &#8211; 21, mit dem Ziel, einen the-matischen Leitfaden f\u00fcr die nachhaltige schulische Agenda &#8211; Arbeit zu erarbeiten. Dieser Leitfaden war die Grundlage einer eigenen Ausstellungssequenz und eines Wettbewerbes f\u00fcr Schulen. Die Umweltausstellung MeeresWelten wird f\u00fcr mindestens 5 Jahre auf der Hafeninsel gezeigt. Danach wird MeeresWelten in die Dauerausstellung des Deutschen Meeresmuseum Stralsund \/ OZEANEUM integriert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im ersten Betriebsjahr (Mai &#8211; Dezember 2002) wurde die Ausstellung von 37.440 Besuchern genutzt. Die durchschnittliche t\u00e4gliche Besucherzahl schwankte zwischen 150 und 350 Besuchern. Sieht man von Spitzenwerten (950 Besucher an einem Tag) gleich nach der Er\u00f6ffnung (Pfingstmontag) ab, wurden in der Hauptsaison (Juli, August) h\u00e4ufiger Tageswerte von 500 Besuchern erreicht. Ein Anfang Juli 2002 eingef\u00fchrtes Kombi-Ticket (MeeresWelten und Meeresmuseum im Katharinenkloster f\u00fcr 8, &#8211; \u0080) wurde \u00fcberraschend gut angenommen, 41 % der Besucher der Sonderausstellung besuchten beide Einrichtungen.<br \/>\nDie Ausstellung wurde von Juli &#8211; Oktober mittels Frageb\u00f6gen im laufenden Betrieb parallel zum Meeresmuseum am Katharinenberg evaluiert. Beide Einrichtungen erreichen jeweils etwa zur H\u00e4lfte Besucher aus dem eigenen Bundesland sowie aus dem restlichen Inland. Ausl\u00e4ndische Besucher machten nur 1,9 % der G\u00e4ste aus. Bezogen auf die Altersstruktur zeigt sich in beiden Einrichtungen ein Generationsloch bei der Gruppe der 21-30j\u00e4hrigen, wobei MeeresWelten diese Gruppe noch besser erreicht. Eine Haupt-zielgruppe des Projektes wurde damit erfolgreich angesprochen.<br \/>\nDie Zufriedenheit mit dem Ausstellungsangebot war in beiden Einrichtungen sehr hoch, 93,2 % in MeeresWelten und 92,7 % im Meeresmuseum am Katharinenberg. Besonders die Hands-On-Modelle und interaktiven Spiele, aber auch die Gesamt-Installation wurde von der Mehrheit der Besucher positiv eingesch\u00e4tzt. Der Sch\u00fclerwettbewerb (Agenda 21 &#8211; Teilprojekt) mit 23 Teilnehmern (Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bzw. Schulklassen) aus Deutschland, Lettland und Litauen) wurde im April 2003 abgeschlossen. Die Thema-tik (MEER NACHHALTIGKEIT) wurde als spezieller Lernraum verstanden und besonders \u00fcber das Internet sehr rege aufgenommen. Mit der Resonanz waren wir zufrieden, wenn wir auch eine intensivere Beteiligung der Schulen, z. B. auch der Berufsschulen, erwartet h\u00e4tten. Die Pr\u00e4mierung fand am 8. Mai 2003 bei einem Festakt im Deutschen Meeresmuseum statt, mit der eine Reihe von Agenda 21- orientierten Projektgruppen ausgezeichnet werden konnte. In Folgeveranstaltungen zum Tag der Umwelt (5. Juni 2003), zum Umgang mit vom Handel ausgeschlossener, gesch\u00fctzter Meeresnatur (12. Juni 2003) und im Projekt Jugend recherchiert Umwelt &#8211; 100 Schulen im Dialog (25. Juni 2003) konnten sehr gute Erfahrungen in der Gruppenarbeit in der Ausstellung gemacht werden<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zielgruppen von MeeresWelten sind Besucher in der Tourismusregion Stralsund, Fischland\/Dar\u00df, Hiddensee und R\u00fcgen, aber auch die Bewohner der Stralsunder Region. Zur Erreichung der Zielgruppen diente ein Kommunikations-Mix aus Pressearbeit, Nutzung von Multiplikatorenkan\u00e4len und Werbung. Als weiteres Medium wurde das Internet genutzt. Sehr wichtig waren auch die Medienpartnerschaften mit der Ostseezeitung, der Ostseewelle und dem Kieft &#038; Kieft Filmtheater. Wesentlicher Bestandteil der Kommunikationsstrategie war ein Agenda 21-Schulprojekt. Ein Flyer zu einem Sch\u00fclerwettbewerb wurde an 600 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verschickt. \u00dcber das Internet wurden auch Teilnehmer in Niedersachsen und in zwei baltischen L\u00e4ndern erreicht.<br \/>\nZu der Ausstellung ist ein 64-seitiger Katalog erschienen.<br \/>\nDie Informationswege, die zu einem Besuch der Ausstellungen f\u00fchrten, waren nach den Ergebnissen der Besucherbefragung bei beiden Einrichtungen (Stammhaus und Sonderausstellung) unterschiedlich. Das seit Jahrzehnten als Publikumsmagnet etablierte Meeresmuseum wird durch Empfehlung (38 %), B\u00fccher und Reisef\u00fchrer (24,3 %), den Besuch der Altstadt (15 %) und durch Prospekte (13,6 %) von den Befragten aufgesucht. MeeresWelten wirbt dagegen vor allem durch die Traglufthalle (53,4 %), \u00fcber die Presse (15,8 %), Prospekte in der Auslage des Meeresmuseums (15,2 %) und Plakate (10,6 %).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt Az 18200 wurde wie beantragt realisiert. Im ersten Betriebsjahr wurde mit 37.440 Besuchern ein gutes Betriebsergebnis erreicht (Betrieb 180 Tage, Durchschnitt 208 Besucher\/Tag). Der im Antrag vorgesehene Eigenanteil von 112.000 \u0080 wurde erwirtschaftet, gr\u00f6\u00dfere R\u00fccklagen konnten aber nicht gebildet werden. Ab April 2003 wurde die Ausstellung wirtschaftlich und personell  in die Stiftung Deutsches Meeresmuseum integriert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund beabsichtigt mit der Umweltausstellung MeeresWelten den Besuchern die Faszination Meer mit modernen Ausstellungsmethoden n\u00e4her zu bringen. 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