{"id":21899,"date":"2023-07-13T15:20:46","date_gmt":"2023-07-13T13:20:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17871-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:48","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:48","slug":"17871-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17871-01\/","title":{"rendered":"Einsatz multimedialer Ausstellungselemente in der Dauerausstellung Die Geest &#8211; Umwelt im Wandel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die grundlegende Gliederung der Dauerausstellungen des Landesmuseums orientiert sich an den drei nat\u00fcrlichen Gro\u00dflandschaften Nordwestdeutschlands, dem Moor, der Geest und dem K\u00fcstengebiet. In der 2. Phase der Umgestaltung wird zurzeit der Landschaftswandel auf der Geest thematisiert, die als eine von Gletschern und ihrem Schmelzwasser geschaffene Altmor\u00e4nenlandschaft auf eine mehr als 200.000 Jahre alte Natur- und Kulturgeschichte zur\u00fcckblickt. Angesichts der begrenzten Ausstellungs-fl\u00e4che und der Vielzahl der anzusprechenden und abzuhandelnden Aspekte kommt der Multimediapr\u00e4sentation, die Ziel des Projektes ist, eine zentrale Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenKonzeption, Produktion und Installation der modernen Medien erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Firma TOUCHMEDIA in Oldenburg, der K\u00fcnstlergruppe PARAMETER und dem Landesmu-seum. An der Realisierung sind alle WissenschaftlerInnen beteiligt, wobei allerdings nach Zuwendung der Mittel einzelne Werkvertr\u00e4ge zu Spezialthemen vergeben werden sollen.<br \/>\nNachdem die in der Ausstellung durch anhand von Objekten und Installationen abzuhandelnden Themen bis Ende des Jahres 2000 festgelegt worden sind, wird in seit Februar 2001 in der ersten Projektphase (bis Jahresende) Material zusammengetragen, das als Grundlage f\u00fcr die Pr\u00e4sentation von ausschlie\u00dflich in den Medienstationen anzusprechenden Inhalten dienen soll. Innerhalb der Hauptthemen wird eine chronologische Abfolge erkennbar sein. H\u00e4ufig eingesetzte Komponenten sind kurze Texte mit Grafiken und Bildern, die allerdings mediengerecht vernetzt werden. Am Beispiel des Themas L\u00e4ndliches Leben im Nordwesten soll das b\u00e4uerliche Leben eines eisenzeitlichen Geh\u00f6ftes dem eines modernen landwirtschaftlichen Betriebes gegen\u00fcbergestellt werden. In diesem Beispiel wird auch auf ungel\u00f6ste Umweltprobleme hingewiesen.<br \/>\nDie Geh\u00e4use der Terminals sowie der dazugeh\u00f6rigen Stehhilfen sollen bis zum Herbst 2002 fertiggestellt werden. Sie werden in Material, Form und Farbigkeit einheitlich gestaltet, so dass sie dezent, aber gut wahrnehmbar sind.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Dauerausstellung Geest ist konzipiert mit zwei wissenschaftlichen Schwerpunkten. Naturkundliche und arch\u00e4ologisch historische Aspekte sollen in dieser Ausstellung geb\u00fcndelt und verzahnt wiedergegeben werden. Ein dritter und wesentlicher Aspekt spielt in der Konzeption dieser Ausstellung eine gro\u00dfe Rolle, n\u00e4mlich die Nutzung von k\u00fcnstlerisch \u00e4sthetischen Elementen, um die Besucher f\u00fcr dieses Thema zu interessieren.<br \/>\nWegen der unterschiedliche Themen, k\u00f6nnen die Informationen \u00fcber die Ver\u00e4nderung von Naturlandschaft zur Kulturlandschaft nicht allein durch Objekte und Beschriftung vermittelt werden. Deshalb spielt zum gro\u00dfen Teil in dieser Ausstellung die Inszenierung eine gro\u00dfe Rolle. Es musste auch zu Gunsten der Gesamtgestaltung auf bestimmte vertiefende Informationen in den Ausstellungseinheiten verzichtet werden. Daf\u00fcr sollten diese Informationen in den Multimedia-Stationen aufbereitet und pr\u00e4sentiert werden.<br \/>\nDie Erfahrung im Rahmen der Vorbereitung dieser Multimedia hat gezeigt, dass der von uns vorgesehene Arbeits- und Zeitaufwand der Realit\u00e4t entspricht und auch der Gesamtkalkulation.<br \/>\nIn verschiedenen Bereichen der Ausstellung wurden Umweltthemen aufgegriffen. Sowohl im historischen Bereich, als auch in der Behandlung von Gegenwartsthemen wie Umweltbeziehung zwischen Mensch und Natur. Derartige Informationen sind als Bestandteil der Ausstellung und damit das Ziel der Umgestaltung des Landesmuseums f\u00fcr Natur und Mensch, n\u00e4mlich die Wechselbeziehung zwischen Natur und Mensch zu visualisieren.<br \/>\nDiese Art der Umweltbildung ist mehr als was die gesetzlichen Aufgaben eines Museums erlauben. Durch die eingeschr\u00e4nkten Mittel und Kapazit\u00e4t kann diese Anforderung der Umweltbildung nicht immer erf\u00fcllt werden.<br \/>\nBei der Behandlung dieses Themas ist auch deutlich geworden, dass die \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnisse, insbesondere mit der Darstellung der Gegenwartprobleme bei der Umweltbelastung durch die Massentierhaltung in S\u00fcd-Oldenburg deutlich geworden<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen der Er\u00f6ffnung der Ausstellung Geest sind alle M\u00f6glichkeiten der \u00d6ffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Es wurde mehrfach in der Zeitung \u00fcber die Ausstellungsvorbereitung berichtet und es wurde auch in mehreren Fachzeitschriften Arch\u00e4ologie, naturkundliche Informationen insbesondere \u00fcber die Ausstellungskonzeption mit dem Schwerpunkt Wechselbeziehung Natur und Mensch ebenfalls berichtet. In der Begleitschrift der Ausstellung ist immer wieder auf die Umweltthemen und \u00fcber die ver\u00e4nderte Natur- und Kulturlandschaft und die Ergebnisse der arch\u00e4ologischen Forschung hingewiesen. F\u00fcr die Ausstellung ist ein Flyer herausgegeben, ein Begleitband mit den Ausstellungsthemen, ein gesondertes Kin-derheft mit dem Thema Geestlandschaft ebenfalls im Rahmen der Publikationen dieser Ausstellung ver\u00f6ffentlicht worden.<br \/>\nUnser Marketing-Konzept sieht vor, unterschiedliche Gruppen anzusprechen, die die Ausstellung besuchen bzw. in der Ausstellung Seminare halten k\u00f6nnen. Unabh\u00e4ngig von diesem \u00d6ffentlichkeitsbereich ist unser Museum daf\u00fcr bekannt, dass die Schulklassen die neuen Dauerausstellungen in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden besuchen und Unterrichtseinheiten erhalten. Insgesamt wurden in den letzten Monaten nach der Ausstellungser\u00f6ffnung \u00fcber 200 Schulklassen in der Geestausstellung gef\u00fchrt und anschlie\u00dfend handlungsorientierter Unterricht erteilt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als Res\u00fcmee \u00fcber die geleistete Arbeit bei der Umsetzung des zweiten Teils des Ausstellungskonzepts Natur und Mensch stellt man fest, dass derartige Ausstellungen mit den oben erw\u00e4hnten drei Schwerpunkten &#8211; Naturkunde, Kulturgeschichte, vermittelt durch die \u00e4sthetisch k\u00fcnstlerischen Anreize &#8211; gut bei der Bev\u00f6lkerung ankommen. Die Ausstellung wurde von vielen Museumsbesuchern als informativ und anschaulich bezeichnet. Somit hat sich unser Ansatz best\u00e4tigt. In den letzten Monaten wurde eine Be-sucherbefragung durchgef\u00fchrt, die sich zurzeit in der Auswertung befindet.<br \/>\nDie ersten Tendenzen zeigen, dass die Besucher mit der hier geleisteten Arbeit sehr zufrieden sind und insbesondere wie die Art und Weise der Multimedia-Informationen aufbereitet und pr\u00e4sentiert worden sind.<br \/>\nEs empfiehlt sich, in der n\u00e4chsten Phase der Umgestaltung, n\u00e4mlich die Ausstellung K\u00fcste und Marsch, die Multimedia als Erg\u00e4nzungsinformation weiter zu verwenden und somit eine gewisse Einheitlichkeit der Informationsvermittlung bei den drei Dauerausstellungen zu geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die grundlegende Gliederung der Dauerausstellungen des Landesmuseums orientiert sich an den drei nat\u00fcrlichen Gro\u00dflandschaften Nordwestdeutschlands, dem Moor, der Geest und dem K\u00fcstengebiet. In der 2. 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