{"id":22040,"date":"2025-04-10T10:32:13","date_gmt":"2025-04-10T08:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18105-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:15","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:15","slug":"18105-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18105-01\/","title":{"rendered":"EDV-Programm zur Verwaltung von Wetterdaten agrarmeteorologischer Wetterstationen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel dieses Projektes war die Entwicklung einer Software, die die Verwaltung und Auswertung von Daten f\u00fcr Wetterstationen unterschiedlichster Herkunft, Bauweise und Ausstattung (unterschiedliche Parameterstrukturen) vereinheitlicht sowie die Bereitstellung der Wetterdaten zuverl\u00e4ssig sicherstellt.<br \/>\nAnpassungen in den Parameterstrukturen sowie das Verwalten von einzelnen Stationen sollten durch eine flexibel konfigurierbare Funktion gew\u00e4hrleistet werden. Die Konfiguration der Software sollte nutzerfreundlich durch den versierten Wetterdatenverwalter vor Ort durchf\u00fchrbar sein.<br \/>\nUnverzichtbare Funktionen, die die Qualit\u00e4t und die Vollst\u00e4ndigkeit der Wetterdaten sichern, sollten, basierend auf bestehenden Algorithmen des Programms Agmeda, implementiert werden. Innovativ war hier vor allem die Entwicklung einer Methode, die die Messwerte benachbarter Wetterstationen vergleicht und durch ihre h\u00f6here Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber den bisher verwendeten Verfahren aufweist.<br \/>\nEine weitere unentbehrliche Komponente war eine Schnittstelle zu einem im ISIP-Internet-System integrierten zentralen Wetterdatenserver, auf dem die Daten aller verf\u00fcgbaren agrarmeteorologischen Wetterstationen bereitgestellt werden. Komfortable Auswertungen und grafische Darstellungsm\u00f6glichkeiten der Daten sollten im Internet vom zentralen Wetterdatenserver aufrufbar sein.<br \/>\nDie Wetterdaten dienen als essentieller Input f\u00fcr computergest\u00fctzte Entscheidungshilfen in der Pflanzenproduktion, die ihrerseits zur Verminderung von Pflanzenschutzanwendungen beitragen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Konzeptionsphase wurde beschlossen, die zu erstellende Software in zwei Modulen zu realisieren.<br \/>\nModul 1 wurde als dezentrale PC Software, Modul 2 als zentrale Internetanwendung innerhalb des ISIP-Gesamtsystems realisiert.<br \/>\nIn Modul 1 wurden alle Datenverwaltungsfunktionen programmiert, die bereits aus dem Vorg\u00e4ngerprogramm Agmeda bekannt waren. Dies sind Funktionen, die der Speicherung, Pr\u00fcfung und Vervollst\u00e4ndigung der Daten dienen.<br \/>\nIn Modul 2 wurden alle Funktionen realisiert, die der erweiterten Datenbereitstellung, Datenauswertung und Datendarstellung in Grafiken und Tabellen dienen.<br \/>\nZun\u00e4chst wurde ein detailliertes Pflichtenheftes f\u00fcr Modul 1 und 2 erstellt. Im Pflichtenheft wurden die Funktionalit\u00e4ten, die die neuen Programme enthalten sollten, genau beschrieben. Au\u00dferdem wurde f\u00fcr die Schnittstelle zwischen den beiden Modulen eine Feinspezifikation anfertigt.<br \/>\nAuf Basis der Pflichtenhefte wurden die Firmen BeConstructed GmbH, Ratingen und die Firma PSI Information Management GmbH in Berlin f\u00fcr die Programmierung von Modul 1 beauftragt. F\u00fcr die Realisie-rung von AgmedaWin (Modul 1) wurde als Programmiersprache wurde Visual Basic .NET vereinbart und als Datenbank SQL Server 2000 ausgew\u00e4hlt.<br \/>\nF\u00fcr die Programmierung der Datenbank in Modul 2 und die Erstellung der Schnittstelle im XML-Format zwischen den beiden Modulen wurde ebenfalls die Firma PSI Inf. Manag. GmbH beauftragt.<br \/>\nDie Firma ProDV in K\u00f6ln erhielt den Auftrag f\u00fcr die Programmierung der Internet-Oberfl\u00e4che in Modul 2.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Basis der Programmierung von AgmedaWin (Modul 1) war das 15 Jahre alte DOS-Programm AGMEDA. Die in diesem Programm enthaltenen Algorithmen wurden auf den Standard von Windowsprogrammen angehoben. Die Datenbank wurde modernisiert und Ein- und Ausgabem\u00f6glichkeiten v\u00f6llig neu kon-zipiert. Damit wurde die Bedienbarkeit des Programms ganz entscheidend verbessert.<br \/>\nNeben den aus AGMEDA bekannten Algorithmen wurden auch neue und innovative Funktionen entwickelt. Dies sind:<br \/>\n\u00b7\tder Import-Wizzard, mit dem der Import von Wetterdaten unterschiedlichster Dateistrukturen m\u00f6glich ist<br \/>\n\u00b7\tdie externe Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung, die den Vergleich von Messdaten gleicher F\u00fchler an benachbarten Wetterstationen erm\u00f6glicht<br \/>\n\u00b7\tdie Nutzung gro\u00dfr\u00e4umig g\u00fcltiger Messf\u00fchler (z.B. Globalstrahlung, Bodentemperatur) an einer Wetterstation f\u00fcr weitere benachbarte Wetterstationen als virtuelle Messf\u00fchler.<br \/>\nEine erste Version von AgmedaWin wurde Anfang 2004 fertig gestellt. Nachdem im Laufe von 2004 noch einige Fehler behoben wurden, wurde im Dezember 2004 die derzeit aktuelle Version ausgeliefert und installiert.<br \/>\nDie Realisierung des internetbasierten Moduls 2 erfolgte im Zusammenhang mit der Erstellung des ISIP-Internet Systems.<br \/>\nIn der ISIP-Anwendung stehen die Wetterdaten sowohl f\u00fcr Auswertungen als auch als Input f\u00fcr die Prognosemodelle zur Verf\u00fcgung. Die Wetterdatenauswertung ist dort in Form von Tabellen, Grafiken und Dateidownload in verschiedenen Formaten verf\u00fcgbar. Neben dem manuellen Abruf ist auch eine regelm\u00e4\u00dfige, automatische Zusendung verschiedener Ausgaben per Email m\u00f6glich.<br \/>\nPer automatischem FTP-Transfer werden die Daten aus allen lokalen AgmedaWin-Modulen zu der zentralen ISIP-Datenbank \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentationen erfolgten bisher im Rahmen des Statusseminars am 19.5.2003 in Osnabr\u00fcck.<br \/>\nUm AgmedaWin den Anwendern vorzustellen, wurden w\u00e4hrend des Projektes mehrere Workshops mit den Wetteradministratoren von sieben Pflanzenschutzdiensten, die f\u00fcr die Betreuung der landeseigenen Messnetze verantwortlich sind, abgehalten. Im Herbst 2004 wurde zur \u00dcbergabe des Programms ein zweit\u00e4gigen Workshop veranstaltet, zu dessen Ende jedem Teilnehmer eine Installations-CD mit AgmedaWin ausgeh\u00e4ndigt wurde, um das Programm intensiv zu pr\u00fcfen. Seit Anfang 2005 l\u00e4uft das Programm bei f\u00fcnf Pflanzenschutzdiensten im Routinebetrieb. Zwei weitere PSD werden im Laufe von 2005 folgen.<br \/>\nDas Modul 2 l\u00e4uft ebenfalls im Routinebetrieb unter www.isip.de und ist dort unter Ber\u00fccksichtigung der f\u00fcr die Nutzung von ISIP geltenden Bedingungen \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar. Zurzeit werden im ISIP-System t\u00e4glich Wetterdaten von ca. 480 Stationen bereitgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die Einf\u00fchrung des Programmes von AgmedaWin f\u00fcr die Verwaltung von Wetterdaten aus agrarmeteorologischen Messnetzen der Pflanzenschutzdienste der L\u00e4nder konnte die Bereitstellung der Daten wesentlich optimiert werden. \u00dcber das Internetsystem unter www.isip.de k\u00f6nnen die Wetterdaten als Input f\u00fcr computergest\u00fctzte Entscheidungshilfen genutzt werden. Die Automatisierung der Wetterdatenbereitstellung erlaubt die komfortable Nutzung der Daten f\u00fcr die Planung und Optimierung von Pflan-zenschutzmitteleins\u00e4tzen basierend auf den Berechnungsergebnissen von Simulations- und Prognosemodellen. Die optimale Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vermindert die H\u00e4ufigkeit der Anwendungen und tr\u00e4gt letztlich zu Umweltentlastung bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel dieses Projektes war die Entwicklung einer Software, die die Verwaltung und Auswertung von Daten f\u00fcr Wetterstationen unterschiedlichster Herkunft, Bauweise und Ausstattung (unterschiedliche Parameterstrukturen) vereinheitlicht sowie die Bereitstellung der Wetterdaten zuverl\u00e4ssig sicherstellt. Anpassungen in den Parameterstrukturen sowie das Verwalten von einzelnen Stationen sollten durch eine flexibel konfigurierbare Funktion gew\u00e4hrleistet werden. 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