{"id":22077,"date":"2023-07-13T15:21:03","date_gmt":"2023-07-13T13:21:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18198-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:03","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:03","slug":"18198-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18198-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildungsinitiative Biodiversit\u00e4t und Umweltbildung in Seenregionen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Global Nature Fund hat sich zum Ziel gesetzt, die Umweltsituation und das Umweltbewusstsein  gleicherma\u00dfen zu verbessern. Insbesondere die Gef\u00e4hrdungen von Seen und Feuchtgebieten und ihre Auswirkungen auf die Biodiversit\u00e4t sind Inhalt von Living Lakes. Dies wird durch die Thematik wandernder Tierarten, die Erhaltung von Lebensr\u00e4umen und Gef\u00e4hrdungen beispielsweise durch eingeschleppte Arten verdeutlicht. Durch das Projekt Biodiversit\u00e4t und Umwelt in Seenregionen sollen Erfahrungen mit Renaturierungsma\u00dfnahmen an Seen und Feuchtgebieten und deren  Auswirkungen auf die Artenvielfalt ausgetauscht werden sowie Strategien f\u00fcr die Umsetzung der Biodiversit\u00e4ts-Konvention und der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Arten entwickelt werden. Die internationale Zusammenarbeit von Umweltexperten und NGOs soll intensiviert werden, eine Erh\u00f6hung der Pr\u00e4senz bundesdeutscher Umweltsch\u00fctzer in internationalen Gremien erm\u00f6glicht werden. Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgreicher Kampag-nen zur Biodiversit\u00e4t insbesondere f\u00fcr Schulungs- und Weiterbildungszwecke ist geplant.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Umweltbildungsinitiative Biodiversit\u00e4t und Umwelt in Seenregionen soll eine verst\u00e4rkte internationale Zusammenarbeit von Umweltexperten, gepr\u00e4gt durch Ergebnisse und L\u00f6sungsans\u00e4tze zur Folge haben.<br \/>\n&#8211;\tDie Durchf\u00fchrung einer Fachkonferenz in Japan mit den Schwerpunkten Biodiversit\u00e4t und Umwelt in Seenregionen.<br \/>\n&#8211;\tDie Vorstellung geeigneter Umweltbildungskonzepte als Bestandteil der Fachtagung.<br \/>\n&#8211;\tDie Ergebnisse des internationalen Erfahrungsaustauschs werden mehrsprachig in Druckerzeugnissen, im Internet und in Form einer CD ver\u00f6ffentlicht werden, die f\u00fcr Schulungs- und Weiterbildungszwecke geeignet erscheint.<br \/>\n&#8211;\tDokumentation der Konferenzergebnisse und begleitende \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<br \/>\n&#8211;\tErstellung eines dreisprachigen Internetauftritts zum Thema.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Dem GNF gelang es mit dem Projekt 120 Experten aus Wissenschaft, Beh\u00f6rden, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch \u00fcber Ma\u00dfnahmen, Ziele und Strategien im Bereich der Umweltbildung und Schutz der Artenvielfalt zusammenzuf\u00fchren. Neben dem theoretischen Austausch wurden auch innovative Projekte bei Exkursionen am Biwasee kennen gelernt. Die Teilnehmer wirkten bei der Vorstellung von praktischen Ma\u00dfnahmen im Bereich der Umweltbildung aktiv mit.<br \/>\nVon deutscher Seite nahmen auf Einladung des GNF Vertreter von Umweltverb\u00e4nden wie der Deutschen Umwelthilfe, dem Naturschutzbund (NABU) e.V., dem Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bodensee-Stiftung und dem Deutschen Naturschutzring an der Konferenz teil.<br \/>\nIn mehreren Panelveranstaltungen wurden einzelne Fallbeispiele aus verschiedenen Regionen der Welt vorgestellt und diskutiert. Von deutscher Seite pr\u00e4sentierte die Bodensee-Stiftung von der DBU gef\u00f6rderte Renaturierungsvorhaben und Umweltbildungsprojekte an Mitteleuropas zweitgr\u00f6\u00dftem See, dessen Wasserqualit\u00e4t sich stetig verbessert, wo jedoch die Verbauung sensibler Uferbereiche zu Verlusten wichtiger Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Flora und Fauna f\u00fchrte.<br \/>\nEs wurde von mehreren Teilnehmern auf den dramatischen Verlust der Artenvielfalt weltweit hingewiesen, der nur durch die effektive Umsetzung von Ma\u00dfnahmen, wie etwa in der Konvention zum Schutz der Biodiversit\u00e4t vorgesehen, aufgehalten werden kann. Betont wurde, dass Programme zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt nur erfolgreich sein werden, wenn sie die Interessen der lokalen Bev\u00f6lkerung ber\u00fccksichtigen und von einer breitangelegten Aufkl\u00e4rungsarbeit und Umweltbildung bei Kindern und Erwachsenen begleitet wird.<br \/>\nIntensiv wurde \u00fcber die Bedeutung von Strategien zum Erhalt und der Renaturierung von flachen Ufer- und Schilfzonen zur Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t und dem Erhalt der Biodiversit\u00e4t in Seen und Feuchtgebieten diskutiert. Es wurden erfolgreiche Modelle am Biwasee und in den britischen Broads pr\u00e4sentiert, die mehrere Vertreter in \u00e4hnlicher Form in ihren Seenregionen umsetzten wollen.<br \/>\nEine breite Palette an Konzepten und Aktivit\u00e4ten im Umweltbildungsbereich wurde pr\u00e4sentiert, darunter Kindermarionettentheater im britischen Broads Nationalpark, Aufkl\u00e4rungskampagnen des Baikal Informationszentrums GRAN am Baikalsee in Ru\u00dfland und das Besucherinformationszentrum am Mono Lake in USA. Es herrschte Konsens zwischen den Konferenzteilnehmern, dass Nichtregierungsorganisationen eine entscheidende Rolle bei der Umweltbildung und -aufkl\u00e4rung einnehmen und ihre Position zuk\u00fcnftig gest\u00e4rkt werden muss.<br \/>\nMit lokalen Umweltgruppen, Sch\u00fclern und Studenten sowie B\u00fcrgern am Biwasee wurde in mehreren Veranstaltungen \u00fcber Probleme und L\u00f6sungsans\u00e4tze im Umwelt- und Naturschutz in Seenregionen diskutiert. Spezielle Workshops, wie z. B. ein Umweltnachmittag mit Kindern oder Eco-Cooking bereiteten Spa\u00df, f\u00f6rderten den internationalen Erfahrungsaustausch und den Kontakt zu lokalen Gruppen. Die Teilnehmer holten sich beim Besuch des f\u00fchrenden Seenmuseums der Welt, dem Lake Biwa Museum, reichlich Anregungen f\u00fcr die praktische Umweltbildung zuhause.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Konferenz wurden durch umfangreiche Dokumentationsarbeit, sowie ausf\u00fchrliche Pressearbeit einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Im Rahmen der von der DBU gef\u00f6rderten Umweltbildungsinitiative des Global Nature Fund wurden die Ergebnisse der Konferenz in einer 64-seitigen englisch- und deutschsprachigen Dokumentation ver\u00f6ffentlicht. Au\u00dferdem erhalten deutsche und internationale Natursch\u00fctzer \u00fcber ein dreisprachiges Internetangebot (englisch, deutsch, spanisch) unter der Adresse www.biodiv-edu.org und eine ebenfalls dreisprachige CD-Rom Informationen \u00fcber Umweltbildung und biologische Artenvielfalt. Es wurde Filmmaterial zu den Themenbereichen produziert, das interessierten Gruppen ebenso wie die anderen produzierten Informationsmaterialien kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Konferenzteilnehmer streben eine fortgesetzte Zusammenarbeit sowie intensivierte Umsetzung von Aktivit\u00e4ten bei der Umweltbildung zum Schutz der Artenvielfalt an. Die Einrichtung von Arbeitsgruppen ist geplant. Auf kommenden internationalen Veranstaltungen werden Ergebnisse vorgestellt. Die Kooperation mit internationalen Organisationen soll ausgebaut werden; u.a. wurde der GNF von UNEP beauftragt ein themenverwandtes Symposium im Rahmen der 9 th. International Conference on Conservation and Management of Lakes im November 2001 in Japan zu leiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Global Nature Fund hat sich zum Ziel gesetzt, die Umweltsituation und das Umweltbewusstsein gleicherma\u00dfen zu verbessern. Insbesondere die Gef\u00e4hrdungen von Seen und Feuchtgebieten und ihre Auswirkungen auf die Biodiversit\u00e4t sind Inhalt von Living Lakes. 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