{"id":21913,"date":"2024-11-27T10:36:18","date_gmt":"2024-11-27T09:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17901-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:22","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:22","slug":"17901-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17901-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Lernen in Lokalen Agenda-Prozessen durch grenz\u00fcberschreitende europ\u00e4ische Zusammenarbeit"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gegenstand des Projekts ist die Entwicklung von Umweltkommunikation und Partizipationsformen in Lokalen Agenda 21-Prozessen unter besonderer Ber\u00fccksichtigung von Wirtschaft, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) durch europ\u00e4ische Zusammenarbeit. Damit werden drei wichtige Akteursgruppen lokaler Agenda-Prozesse angesprochen, die bisher in unterschiedlicher Weise in LA 21-Prozesse involviert sind. Aufgabe des Projekts ist, durch konkrete Projekte und dabei zu entwickelnde Arbeits- und Kommunikationsformen ihre Beteiligung zu verbreitern, um damit in den beteiligten Kommunen und Regionen auch langfristig tragf\u00e4hige Verbesserungen der Umweltsituation im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu erm\u00f6glichen und Hinweise darauf erhalten, wie man diese Entwicklung f\u00f6rdern kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn vier Kommunen und ihren Regionen aus Deutschland, Italien, \u00d6sterreich und der Schweiz werden zu den Handlungsfeldern Konsum und Nachhaltigkeit\/ Dritte Welt l\u00e4nder\u00fcbergreifend bestehende Probleme, Interessen und Arbeitsans\u00e4tze der beteiligten Akteure hinsichtlich der damit verbundenen \u00f6kologischen, \u00f6konomischen, sozialen und kulturellen Fragen formuliert. Auf dieser Grundlage werden solche Projekte identifiziert, die sich in Kooperation und durch gegenseitigen Austausch der Partner entwickeln und realisieren lassen, die im Sinne nachhaltiger Entwicklung sind und zugleich Wirtschaft und Gewerkschaften (wie bisher schon NGOs) zu einer langfristigen Zusammenarbeit gewinnen. Eine qualifizierte Mitwirkung von Wissenschaft und Bildungsinstitutionen wird sich auf Bestandsaufnahmen, auf die Formulierung von Entwicklungspotentialen in den vier Kommunen, von Handlungsoptionen und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen sowie geeignete Formen der Kommunikation und Kooperation richten. Die l\u00e4nder\u00fcbergreifende Zusammenarbeit wird durch gemeinsame Workshops und elektronische Medien realisiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurden vier Workshops durchgef\u00fchrt, an denen Akteure der Lokalen und Regionalen Agenda 21 aus den vier Partnerst\u00e4dten\/-regionen Graz (\u00d6sterreich), Langenthal\/ Bern (Schweiz), Modena\/ Emilia-Romagna (Italien) und L\u00fcneburg teilgenommen haben &#8211; VertreterInnen aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Verb\u00e4nden, Kammern, Bildungseinrichtungen und Universit\u00e4ten. Dabei wurde auf der Grundlage eines Austausches \u00fcber die jeweiligen Lokalen und Regionalen Agenda 21-Prozesse die gemeinsamen inhaltlichen Themenfelder identifiziert, die f\u00fcr alle Beteiligten von Bedeutung sind und deren grenz\u00fcberschreitende Bearbeitung den Nachhaltigkeitsgedanken verbreitern und konkrete Umweltver\u00e4nderungen und zukunftsorientierte Innovationen ansto\u00dfen k\u00f6nnten. Dazu geh\u00f6ren insbesondere eine nachhaltigkeitsorientierte Stadt- und Regionalentwicklung und (auch im Zusammenhang damit) Fragen nachhaltiger Produkte, Technologien und Dienstleistungen auf den Gebieten des Bauens und Wohnens, inkl. von Energiefragen sowie Fragen der Textilen Kette. Als Arbeitsformen wurden solche herausgearbeitet, die einerseits Nachhaltigkeit breiter und verst\u00e4ndlicher kommunizieren, andererseits den bereits nachhaltig Wirtschaftenden Marketingm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen und zudem &#8211; insbesondere auch durch die kulturellen Besonderheiten der vier L\u00e4nder und der Entwicklungen in den vier Partnerst\u00e4dten und -regionen Innovationen im Sinne nachhaltiger Entwicklung ansto\u00dfen. Die \u00fcberregionalen Workshops wurden durch regionale und lokale Arbeitszusammenh\u00e4nge vor- und nachbereitet, so dass in dem Entscheidungsfindungsprozess weit mehr Akteure als die TeilnehmerInnen der Workshops einbezogen waren und sind. Die beteiligten Gebietsk\u00f6rperschaften und die Wissenschaftler haben sich auf ein gemeinsames umfassendes Vorhaben verst\u00e4ndigt, das diesen Anspr\u00fcchen gerecht wird: das Schaufenster f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung. Gegenw\u00e4rtig sind die Vorbereitungen zu dessen Realisierung angelaufen; Wirtschaft, Kammern und Verb\u00e4nde sind daran beteiligt, ebenso Bildungseinrichtungen und Wissenschaft. Der gemeinsame Arbeitsprozess hat zudem dazu gef\u00fchrt, dass das Projekt ELLA &#8211; ein auch phonetisch in deutschsprachigen L\u00e4ndern sehr wirksames Akronym &#8211; zu einem Bestandteil der jeweiligen Lokalen und Regionalen Nachhaltigkeitspolitik geworden ist &#8211; bis hin in die offiziellen Zielsetzungen der Kommunen. Die Arbeitsbeziehungen zwischen Politik und Verwaltung sowie insbesondere auch Betrieben, Verb\u00e4nden und Kammern mit der Wissenschaft konnten auf eine verl\u00e4ssliche Grundlage gestellt werden. Als ein Ergebnis des Abschluss-Workshops wurde die Notwendigkeit wissenschaftlich begr\u00fcndeter und begleiteter Arbeitsprozesse f\u00fcr eine Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz ausdr\u00fccklich hervorgehoben. Ein Ergebnis des Projekts sind somit auch in allen vier L\u00e4ndern neue formalisierte Arbeitsbeziehungen zwischen den genannten Akteuren der Lokalen Agenda 21 einerseits und den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen andererseits auf lokaler\/ regionaler Ebene. In L\u00fcneburg haben sich &#8211; als Ergebnis der lokalen und regionalen Projektzusammenh\u00e4nge &#8211; Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Aufgabe im Rahmen der Lokalen Agenda 21 zu entwickeln und zu kommunizieren. Die Idee und Aufgabe von ELLA ist zudem in die Schwerpunktsetzung beteiligter wissenschaftlicher Institute aufgenommen worden; eine grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit der Hochschulen in Forschung, Entwicklung aber auch in der Lehre (z.B. durch themenbezogenen Studierendenaustausch) zeichnet sich ab. Im Rahmen des gemeinsamen transdisziplin\u00e4ren Arbeitsprozesses konnten Fragen und Projektskizzen generiert werden, die neue Perspektiven f\u00fcr die Forschung zu Nachhaltigkeit aufzeigen: insbesondere auf dem Gebiet von Umweltkommunikation zum Nachhaltigkeitsdiskurs, zu Fragen der Partizipation aller gesellschaftlichen Gruppen am Agenda-Prozess, zur Zusammenarbeit von Technikwissenschaft, Raumwissenschaften und Sozialwissenschaften zur Frage von Nachhaltigkeitskriterien, zur Beteiligung von Schulen am Lokalen Agenda 21-Prozess. Zwischen beteiligten Betrieben hat ein direkter Austausch \u00fcber Produktion und Marketing von nachhaltigkeitsorientierten Produkten, Dienstleistungen und Technologien begonnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt hat sich als Teil der \u00d6ffentlichkeit verstanden und seine Arbeit auch so organisiert und kommuniziert. Die Workshops im Rahmen des Projekts haben am Ort jeweils neue Akteure des Lokalen und Regionalen Agenda 21 einbezogen. Zu den \u00fcberregionalen Workshops war zudem die Presse eingeladen; Berichte in lokalen, regionalen, in der Schweiz auch in \u00fcberregionalen Zeitungen sind erschienen. Die Handwerkskammer L\u00fcneburg-Stade hat das Projekt selbst in ihre eigene Pressearbeit zu Nachhaltigkeitsfragen aufgenommen. Das Projekt wurde in lokalen und regionalen Gremien der Kommunen und Regionen (Umweltpolitik, Bildungspolitik und Wirtschaftspolitik), der Handwerkskammer, der IHK, der Wirtschaftslandgemeinde (Schweiz) vorgestellt und diskutiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch neue Kommunikations- und Partizipationsformen konnten die Akteure der Lokalen\/ Regionalen Agenda 21 in einem gemeinsamen Arbeitsvorhaben zusammengef\u00fchrt werden. Es ist ein Handlungsprogramm f\u00fcr die jeweiligen lokalen\/ regionalen Agenda 21-Prozesse formuliert worden, das auch der grenz\u00fcberschreitend europ\u00e4ischen, aber auch der globalen Dimension nachhaltiger Entwicklung gerecht wird. Die grenz\u00fcberschreitende europ\u00e4ische Zusammenarbeit war zum einen ein die Einbeziehung wirtschaftlicher Akteure in das Gesamtprojekt f\u00f6rderndes Moment, zum anderen hat sie bereits zu ganz konkreten Austauschs- und Kooperationsbeziehungen gef\u00fchrt bzw. diese eingeleitet: auf dem Gebiet des Handwerks, zwischen Firmen, die Kooperationsinteressen in der Entwicklung und dem Vertrieb nachhaltigkeitsorientierter Produkte und Technologien haben, von Bildungseinrichtungen und nicht zuletzt wissenschaftlichen Einrichtungen. Das Schaufenster ist eine Kooperations- und Kommunikationsform f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, die von allen Beteiligten als gemeinsame Arbeitsgrundlage verstanden wird. In ei-nem gemeinsamen, wissenschaftlich begleiteten und koordinierten Vorhaben werden Chancen f\u00fcr Marketing nachhaltigkeitsorientierter Produkte, der Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens und f\u00fcr Anst\u00f6\u00dfe von Innovationen im Sinne nachhaltiger Entwicklung gesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des Projekts ist die Entwicklung von Umweltkommunikation und Partizipationsformen in Lokalen Agenda 21-Prozessen unter besonderer Ber\u00fccksichtigung von Wirtschaft, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) durch europ\u00e4ische Zusammenarbeit. Damit werden drei wichtige Akteursgruppen lokaler Agenda-Prozesse angesprochen, die bisher in unterschiedlicher Weise in LA 21-Prozesse involviert sind. 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