{"id":22044,"date":"2023-07-13T15:20:57","date_gmt":"2023-07-13T13:20:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18115-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:59","slug":"18115-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18115-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer gemeinsamen, offenen Datenbasis f\u00fcr ein Informationssystem zur Entscheidungsunterst\u00fctzung in der integrierten Pflanzenproduktion &#8211; Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der Landwirtschaft steigt der Bedarf an der L\u00f6sung komplexer Fragestellungen f\u00fcr die effiziente Umsetzung einer integrierten umweltschonenden Pflanzenproduktion. Ziel dieses Projektes ist es, ein internetbasiertes Informationssystem zu entwickeln, in dem die dazu ben\u00f6tigten Daten und Modelle schnell und einfach abgerufen werden k\u00f6nnen. Durch die B\u00fcndelung der Informationen wird der Zeit- und Organisationsaufwand zur Beschaffung in Praxis und Beratung minimiert. Dar\u00fcber hinaus sind durch die Ver-kn\u00fcpfung von betriebs- und regionalspezifischen Daten schlagbezogene Empfehlungen m\u00f6glich. Ein standardisiertes und offenes System bietet die M\u00f6glichkeit, neue Erkenntnisse der Forschung direkt f\u00fcr den Landwirt verf\u00fcgbar zu machen. Dies wird bei gleichbleibendem bzw. steigenden Ertr\u00e4gen zu einer Verminderung des Produktionsmitteleinsatzes f\u00fchren und damit zur Ressoucenschonung und Umwelt-entlastung beitragen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Verwirklichung des Gesamtsystems erfolgt in mehreren Schritten. Zun\u00e4chst soll der technische Rahmen geschaffen werden, um einen standardisierten Zugriff auf die relevanten Daten zu erm\u00f6glichen. Dieser Rahmen ist so auszulegen, dass sp\u00e4ter Simulationsmodellen automatisiert im Hintergrund die richtigen regionalen und situationsbezogenen Daten aus verschiedenen Quellen zugespielt werden. Zur m\u00f6glichst schnellen Bereitstellung eines attraktiven Angebots, wird bis Februar 2002 eine Interimsl\u00f6sung mit derzeit webkonform vorliegenden Informationen entwickelt. Diese L\u00f6sung enth\u00e4lt bereits wesentliche Merkmale des endg\u00fcltigen Systems, wie z.B. den Zugang zu den Informationen und eine einfache Benutzerverwaltung. Danach erfolgt der Aufbau des Systemkerns, wobei der Schwerpunkt auf einer skalierba-ren und offenen Datenhaltung liegt, die weitgehend automatisiert \u00fcber definierte Schnittstellen auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Des weiteren sind die derzeit meist auf PC-Basis vorliegenden Simulationsmodelle in interaktive Internetapplikationen umzusetzen. Die Benutzerverwaltung wird um einen Ab-rechnungsmodus erweitert, da nach Ende der Projektlaufzeit die Informationen kostenpflichtig angeboten werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1. Technischer Rahmen<br \/>\nAls zentrale Komponente des ISIP wird ein webbasierte Redaktionssystem (CMS) der CoreMedia AG eingesetzt. Es dient als \u0082Inhalts-Drehscheibe f\u00fcr alle internen und externen ISIP Komponenten. Inhalte lassen sich frei von jeglichen Layoutinformationen speichern und k\u00f6nnen dann z.B. als Text, als Tabelle oder als Grafik dargestellt werden. Aufgrund der durchg\u00e4ngigen Objektorientiertheit und Verwendung offener Standards wie XML, SOAP, JSP oder EJB ist es m\u00f6glich, selbst komplexe Gesch\u00e4ftsprozesse und Komponenten zu integrieren und durch Schnittstellen sauber zu verbinden.<br \/>\nF\u00fcr die dezentrale Eingabe von Informationen (z.B. Felderhebungsdaten) stehen HTML-basierte Eingabemasken zur Verf\u00fcgung, die ohne Applets in einem Browser benutzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\n2. Interimsl\u00f6sung<br \/>\nDer Webauftritt f\u00fcr das Jahr 2002 bot an Funktionalit\u00e4t neben einer allgemeinen Beschreibung des Pro-jektes zwei Hauptkomponenten: verschiedene Entscheidungshilfen mit Prognose- und Monitoringinformationen sowie den benutzerabh\u00e4ngigen Zugriff auf Dokumente der amtlichen Beratung.<br \/>\n3. Systemkern<br \/>\nIm Systemkern (Rechenkern) wird ein J2EE Applikationsserver (JBOSS) verwendet. Dieser Server \u00fcbernimmt einerseits die Vermittlung der Daten zwischen der Datenbank und der Darstellung, andererseits wird durch den Server eine Plattform zur Verf\u00fcgung gestellt, in der alle weiteren Systemkomponenten (Import externer Daten, Berechnung von Modellen, Zwischenspeicherung von Modellergebnissen) laufen. Als Datenbank kommt DB2 von IBM zum Einsatz.<br \/>\nUm flexibel eine beliebige Anzahl von Modellen in das System einbinden zu k\u00f6nnen, wurde ein Framework entwickelt, welches entsprechende Schnittstellen auch zur Integration bestehender Modelle zur Verf\u00fcgung stellt. F\u00fcr die Entwicklung neuer Modelle steht eine Integrationsumgebung im Internet zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n4. Integration bestehender Simulationsmodelle<br \/>\nDie in den ISIP-Begleitprojekten entwickelten bzw. weiterentwickelten Modelle wurden w\u00e4hrend der Projektlaufzeit erfolgreich integriert.<br \/>\n5. Benutzerverwaltung, Abrechnungssystem<br \/>\nIn der gruppen- und rollenbasierten Benutzerverwaltung werden alle individuellen Informationen unter Verwendung eines LDAP abgelegt. Vom Landwirt eingegebene Schlagdaten k\u00f6nnen gespeichert werden um zu vermeiden, dass sie bei jedem Aufruf neu eingeben werden m\u00fcssen. Der Landwirt kann auch eine automatische Berechnung von Prognosemodellen einrichten und erh\u00e4lt dann beim Erreichen bestimmter Grenzparameter einen Warnhinweis per SMS, Fax oder E-Mail.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die zweite Ausbaustufe des Systems wurde am 19. Mai 2003 im ZUK der DBU in Osnabr\u00fcck f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit freigeschaltet und der Presse vorgestellt. In mehreren Artikeln in landwirtschaftlichen Fachzeitschriften wurde das System seither der Praxis bekannt gemacht. ISIP wurde zudem auf den DLG-Feldtagen 2002 und 2004, sowie auf der Agritechnica 2003 pr\u00e4sentiert. Zum Abschlu\u00df des Projekts fand am 18.04.2005 eine weitere Pressekonferenz  in Osnabr\u00fcck statt. Der wichtigste Aspekt der \u00d6ffentlichkeitsarbeit sind jedoch die umfangreichen Verweise auf ISIP in den \u00fcbrigen schriftlichen Ver\u00f6ffentlichungen (z.B. Warndienste) bzw. Online-Angeboten der beteiligten L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt wurde ein Internet-Portal geschaffen, dass aufgrund seines Konzepts und seiner Architektur in den n\u00e4chsten Jahren inhaltlich so ausgebaut werden kann, dass den Nutzern alle f\u00fcr die integrierte Pflanzenproduktion notwendigen Informationen angeboten werden k\u00f6nnen. Die mit dem ISIP-Hauptprojekt gestarteten Nebenprojekte wurden w\u00e4hrend der Projektlaufzeit erfolgreich in das Portal integriert.<br \/>\nDas System zeichnet sich dadurch aus, dass durch die Verkn\u00fcpfung von betriebs- und regionalspezifischen Daten schlagbezogene Empfehlungen gegeben werden k\u00f6nnen. Die Beratung in der Landwirtschaft wie auch die Landwirte werden so in die Lage versetzt, mit Hilfe umfassender Informationen einen umweltvertr\u00e4glichen Anbau im Sinne der Integrierten Pflanzenproduktion umzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der Landwirtschaft steigt der Bedarf an der L\u00f6sung komplexer Fragestellungen f\u00fcr die effiziente Umsetzung einer integrierten umweltschonenden Pflanzenproduktion. Ziel dieses Projektes ist es, ein internetbasiertes Informationssystem zu entwickeln, in dem die dazu ben\u00f6tigten Daten und Modelle schnell und einfach abgerufen werden k\u00f6nnen. 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