{"id":21828,"date":"2023-07-13T15:14:14","date_gmt":"2023-07-13T13:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10783-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:16","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:16","slug":"10783-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10783-01\/","title":{"rendered":"Photovoltaikanlage an der Realschule Westerkappeln\nF\u00f6rderung im Rahmen des Programms: Einsatz regenerativer Technik f\u00fcr Bildungszwecke an Schulen und au\u00dferschulischen Bildungseinrichtungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anfang 2000 wurde die Projektwoche Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik  geplant. In diesem Rahmen besuchte die Realschule die EXPO-Weltausstellung in Hannover. (16.8.2000) Der Themenbereich Regenerative Energien gewann f\u00fcr das Projekt zentrale Bedeutung. Eine PV-Anlage (1,1KwP) wurde geplant und sollte f\u00fcr alle Sch\u00fcler\/innen sichtbar machen, wie Strom aus Sonnenlicht entsteht. Im Eingangsbereich der Schule sollte ein Display die Leistungen der installierten Anlage dauerhaft sichtbar machen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Planung einer PV-Anlage f\u00fcr unsere Schule wurde von umweltbewussten Eltern und Lehrern angeregt. In den Sitzungen der Mitwirkungsgremien stellte als ein ehemaliger Sch\u00fclers ( Dipl.-Ing Carsten Hollmann), vor, wie eine PV-Anlage arbeitet. Als alternative Form zu den herk\u00f6mmlichen Energien sollte die neue Anlage beispielhaft bewusst machen, wie diese Energiegewinnungsform an Bedeutung in der Zukunft gewinnen wird. Wir entschieden uns f\u00fcr die Anschaffung einer Anlage der Firma Phoenix.<br \/>\nDer Schultr\u00e4ger sicherte durch Antr\u00e4ge ( Landesinstitut f\u00fcr Bauwesen NRW &#8211; Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft) und durch die Vorfinanzierung der Elektroinstallation die Durchf\u00fchrung des Projektes. Nach Eingang der ersten Bewilligungsbescheide wurde mithilfe einiger Eltern und der Technikkurse unserer Schule im August 2000 die Anlage montiert. Die technischen Installationen (Verkabelung, Z\u00e4hlereinrichtung u.a.) wurden durch Fachbetriebe ausgef\u00fchrt. Im Unterricht wurden die Funktionsmodelle erstellt und zur Demonstration einbezogen. Gem\u00e4\u00df dem Projekt Sonne in der Schule werden nun die Daten erfasst, regelm\u00e4\u00dfig dargestellt und mit dem PC-Programm Sunny-Data verwaltet. Durch das Display ist jederzeit f\u00fcr alle am Schulleben beteiligten Personen sichtbar, wie eine Form alternativer Energiegewinnung funktioniert und f\u00fcr die Zukunft Bedeutung haben kann. Um die Errichtung der Anlage abzusichern, wurden Sponsoren angesprochen. Im Finanzierungsplan ist zu ersehen, dass rund 10.000 DM durch Spenden zusammenkamen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Konzept der modularen PV-Systemtechnik f\u00fchrt zu einer r\u00e4umlich verteilten Anordnung der Ger\u00e4te unserer PV-Anlage. Die auf das Dach montierten Module sind in gro\u00dfer H\u00f6he an einem total verschattungsfreien Platz angebracht und nur bei besonderer Aufmerksamkeit zu bemerken. Das zentrale Element ist das Gro\u00dfdisplay im Eingangsbereich der Schule, auf dem drei unterschiedliche Werte registriert werden: Gesamtleistung, Tagesleistung und gegenw\u00e4rtige jeweilige Einspeisung sind jederzeit ablesbar. Eine einfache und schnelle Funktions\u00fcberpr\u00fcfung durch die \u00dcberwachung des Status und der Messwerte jedes einzelnen Ger\u00e4tes erfolgt zentral mit einem PC \u00fcber das Programm Sunny Data. Die Signal\u00fcbertragung zwischen PC und den Ger\u00e4ten erfolgt einfach \u00fcber eine vorhandene Netzleitung. Die kontinuierliche Erfassung der Betriebsdaten aller angeschlossenen Ger\u00e4te (Sunny Boy und Sunny Boy Control) geschieht durch den Schulrechner in der Verwaltung. Die Messdaten werden regelm\u00e4\u00dfig registriert und dem Fraunhofer Institut auf Datenbl\u00e4ttern mitgeteilt.<br \/>\nF\u00fcr den Unterricht lassen sich die Ergebnisse auch in Tabellen grafisch darstellen. Die bis jetzt ermittelten Werte (ca. 200 KW) zeigen die Abh\u00e4ngigkeit von der Jahreszeit. F\u00fcr Sch\u00fcler bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass selbst auch an kalten, doch sonnenreichen Wintertagen ein Ergebnis von maximal 4 KW vorkommen kann. Der noch zu erwartende Jahresdurchschnittswert (Sch\u00e4tzung bei 800 KW) hat auch zu einer \u00f6konomischen Berechnung gef\u00fchrt. Bei einer Verg\u00fctung laut Einspeisegesetz von 0,99 DM pro KW l\u00e4sst sich auch f\u00fcr eine neue Anlage berechnen, wie lange die Amortisation dauern w\u00fcrde. Grunds\u00e4tzlich hat sich in der Sch\u00fclerschaft die Kenntnis der bisher noch wenig beachteten Form der Energiegewinnung verbreitet. Bekannt ist, dass die Sonne keine Rechnung schickt. In der Oberstufe (Klassen 8 &#8211; 10) ist die Existenz der Anlage ein guter Anlass, immer wieder auf den verantwortlichen Umgang mit zukunftsorientierten M\u00f6glichkeiten von Energiegewinnung einzugehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Anlage wurde am 22.9.2000 zum Abschluss der Projektwoche im Beisein der Sponsoren feierlich eingeweiht. Der Energieberater der Stadtwerke OS (Herr Kreke) hielt ein Referat \u00fcber die Bedeutung von PV-Anlagen. Auf dem Display sind die Namen der Sponsoren und auch das Signet der Umweltstiftung gut sichtbar angebracht. In den Zeitungen wurde mehrfach \u00fcber die PV-Anlage berichtet. Inzwischen gibt es im Agenda-Arbeitskreis eine Initiative, Westerkappeln zum Solardorf zu entwickeln.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die dem Projekt zugrunde liegende Idee, eine neue Form von Energiegewinnung durch eine schuleigene PV-Anlage der Sch\u00fclerschaft anschaulich erfahrbar zu machen, hat sich als Erfolg erwiesen. Unabh\u00e4ngig vom wirtschaftlichen Aspekt der Einspeiseverg\u00fctung k\u00f6nnen nun mehrere Fachbereiche das Thema der Regenerativen Energien konkret in den  Unterricht einbeziehen und es gem\u00e4\u00df der Leitidee unseres Schulprogramms Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung als wichtigen Baustein der Zukunftsgestaltung begreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anfang 2000 wurde die Projektwoche Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik geplant. In diesem Rahmen besuchte die Realschule die EXPO-Weltausstellung in Hannover. (16.8.2000) Der Themenbereich Regenerative Energien gewann f\u00fcr das Projekt zentrale Bedeutung. Eine PV-Anlage (1,1KwP) wurde geplant und sollte f\u00fcr alle Sch\u00fcler\/innen sichtbar machen, wie Strom aus Sonnenlicht entsteht. 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