{"id":21746,"date":"2023-07-13T15:20:37","date_gmt":"2023-07-13T13:20:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17490-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:37","slug":"17490-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17490-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer neuartigen L\u00f6se- und Dosierstation f\u00fcr die Aufbereitung und Dosierung von Fl\u00fcssig- und Trockenpolymer (Flockungshilfsmittel) zur Optimierung der Kl\u00e4rschlammkonditionierung und -entw\u00e4sserung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Gegenstand des Projektes war die systematische Untersuchung einer kombinierten Dosierung von Fl\u00fcssig- und Trockenpolymer zur Optimierung der Kl\u00e4rschlammkonditionierung. Weiterhin sollte zur praxisgerechten kombinierten Dosierung eine automatische L\u00f6se- und Dosierstation entwickelt werden.<br \/>\nZiel war eine Verbesserung der Kl\u00e4rschlammkonditionierung aufgrund einer besseren Entfaltung der Wirksubstanz und Verkn\u00fcpfung unterschiedlicher Eigenschaften der Polymere. Dies sollte zu Polymereinsparungen von 10 &#8211; 20 %, Reduzierung von Schlammbelastungen durch enthaltenes Polymer und Senkung des Frischwasserverbrauchs beim Ansetzen von Polymeren (um bis zu 90 %) f\u00fchren. Durch Erh\u00f6hung des Trockensubstanz-Anteils war ferner eine Reduzierung des Schlammanfalls und der Entsorgungskosten geplant.<br \/>\nDas Vorhaben basierte auf ersten praktischen jedoch provisorisch (manuell) durchgef\u00fchrten Versuchen an Kl\u00e4ranlagen, die zeigten, dass eine kombinierte Dosierung von fl\u00fcssigem und pulverf\u00f6rmigem Polymer gegen\u00fcber der beim bisherigen Stand der Technik praktizierten Verwendung von entweder fl\u00fcssigem oder pulvrigem Polymer entsprechende Vorteile erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Durchf\u00fchrung des Projektes unterteilte sich in zwei Phasen:<br \/>\n1.\tDer Durchf\u00fchrung systematischer Versuche mit provisorischen L\u00f6se- und Dosiervorrichtungen zur Ermittlung der grunds\u00e4tzlichen Vorteile einer kombinierten Verwendung von fl\u00fcssigen und pulverf\u00f6rmigen Polymeren.<br \/>\n2.\tDie \u00dcbertragung dieser Vorteile auf Praxisbedingungen. Hierzu wurde eine f\u00fcr den praktischen Einsatz auf Kl\u00e4ranlagen geeignete L\u00f6se- und Dosierstation zum automatisierten Ansetzen einstellbarer Fl\u00fcssig-\/Pulverpolymer-Mischungen entwickelt.<br \/>\nIn beiden Phasen wurde mit wissenschaftlichen Einrichtungen und im Maschinenbau spezialisierten Un-ternehmen kooperiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es entstand ein Prototyp einer neuartigen Misch- und Dosierstation zum L\u00f6sen und Dosieren von Polymer zum Einsatz in der Kl\u00e4rschlammkonditionierung. Mit diesem System k\u00f6nnen automatisch beliebig einstellbare Gebrauchsl\u00f6sungen Flockungshilfsmittel zur Kl\u00e4rschlammentw\u00e4sserung hergestellt werden, die entweder aus pulver-\/granulatf\u00f6rmigen Polymeren oder Fl\u00fcssigpolymer oder kombinierten Mischun-gen bestehen k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Versuchsbetrieb konnten folgende Ergebnisse erreicht werden:<br \/>\n&#8211;\tDie Polymerl\u00f6sungen sind sehr homogen und werden bedarfsweise quasikontinuierlich bereitge-stellt.<br \/>\n&#8211;\tAn einer Kl\u00e4ranlage konnte die Polymermenge im Vergleich zum vorher eingesetzten Fl\u00fcssigprodukt um ca. 50 % reduziert werden (bei \u00e4hnlichem TS-Anteil im Schlamm).<br \/>\n&#8211;\tIm Vergleich zu einem Pulverprodukt lagen die Polymereinsparungen bei 10-15%.<br \/>\n&#8211;\tBei optimalen Kombinationsanteilen konnten die TS-Anteile um bis zu 15 % erh\u00f6ht werden.<br \/>\n&#8211;\tFerner konnten durch die kombinierte Dosierung Schl\u00e4mme entw\u00e4ssert werden, die ansonsten nur schwer entw\u00e4sserbar sind.<br \/>\nIn weiteren Versuchen mit einem weiterentwickelten Prototypen auf einer anderen Kl\u00e4ranlage zeigten sich jedoch im geplanten Dauerbetrieb zahlreiche Probleme, die noch weiteren Optimierungsbedarf bis zur Serienreife verdeutlichten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der entwickelte Prototyp wurde bereits auf der Fachmesse IFAT 2005 im April 2005 in M\u00fcnchen der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Weitere PR-Ma\u00dfnahmen sind nach Beseitigung der noch bestehenden M\u00e4ngel geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Aufgabenstellung des Projektes erwies sich als sehr komplex, so dass zahlreiche technische Probleme gel\u00f6st werden mussten.<br \/>\nEine abschlie\u00dfende wirtschaftliche und umweltseitige Bilanzierung der kombinierten Polymerdosierung steht noch aus. Nach Umsetzung diverser Optimierungen am Prototypen sollen in 2006 durch den Einsatz des patentierten Systems die im begrenzten Versuchsbetrieb bereits erreichten wirtschaftlichen und umweltseitigen Vorteile auch im Dauereinsatz auf Kl\u00e4ranlagen erschlossen werden. Insbesondere ist nachzuweisen, dass durch einen besseren Wirkungsgrad der Polymere mehrere Tonnen Polymermaterial pro Jahr in Deutschland eingespart und der Polymeranteil im Schlamm reduziert werden kann. Ferner sind die erzielbaren Optimierungen des TS-Gehaltes in Abh\u00e4ngigkeit des Entw\u00e4sserungsverfahrens und Schlammes noch zu untersuchen.<br \/>\nDas Projekt hat eine hervorragende Basis geschaffen, die Schlammentw\u00e4sserung zu optimieren.<br \/>\nDen Nachweis im Praxisbetrieb auf diversen Kl\u00e4ranlagen wird der Antragsteller nach Projektabschluss f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des Projektes war die systematische Untersuchung einer kombinierten Dosierung von Fl\u00fcssig- und Trockenpolymer zur Optimierung der Kl\u00e4rschlammkonditionierung. Weiterhin sollte zur praxisgerechten kombinierten Dosierung eine automatische L\u00f6se- und Dosierstation entwickelt werden. Ziel war eine Verbesserung der Kl\u00e4rschlammkonditionierung aufgrund einer besseren Entfaltung der Wirksubstanz und Verkn\u00fcpfung unterschiedlicher Eigenschaften der Polymere. 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