{"id":21728,"date":"2024-11-27T10:36:18","date_gmt":"2024-11-27T09:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17430-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:19","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:19","slug":"17430-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17430-01\/","title":{"rendered":"Vermeidung von Feuchtesch\u00e4den in Altbauten durch Einsatz von Umweltenergie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zunehmend ist, vor allem im Zusammenhang mit der Sanierung historisch wertvoller Geb\u00e4ude, eine Tendenz dahingehend zu verzeichnen, dass thermisch-hygrische Problemen durch den Einsatz von Energie begegnet wird. In der Fachwelt wird jedoch ein Teil der Verfahren \u00e4u\u00dferst kontrovers beurteilt:<br \/>\n\u00a7\tkeine \u00dcbereinstimmung mit der gesellschaftlichen Zielstellung Energieeinsparung<br \/>\n\u00a7\tunzureichender Nachweis der Wirksamkeit Im Rahmen des Forschungsthema soll untersucht werden, ob der Konflikt zwischen einem laufenden Energieeinsatz zur Vermeidung thermisch-hygrischer Probleme einerseits und den gesellschaftlichen Erfordernissen hinsichtlich der Begrenzung des Energiebedarfes durch Nutzung regenerativen Energiequellen entsch\u00e4rft werden kann. Ziel ist die Schaffung eines Arbeitsmittels welches auf der Grundlage einer integralen Betrachtungsweise<br \/>\n\u00a7\tin fr\u00fchen Planungsphasen eine Beurteilung der M\u00f6glichkeiten der Nutzung regenerativer Energiequellen f\u00fcr die Abdeckung des bautenschutztechnisch begr\u00fcndeten Mindestenergiebedarfes erm\u00f6glicht<br \/>\n\u00a7\tund durch die Bereitstellung von Produktideen sowie von Grundlagen f\u00fcr neue Technologien die Produktentwicklung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterst\u00fctzt<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Untersuchungen umfassen folgende Hauptarbeitsschritte:<br \/>\n\u00a7\tProblemspezifische Klassifizierung der Bausubstanz<br \/>\n\u00a7\tErfassung der M\u00f6glichkeiten des Energieeinsatzes zur Vermeidung thermisch-hygrischer Probleme<br \/>\n\u00a7\tHerausarbeitung der Systemzusammenh\u00e4nge zwischen den technischen Einrichtungen zur Nutzung der Umweltenergie und dem tempor\u00e4r genutztem Geb\u00e4ude; Darstellung realistischer Einsatzfelder f\u00fcr die Nutzung regenerativer Energiequellen<br \/>\n\u00a7\tErarbeitung von Ans\u00e4tzen f\u00fcr neue Verfahren und Technologien, Durchf\u00fchrung von Vorversuchen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufbauend auf einer umfassenden Systematisierung der in tempor\u00e4r genutzten Geb\u00e4uden auftretenden thermsich-hygrischen Probleme und einer Zusammenstellung und kritischen Wertung m\u00f6glicher Gegenma\u00dfnahmen werden die Anwendungsf\u00e4lle herausgearbeitet in denen ein laufender Energieeinsatz zur Verhinderung nachteiliger Raumklimazust\u00e4nde und lokaler feuchtebedingter Sch\u00e4den sinnvoll bzw. notwendig sein kann. Hierbei wird u. a. aufgezeigt, dass die Temperierung, wie sie von der Landesstelle f\u00fcr die Nichtstaatlichen Museen in Bayern favorisiert wird, keine Universalverfahren darstellt.<br \/>\nDie Nutzung regenerativer Energiequellen f\u00fcr Vermeidung thermisch-hygrischer Probleme ist besonders im Zusammenhang mit dem Einsatz von W\u00e4rmeenergie, sowohl im Winter als auch im Sommer, von Interesse. Bei dem Einsatz von W\u00e4rmeenergie sind zwei Grundf\u00e4lle zu unterschieden: Raumlufttemperierung und Bauteiltemperierung.<br \/>\nEntsprechend dem Stand der Technik umfasst die Palette m\u00f6glicher technischer L\u00f6sungen W\u00e4rmepumpen, thermische Solarkollektoren, solare Luftkollektoren, Luft-Erdreichw\u00e4rmetauscher sowie Feuerst\u00e4tten f\u00fcr Biomasse.<br \/>\nBedingt durch die derzeitige F\u00f6rderbedingungen bleibt die Nutzung von photoelektrisch erzeugten Strom Sonderf\u00e4llen vorbehalten, die Realisierung der Einspeiseverg\u00fctung ist \u00f6konomisch g\u00fcnstiger als der unmittelbare Einsatz f\u00fcr Ma\u00dfnahmen des Bautenschutzes.<br \/>\nEine thermische Nutzung der Solarenergie ist vor allem im Zusammenhang mit Ma\u00dfnahmen gegen die Bildung von Sommerkondensat in Geb\u00e4uden mit einem gro\u00dfen W\u00e4rmebeharrungsverm\u00f6gen sinnvoll; Bedarf und Angebot stimmen weitgehend \u00fcberein. Ein Verzicht auf aufw\u00e4ndige Speichertechnik kann daher in einer Reihe von F\u00e4llen m\u00f6glich sein.<br \/>\nDie Nutzung regenerativer Energiequellen kann mit erh\u00f6hten Investitionskosten verbunden sein. Es kann auch nicht pauschal unterstellt werden, dass ihre Nutzung zu geringeren laufenden Kosten als der Einsatz von Erdgas bzw. Erd\u00f6l f\u00fchrt. So ist die thermische Nutzung fester Biomasse nur dann sinnvoll, wenn sie sehr kosteng\u00fcnstig verf\u00fcgbar ist.<br \/>\nDie Einordnung neuer technischer Komponenten in das historische Geb\u00e4ude bzw. in seine Umgebung muss unter Beachtung denkmalpflegerische Aspekte erfolgen. Die denkmalpflegerische Zul\u00e4ssigkeit kann jedoch nur im konkreten Einzelfall beurteilt werden. Im Rahmen des vorliegenden Themas werden jedoch die zu beachtenden Grunds\u00e4tze herausgearbeitet.<br \/>\nEs zeigte sich, dass die Nutzung regenerativer Energiequellen zur Vermeidung thermisch-hygrischer Problem in tempor\u00e4r genutzten Geb\u00e4uden gegen\u00fcber dem Einsatz f\u00fcr Heizung und Warmwasserbereitung im Bereich des Wohnungsbaus eine Reihe von Besonderheiten aufweist. Diese Besonderheiten be-stehen u. a. hinsichtlich der erforderlichen Temperaturniveaus, der Notwendigkeit einer zeitgenauen Energiezufuhr sowie der \u00dcbereinstimmung von Energieaufkommen und Energiebedarf.<br \/>\nF\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger werden Auswahlhilfen bereitgestellt, die es erlauben, in fr\u00fchen Planungsphasen die M\u00f6glichkeiten des Einsatzes von regenerativen Energiequellen zur Vermeidung thermisch-hygrischer Problem zu beurteilen.<br \/>\nF\u00fcr ausgew\u00e4hlte neue L\u00f6sungsans\u00e4tze zum Einsatz regenerativer Energiequellen im Zusammenhang mit der Vermeidung thermisch-hygrischer Probleme wurden auf dem Rittergut Trebsen Vorversuche durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften sind in Vorbereitung. Ausgew\u00e4hlte Einzelthemen werden Eingang in die Weiterbildungst\u00e4tigkeit des F\u00f6rdervereins f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege finden. F\u00fcr Juni 2006 ist ein Vortrag auf der Wissenschaftlichen Fachtagung ENERGIE+GEB\u00c4UDETECHNIK der Hochschule f\u00fcr Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Einsatz regenerativer Energiequellen f\u00fcr die Vermeidung thermisch-hygrischer Probleme ist in vielen F\u00e4llen technisch realisierbar. Grunds\u00e4tzlich sollte ein laufender Energieeinsatz jedoch erst dann erfolgen, wenn die M\u00f6glichkeiten bauseitiger Sanierungsma\u00dfnahmen und einer dem Geb\u00e4ude angepasste Nut-zung ausgesch\u00f6pft sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zunehmend ist, vor allem im Zusammenhang mit der Sanierung historisch wertvoller Geb\u00e4ude, eine Tendenz dahingehend zu verzeichnen, dass thermisch-hygrische Problemen durch den Einsatz von Energie begegnet wird. 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