{"id":22041,"date":"2024-11-27T10:36:18","date_gmt":"2024-11-27T09:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18106-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:22","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:22","slug":"18106-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18106-01\/","title":{"rendered":"Die zukunftsf\u00e4hige Kommune &#8211; Wettbewerb und Kampagne zur F\u00f6rderung der Umsetzung der Agenda 21 in St\u00e4dten und Gemeinden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wollte mit Hilfe eines Wettbewerbs und einer Kampagne die lokalen Agenda 21-Prozesse in St\u00e4dten und Gemeinden f\u00f6rdern. Ziel des Projektes war es, die Lokale Agenda 21 in m\u00f6glichst vielen Gemeinden zu etablieren, qualitativ zu vertiefen und zu verstetigen. Durch die Teilnahme am Wettbewerb konnten die Kommunen ihre Leistungen anhand von Indikatoren f\u00fcr kommunale Nachhaltigkeit und Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr Agenda-Prozesse, die im Rahmen der Pilotphase zusammen mit 20 Modellkommunen festgelegt und erprobt wurden, vergleichen und einsch\u00e4tzen. Ziel der begleitenden Kampagne war es, die Kommunen bei der Umsetzung von L\u00f6sungsstrategien zu Problembereichen, die durch den Wettbewerb sichtbar werden, durch Erfahrungsaustausche und die Vermittlung guter Beispiele zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBis zur ersten Wettbewerbsausschreibung legten wir die in der Pilotphase erarbeitenden Indikatoren und Prozesskriterien sowie das Auswertungsverfahren f\u00fcr den Wettbewerb fest. Wir erstellten den Fragebogen sowie eine Projektdarstellung und richteten eine Wettbewerbsjury ein. Bei einer gro\u00dfen Auftaktveranstaltung und vier regionalen Veranstaltungen fiel der Startschuss f\u00fcr den Wettbewerb. Die drei geplan-ten Wettbewerbe liefen nach einem zeitlich analogen Muster ab. Die Wettbewerbe wurden jeweils zum Herbst ausgeschrieben. Bis zum Einsendeschluss im darauffolgenden Fr\u00fchjahr fanden jeweils Workshops f\u00fcr die Wettbewerbskommunen statt, um Hilfestellungen bei der Indikatorenanwendung und Datenrecherche zu leisten. Begleitend dazu wurden beispielgebende Projekte im Newsletter Zukunftsf\u00e4hige Kommune und im Internet ver\u00f6ffentlicht. Nach Abschluss des ersten Wettbewerbsjahres portraitierten wir die Sieger-Kommunen im Video AgendaVisionen. Jeweils nach der Auswertung der Wettbe-werbsergebnisse wurden die Kommunen bei Auszeichnungsfeiern, an denen jeweils an die 100 Vertreter aus Politik, Verb\u00e4nden und Verwaltungen teilnahmen, gew\u00fcrdigt. Auf der Basis der Erfahrungen der jeweiligen Wettbewerbsjahre \u00fcberarbeiteten wir die Indikatoren und Qualit\u00e4tskriterien, die dann im folgenden Wettbewerbsjahr im Fragebogen abgefragt wurden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Wettbewerb Zukunftsf\u00e4hige Kommune trug zur qualitativen Vertiefung und Verstetigung von lokalen Agenda 21-Prozesse bei. 175 St\u00e4dte und Gemeinden haben sich im Laufe der drei Jahre am Wettbewerb beteiligt, 41 von ihnen jedes Jahr bzw. alle zwei Jahre. Insgesamt wurden 160 lokale Agenda 21-Prozesse auf den Pr\u00fcfstand gestellt. Bei Kommunen, die regelm\u00e4\u00dfig am Wettbewerb teilnahmen, stellten wir Fortschritte ihrer lokalen Agenda 21-Prozesse fest. Die Wettbewerbsergebnisse zeigen, wie vielf\u00e4ltig das Handeln im Sinne der Lokalen Agenda 21 vor Ort ist. Sie beweisen, dass erfolgreiche lokale Agenda 21-Prozesse m\u00f6glich sind &#8211; sei es in Gro\u00dfst\u00e4dten, in mittelgro\u00dfen Orten oder in kleinen D\u00f6rfern. Und sie weisen darauf hin, dass hinter guten Indikatorenwerten gelungene Konzepte stecken.<br \/>\nDer Wettbewerb Zukunftsf\u00e4hige Kommune gab den Kommunen eine Orientierung, wo sie im interkommunalen Vergleich stehen, wenn man den Ma\u00dfstab der Nachhaltigkeit anlegt. Jede der 175 Kommunen erhielt eine R\u00fcckmeldung, wie sie im Vergleich zum besten und schlechtesten Wert bei jedem Indikator abgeschnitten hat. Zudem wurden die Namen und Werte der vier bzw. zehn besten Kommunen zu jedem Indikator im Internet ver\u00f6ffentlicht. Diese R\u00fcckmeldungen gaben den St\u00e4dten und Gemeinden wichtige Impulse und bildeten eine Diskussionsgrundlage f\u00fcr k\u00fcnftige Planungen.<br \/>\nIm Laufe des dreij\u00e4hrigen Projekts wollten wir einen Indikatorenansatz entwickeln, der alle Bereiche der Agenda 21 besser als bisher abbildet und zu dem aussagekr\u00e4ftige Daten gleicherma\u00dfen in allen Bundesl\u00e4ndern erhoben werden k\u00f6nnen. Dieses Ziel haben wir erreicht: Im Fr\u00fchsommer 2003 haben sich die Projektgruppe Zukunftsf\u00e4hige Kommune und Vertreter anderer Indikatorenans\u00e4tze auf 20 gemeinsam empfohlene Indikatoren zur Messbarkeit kommunaler Nachhaltigkeit verst\u00e4ndigt. Diese Indikatoren wur-den im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsf\u00e4hige Kommune 2003\/2004 abgefragt und eingehend gepr\u00fcft. Ein Resultat des dritten Wettbewerbsjahres ist, dass sich diese Indikatoren bew\u00e4hrt haben.<br \/>\nIm Rahmen der Kampagne Zukunftsf\u00e4hige Kommune verfassten wir verschiedene Publikationen und drehten das Video AgendaVisionen, um vorbildliche Projekte und Konzepte einer breiten \u00d6ffentlichkeit vorzustellen und den Kommunen Handreichungen f\u00fcr die Umsetzung von L\u00f6sungsstrategien zu Problembereichen zu geben. Mehr als 1.000 Videos wurden bundesweit an Kommunen, Agenda-Gruppen, Kreisbildstellen und Verb\u00e4nde versandt. Teile des Videos wurden im Juli 2003 in der Sendung nano des Programms 3sat ausgestrahlt. Auch im Schulunterricht wird das Video eingesetzt.<br \/>\nUm den Kommunen Hilfestellungen bei der Datenerhebung zu geben und den kommunalen Austausch bzw. die Weiterbildung zur Bewertung von Nachhaltigkeit zu f\u00f6rdern, veranstalteten wir 15 Workshops mit mehr als 200 Teilnehmern im Laufe der drei Wettbewerbsjahre. Bei diesen Workshops erhielt die Projektgruppe wichtige R\u00fcckmeldungen \u00fcber die Anwendbarkeit und die Datenverf\u00fcgbarkeit des Indikatoren-Sets. Diese Anregungen flossen in die \u00dcberarbeitung des Indikatoren-Sets ein. Zudem fand im November 2002 der Workshop Nachhaltigkeitsindikatoren und ihre Verwendung in der kommunalen Praxis in Saarbr\u00fccken statt. Dort pr\u00e4sentierten kommunale Vertreter ihre Erfahrungen im Einsatz mit Indikatoren der Fachwelt. Die Diskussionen zeigten, dass noch gro\u00dfer Handlungsbedarf besteht, um die Kommunalverwaltungen beim Einsatz von Indikatoren in der Praxis zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>F\u00fcr jedes Wettbewerbsjahr dokumentierten wir den Wettbewerbsablauf, die Sieger-Kommunen und vorbildliche Aktivit\u00e4ten aus den Kommunen. In Rundbriefen stellten wir beispielhafte Nachhaltigkeitsprojekte vor. Zudem portraitierten wir jede Sieger-Kommune in einem Informationsblatt. Das Video Agenda-Visionen zeigt anschaulich, wie Konzepte und Ma\u00dfnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit vor Ort umge-setzt werden k\u00f6nnen. Die Indikatorenergebnisse ver\u00f6ffentlichten wir im Internet. In einen Leitfaden ist der Indikatoren-Set Zukunftsf\u00e4hige Kommune beschrieben. In zahlreichen bundesweiten und internationalen Fachvortr\u00e4gen pr\u00e4sentierten wir das Projekt. Nach Projektabschluss k\u00f6nnen nun die verschiedene Publikationen aus dem Internet heruntergeladen oder bei der Deutschen Umwelthilfe bestellt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Erfahrungen des Projekts Zukunftsf\u00e4hige Kommune zeigen: Lokale Agenda 21-Prozesse haben sich als geeignete Instrumente etabliert, um Verwaltung, Politik, Interessengruppen sowie B\u00fcrger bei der Gestaltung einer nachhaltigen Kommunalentwicklung zu beteiligen. Indikatoren sind dabei sehr wichtige Hilfsmittel. Der Wettbewerb spielte bundesweit eine bedeutende Rolle, um Indikatoren in dieser Funktion bei den Kommunen bekannt zu machen und zu etablieren. Um das Thema Indikatoren auf kommunaler Ebene weiterhin zu forcieren, besteht unseres Erachtens gro\u00dfer Handlungsbedarf, die St\u00e4dte und Gemeinden in den n\u00e4chsten Jahren bei ihrer Anwendung von Indikatoren durch Beratungs- und Betreuungsangebote zu unterst\u00fctzen. Denn in bundesweiten oder europaweiten F\u00f6rderprogrammen wie Soziale Stadt oder URBAN II ist der Einsatz von Indikatoren erforderlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wollte mit Hilfe eines Wettbewerbs und einer Kampagne die lokalen Agenda 21-Prozesse in St\u00e4dten und Gemeinden f\u00f6rdern. Ziel des Projektes war es, die Lokale Agenda 21 in m\u00f6glichst vielen Gemeinden zu etablieren, qualitativ zu vertiefen und zu verstetigen. 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