{"id":21893,"date":"2024-11-27T10:36:18","date_gmt":"2024-11-27T09:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17864-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:21","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:21","slug":"17864-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17864-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung einer Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Umweltinformationszentrums f\u00fcr eine modellhafte Kleingartenanlage im Rahmen der Bundesgartenschau Potsdam 2001"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen der zur Bundesgartenschau 2001 fertiggestellten Modellkleingartenanlage wurden wesentliche innovative Ans\u00e4tze f\u00fcr die k\u00fcnftige Kleingartenentwicklung realisiert, die aus dem aktuellen Diskussionsprozess zur Zukunft des Kleingartenwesens abgeleitet wurden. Ziel des o.g. Vorhabens ist ausgehend von der Modellkleingartenanlage Kirschallee zu untersuchen, ob ein Informationszentrum zur Steuerung zukunftsorientierter Strategien der Entwicklung des Kleingartenwesens mit bundesweiter Bedeutung dient sowie die Erarbeitung eines Konzeptes zu Veranstaltungs-, Ausstellungs- sowie Beratungsangeboten in Abstimmung auf die Zielgruppenorientierung. Ebenso ist die Tragf\u00e4higkeit eines Umweltbildungs- und Beratungszentrums und dessen dauerhafter Betrieb im Zusammenhang mit der Kl\u00e4rung der Betreiberschaft zu untersuchen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAusgangspunkt der Analyse stellt der aktuelle Diskussionsprozess zur Entwicklung des Kleingartenwesens vor dem Hintergrund ver\u00e4nderter Tendenzen in der gesellschaftspolitischen Entwicklung und deren Auswirkungen in der Stadtentwicklung sowie im Kleingartenwesen an sich dar. In der Bedarfsanalyse werden die \u00f6rtlichen Gegebenheiten sowie die inhaltliche Ausrichtung des Informationszentrums ebenso ber\u00fccksichtigt wie die Bestimmung der Zielgruppen.<br \/>\nDas daraus entwickelte Realisierungskonzept umfasst &#8211; gest\u00fctzt auf einer parallel beauftragten Geb\u00e4udeplanung: &#8211; die Konzipierung eines internetgest\u00fctzten Informationssystems, &#8211; die Erarbeitung einer Freilicht- und Tafelausstellung, &#8211; die Ausarbeitung eines differenzierten, Veranstaltungskonzeptes f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen des Informationszentrums.<br \/>\nAus der Analyse leiten sich auch die Grundlagen zum Betrieb des Umweltinformationszentrums ab. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse wurden Kontakte mit potentiellen Betreibern hergestellt und erste Grundsatzgespr\u00e4che zur \u00dcbernahme der Betreiberschaft gef\u00fchrt. Eine Auswertung dieser Gespr\u00e4che ergab den Untersuchungsbedarf von verschiedenen Varianten, die sich hinsichtlich der Finanzierungsmodalit\u00e4ten und dem Projektbeginn unterscheiden. F\u00fcr die jeweiligen Varianten wurde ein Finanzierungsplan f\u00fcr die Initiierung des Zentrums sowie unter Einbeziehung einer Einnahmeprognose f\u00fcr den darr\u00fcberhinausgehenden dauerhaften Betrieb erstellt.<br \/>\nDie Ergebnisse wurden im Rahmen eines Workshops mit Fachexperten zum Thema Kleingartenwesen dargestellt und diskutiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Verbindung der modellhaften Kleingartenanlage an der Kirschallee mit einem Informationszentrum hat sich als tragf\u00e4higer Ansatz erwiesen, um dem Kleingartenwesen neue Impulse zu geben. Wesentlich f\u00fcr die Modernisierung des Kleingartenwesens ist die Gewinnung und Einbeziehung neuer Nutzergruppen und Nutzungsformen. Das Informationszentrum schafft ideale Voraussetzungen f\u00fcr die \u00d6ffnung des Kleingartenwesens f\u00fcr aktuelle, gesellschaftlich relevante Prozesse und die Einbindung von Kleingartenanlagen in den \u00f6ffentlichen Stadtraum und das st\u00e4dtische Leben. Hier verzahnt sich das Kleingartenwesen mit der kommunalen Planung, der nachhaltigen und \u00f6kologischen Stadtentwicklung, der Umwelterziehung und dem Umweltschutz und dem Ansatz der Lokalen Agenda 21. Das Informationszentrum kann in diesem \u00fcbergeordneten Kontext die Entwicklung zukunftsorientierter Strategien f\u00fcr das Kleingartenwe-sen initiieren.<br \/>\nIn der Machbarkeitsstudie werden unterschiedliche Bausteine aufgezeigt, um mit dem Informationszentrum eine \u00fcbergeordnete, bundesweite Bedeutung zu erlangen und um eine finanziell tragf\u00e4hige Betreiberschaft zu sichern. F\u00fcr die Institutionalisierung des Informationszentrums ist die Bereitstellung eines Begegnungsortes und eine umfassende \u00d6ffentlichkeitsarbeit in Form eines Ausstellungs- und Veranstaltungskonzeptes erforderlich. Das Ausstellungskonzept setzt sich aus vier Modulen zusammen: die Internet-, Freilicht- und Tafelausstellung sowie die Anlage von Musterg\u00e4rten. Der Internetauftritt dient der Selbstdarstellung und schafft das Forum bundesweit ein Netz aufzubauen, in dem Informationen und Anregungen \u00fcber neue und zukunftsweisende Ans\u00e4tze ausgetauscht werden. F\u00fcr die \u00f6rtliche Tafelausstel-lung wurde eine Pr\u00e4sentation mit den Themen Umweltschutz, nachhaltige Stadtentwicklung, die Zukunft des Kleingartenwesens und Ziele des Umweltinformationszentrums konzipiert, die durch unterschiedliche Themenkomplexe zu erweitern ist. Grundlage der Freilichtausstellung ist die Modellkleingarten an der Kirschallee selbst. Beschildert werden die wesentlichen Gestaltelemente u.a. die Streuobstwiesen und Feldgeh\u00f6lzstreifen. Themenbezogene Modellg\u00e4rten komplettieren diesen Ausstellungsteil.<br \/>\nDas Veranstaltungskonzept st\u00fctzt sich auf zwei wesentliche Themenkomplexe: Umwelt- und Verbraucherschutz mit dem Schwerpunkt umweltorientiertes Handeln im Kleingarten und die Zukunft des Kleingartenwesens als Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Der erste Themenkomplex &#8211; \u00f6kologische Anbaumethoden, standortgerechte Pflanzenverwendung, umweltvertr\u00e4gliche Bewirtschaftung &#8211; hat einen praxisorientierten Schwerpunkt, der insbesondere Kleing\u00e4rtner und Hausgartennutzer anspricht. Der zweite Themenkomplex spricht neben den beruflichen und ehrenamtlichen Akteuren insbesondere Experten unterschiedlicher Fachrichtungen an. Schwerpunkt ist die Durchf\u00fchrung von Fachseminaren, Workshops und Veranstaltungsreihen. Weitere Aufgaben des Umweltinformationszentrums sind die wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung des Projektes der Modellkleingartenanlage einschlie\u00dflich \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Beratung und Einbindung der Parzellennutzer.<br \/>\nAls Betreiber- und Tr\u00e4germodell wurde die Gr\u00fcndung eines gemeinn\u00fctzigen Vereins pr\u00e4feriert, der durch Institutionen wie den Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz e.V., Kreis Potsdam-Mittelmark und den Bundesverband der Deutschen Gartenfreunde getragen werden k\u00f6nnte. Eine Reihe von Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz und -erziehung k\u00f6nnen zudem als Kooperationspartner gewonnen werden. Das Kosten- und Finanzierungskonzept wurde in zwei Stufen, f\u00fcr die Anlaufphase und den dauerhaften Betrieb, unter Ber\u00fccksichtigung der technischen und personellen Ausstattung aufgezeigt. Der Kostenansatz von 1,565 TDM f\u00fcr die dauerhafte Betreibung kann nur im begrenzten Umfang aus Einnahmen aus Veranstaltungen gedeckt werden. Neben den Eigenanteilen durch die Betreiber sind F\u00f6rdermittel, Sponsorengelder einzuwerben.<br \/>\nF\u00fcr das Umweltinformationszentrum liegt eine Entwurfs- und Ausf\u00fchrungsplanung sowie eine Baugenehmigung der Stadt Potsdam vor. Das Geb\u00e4udekonzept ber\u00fccksichtigt das Raumprogramm, das f\u00fcr die Betreibung des Umweltinformationszentrums erforderlich ist. Das geplante Geb\u00e4ude weist einen flexibel nutzbaren und unterteilbaren Mehrzwecksaal f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen und die Pr\u00e4sentation von Ausstellungen sowie weitere Arbeitsr\u00e4ume, Lagerfl\u00e4chen, K\u00fcche und sanit\u00e4re Einrichtungen auf. Zudem ist das Geb\u00e4ude beispielhaft f\u00fcr eine \u00f6kologische Bauweise und ressourcenschonende Bewirtschaftung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Konzept des Umweltinformationszentrums wurde der Stadt Potsdam, dem BUND und den Kleingartenverb\u00e4nden (des Bundes, des Landes Brandenburg und Berlins und der Stadt Potsdam) vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Umweltinformationszentrum ist bei den beteiligten Institutionen und Verb\u00e4nden auf breite Resonanz gesto\u00dfen und wird als innovativer Ansatz zur Reformierung des Kleingartenwesens unterst\u00fctzt. Der BUND und die Gartenverb\u00e4nde sind jedoch zur Zeit nicht in der Lage, die finanziellen Eigenmittel f\u00fcr die Betreibung aufzubringen. Die in der Machbarkeitsstudie aufgezeigten Ans\u00e4tze und das Geb\u00e4udekonzept sind jedoch f\u00fcr die Stadt Potsdam weiterhin die Grundlage, f\u00fcr die Umsetzung des Informationszentrums weitere Betreiber zu suchen und finanzielle Mittel zu akquirieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen der zur Bundesgartenschau 2001 fertiggestellten Modellkleingartenanlage wurden wesentliche innovative Ans\u00e4tze f\u00fcr die k\u00fcnftige Kleingartenentwicklung realisiert, die aus dem aktuellen Diskussionsprozess zur Zukunft des Kleingartenwesens abgeleitet wurden. Ziel des o.g. Vorhabens ist ausgehend von der Modellkleingartenanlage Kirschallee zu untersuchen, ob ein Informationszentrum zur Steuerung zukunftsorientierter Strategien der Entwicklung des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[59,2423],"class_list":["post-21893","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-brandenburg","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"17864\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-17864.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"44.738,04","dbu_projektdatenbank_firma":"Landeshauptstadt Potsdam","dbu_projektdatenbank_strasse":"Friedrich-Ebert-Str. 79\/81","dbu_projektdatenbank_plz_str":"14469","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Potsdam","dbu_projektdatenbank_p_von":"2000-10-13 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2002-05-15 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 7 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0331\/289-6700","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Brandenburg","dbu_projektdatenbank_foerderber":"55","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21893","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21893\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34896,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21893\/revisions\/34896"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21893"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21893"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21893"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}