{"id":22068,"date":"2023-07-13T15:21:00","date_gmt":"2023-07-13T13:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18187-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:21:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:21:02","slug":"18187-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18187-01\/","title":{"rendered":"Kolloquium und Publikation: Denkmal, Altbau, Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Kolloquium soll in der \u00d6ffentlichkeit nachdr\u00fccklich darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine behutsame Bewahrung unserer baulichen Kulturg\u00fcter und ein schonender Umgang mit unseren Umweltressourcen nur dann Aussicht auf einen dauerhaften Erfolg haben k\u00f6nnen, wenn es gelingt, die dringende Forderung des letzten Bauschadensberichtes der Bundesregierung (1996) tats\u00e4chlich einzul\u00f6sen und die Qualit\u00e4t der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf den Gebieten der Altbauinstandsetzung und Denkmalpflege substanziell zu verbessern. Wegen abnehmender \u00f6ffentlicher Mittel erfordert diese Aufgabe eine zunehmende Unterst\u00fctzung von privatwirtschaftlicher und privater Seite. Ein gr\u00f6\u00dferes Engagement von dieser Seite erfordert jedoch eine wesentliche Verbesserung der Allgemeinbildung auf dem Gebiet der Baukultur, beginnend mit einer angemessen nachhaltigen Jugendarbeit.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Kolloquium wurde auf den zeitlichen Umfang von einem Tag bemessen. Es umfasste zwei Themenbereiche:<br \/>\nDer erste Teil nahm drei Viertel des Tages ein. Er war der Aus- und Weiterbildung gewidmet. Die hier behandelten Themen gliederten sich in zwei Gruppen: 1. Die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Villa Salzburg. In diesem Thementeil wurde \u00fcber folgende Lehrangebote berichtet: das Erg\u00e4nzungsstudium Denkmalpflege, das Aufbaustudium Altbauinstandsetzung, Mit Sch\u00fclern an Denkmalen, Berichte der Lernenden, Zehn Jahre Villa Salzburg. Die zweite Themengruppe des ersten Veranstaltungsteils trug den Titel: Partner in Sachsen: Zu Wort kamen hier: die Technische Universit\u00e4t Dresden, das Institut f\u00fcr Diagnostik und Konservierung (IDK, Dresen, Halle), der F\u00f6rderverein f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege e. V., Trebsen und das G\u00f6rlitzer Fortbildungszentrum f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege e.V..<br \/>\nDer zweite Teil der Tagung war der aktuellen Denkmalpflegedebatte gewidmet. Auch er bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil stellte Frau Dr. Vollmer, die Vizepr\u00e4sidentin des Deutschen Bundestages, die von ihr an den St\u00e4dtebautheoretiker Dr. Dieter Hoffmann-Axthelm in Auftrag gegebene Denkschrift Zw\u00f6lf Thesen zum Thema Denkmalschutz, Reformbedarf, Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten vor.<br \/>\nIm zweiten Teil folgte mit geladenen Teilnehmern eine Podiumsdiskussion zu diesen Thesen an, die dann auch f\u00fcr Beitr\u00e4ge aus dem Publikum ge\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Rede- und Diskussionsbeitr\u00e4gen der geladenen Referenten und G\u00e4ste mit ihren Leitgedanken bilden das eigentliche Ergebnis des Kolloquiums Denkmal, Altbau, Umwelt &#8211; Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung vor dem Hintergrund der neuen Denkmalschutzdebatte.<br \/>\nSebastian Storz (Weiterbildungszentrum Villa Salzburg, Dresden) betonte in seiner Begr\u00fc\u00dfung, dass eine behutsame Bewahrung unserer gebauten und gewachsenen Umwelt nur gelingen k\u00f6nne auf der Grundlage einer verst\u00e4rkten kulturwerte- und umweltorientierten Aus- und Fortbildung.<br \/>\nFritz Brickwedde (Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabr\u00fcck) stellte das Tagungsthema in den gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang des gesamtkulturellen Umfeldes. Gottfried Kiesow (Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn) spannte, genau wie Sebastian Storz und Fritz Brickwedde, den Bogen seiner Betrachtung \u00fcber die Denkmalpflege hinaus bis hin zum Kulturg\u00fcterschutz und zur Pflege unserer Kulturlandschaft insgesamt. Fritz Wenzel (Weiterbildungszentrum Villa Salzburg, Dresden; Universit\u00e4t Karlsruhe, TH) gab einen \u00dcberblick \u00fcber 10 Jahre Fort- und Weiterbildung von Architekten und Ingenieuren in der Villa Salzburg. Thomas Will (Lehrstuhl f\u00fcr Denkmalpflege, TU Dresden) f\u00fchrte aus, dass die Anforderungen an die Denkmalpflege immer komplexer w\u00fcrden und empfahl, mit der Ausbildung verst\u00e4rkt auch Bildungsinhalte zu vermitteln. Heiner Siedel (IDK Dresden, Halle) legte dar, dass jedes Baudenkmal andere Spezifika aufweise und ging auf die Problematik fehlender Langzeiterfahrung beim Einsatz neuer Instandsetzungsmittel ein. Uwe Bielefeld (F\u00f6rderverein f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege e. V., Trebsen) empfahl f\u00fcr die Fortbildungsst\u00e4tten Qualit\u00e4tssicherungssysteme, um ein einheitlicheres Fortbildungsniveau zu erzielen. Karl-Eberhard Feu\u00dfner (G\u00f6rlitzer Fortbildungszentrum f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege e.V.) verwies auf die Milliardenverluste durch falsche Planung und Ausf\u00fchrung. Die Notwendigkeit eines lebenslangen Lernens gelte auch f\u00fcr das Handwerk. Gudrun Stenke (Weiterbildungszentrum Villa Salzburg, Dresden) stellte das wichtigste der berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote des Hauses vor, das Erg\u00e4nzungsstudium Denkmalpflege. Christian Meyer (Regierungspr\u00e4sidium Chemnitz) erl\u00e4uterte als ehemaliger Teilnehmer an diesem Fortbildungsangebot den Nutzen f\u00fcr seine heutigen Aufgaben. Birgit Franz (Universit\u00e4t Karlsruhe, TH) stellte das Aufbaustudium Altbauinstandsetzung vor. Sandra Tisken (Dresden), ehemalige Teilnehmerin an diesem Fortbildungsangebot be-schrieb den beruflichen Nutzen desselben. Sebastian Storz pr\u00e4sentierte die Jugendarbeit des Weiterbildungszentrums als Baustein f\u00fcr die notwendige Verbesserung der Allgemeinbildung auf dem Gebiet der Baukultur. Ramona Evens (Sch\u00fclerin, St. Benno-Gymnasium, Dresden) berichtete \u00fcber ihre Mitarbeit am Projekt Elias-Friedhof, Dresden und schilderte ihre positiven Erfahrungen aus diesem Sch\u00fclerengagement.<br \/>\nIm Mittelpunkt der am Nachmittag durchgef\u00fchrten Podiumsdiskussion stand das Thesenpapier von Antje Vollmer, MdB, zur qualitativen Verbesserung des Denkmalschutzes bei knapper werdenden \u00f6ffentlichen Kassen. Die anschlie\u00dfende, sehr lebhaft und kontrovers gef\u00fchrte Diskussion, zun\u00e4chst mit den Podiumsg\u00e4sten, dann mit dem Publikum, machte einmal mehr die dringende Notwendigkeit deutlich, auf dem Gebiet des Denkmalschutzes \u00f6ffentlich Bilanz zu ziehen und angesichts der sich abzeichnenden Entwicklungen \u00fcber Wege geeigneten Handelns nachzudenken. Wenn Antje Vollmer auf die Bedeutung der Aufgabe verwies, das B\u00fcrgerengagement f\u00fcr eine behutsame Bewahrung unserer Baukulturg\u00fcter und f\u00fcr den schonenden Umgang mit unseren Kulturlandschaften zu st\u00e4rken, so waren sich alle Teilnehmer in diesem Gedanken einig.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Kolloquium wurde in einem Tagungsband ver\u00f6ffentlicht, der systematisch verteilt wird.<br \/>\nTitel:<br \/>\nDenkmal, Altbau, Umwelt. Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung in Theorie und Praxis vor dem Hintergrund der aktuellen Denkmalpflegedebatte. Dokumentation der Tagung am 10. November 2000 in der Villa Salzburg, Dresden<br \/>\nHeft 2 des Weiterbildungszentrums f\u00fcr Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung e. V.<br \/>\nErscheinungsdatum: 30.10.2002, ISSN 0948-2431<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bei allen Teilnehmern herrschte Einigkeit \u00fcber die Notwendigkeit, zum einen die Bem\u00fchungen um die Vermittlung des Fachwissens erheblich zu verst\u00e4rken und zum anderen, angemessene Initiativen f\u00fcr eine Verbesserung der Allgemeinbildung auf den Gebieten der Baukultur und der Bewahrung unserer Baukulturg\u00fcter sowie der Kulturlandschaften zu ergreifen. Hier ist energisch mit der bisher weitgehend vernachl\u00e4ssigten Jugendarbeit innerhalb und au\u00dferhalb der Schulen anzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Kolloquium soll in der \u00d6ffentlichkeit nachdr\u00fccklich darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine behutsame Bewahrung unserer baulichen Kulturg\u00fcter und ein schonender Umgang mit unseren Umweltressourcen nur dann Aussicht auf einen dauerhaften Erfolg haben k\u00f6nnen, wenn es gelingt, die dringende Forderung des letzten Bauschadensberichtes der Bundesregierung (1996) tats\u00e4chlich einzul\u00f6sen und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[68,2423],"class_list":["post-22068","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-sachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18187\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"fec07375.cda3.4e7c.a86e.922f886cdf70","dbu_projektdatenbank_bsumme":"33.138,36","dbu_projektdatenbank_firma":"Forum f\u00fcr Baukultur e. 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