{"id":21711,"date":"2023-07-13T15:20:23","date_gmt":"2023-07-13T13:20:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17387-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:25","slug":"17387-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17387-01\/","title":{"rendered":"Wege zur Nachhaltigkeit &#8211; Qualifizierung tschechischer Lehrer und Mitarbeiter von Lehrerfortbildungseinrichtungen zum Thema Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Projekts stand die Implementierung und Verbreitung des Themas Nachhaltige Entwicklung an Schulen und Lehrerfortbildungseinrichtungen in Tschechien durch die Entwicklung von Projekten und Unterrichtsmaterialien und den Aufbau von Organisationsstrukturen. Das Projekt kn\u00fcpfte an positive Ergebnisse eines Vorl\u00e4uferprojekts an, bei dem einem ausgew\u00e4hlten Kreis von Schulen aus Nordb\u00f6hmen Grundelemente einer Praxis orientierten Umweltbildung vermittelt wurden und in dessen Verlauf die tschechische Partnerorganisation in Fragen von Projektmanagement, -steuerung und Netzwerkbildung qualifiziert wurde. Das aktuelle Vorhaben setzte an diesen Strukturen an und entwickelte sie in Richtung einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit weiter.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZum organisatorischen Bereich des Projektes geh\u00f6rte der Aufbau eines Netzwerks aus beteiligten Schulen, tschechischer Partnerorganisation und deutscher Projektleitung sowie die Regelung der Arbeitsbeziehungen der unterschiedlichen Partner. Auf der inhaltlichen Seite bestand der Schwerpunkt darin, Grundz\u00fcge einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit an ausgew\u00e4hlten Schulen zu konzipieren und zu erproben und in deren Arbeitsalltag zu \u00fcberf\u00fchren.<br \/>\nDas wichtigste Element zur Aufrechterhaltung des Netzwerks und zur Weiterentwicklung der Projektdynamik waren vier gemeinsame Seminare aller Akteure. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch und die stetige Motivation der Akteure waren ein wichtiges Moment in diesen Treffen.<br \/>\nDem ersten Seminar schloss sich eine Befragung der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer an, um ein genaueres Bild \u00fcber den Bekanntheitsgrad des Begriffs Nachhaltige Entwicklung, die Erfahrung mit interdisziplin\u00e4ren Unterricht, die Einbeziehung von Sch\u00fclern bei der Planung und Durchf\u00fchrung von Projekten sowie die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Personen und Organisationen au\u00dferhalb der Schule zu bekommen.<br \/>\n14 Schulen f\u00fchrten Schulprojekte vor allem zu den Themen Energie, Abfall und Gestaltung des Au\u00dfengel\u00e4ndes der Schule durch. Die Projekte bedeuteten f\u00fcr die Schulen einen Einstieg in eine Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit.<br \/>\nDas Projektteam (econtur und SEVER) besuchte jede der teilnehmenden Schulen, um bei Konzeption und Umsetzung der Projekte zu beraten und um das Thema Nachhaltigkeit zu vertiefen und dauerhaft in den Unterricht zu integrieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Komplexit\u00e4t des Projekts l\u00e4sst es zun\u00e4chst ratsam erscheinen, die Ergebnisse des Projekts unter einem inhaltlichen und einem organisatorischen Blickwinkel getrennt zu diskutieren.<br \/>\nDie inhaltliche Ebene<br \/>\nUm das Konstrukt Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit so zu reduzieren und mit Handlungsempfehlungen zu versehen, dass die Schulen sie in der Bildungspraxis anwenden konnten, einigten sich beide Partner auf einen projektorientierten Ansatz, der Elemente von Gestaltungskompetenz in eine Bildungspraxis implementierte. Das wichtigste Projektziel, tschechische Lehrer f\u00fcr den Ansatz Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit zu qualifizieren, wurde durch die aufgebauten Projektstrukturen erreicht. Es hat sich gezeigt, dass die Durchf\u00fchrung praktischer Projekte eine gute Methode ist, sich dem abstrakten Begriff Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit zu n\u00e4hern. An den Schulen ist die Verstetigung des Projektansatzes sicher gestellt. Das Ziel, das Nachhaltigkeitskonzept thematisch in den Kernf\u00e4chern zu verankern, ist nur einigen Schulen gelungen.<br \/>\nDie Kooperation mit der Partnerorganisation bestand darin, inhaltlich und methodisch die Seminare gemeinsam zu planen und die Fragen der einzelnen Schulen gemeinsam zu beraten. SEVER f\u00fchrte die Projektberatung vor Ort durch und unterhielt den direkten Kontakt zu den Schulen. In diesem Projekt hat sich SEVER mit Hilfe von econtur eine Reihe neuer methodischer und inhaltlicher Kompetenzen erwor-ben, die schon zu weiteren Auftr\u00e4gen f\u00fcr die Organisation gef\u00fchrt haben.<br \/>\nAlle Schulen wurden von econtur gemeinsam mit SEVER besucht und es fand bei diesen Besuchen eine intensive Beratung zu den einzelnen Projekte statt. F\u00fcr die Projektleitung waren diese Besuche ein wertvolles Erfahrungsfeld f\u00fcr die weitere Beratungst\u00e4tigkeit. Die Akteure an den Schulen profitierten in einem erheblichen Ma\u00dfe von der fachkundigen Beratungst\u00e4tigkeit.<br \/>\n13 Schulen haben, angeregt durch Impulse und Hilfestellungen auf den Seminaren, Materialien zum Thema Nachhaltigkeit erarbeitet und diese in Form von Dokumentation anderen Schulen zur Verf\u00fcgung gestellt. Dies sichert eine weitere Ausstrahlung der Inhalte der Projekte. Lehrer dieser Schulen sind mittlerweile selbst als Fortbildner t\u00e4tig. Die in den Schulen entstandenen Materialien und Vorlagen sind als Bausteine f\u00fcr einen Vorschlag f\u00fcr ein Rahmencurriculum nachhaltige Schule durchaus geeignet.<br \/>\nDie organisatorische Ebene<br \/>\nJede teilnehmende Schule bildete f\u00fcr ihr Projekt ein Nachhaltigkeitsteam, das aus zwei oder mehr Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen bestand. Eine Verkn\u00fcpfung mit der administrativen Ebene und der Lehrerfortbildung anzustreben, war ein wesentliches Projektziel. Dieses wurde nur in einigen F\u00e4llen realisiert. Die Integration der Schulleitung erwies sich als positiv, da sie die Kontakte der Schulen zur Kommune erm\u00f6glichte. In der Schlussphase sind einige Schulen dazu \u00fcbergegangen, ihre Projekte in Fortbildungsveranstaltungen \u00fcberregional zu pr\u00e4sentieren und damit auch andere Schulen f\u00fcr das Konzept Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit zu gewinnen.<br \/>\nDie Organisation der Seminare, der Kontakt mit den Schulen und die Berichterstattung \u00fcber den Projekt-verlauf wurden als Aufgabe von SEVER definiert. Die ersten beiden Aufgaben wurden zur voller Befriedigung erledigt. Die Berichterstattung wurde bis zum Ende des Projektes nicht befriedigend gel\u00f6st.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit ist nicht nur ein wichtiges Element einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit, sondern ist ein unverzichtbarer Baustein bei der Umsetzung des Prinzips \u00d6ffnung von Schulen. Hierf\u00fcr konnten die Schulen durch econtur und SEVER sensibilisiert werden und es fanden in fast allen Projekten Aktivit\u00e4ten zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit statt, die ihren Niederschlag in der lokalen Presseberichterstattung fanden. Die \u00fcbergeordnete \u00d6ffentlichkeitsarbeit geh\u00f6rte zu den Aufgaben der Partnerorganisation SEVER. Diese fand in Form von Pr\u00e4sentationen bei Bildungsgremien und auf Fachtagungen statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>\u00b7\tDie Projekten haben in den Schulen erhebliche positive Ver\u00e4nderungen auf den Weg gebracht.<br \/>\n\u00b7\tAlle Projekte zeigen sichtbare, praktische Ergebnisse mit positiven Umweltwirkungen.<br \/>\n\u00b7\tDie Kompetenz der Partnerorganisation hat sich durch das Vorhaben erh\u00f6ht und f\u00fcr sie neue Arbeitsgebiete und Auftr\u00e4ge erschlossen.<br \/>\n\u00b7\tUm die Projekte an den Schulen zu erm\u00f6glichen und erfolgreich zu Ende zu f\u00fchren, war sehr viel intensivere Betreuung notwendig als bei der Konzeption des Projektes erwartet.<br \/>\n\u00b7\tMit dem Vorhaben haben sich die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer profiliert und qualifiziert und sind nun teilweise als Fortbildner t\u00e4tig.<br \/>\n\u00b7\tDas Vorhaben f\u00fcgt sich in die \u00c4nderungen des tschechischen Bildungswesens ein.<br \/>\n\u00b7\tDas aufw\u00e4ndige Organisationsmodell mit einer deutschen Projektleitung, einer tschechischen Partnerorganisation als Projektleitung vor Ort und einem Netzwerk beteiligter Schulen implizierte einen hohen Steuerungsaufwand, bildete aber die organisatorische Voraussetzung, damit inhaltliche und strukturelle Ver\u00e4nderungsprozesse eingeleitet werden konnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Mittelpunkt des Projekts stand die Implementierung und Verbreitung des Themas Nachhaltige Entwicklung an Schulen und Lehrerfortbildungseinrichtungen in Tschechien durch die Entwicklung von Projekten und Unterrichtsmaterialien und den Aufbau von Organisationsstrukturen. 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