{"id":21656,"date":"2023-07-13T15:20:19","date_gmt":"2023-07-13T13:20:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17247-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:20","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:20","slug":"17247-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17247-01\/","title":{"rendered":"Vorarbeiten zu einer Publikation: Wald im Wandel"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Wald in Deutschland hat k\u00fcnftig vielf\u00e4ltige Funktionen &#8211; vielfach besonders Gemeinwohlfunktionen zu erf\u00fcllen. Der jetzige Wald ist in weiten Bereichen nicht mehr ausreichend naturnah aufgebaut, um die Gemeinwohlfunktionen befriedigend zu erf\u00fcllen. Es ist deshalb ein Waldumbau erforderlich.<br \/>\nZiel des Vorhabens ist es, mit Vergleichsfotos und Graphiken das Funktionieren des mitteleurop\u00e4ischen \u00d6kosystems Wald, die Ver\u00e4nderung dieses \u00d6kosystems durch den Menschen sowie die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Waldumbau hin zu einem tats\u00e4chlich naturnahen, voll funktionsf\u00e4higen Wald vorzustellen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas umfangreiche Foto-Archiv muss durch neue Zeitsprung-Fotos aus den W\u00e4ldern in Deutschland erg\u00e4nzt werden. Gleichzeitig sind umfangreiche Unterlagen und Daten zu erheben und auszuwerten. Danach sind Zeichnungen und Graphiken nach den Unterlagen zu entwerfen und anzufertigen. Schlie\u00dflich sind die Unterlagen zusammenzustellen und mit einem allgemeinverst\u00e4ndlichen Text zu versehen.<br \/>\nAls neue Methode der Darstellung einer dynamischen Entwicklung sind die zahlreichen Zeitsprung-Fotos anzusehen. Sie sind durch Dr. Georg Meister seit 50 Jahren angefertigt worden und sind jetzt noch mit aktuellen Fotos von genau demselben Standort zu erg\u00e4nzen, um auch die neuesten Entwicklungen durch die Umweltbelastungen und die Globalisierung glaubw\u00fcrdig aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt Wald im Wandel will die Dynamik im Naturwald, der Waldwandel durch den Menschen sowie die Alternativen zum Wiederaufbau weitgehend funktionsgerechter W\u00e4lder dokumentieren. Erreicht wurde dieses Ziel durch sehr zahlreiche Zeitsprung- Fotos und durch umfangreiche Recherche (Anfragen bei allen 15 Landesforstverwaltungen und zahlreichen Verb\u00e4nden, Sichtung zahlreicher, zum Teil.  auch sehr alter  forstlicher Literatur aus vier Jahrhunderten). Soweit die verf\u00fcgbaren Daten f\u00fcr das Projekt von Bedeutung waren, wurden sie ber\u00fccksichtigt. Hinsichtlich einiger \u00e4u\u00dferst wichtiger Fragestellungen ist die Datenlage unbefriedigend &#8211; zum Beispiel die Aufteilung des Waldes in verschiedene Besitzformen, die Funktions-Zuweisungen (Naturn\u00e4he, Wirtschaftlichkeit und Sozialfunktion) und ihre Umsetzung. Hier sind die offiziellen Zahlen vielfach wenig aussagekr\u00e4ftig und zum Teil auch \u00fcberholt. Sowohl das Anfertigen der Zeitsprungfotos als auch die Recherche haben deutlich mehr Zeit beansprucht, als urspr\u00fcnglich angenommen. Deshalb und wegen einer l\u00e4ngerfristigen Erkrankung eines Mitarbeiters war eine Verl\u00e4ngerung des urspr\u00fcnglich vorgesehenen Zeitplanes erforderlich.<br \/>\n Mit Vergleichsfotos und recherchierten Daten konnte gezeigt werden, dass der notwendige Waldumbau hin zu naturn\u00e4heren und funktionstauglicheren W\u00e4ldern m\u00f6glich ist, dass es aber in weiten Bereichen massive Hinderungsgr\u00fcnde gibt, die einen solchen Waldumbau hemmen oder verhindern. Die beispielhaften Aussagen der Vergleichsfotos konnten durch zahlreiche Graphiken belegt und verallgemeinert werden. Fotos und Graphiken sind durch einen allgemeinverst\u00e4ndlichen Text so aufbereitet und erg\u00e4nzt, dass ihre Aussagen sowohl von der haupts\u00e4chlichen Zielgruppe der interessierten Laien (Natur- und Waldfreunden, Politikern), aber auch von privaten Waldbesitzern und von Fachleuten verstanden werden kann.<br \/>\nMit Hilfe der aufgezeichneten positiven Beispiele gelingt der Beleg, dass es durch den Abbau von Privilegien m\u00f6glich ist, wesentlich h\u00f6here Umweltstandards bei den Wohlfahrtswirkungen des Waldes sowie beim Schutz standortheimischer gef\u00e4hrdeter Pflanzen- und Tierarten zu erzielen. Damit solche h\u00f6heren Umweltstandards aber nicht auf lokale Beispielbetriebe begrenzt bleiben, erscheinen auch \u00c4nde-rungen der gesetzlichen und  steuerlichen Rahmenbedingungen sowie Verschiebungen bei den staatlichen Zusch\u00fcssen erforderlich.<br \/>\nMit Vergleichsfotos und Graphiken wird dar\u00fcber hinaus aufgezeigt, dass der Wald seine vielf\u00e4ltigen Funktionen f\u00fcr die B\u00fcrger und die Waldbesitzer nur erf\u00fcllen kann, wenn die Rahmenbedingungen auf nationaler (z. B. Waldmehrung, Luftschadstoffe, Abgeltung von Sonderfunktionen f\u00fcr den Privatwald) oder internationaler Ebene (z. B. Globalisierung, CO2-Speicherung) verbessert werden. Bei der Abgeltung besonderer Leistungen sind allerdings klar definierte Standards notwendig, da Zusch\u00fcsse nach dem Gie\u00dfkannenprinzip ganz offensichtlich zu keiner Verbesserung der Situation f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden in einem Buch zusammengefasst und vom Verlag 2001, Frankfurt (L\u00fctjenburg) voraussichtlich im April 2003 ver\u00f6ffentlicht. Diese Buchver\u00f6ffentlichung wendet sich bewusst nicht an den kleinen Kreis von mit dem Wald befassten Fachleuten, sondern an alle interessierten Wald- und Naturfreunde sowie an die f\u00fcr den Wald verantwortlichen Politiker. Deshalb wurde bei der gesamten Arbeit gro\u00dfer Wert auf Allgemeinverst\u00e4ndlichkeit gelegt; dies gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Fotos, Zeichnungen, Graphiken und die Sprache. Fachausdr\u00fccke und komplizierte Zusammenh\u00e4nge werden dabei so f\u00fcr den angesprochenen Personenkreis \u00fcbersetzt, dass sie tats\u00e4chlich verstanden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das gesetzte Ziel des Vorhabens wird mit der Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse erreicht. Bei der gro\u00dfen Vielfalt an unterschiedlichen Standorten, Waldbesitzverh\u00e4ltnissen und Eigent\u00fcmerinteressen war es teilweise notwendig, Ergebnisse zusammenzufassen.<br \/>\nEin alternatives Vorgehen mit dem Ziel, die vorliegenden Daten noch intensiver zu hinterfragen, k\u00f6nnte nur mit einem gro\u00dfen Team an unabh\u00e4ngigen Mitarbeitern zu noch detaillierteren Ergebnissen f\u00fchren<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Wald in Deutschland hat k\u00fcnftig vielf\u00e4ltige Funktionen &#8211; vielfach besonders Gemeinwohlfunktionen zu erf\u00fcllen. 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