{"id":21976,"date":"2023-07-13T15:20:53","date_gmt":"2023-07-13T13:20:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/18014-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:54","slug":"18014-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/18014-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines kirchlichen Zentrums f\u00fcr Umweltbildung und die Nutzung erneuerbarer Energien"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Es ist Ziel des Projektes, mit Seminaren und praktischen Umweltkursen zur Bildung eines \u00f6kologisches Bewusstseins und zu konkreten Umweltma\u00dfnahmen in den tschechischen Kirchen und dar\u00fcber hinaus in der Gesellschaft beizutragen. Die orthodoxe Akademie wird durch die Arbeit des Zentrums vor allem \u00fcber die Nutzungsm\u00f6glichkeiten von erneuerbaren Energien informieren und beraten, sowie zur vermehrten Anwendung dieser Technologien im Lande, insbesondere in der Region M\u00e4hren, beitragen. Mit seiner Bildungs- und Beratungsarbeit m\u00f6chten es zun\u00e4chst innerkirchlich, dann zunehmend in die gesamte Gesellschaft hinein wirken. Parallel soll zu einer erneuten theologisch-ethischen Reflektion der Umweltproblematik angeregt werden. Gerade dem spirituellen Erbe der Orthodoxie kommt eine hohe Sch\u00f6pfungsrelevanz zu, die jedoch noch so gut wie gar nicht f\u00fcr moderne \u00f6kologische Fragestellungen erschlossen ist. Der andere Pol der Zentrumsarbeit ist sehr praxisorientiert, n\u00e4mlich die kr\u00e4ftige Erh\u00f6hung des Bekanntheitsgrades von regenerativen Energiequellen, ihrer Akzeptanz und Verbreitung in der Tschechischen Republik. Dar\u00fcber hinaus ist die Bildungsarbeit der Akademie seit je, so auch im genannten Projekt, auf Vernetzung mit den Kirchen der mittel- und osteurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4nder angelegt. &#8211; Ma\u00dfgeblicher An-lass des Projektes ist die offenkundige Bedarfslage auf allen genannten Aktionsfeldern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenW\u00e4hrend der zwei Projekt-Jahre wird die bereits laufende thematische Umweltbildungs-Arbeit fortgesetzt und intensiviert und zugleich der jeweilige Ausbau-Grad der technischen Installationen f\u00fcr erneuerbare Energien in die Kursangebote erfahrungs- und praxisorientiert einbezogen. &#8211; Die Bildungs-Veranstaltungen werden dabei beweglich auf unterschiedliche Module und deren bedarfs- und zielgruppengerechte Kombination aufbauen (z. B.: Informations-Seminare, Theorie-Praxis-Seminare, Workshops, Exkursionen, Datenbank-, Dokumentations- und Ausstellungs-Aufbau, Dienstleistungs- und Beratungs-Arbeit). &#8211; Alle genannten Veranstaltungsformen wenden sich, einzeln oder in Kombinationen, an eine bewusst gro\u00dfe Bandbreite von Zielgruppen und Schritten, jedoch innerkirchlich beginnend mit Mitarbeitern m\u00f6glichst hoher Entscheidungs- und Multiplikations-Ebenen, dann ausgreifend auf s\u00e4kulare Zielgruppen (Mittelstand, Schulen und Berufsbildungs-Einrichtungen, gewerbliche und Umwelt-Verb\u00e4nde, NGOs) mit zunehmend sich verstetigendem Beratungsangebot insbesondere in der Region Mittelm\u00e4hren, schlie\u00dflich einflie\u00dfend in das europ\u00e4ische  Netzwerk kirchlicher Umweltinitiativen (das &#8211; nicht zuf\u00e4llig &#8211; 1998 nach der Europ\u00e4ischen Kirchenkonferenz von Graz in der Akademie von Vilemov gegr\u00fcndet wurde!).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Aufbau eines kirchlichen Bildungs- und Demonstrations-Zentrums f\u00fcr die Nutzung erneuerbarer Energien an der Orthodoxen Akademie Vil\u00e9mov<br \/>\nDie Vorgeschichte: 1995 Gr\u00fcndung einer Orthodoxen Akademie im Vil\u00e9mover Gorazd-Zentrum Aufgabenstellung: den Dialog Kirche &#8211; Gesellschaft in der Tschechischen Republik und in Europa st\u00e4rken. Erste \u00f6kologische Elemente waren: eigene Wasserkl\u00e4ranlage, teilw. W\u00e4rmed\u00e4mmung, kleines Solarsystem. 1996 Seminar \u00d6kologie und Spiritualit\u00e4t. Dennoch: f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen ist die \u00f6kologische Problematik offensichtlich Randfrage ohne Alltagsbezug. Folgerung: selber mit gutem \u00f6kologischen Beispiel vorangehen. Theorie und Praxis verbinden! Dabei wurde bald die zentrale Rolle der Energiefragen erkannt. Ein Markstein f\u00fcr die Akademiearbeit war die Gr\u00fcndung des Europ\u00e4ischen Christlichen Umweltnetzwerkes (ECEN) 1998 in Vil\u00e9mov!<br \/>\nDer Entschluss: Die geschilderten Vorl\u00e4ufer-Aktivit\u00e4ten und Erfahrungen haben die Akademieleitung (Direktor Mgr. Roman Juriga), den Akademiepr\u00e4sidenten (Erzbischof Kry\u009atof) und den Koordinator \u00f6kol. Projekte (Juraj Ondr\u00e1\u009aek) bewogen, sich f\u00fcr einen gezielten Ausbau der Umweltbildungs-M\u00f6glichkeiten im Bereich der Energiefragen, insbesondere der erneuerbaren Energien entschieden sowie f\u00fcr praktische Beispiele (nicht nur theoretische Kenntnisse!)  und diese in realit\u00e4tsnahen Gr\u00f6\u00dfenordnungen! Die F\u00f6rderung: Anfang 2000 wurde die F\u00f6rderung der geplanten Erweiterung der Umweltbildungsm\u00f6glichkeiten durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bewilligt!  Sie hat erm\u00f6glicht, dass folgende funktionierende Anlagen f\u00fcr die Nutzung erneuerbarer Energie Herzst\u00fcck unseres kirchlichen Umweltbildungs-Zentrums wurden: zwei thermische Solarsysteme (mit 500 und 1000 Litern Kapazit\u00e4t), eine Windkraftanlage (Fuhrl\u00e4nder FL100) mit einer Nenn-Leistung von 100 kW, eine Holzpellets-Anlage zur Beheizung des Umwelt-B\u00fcros mit Biomasse (Leistung: 25kW) sowie zwei Photovoltaik-Anlagen f\u00fcr Solarstromerzeugung (Leistungen: 115W und 1,2 kW). Mit Wasserkraft-Betreibern bestehen Kooperations-Absprachen. S\u00e4mtliche Anlagen sind von relevanter Gr\u00f6\u00dfenordung, vor allem aber: als Unterrichtssysteme konzipiert und deshalb durchweg mit Anzeigem\u00f6glichkeiten ausgestattet. Sie machen auch die real erzielten Umweltentlastung u. Kostensenkungen belegbar: Die Atmosph\u00e4re um rund 200 t Kohlendioxyd j\u00e4hrlich entlastet. Die Energieeinsparungen bzw. Eigenerzeugungen machen die Akademie faktisch energie-autark, das Energiebudget kann aus einem Kosten- zu einem neutralen oder gar Einnahme-Faktor werden!<br \/>\nUnsere Ziele:<br \/>\n1.\tAusbildung und Beratung.<br \/>\n2.\t Zur Nachahmung anspornen.<br \/>\n3.\tUnterst\u00fctzung bei der Realisierung \u00f6kologischer Vorhaben geben.<br \/>\n4.\tIn der Umwelt-Bildungsarbeit theologisch-ethische Fundierung, Bewusstseinsbildung, Sachkompetenz und Handlungsorientierung verbinden.<br \/>\n5.\tBei aller Konzentration auf kirchliche Belange und auf die Region (M\u00e4hren) f\u00fcr die Gesamtgesellschaft und f\u00fcr internationale Kooperation offen bleiben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Herr Juriga, Leiter der Akademie, ist f\u00fcr seine Kirche Rundfunkmitarbeiter und h\u00e4lt regen Kontakt zu den Printmedien. Vor allem seit der Einweihung der Windkraftanlage Anfang 2003 ist das \u00d6ffentlichkeitsinteresse an der Akademiearbeit und ihren \u00f6kologischen Einrichtungen deutlich gewachsen. Dies schl\u00e4gt sich nieder in Teilnehmerzahlen, in Besichtigungs- und Beratungsanfragen und in der Aufmerksamkeit ma\u00dfgeblicher Vertreter des \u00f6ffentlichen Lebens: vom Erzbischof \u00fcber den Umweltminister bis hin zu NGOs. &#8211; Vgl. beiliegenden (tschechischen) Pressespiegel.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Dass Ende 2002 die Tschechische Republik eine Einladung zum EU-Beitritt erhielt und sich dabei verpflichtet hat, bereits 2010 12 % ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken, ist eine Best\u00e4tigung unseres Weges und eine ermutigende Perspektive f\u00fcr unsere Weiterarbeit.Wir sind \u00fcberaus dankbar f\u00fcr die grundlegende F\u00f6rderung unseres kirchlichen Bildungs- und Demonstrations-Zentrums f\u00fcr die Nutzung erneuerbarer Energien durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt! Ohne diese Unterst\u00fctzung h\u00e4tten wir das Gesamtprojekt nicht gewagt. Sie hat auf schier prophetische und sehr konkrete Art die jetzt beschlossene EU-Osterweiterung in sch\u00f6nster Weise vorweggenommen. &#8211; Einmal auf den Weg gebracht, kamen dann im laufenden Projekt zus\u00e4tzliche Hilfestellungen hinzu: durch den staatlichen Umweltfonds, die Windkraftfirma Fuhrl\u00e4nder, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland.Nun kann das Angebot unserer \u00f6kologischen Seminare, Kurse und Beratungen auf einer breiten, demonstrationsstarken Basis erfolgen. Sie gibt im besten Sinne \u00f6kologische Glaubw\u00fcrdigkeit und Plausibilit\u00e4t. Sie hilft entscheidend, Umweltbildungs-Inhalte zu vertiefen und nachhaltig zu sichern. Das sp\u00fcrbar gewachsene Medien- und Teilnehmerinteresse ist f\u00fcr unseren Weg eine zus\u00e4tzliche Best\u00e4tigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Es ist Ziel des Projektes, mit Seminaren und praktischen Umweltkursen zur Bildung eines \u00f6kologisches Bewusstseins und zu konkreten Umweltma\u00dfnahmen in den tschechischen Kirchen und dar\u00fcber hinaus in der Gesellschaft beizutragen. Die orthodoxe Akademie wird durch die Arbeit des Zentrums vor allem \u00fcber die Nutzungsm\u00f6glichkeiten von erneuerbaren Energien informieren und beraten, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[1266,47,52,2423],"class_list":["post-21976","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-grenzueberschreitend","tag-klimaschutz","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"18014\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-18014-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"100.724,50","dbu_projektdatenbank_firma":"Evangelisch-Lutherische Kirche in BayernDer Beauftragte f\u00fcr Umwelt- und Klimaverantwortung","dbu_projektdatenbank_strasse":"Marsstr. 19","dbu_projektdatenbank_plz_str":"80335","dbu_projektdatenbank_ort_str":"M\u00fcnchen","dbu_projektdatenbank_p_von":"2001-01-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2003-06-30 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 6 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"089\/54821911","dbu_projektdatenbank_inet":"www.bayern-evangelisch.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Grenz\u00fcberschreitend","dbu_projektdatenbank_foerderber":"56","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21976\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42916,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21976\/revisions\/42916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}