{"id":21744,"date":"2023-07-13T15:20:37","date_gmt":"2023-07-13T13:20:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17486-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:37","slug":"17486-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17486-01\/","title":{"rendered":"Workshop K\u00fcstenzonen-Management &#8211; Baltic Coastal Ecosystems &#8211; Structure, Function and Coastal Zone Management"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anliegen ist die Erarbeitung von Empfehlungen f\u00fcr das K\u00fcstenzonenmanagement, das Aufzeigen weiteren Forschungsbedarfs und die Entwicklung von Konzepten zur nachhaltigen Entwicklung der Mecklenburg-Vorpommerschen Ostseek\u00fcste. Gegenstand der konkreten Betrachtung ist das nord\u00f6stliche K\u00fcstengebiet Deutschlands. Einbezogen werden Erfahrungen aus anderen K\u00fcstenregionen der Ostsee.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Workshop war eingebunden in das Gesamtkonzept des Wissenschaftsverbundes Umwelt (WVU) an der Universit\u00e4t Rostock. Seinen Ergebnissen sollten Modellcharakter f\u00fcr die Entwicklung des integrierten K\u00fcstenzonenmanagement (IKZM) in Mecklenburg-Vorpommern aber auch f\u00fcr die \u00f6stlichen Anrainerstaaten der Ostsee zukommen. Dem Workshop wurde aus diesem Grunde von der nicht-staatlichen Organisation der Ostseemeeresbiologen (BMB) eine wichtige Signalwirkung f\u00fcr den \u00f6stlichen K\u00fcstenraum beigemessen. Der Workshop wurde als Diskussionsforum durchgef\u00fchrt. Die Teilnehmeranzahl betrug 80 Personen, wovon der \u00fcberwiegende Anteil aus eingeladenen Spezialisten bestand. Neben deutschen Teilnehmern waren die Ostseeanliegerstaaten Polen, Litauen, Lettland, Estland, Ru\u00dfland, Finnland, Schweden und D\u00e4nemark vertreten. Besonderer Wert war auf die Teilnahme von Vertretern der \u00f6stlichen Anrainerstaaten gelegt worden. In f\u00fcnf Sitzungen mit insgesamt 36 Vortr\u00e4gen fand eine Vorstellung und Diskussion neuster Ergebnisse und Erfahrungen aus Deutschland und den beteiligten Anrainerstaaten statt. Besonders hervorzuheben ist die Vorstellung von Gemeinschaftsprojekten zwischen Polen\/Deutschland sowie D\u00e4nemark\/Deutschland.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1\t\u00dcberzeugende Dokumentation des naturwissenschaftlichen Wissens sowie der Kenntnisl\u00fccken zur Struktur und Funktion der \u00d6kosysteme der Ostseek\u00fcste. Zentrale Probleme sind neben der Eutrophierung der Eintrag von Fremdorganismen (u. a. durch Ballastwasser der Schiffe) sowie die Ausbildung von toxischen Algenbl\u00fcten. Hinsichtlich der eingetragenen Fremdorganismen stehen entsprechende Untersuchungen f\u00fcr Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Protozoen) noch weitgehend aus.<br \/>\n2\tHerausstellung der aktuellen und potentiellen Nutzungskonflikte in der K\u00fcstenzone und von Hindernissen f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung. Offenkundig wurde, da\u00df f\u00fcr die zentralen Aktivit\u00e4ten im K\u00fcstenbereich (K\u00fcstenschutz, Tourismus, Fischerei) sowie deren Entwicklung, Anspr\u00fcche und Wechselwirkungen Probleml\u00f6sungen ausstehen. Hinsichtlich der nachhaltigen Entwicklung der Urlauberstr\u00f6me ist vielfach von einer vorausschauenden Gestaltung wenig zu sehen. Mehr Aufmerksamkeit ist den anstehenden Klimaver\u00e4nderungen zu widmen, um die Schadensgr\u00f6\u00dfe durch ein Zusammentreffen ung\u00fcnstiger Faktoren (Jahrhundert-Hochwasser) auf ein ertr\u00e4gliche Ma\u00df dr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Die Beitr\u00e4ge aus den \u00f6stlichen Anrainerstaaten verdeutlichten zudem einmal mehr die hohen Risiken, die durch den intensivierten \u00d6ltransport und den Ausbau neuer \u00d6lterminals an der Ostseek\u00fcste entstehen.<br \/>\n3\tZusammenstellung der Erfordernisse und der zuk\u00fcnftigen Herausforderungen an das IKZM. Durch die neue europ\u00e4ische Gesetzgebung (EU-Wasserrahmenrichtlinie) ergeben sich zuk\u00fcnftig erhebliche Herausforderungen in den Bereichen Umweltbewertung, Umweltschutz und Monitoring. Ohne eine komplexe Betrachtungsweise, wie sie dem IKZM eigen sind, sind nachhaltige L\u00f6sungen nicht machbar. Die bisherige Praxis des K\u00fcstenzonenmanagement f\u00f6rdert geradezu einseitige Nutzungen, die auf Kosten anderer Nutzer und\/oder zu Lasten der betroffenen \u00d6kosysteme gehen ( z. B. Eutrophierung, \u00d6lterminals, Windparks). Die langfristig auftretenden Folgekosten \u00fcbertreffen den relativ kurzzeitigen Gewinn um ein Vielfaches.<br \/>\n4\tDie Hemmnisse f\u00fcr die Entwicklung eines IKZM haben vielfache Ursachen, u. a. fehlende Traditionen auf dem Gebiet der Partizipation von \u00d6ffentlichkeit und Betroffenen bei Nutzungsentscheidungen im K\u00fcstenraum; generell unzureichende oder auch fehlende rechtliche Grundlagen (z. B. Ru\u00dfland) sowie komplexe Verwaltungsstrukturen und Kompetenzzersplitterung. Hinzu kommen fehlende Erfahrungen in der Ausgestaltung eines K\u00fcstenzonenmanagements mit seinen \u00dcberlappungen von starken Eigeninteressen im Landbereich und dem Fehlen von Privatinteressen im Bereich der \u00e4u\u00dferen K\u00fcstenzone sowie Unklarheiten bei der Federf\u00fchrung, Leitung und Organisation des IKZM.<br \/>\n5\tF\u00f6rderung des Informationsaustausches im Ostseeraum und einer Strategie zum Aufbau einer soliden Informationsbasis f\u00fcr das K\u00fcstengebiet Pommerns als wichtige Voraussetzung f\u00fcr die erfolgreiche Entwicklung eines IKZM. Genutzt werden sollen die angebotenen M\u00f6glichkeiten und Einrichtungen der European Union of Coastal Conservation (EUCC). Es ist an die Formierung einer eigenst\u00e4ndigen deutschen Gruppe f\u00fcr die Ostsee unter dem Schirm der EUCC gedacht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In Vorbereitung auf den Workshop waren Pressemitteilungen herausgegeben worden. Eine Pr\u00e4sentation des Workshop erfolgte im Internet. W\u00e4hrend der Konferenz fand ein Pressegespr\u00e4ch statt. Publikation der Beitr\u00e4ge in der CEEDES-Reihe des Springer Verlages in englischer Sprache. In Vorbereitung ist die Erarbeitung eines Beitrages \u00fcber die Diskussion und die Folgerungen f\u00fcr die weitere Gestaltung des IKZM in englischer und deutscher Sprache. Umsetzung der Ergebnisse  im Rahmen des WVU an der Universit\u00e4t Rostock. Vorstellung der Ergebnisse auf dem Baltic Sea Siences Congress 2001 im November in Stockholm (Schweden).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der WVU-Workshop bot einen vielf\u00e4ltigen Erfahrungsaustausch zur Gestaltung des integrierten K\u00fcstenzonenmanagements (IKZM) unter Einbeziehung von Wissenschaftlern der verschiedenen Disziplinen, von Mitgliedern der verschiedenen staatlichen \u00c4mtern und von Ministerien. Er erm\u00f6glichte zus\u00e4tzlich die Demonstration einer l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Gestaltung des IKZM. Gleichzeitig fand \u00fcber das gegenseitige Kennenlernen hinaus ein direkter Austausch von Meinungen und praktischen Erfahrungen statt.Obwohl das IKZM in Deutschland, aber auch in Europa noch weitgehend in den Kinderschuhen steckt, lassen sich unter Nutzung des Gesamtspektrums des WVU-Workshops weitergehende Vorstellungen zur Entwicklung eines IKZM ableiten. Eine komprimierte \u00dcbersicht soll ins Internet gestellt werden und in erweiterter Form Eingang in die vorgesehene CEEDES-Publikation finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anliegen ist die Erarbeitung von Empfehlungen f\u00fcr das K\u00fcstenzonenmanagement, das Aufzeigen weiteren Forschungsbedarfs und die Entwicklung von Konzepten zur nachhaltigen Entwicklung der Mecklenburg-Vorpommerschen Ostseek\u00fcste. Gegenstand der konkreten Betrachtung ist das nord\u00f6stliche K\u00fcstengebiet Deutschlands. 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