{"id":21770,"date":"2023-07-13T15:20:37","date_gmt":"2023-07-13T13:20:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17555-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:39","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:39","slug":"17555-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17555-01\/","title":{"rendered":"Konzeption eines litauischen Kompetenzzentrums zum Wissenstransfer: Erneuerbare Energien und Umwelt-\/Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aus Anlass des bevorstehenden Beitritts Litauens zur Europ\u00e4ischen Union und der damit verbundenen Notwendigkeit, das bestehende Kraftwerk Ignalina innerhalb von 10 Jahren abzuschalten, besteht die Notwendigkeit, eine umweltfreundliche Substitution dieser Energiequelle zu realisieren. Dies soll unter anderem durch den forcierten Einsatz erneuerbarer Energien erfolgen. Aufgrund des EU-Beitritts wird auch eine Umstrukturierung der Landwirtschaft Litauens notwendig, da Teile der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen f\u00fcr den Anbau von Nahrungsmitteln stillzulegen sind. Zum Ausgleich der wegfallenden Nahrungs-mittelproduktion im Agrarsektor ist deshalb vorgesehen, die freiwerdenden Anbaufl\u00e4chen zur Produktion von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energietr\u00e4gern zu nutzen. Zur Initiierung und Unterst\u00fctzung dieses Substitutionsprozesses wird in diesem Projekt die Konzeption f\u00fcr ein Kompetenzzentrum f\u00fcr den Wissenstransfer und die Beratung zum umweltfreundlichen Einsatz erneuerbarer Energien erarbeitet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Entwicklung der Konzeption f\u00fcr ein Kompetenzzentrum zum Wissenstransfer des umwelt- und klimafreundlichen Einsatzes von erneuerbaren Energietr\u00e4gern besteht aus folgenden \u00fcbergeordneten Baustei-nen:<br \/>\n&#8211;\tProjektbegleitende Seminare und Workshops,<br \/>\n&#8211;\tAufbau einer Beratungsstelle f\u00fcr rationelle Energienutzung, erneuerbare Energien und Umweltschutz,<br \/>\n&#8211;\tVermittlung von Kooperationsvorhaben im Energie- und Umweltbereich.<br \/>\n1.\tProjektbegleitende Seminare und Workshops<br \/>\nHiermit werden folgende Zielstellungen verfolgt:<br \/>\n&#8211;\tfr\u00fchzeitige Ansprache und Gewinnung von litauischen Experten,<br \/>\n&#8211;\tSicherstellung der fachlichen Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten,<br \/>\n&#8211;\tVerbreiterung der fachlichen Basis in den Bereichen erneuerbare Energien, effiziente Energienutzung, Umwelt- und Klimaschutz,<br \/>\n&#8211;\tSensibilisierung wichtiger Akteursgruppen der litauischen Gesellschaft.<br \/>\nZur Umsetzung dieser Ziele werden folgende Aktivit\u00e4ten entwickelt:<br \/>\n&#8211;\tAuftaktworkshop in Litauen zur Entwicklung politischer Zielsetzungen, Erfassung aktueller Aktivit\u00e4ten und zur Kn\u00fcpfung eines Netzwerkes von Akteuren und Multiplikatoren in Litauen und Deutschland.<br \/>\n&#8211;\tDeutschland-Seminar als Studienreise litauischer Vertreter zu beispielhaft umgesetzten Pilotprojekten in Deutschland in Bezug auf den Einsatz erneuerbarer Energien. Schwerpunkte dieser Kombination aus Besichtigungs- und Seminarprogramm ist die Pr\u00e4sentation von Umsetzungsbeispielen f\u00fcr Energieeinsparungen, Nutzung industrieller Abw\u00e4rme, Einsatz erneuerbarer Energietr\u00e4ger und Initiierung von Kontaktaufnahmen zwischen den litauischen Teilnehmern und relevanten deutschen Institutionen und potentiellen Kooperationspartnern. Nach dem Deutschland-Seminar werden interessierte und kompetente litauische Partner f\u00fcr die weitere Ausgestaltung des Kompetenzzentrums herange-zogen und in die Vorbereitung der vertiefenden Workshops eingebunden.<br \/>\n&#8211;\tVertiefende Workshops werden nach den beiden vorbereitenden Seminaren durch die Projektpartner konzeptionell entwickelt und organisatorisch bereits durch die litauischen Partner vorbereitet und durchgef\u00fchrt. Die Workshop-Programme werden aufgrund der Erfahrungen aus den Auftaktveranstaltungen erarbeitet. Ziel dieses Arbeitsschrittes ist es, die Teilnehmer schrittweise in die Durchf\u00fchrung weiterer Veranstaltungen einzubinden und eine permanente Fortbildungsreihe im Themenbereich der erneuerbaren Energien und des Umwelt-\/Klimaschutzes unter dem Dach eines Kompetenz-zentrums zu verankern.<br \/>\n2.\tAufbau einer Beratungsstelle f\u00fcr erneuerbare Energien und Umwelt<br \/>\nDiese Beratungsstelle wird als zentraler Anlaufpunkt f\u00fcr die bedarfs- und marktorientierte Beratung interessierter Verbraucher und der angesprochenen Zielgruppe auf den Verwaltungsbereich der Energiewirtschaft, der Landwirtschaft, der Universit\u00e4ten und sonstiger relevanter Lehranstalten sowie allen Verbrauchsbereichen konzipiert. Es wird eine Tr\u00e4gerorganisation entwickelt, die fachlich, organisatorisch und finanziell in der Lage ist, solche Beratungsaufgaben dauerhaft zu erf\u00fcllen.<br \/>\n3.\tVermittlung von deutsch-litauischen Kooperationsvorhaben im Energie- und Umweltbereich<br \/>\nAufbauend auf den Ergebnissen aus den vorangegangenen beiden Bausteinen werden Kooperationen im Bereich Umwelt und Energie zwischen relevanten deutschen und litauischen Institutionen, Verb\u00e4nden und Unternehmen vermittelt. Als Instrument hierzu dienen Kooperationsb\u00f6rsen und die Vermittlung bilateraler Kontakte.<br \/>\nDas Kompetenzzentrum soll nach Abschluss des Gesamtprojektes die Aufgaben eines Weiterbildungs- und Beratungszentrums, eines Technik- und Innovationsparks sowie eines Technologie- und Gr\u00fcnderzentrums geb\u00fcndelt wahrnehmen und koordinieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>&#8211;\tDurchf\u00fchrung von insgesamt f\u00fcnf Workshops in Litauen zu den Themenbereichen Rationelle Energieverwendung und Erneuerbare Energien sowie Realisierung eines siebent\u00e4gigen Deutschland-Seminars.<br \/>\n&#8211;\tEinbindung der erarbeiteten Konzeption des Kompetenzzentrums in die Regionale Energieagentur Kaunas (KREA), die durch die Tr\u00e4gerinstitutionen Litauisches Energieinstitut, Stadt Kaunas, Fernw\u00e4rmeversorgung Kaunas und Technische Universit\u00e4t Kaunas unter dem Einfluss des gef\u00f6rderten Projektes im Juni 2003 gegr\u00fcndet wurde.<br \/>\n&#8211;\tEinbeziehung der Regionalen Energieagentur Kaunas in das Netzwerk International Dialogue Centre for Environment and Development (IDCED) als direkte Folge des gef\u00f6rderten Projektes.<br \/>\n&#8211;\tVermittlung von Kooperationskontakten zwischen deutschen Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien und litauischen Kooperationspartnern.<br \/>\n&#8211;\tErarbeitung einer Lehrbuchreihe zum Einsatz Erneuerbarer Energien als Eigenleistung der litauischen Kooperationspartner.<br \/>\n&#8211;\tEinsatz der Lehrb\u00fccher in einer schon bestehenden Vorlesung Erneuerbare Energiequellen in der Technischen Universit\u00e4t Kaunas.<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung eines neuen Ausbildungsganges Technologien zum Einsatz erneuerbarer Energien an der Berufsfachschule Alanta mit Einsatz des erarbeiteten Lehrmaterials als unmittelbares Ergebnis des gef\u00f6rderten Projektes.<br \/>\n&#8211;\tEinsatz des erarbeiteten Lehrmaterials f\u00fcr Fortbildungsveranstaltungen der Zielgruppen Kommunalverwaltung, Landwirtschaft, Handwerk und sonstige Interessierte an der Berufsfachschule Alanta.<br \/>\nDie durchgef\u00fchrten Workshops waren insgesamt erheblich besser besucht als urspr\u00fcnglich veranschlagt. Niedrigste Besucherzahlen waren (abgesehen vom Organisationsworkshop) 70 Teilnehmer; die maximale Teilnehmerzahl beim zweit\u00e4gigen Abschlussworkshop betrug 130 Personen.<br \/>\nBei der organisatorischen Umsetzung der Konzeption durch die Regionale Energieagentur Kaunas sind allerdings noch Schwachpunkte auszumachen. Es fehlen Vorbilder f\u00fcr die Umsetzung einer entsprechenden Organisation. Es wird deshalb vorgeschlagen, einen deutschen Experten f\u00fcr ca. ein Jahr als Coaching-Partner an die Energieagentur zu entsenden.<br \/>\nErfreulich hingegen gestaltet sich die Einbindung der erarbeiteten Unterrichtsmaterialien in die schulische und auch universit\u00e4re Ausbildung in Alanta und Kaunas.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Antragsteller hat unter dem Titel Strategische Ans\u00e4tze f\u00fcr umsetzungsorientierte Kooperationsprojekte zur Erh\u00f6hung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energietr\u00e4ger in Mittel-\/Osteuropa mit dem gef\u00f6rderten Projekt als Beispiel verschiedene Vortr\u00e4ge gehalten (u. a. auf der Gr\u00fcndungsveranstaltung des IDCED am 21.10.2003).<br \/>\nIm Juli 2004 wird die Regionale Energieagentur Kaunas ihren Internet-Auftritt vorbereiten, der auch die Ergebnisse dieses Projektes und die Vorstellung der Konzeption des Kompetenzzentrums enthalten wird. Die lokale Presse hat insbesondere \u00fcber die Abschlussveranstaltung am 27.\/28.11.2003 ausf\u00fchrlich und positiv berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die gute Aufnahme und das gro\u00dfe Interesse das den Veranstaltungen im Rahmen des gef\u00f6rderten Projektes entgegengebracht wurde, sollten dazu ermutigen, \u00e4hnliche Vorhaben auch bei weiteren interessierten MOE-L\u00e4ndern zu realisieren und zu f\u00f6rdern. Insbesondere die Studienreisen von Experten aus MOE-L\u00e4ndern f\u00f6rdern das Interesse und die Bereitschaft, sich mit deutschen Technologien und Verfahren in den Sektoren Energieeffizienz, Erneuerbaren Energien und Umwelt-\/Klimaschutz zu identifizieren im weit h\u00f6heren Ma\u00dfe als dies bei einzelnen Investitionshilfen der Fall ist. Mit weniger Mitteleinsatz kann erheblich mehr erreicht werden im Hinblick auf die Kooperation mit deutschen Partnern als bei F\u00f6rderung von Einzelinvestitionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aus Anlass des bevorstehenden Beitritts Litauens zur Europ\u00e4ischen Union und der damit verbundenen Notwendigkeit, das bestehende Kraftwerk Ignalina innerhalb von 10 Jahren abzuschalten, besteht die Notwendigkeit, eine umweltfreundliche Substitution dieser Energiequelle zu realisieren. Dies soll unter anderem durch den forcierten Einsatz erneuerbarer Energien erfolgen. 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