{"id":21912,"date":"2023-07-13T15:20:49","date_gmt":"2023-07-13T13:20:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17900-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:50","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:50","slug":"17900-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17900-01\/","title":{"rendered":"Sch\u00fclerfirmen im Kontext einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der Gesellschaft wird immer st\u00e4rker gefordert, \u00f6konomische Bildungsinhalte in die Lehrpl\u00e4ne aller Schulformen praxisorientiert zu integrieren. Zudem soll die unterrichtliche Arbeit in den Schulen 9 Jahre nach der Konferenz \u00fcber Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro und der Verabschiedung der Agenda 21 immer mehr in Richtung einer Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung weiterentwickelt werden. Im Rahmen dieses Projektes soll der Nachweis erbracht werden, dass Sch\u00fclerfirmen ein tragf\u00e4higes Konzept darstellen, um diese beiden grunds\u00e4tzlichen Anspr\u00fcche an schulische Bildung verwirklichen zu k\u00f6nnen. Sch\u00fclerfirmen, die im Kontext einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit stehen, sollen ein tragf\u00e4higes betriebswirtschaftliches Programm und eine entsprechende Organisationsstruktur entwickeln, damit sie langfristig im Rahmen des Unterrichts der jeweiligen Schulen betrieben werden k\u00f6nnen. Zudem soll eine f\u00fcr Sch\u00fclerfirmen tragf\u00e4hige Konzeption f\u00fcr ein Nachhaltigkeitsaudit (Umwelt- und Sozialaudit) entwickelt und erprobt werden, um die Entwicklung der Sch\u00fclerfirmen in Richtung Nachhaltigkeit zu gew\u00e4hrleisten und entsprechende Bildungsprozesse zu initiieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst sollen in den beteiligten Schulen Sch\u00fclerfirmen gegr\u00fcndet und mit einer tragf\u00e4higen betriebswirtschaftlichen Struktur versehen werden. Dabei soll erprobt werden, ob die Erstellung von Businesspl\u00e4nen eine sinnvolle p\u00e4dagogische Methode darstellt.Die Sch\u00fclerfirmen sollen m\u00f6glichst schon in der Gr\u00fcndungsphase Partnerunternehmen aus der gleichen Branche gewinnen, um schon fr\u00fch eine Praxisorientierung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sch\u00fclerfirma zu erm\u00f6glichen. In Absprache mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden und Institutionen vor Ort sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Sch\u00fclerfirma gekl\u00e4rt werden.<br \/>\nn Kooperation zwischen den die Sch\u00fclerfirmen betreuenden Lehrkr\u00e4ften, dem Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen und Vertretern der Hochschule und Wirtschaft in den Regionen soll ein vereinfachtes Verfahren f\u00fcr ein Nachhaltigkeitsaudit in Sch\u00fclerfirmen entwickelt und in den beteiligten Sch\u00fclerfirmen erprobt werden.<br \/>\nZiel ist es zu pr\u00fcfen, ob Nachhaltigkeitsaudits eine sinnvolle p\u00e4dagogische Methode darstellen, Prozesse einer Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung in den Sch\u00fclerfirmen dauerhaft zu etablieren.<br \/>\nW\u00e4hrend der gesamten Laufzeit des Projektes werden vom RUZ Hollen Fortbildungsveranstaltungen f\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sch\u00fclerfirmen, die betreuenden Lehrkr\u00e4fte, die Schulleitungen etc. durchgef\u00fchrt, um die Rahmenbedingungen der Firmen zu kl\u00e4ren, betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse (Beschaffung, Produktion, Absatz usw.) zu vermitteln und um in Methoden des Umwelt- und Sozialmanagement einzuf\u00fchren. Zudem soll der Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Firmen erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Alle wesentlichen Ziele des Projektes sind in der geplanten Zeit erreicht worden.<br \/>\nAn allen beteiligten Schulen haben sich Sch\u00fclerfirmen gegr\u00fcndet, die in ihre Firmenphilosophie das Leitbild der Nachhaltigkeit aufgenommen haben. Alle Sch\u00fclerfirmen werden auch nach Ablauf des Projektes weiter bestehen. Sie haben alle erst die vom RUZ erstellten Fragenkataloge zur Erstellung eines Businessplanes bearbeitet und im zweiten Projektjahr ein im Projekt entwickeltes Nachhaltigkeitsaudit durchlaufen. Beide Instrumente stellten sich als geeignete Mittel zur betriebswirtschaftlichen Strukturierung von Sch\u00fclerfirmen und zur Einleitung eines kontinuierlichen Verbesserungskonzeptes im Sinne der Nachhaltigkeit heraus. Das im Projekt entwickelte Nachhaltigkeitsaudit f\u00fcr Sch\u00fclerfirmen ist angelehnt an den Leitfaden zur Bestimmung der wirtschaftlichen, \u00f6kologischen und sozialen Leistung, der von der GRI (Global Reporting Initiative) im Juni 2000 f\u00fcr die Wirtschaft entwickelt worden ist.<br \/>\nEine dauerhafte Einrichtung bei einer unterrichtlichen Integration hat sich als sehr vorteilhaft herausgestellt. Dabei sind nicht nur die Erlangung der wirtschaftlichen Kenntnisse, sondern gerade auch die Vermittlung von Sozialkompetenzen und \u00f6kologischem Bewusstsein von positiver Bedeutung f\u00fcr die Zukunft der Jugendlichen. Als konkreter Nutzen kann die sich abzeichnende Erh\u00f6hung der Erfolgsaussichten bei der Ausbildungsplatzsuche genannt werden. Hier liegt sicherlich ein gro\u00dfes Potential, das f\u00fcr die Zukunft noch ausgebaut werden kann. So sollte die Zusammenarbeit zwischen Sch\u00fclerfirmen\/Schule und Wirtschaft intensiviert werden.<br \/>\nDer urspr\u00fcngliche Kostenrahmen wurde im Wesentlichen eingehalten. Nur zur Durchf\u00fchrung der Foren wurde weniger Geld verwendet als geplant, da sich zu Beginn des Projektes herausstellte, dass die Fortbildungsveranstaltungen nicht zentral abgehalten werden konnten, sondern dezentral organisiert werden mussten. Dadurch ergab sich ein geringerer Bedarf an Reisekosten f\u00fcr die einzelnen Sch\u00fclerfirmen. Diese Gelder wurden im Wesentlichen f\u00fcr die Nachbereitung des Projektes verwendet<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es wurde eine Homepage mit einer Website zum Projekt unter www.nasch21.de im Internet eingerichtet, auf der fortlaufend \u00fcber den Fortgang des Projektes berichtet wurde. Diese Seite soll f\u00fcr weitere zwei Jahre ohne Ver\u00e4nderungen im Netz abrufbar bleiben.<br \/>\nDort sind alle im Projekt erstellten Materialien (Businesspl\u00e4ne, Leitfaden zur Erstellung des Nachhaltigkeitsaudits, Fortbildungsmaterialien, Dokumentationen der Zentralveranstaltung sowie Informationen \u00fcber die einzelnen Sch\u00fclerfirmen) abrufbar. Au\u00dferdem kann das Material auf Wunsch beim RUZ Hollen auf CD-Rom angefordert werden.<br \/>\nEine Vielzahl von Zeitungsberichten erschienen \u00fcber die Arbeit der beteiligten Sch\u00fclerfirmen sowohl regional als auch \u00fcberregional. Auf einer Vielzahl von Fachvortr\u00e4gen wurde die Idee von nachhaltigen Sch\u00fclerfirmen bundesweit verbreitet. Im Laufe des Projektes wurde in der Sendung ZDF-Umwelt zweimal \u00fcber beteiligte Sch\u00fclerfirmen berichtet.<br \/>\nEs fand sowohl im ersten Projektjahr ein Symposium zum Thema nachhaltige Sch\u00fclerfirmen in Mainz als auch im zweiten Projektjahr eine Fachtagung mit allen beteiligten Sch\u00fclerfirmen und einem gro\u00dfen Fachpublikum in Osnabr\u00fcck in den R\u00e4umen der DBU statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat sich als sehr effektiv herausgestellt. Dies wurde besonders beim Abschlussplenum des Projektes von den Lehrkr\u00e4ften hervorgehoben. Die Unterst\u00fctzungsstrukturen, die durch das RUZ Hollen geschaffen worden sind, haben im Wesentlich sowohl dazu beigetragen, die beteiligten Sch\u00fclerfirmen in ihrer Arbeit voranzubringen als auch die Idee der nachhaltigen Sch\u00fclerfirma zu verbreiten. Das entwickelte Nachhaltigkeitsaudit wurde erstmals von Sch\u00fclerfirmen erfolgreich durchlaufen. Es hat sich her-ausgestellt, das die Existenz von Netzwerken zum Informations- und Erfahrungsaustausch f\u00fcr die betreuenden Lehrkr\u00e4fte und die Sch\u00fclerInnen von gro\u00dfer Bedeutung sind.<br \/>\nDie Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft stellt einen wichtigen Aspekt f\u00fcr die Zukunftsf\u00f6rderung der Jugendlichen dar. In Zukunft sollte dies weiter ausgebaut werden, um gerade f\u00fcr die auf dem Ausbildungsmarkt benachteiligten Sch\u00fclerInnen Zukunftsperspektiven bieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der Gesellschaft wird immer st\u00e4rker gefordert, \u00f6konomische Bildungsinhalte in die Lehrpl\u00e4ne aller Schulformen praxisorientiert zu integrieren. 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