{"id":21679,"date":"2023-07-13T15:19:45","date_gmt":"2023-07-13T13:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16370-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:45","slug":"16370-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16370-02\/","title":{"rendered":"Theaterhaus Pragsattel Stuttgart &#8211; Sanierung und Umnutzung einer denkmalgesch\u00fctzten Lagerhalle mit der Zielsetzung einer minimierten Umweltbelastung \u00fcber den gesamten Lebenszyklus des Geb\u00e4udes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In einer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rderten Planungsphase wurde f\u00fcr die denkmalgesch\u00fctzte Rheinstahlhalle in Stuttgart eine Konzeption entwickelt mit der Zielsetzung minimierter Ressourcenverbrauch und Emissionen unter Ber\u00fccksichtigung der gesamten Lebensdauer des Geb\u00e4udes.<br \/>\nIn dieser zweiten Phase steht neben der baulichen Umsetzung vorrangig die Darstellung, der in einer Messkampagne ermittelten Ergebnisse bzgl. Energieaufwand f\u00fcr den Betrieb des Geb\u00e4udes und deren Gegen\u00fcberstellung zu einer konventionellen, nicht optimierten L\u00f6sung. Dies soll auf Basis einer Life Cycle Analyse erfolgen, in die die Ergebnisse der Messkampagne eingehen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen der Vergabe werden die \u00fcber die Life Cycle Analyse nach der Elementmethode unter Nutzung des Werkzeugs ECOPRO ermittelten Alternativen f\u00fcr Bauteile und Materialien am Markt abgefragt und kostenm\u00e4\u00dfig bewertet. Die \u00f6kologische Relevanz der entsprechenden Bauteile wird als zus\u00e4tzliches Entscheidungskriterium genutzt. Im Rahmen der Steuer- und Regelungstechnik des Geb\u00e4udes werden die f\u00fcr die Messkampagne notwendigen Ma\u00dfnahmen mit ber\u00fccksichtigt. Nach Ablauf der Messkampagne werden die Verbrauchsdaten in eine Life Cycle Analyse des Geb\u00e4udes integriert. Im folgenden wird dieses Ergebnis mit einen fiktiven Geb\u00e4ude mit gleichem Raumprogramm und identischer Nutzung verglichen. Die Verbrauchsdaten dieses fiktiven Geb\u00e4udes werden mittels dynamischer Simulation ermittelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Bereich der L\u00fcftungstechnik konnte ein innovativer Ansatz realisiert werden, der sich durch Betriebszust\u00e4nde<br \/>\n\u00b7\tnat\u00fcrliche L\u00fcftung, angetrieben \u00fcber einen Abluftkamin,<br \/>\n\u00b7\thybride L\u00fcftung, nat\u00fcrliche L\u00fcftung mit mechanischer Unterst\u00fctzung (Druckseite)auszeichnet.<br \/>\nDurch die F\u00f6rderung der Bundesstiftung Umwelt wurde es zus\u00e4tzlich m\u00f6glich, eine Lebenszyklusanalyse LCA einzelner Komponenten als zus\u00e4tzliches Planungstool mit einzusetzen und zu nutzen.<br \/>\nDie Umsetzung der aus der LCA Analyse gewonnenen Ergebnisse erwies sich aufgrund technischer Probleme oder auch aus finanzieller Sicht als teilweise nicht realisierbar. In Teilbereichen jedoch waren die Ergebnisse aus der LCA f\u00fcr die Entscheidung f\u00fcr einzelne Komponenten entscheidend.<br \/>\nDas L\u00fcftungskonzept wurde aus Kostengr\u00fcnden zwar massiv reduziert und vereinfacht, konnte aber in seiner Grundkonzeption erhalten und umgesetzt werden. Die ersten Betriebserfahrungen haben gezeigt, dass zwar noch Anpassungen und Optimierungen erforderlich sind, aber die Funktionsf\u00e4higkeit auch unter schwierigen Randbedingungen gegeben ist.<br \/>\nDas Konzept hat seine prinzipielle Funktionsf\u00e4higkeit in der ersten Betriebszeit best\u00e4tigt. Aber insbesondere in einer Halle sind noch weitere Optimierungen erforderlich. Diese Optimierungen erstrecken sich auch auf die Geb\u00e4udeleittechnik.<br \/>\nIm Rahmen der laufenden Messkampagne wird der Betrieb kontinuierlich \u00fcberwacht und anhand des Datenmaterials k\u00f6nnen weitergehende Optimierungen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Neben einigen Ver\u00f6ffentlichungen in der Presse ergab sich ein reges Interesse von Architekten und Planern an dem Geb\u00e4ude, dem in Form von F\u00fchrungen und Pr\u00e4sentationen Rechnung getragen wird. Mit einer Brosch\u00fcre wurde das Projekt anl\u00e4sslich der offiziellen Einweihung allen Interessierten auch mit dem L\u00fcftungskonzept pr\u00e4sentiert.<br \/>\nZudem wird es auf den Webseiten von Planungsbeteiligten dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat klar die Grenzen bei der Umsetzung der Ergebnisse der LCA-Bewertung des Geb\u00e4udes aufgezeigt. Aufgrund der Situation sind arbeitsintensive und damit kostenintensive L\u00f6sungen, auch bei hohem Reduktionspotential betriebswirtschaftlich nicht darstellbar.<br \/>\nDas umgesetzte L\u00fcftungskonzept hat im Vergleich zu einer konventionellen L\u00f6sung ein hohes Einsparpotential in Bezug auf Betriebsenergien. Die ersten Betriebserfahrungen sind positiv, zeigen aber auch, das ein bewusstes Umgehen des Nutzers Voraussetzung f\u00fcr einen erfolgreichen Betrieb sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In einer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rderten Planungsphase wurde f\u00fcr die denkmalgesch\u00fctzte Rheinstahlhalle in Stuttgart eine Konzeption entwickelt mit der Zielsetzung minimierter Ressourcenverbrauch und Emissionen unter Ber\u00fccksichtigung der gesamten Lebensdauer des Geb\u00e4udes. 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