{"id":21793,"date":"2023-07-13T15:20:40","date_gmt":"2023-07-13T13:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17620-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:41","slug":"17620-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17620-01\/","title":{"rendered":"Vorstudie &#8211; Interdisziplin\u00e4re Forschung zum K\u00fcstenzonenmanagement: Tourismus, Naturschutz und  Baggergutverklappung in der K\u00fcstenregion Warnem\u00fcnde-K\u00fchlungsborn"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anhaltende Probleme, Interessenkonflikte, gegenl\u00e4ufige und \u00fcberlagernde Nutzungen sowie Unf\u00e4lle zeigen, dass integriertes Management eine der zentralen Herausforderungen und Notwendigkeiten f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung unserer K\u00fcsten darstellt. Trotz dieser Erkenntnis sind Strukturen, Methoden und Konzepte hierf\u00fcr in Deutschland nur wenig entwickelt. Die Vorstudie soll exemplarisch f\u00fcr den Untersuchungsraum Warnem\u00fcnde- K\u00fchlungsborn die Konflikte zwischen Tourismus, Naturschutz bzw. Baggergutverklappung und anderen Nutzungen dokumentieren und quantifizieren, Nutzer und Entscheidungstr\u00e4ger benennen und zusammenf\u00fchren sowie M\u00f6glichkeiten zur L\u00f6sung der Nutzungskonflikte anbieten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wird die bestehende \u00dcbersicht zu den Nutzungen im Untersuchungsraum konkretisiert und quantifiziert. Bestehende Informationen und Daten werden zu diesem Zweck aufbereitet. Um eventuelle Kompetenz\u00fcberschneidungen, Kompetenzkonflikte oder Kompetenzl\u00fccken aufzudecken, sollen parallel dazu die jeweils verantwortlichen Instanzen und ihre Zusammenarbeit betrachtet werden. Die Ergebnisse werden tabellarisch in Form von Matrizen dargestellt.<br \/>\nIm folgenden Untersuchungsschritt werden die Hauptprobleme gemeinsam mit den betroffenen Akteuren, Nutzern und Entscheidungstr\u00e4gern identifiziert. Zentrale Problemfelder werden durch erg\u00e4nzende Studien vertieft und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge unterbreitet, die sich sowohl auf die inhaltliche als auch auf die administrative Seite beziehen. M\u00f6gliche materielle Konfliktl\u00f6sungen sind beispielsweise Zonierung, Auflagen bei der Vorhabensdurchf\u00fchrung oder Ausgleich f\u00fcr die Beeintr\u00e4chtigung. Mit einem einfachen Optimierungsmodell wird ein Abw\u00e4gen zwischen den einzelnen Nutzungsoptionen vorgenommen. Fernziel sind die Etablierung eines permanenten, selbsttragenden Forums zum K\u00fcstenzonenmanagement sowie und die Erarbeitung klarer, von einer breiten Basis getragener Vorstellungen f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung dieser K\u00fcstenregion. Der Forschungsbedarf f\u00fcr die Hauptphase leitet sich diesen Resultaten, An-forderungen und Erfahrungen ab.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Projektes stand das Aufzeigen von Perspektiven f\u00fcr eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung in der K\u00fcstenregion Warnem\u00fcnde-K\u00fchlungsborn sowie die Ausarbeitung von konkreten L\u00f6sungskonzepten unter Beteiligung aller Entscheidungstr\u00e4ger und Nutzer, welches durch das Verflechten von juristischen, sozio\u00f6konomischen und naturwissenschaftlichen Grundvoraussetzun-gen und Untersuchungen gew\u00e4hrleistet werden sollte, sowie das Definieren von allgemeinen wie auch konkreten Zielen des IKZM speziell f\u00fcr diese K\u00fcstenregion.<br \/>\nAufgrund ihrer Aktualit\u00e4t und Medienpr\u00e4senz in der Untersuchungsregion wurden die drei Schwerpunktthemen Strandmanagement, Sportbooth\u00e4fen und Baggergutverklappung ausgew\u00e4hlt, die im weiteren Verlauf der Vorstudie intensiv bearbeitet wurden. So sollten genauer die Konflikte zwischen Naturschutz, Baggergutverklappung, Strandmanagement, Sportbooth\u00e4fen und anderen Nutzungen dokumentiert und quantifiziert, Nutzer und Entscheidungstr\u00e4ger benannt und zusammengef\u00fchrt sowie M\u00f6glichkeiten zur L\u00f6sung der Nutzungskonflikte angeboten werden.<br \/>\nBesonderes Anliegen war es, anhand der gew\u00e4hlten Beispiele die Akteure und Interessenten eines regionalen K\u00fcstenzonenmanagements von der praktischen Notwendigkeit und dem wirtschaftlichen Nutzen eines integrierten Planens und Handelns zu \u00fcberzeugen und modellhaft Perspektiven f\u00fcr ein langfristiges Management insbesondere der K\u00fcstengew\u00e4sser aufzuzeigen. Ferner sollte die Vorstudie die not-wendigen Grundlagen f\u00fcr die Fortf\u00fchrung des Projekts in einer Hauptstudie schaffen.<br \/>\nBei den diversen Gespr\u00e4che mit Akteuren und Entscheidungstr\u00e4gern wie dem Staatlichen Amt f\u00fcr Umwelt und Natur, dem Landesamt f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Geologie und vielen anderen haben sich insbesondere zwei Einsichten herauskristallisiert.<br \/>\nZum einen wurde f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme, die innerhalb eines IKZM angesprochen werden, ein Informationsdefizit festgestellt, welches zun\u00e4chst einmal behoben werden musste, indem man die fehlen-den entscheidungserheblichen Informationen zusammentr\u00e4gt und sie in einem aufbereiteten Zustand  sowohl den Verantwortlichen als auch der breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich macht. Daraufhin entschloss sich das Projektteam zur Entwicklung einer IKZM-Internetseite (http:\/\/www.io-warnemuende.de\/ikzm), die als Informations- und Kontaktsystem dient. Weiterhin wurde zum Abbau des Informationsdefizits der erste deutschsprachige Newsletter\u0082 IKZM-Aktuell ins Leben gerufen, der eine aktive Informationsverbreitung per Email erm\u00f6glicht. Schlie\u00dflich wurde eine intensive Zusammenarbeit mit Agenda-B\u00fcros aufgenommen, um Zugang zu den bestehenden Agenda-Strukturen zu erhalten, in die bereits Entscheidungstr\u00e4ger, Akteure und Bev\u00f6lkerung eingebunden sind.<br \/>\nZum anderen wurde vielfach eine neutrale Moderation der je nach Problematik entstehenden Themenforen bzw. Arbeitskreise durch wissenschaftliche Projektteams gew\u00fcnscht. Um aber eine Stabilit\u00e4t \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zu gew\u00e4hrleisten, sollten diese beiden Aufgaben &#8211; Informationsverbreitung und Moderation &#8211; allerdings von einer dauerhaften Einrichtung ausge\u00fcbt werden. Eine Beispiel f\u00fcr eine solche Tr\u00e4gerschaft stellt der vor Kurzem gegr\u00fcndete gemeinn\u00fctzige Verein EUCC &#8211; Die K\u00fcsten Union Deutschland dar, der die F\u00f6rderung des Integrierten K\u00fcstenzonenmanagement in Deutschland zum Ziel hat und bei dem eine Reihe von wissenschaftlichen Experten auf diesem Gebiet Mitglied sind.<br \/>\nEin wissenschaftliches Projekt in einem IKZM-Prozess kann folglich vor allem unterst\u00fctzende und moderierende Aufgaben \u00fcbernehmen sowie die relevanten Informationen und das notwendige Wissen vermitteln. Vor allem auf letzterem Gebiet ist noch erheblich viel Arbeit zu leisten, um die Umsetzung \u0082..eines \u00f6kologisch nachhaltigen, wirtschaftlich ausgewogenen, sozial vertr\u00e4glichen und behutsam auf schutzw\u00fcrdige kulturelle Belange achtenden K\u00fcstenzonenmanagements&#8230;, wie es von der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft gefordert wird, zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse wurden unter der vorl\u00e4ufigen Seite http:\/\/www.io-warnemuende.de\/ikzm ver\u00f6ffentlicht. Des weiteren wurden allgemeine Informationen im deutschsprachigen Newsletter \u0082IKZM-Aktuell ver\u00f6ffentlicht. \u00dcber das Projekt wurde auch in einem Artikel der Ausgabe 3\/2002 von Coastline informiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch Gespr\u00e4che mit Nutzern und Entscheidungstr\u00e4gern wurden die zu bearbeitenden Schwerpunktthemen neu definiert. Sportbooth\u00e4fen, Strandmanagement, Baggergutverklappung. Als Problemfelder f\u00fcr ein IKZM erwiesen sich die gro\u00dfe Anzahl Beteiligter sowie ein Informationsdefizit. F\u00fcr weitere IKZM-Aktivit\u00e4ten durch Projekte ergaben sich hieraus eine Moderation von IKZM-Prozessen, sowie die Ver\u00f6ffentlichung und Vermittlung von relevanten Informationen, was jedoch u.a. best\u00e4ndige Strukturen erfordert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anhaltende Probleme, Interessenkonflikte, gegenl\u00e4ufige und \u00fcberlagernde Nutzungen sowie Unf\u00e4lle zeigen, dass integriertes Management eine der zentralen Herausforderungen und Notwendigkeiten f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung unserer K\u00fcsten darstellt. Trotz dieser Erkenntnis sind Strukturen, Methoden und Konzepte hierf\u00fcr in Deutschland nur wenig entwickelt. 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