{"id":21622,"date":"2023-07-13T15:20:16","date_gmt":"2023-07-13T13:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17180-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:18","slug":"17180-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17180-01\/","title":{"rendered":"Lebensunterhalt auf dem Land &#8211; Modellprojekte f\u00fcr nachhaltige Entwicklung in Mitteleuropa"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die mitteleurop\u00e4ischen Erfahrungen mit den erfolgreichen kommunalen Umweltprojekten der neunziger Jahren sind nicht aufgezeichnet worden und unkoordiniert und verstreut geblieben. Sie tragen daher kaum zur Gestaltung der l\u00e4ndlichen Entwicklung auf der nationalen und internationalen Ebene bei. Das Ziel des Projektes ist es zu erforschen wie der Lernprozess und Erfahrungsaustausch, der in den Umwelt-Modellprojekten der 12 Mikroregionen in Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei stattfand, die weitere Entwicklung der ganzen Region konstruktiv beeinflussen kann. An konkreten Beispielen zeigt es, wie wirksam und erfinderisch B\u00fcrgerinitiativen zu einer nachhaltigen umweltbezogenen wirtschaftlichen and sozialen Entwicklung, die auf den Priorit\u00e4ten der Europ\u00e4ischen Union und Lokalen Agenda 21 gegr\u00fcndet ist, beitragen und mit einer gezielten \u00d6ffentlichkeitsarbeit regional weiten Einfluss haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm das Projekt umzusetzen haben sich die Freunde und F\u00f6rderer des German Marshall Fund of the United States e.V.(GMFUS) mit der Umweltpartnerschaft f\u00fcr Zentraleuropa (EPCE) zusammengeschlos-sen. Die EPCE ist ein Konsortium das aus gemeinn\u00fctzigen Stiftungen besteht, die sich verpflichtet haben  Umweltb\u00fcrgeraktionen zu unterst\u00fctzen. Die Umsetzung des Projekts verlief in vier getrennten Phasen: (1) Anfangsphase (Juni 2001 &#8211; Januar 2002); (2) Ausbildungs- und Schulungsphase (Februar 2002 &#8211; August 2002); (3) Entwurf von Modellprojekten und die Umsetzungsphase (September 2002 &#8211; Juli 2003); (4) Folgenplanung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit (August 2003 &#8211; Dezember 2003).<br \/>\nDie Umsetzung des Projekts hat sich auf die Identifizierung, Unterst\u00fctzung und Vernetzung der Umwelt-Modellprojekte aus den ausgew\u00e4hlten Mikroregionen in Mitteleuropa und Deutschland konzentriert. Die Mikroregionen wurden als bioregionale Gebiete von ungef\u00e4hr 100 km2 Fl\u00e4che definiert, die bis zu drei Gemeinden umfassten. Die Unterst\u00fctzung kam in den folgenden Formen: (1) lokalen Entscheidungstr\u00e4gern technischen Beistand bei der Entwicklung von Initiativen und Aktivit\u00e4ten zu geben; (2) Modellprojekte zuerkennen und bei der Umsetzung mit neuen Technologien und praktischen Erfahrungen zu helfen und dabei den Erfahrungsaustausch zwischen den mitteleurop\u00e4ischen, deutschen und amerikanischen Mikroregionen zu f\u00f6rdern; und (3) mit bescheidenen finanziellen Beitr\u00e4gen die Durchf\u00fchrung der Modellprojekte zu erleichtern und ihren Wert zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ein Lernnetz wurde aufgebaut, das jetzt Umweltprojekte aus 18 l\u00e4ndlichen Mikroregionen verkn\u00fcpft. Es beinhaltete: die Zentralen Wei\u00dfen Karpaten, die Regionen Frydlandt und Slovacko (Tschechien), Unteres Ipoly-Tal, Boronka und Zselic (Ungarn), die Krakauer Jura und Bochnia, Mittelpommern um Debrzno und die Region Babia Gora (Polen), die Regionen Horna Orava, S\u00fcdsitno und Ramzar (die Slowakei), Lenzen, Ostritz, Reinstaedt, Retzow, Schoneiche und Zempow (neue Bundesl\u00e4nder).<br \/>\nDie Gesamtausgaben des Projekts erreichten 1 321 945 Euro, wobei die DBU 409 024 Euro beigetragen hat und die GMF\/EPCE\/lokale Partner 912 921 Euro zur Verf\u00fcgung stellten. Durch das Projekt wurden Initiativen und Projekte in 159 St\u00e4dten und Gemeinden in vier mitteleurop\u00e4ischen L\u00e4ndern ins Leben gerufen. 361 Partnerorganisationen aus der Wirtschaft, den Kommunen, und den regionalen Verwaltungen nahmen an den Aktivit\u00e4ten teil. 1158 Leute aus 12 Mikroregionen waren beteiligt an den 144 Workshops, Rundtischgespr\u00e4chen, Seminaren, 44 Studienfahrten und Austauschen, und den 56 internationalen Veranstaltungen. Eine Gesamtsumme von 822,805 Euro wurde direkt in 159 Projekten und Initiativen in Form von kleinen Zusch\u00fcssen investiert. Es ist erw\u00e4hnenswert, dass 31 neue permanente Arbeitsstellen als ein direktes Ergebnis in den Mikroregionen geschafft wurden. Dar\u00fcber hinaus haben die verschiedenen Projekte und Initiativen nicht nur den Austausch von Erfahrungen und Praktiken erm\u00f6glich sondern auch Gelegenheiten geboten f\u00fcr zus\u00e4tzliches Einkommen.<br \/>\nErfolgreich hat das Projekt gezeigt wie B\u00fcrgerinitiative mit ihren Kommunen in der Gestaltung und Wert-bildung von umweltfreundlichen Ma\u00dfnahmen mitwirken k\u00f6nnen und sogar \u00f6ffentliche Mittel daf\u00fcr gewinnen k\u00f6nnen. Neue organisatorische Strukturen und Zust\u00e4ndigkeiten wurden lokal geschaffen um langfristig eine nachhaltige Entwicklung zu verfolgen. Auf diese Weise legte das Projekt in den Zielmikroregionen die Grundlage in der Form von Partnerschaften und gemeinsamen Aktionen weiter zu arbeiten und die zur Verf\u00fcgung stehenden EU-Mittel f\u00fcr die l\u00e4ndliche Entwicklung zu nutzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auf den folgenden internationalen Veranstaltungen wurden das Projekt und seine Zwischenresultate vorgestellt: AGU International (Berlin, 2001), the Pre-Accession Partnerships for Rural Europe &#8211;  (PRE-PARE);  Die Landwirtschaftliche Konvention des Europ\u00e4ischen Parlament (Dezember, 2002); World Wildlife Fund Kampagnen (angehend); Gr\u00fcne Woche (2002 und 2003); NATO Workshop \u00fcber Fortge-schrittene Studien zum Thema: Beitrag zur Biodiversifikation zum \u00dcbergang zur l\u00e4ndlichen Nachhaltig-keit (Krakow, 2002); Konferenz zum Thema Tourismus in Berggebieten und die Konvention zum Thema Naturschutz (Poland, 2002); TransAtlantic Alliance for Rural Sustainability (TARS) mit der Universit\u00e4t in Minnesota (l\u00e4uft); und die vom Projekt organisierte Konferenz Rural Livelihoods (Osnabr\u00fcck, 2003). In allen \u00d6ffentlichkeitsarbeiten pr\u00e4sentierten lokale Leader ihre Projekte und Aktivit\u00e4ten. Auf diese Weise lieferte das Projekt einen frischen Blickpunkt von der lokalen  Ebene. Die Ver\u00f6ffentlichung: Rural Live-lihoods for Sustainability &#8211; stories of rural regeneration from Central Europe &#8211; Rural Livelihoods f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung wird in seinen lebendig Darstellungen und \u00fcbersetzt in verschiedene Sprachen die Arbeitsweise und Resultate weiten Kreisen zug\u00e4nglich machen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Projekt zeigt deutlich, dass Ortsans\u00e4ssige zentrale Verantwortung haben m\u00fcssen um die Verantwortung, die Kosten und Risiken aber auch den Nutzen zu teilen, die alle mit der Umsetzung verbunden sind. Entscheidungen m\u00fcssen offen und in transparenter Weise getroffen werden. Das Projekt hat gezeigt, dass aktive Volont\u00e4re, Nicht-Regierungs-Organisationen und B\u00fcrgergruppen bei dem Entwurf, der Umsetzung, und der Ber\u00fccksichtigung der Umweltfreundlichkeit eine Schl\u00fcsselrolle spielen die \u00f6ffentli-hen Beh\u00f6rden von der Wichtigkeit einer T\u00e4tigkeit zu \u00fcberzeugen. \u00d6ffentliche Unterst\u00fctzung ist am effektivsten wenn es sich um ausgesprochene lokale Bed\u00fcrfnisse handelt, die lokale Vorteilen haben und anderen M\u00f6glichkeiten angepasst sind. Die Lehre ist klar &#8211; um die l\u00e4ndlichen Gebiete in Mitteleuropa in Richtung Nachhaltigkeit zu bewegen werden wir viel mehr brauchen als nur Einf\u00fchrung von neuen Tech-nologie und Infrastrukturen. Was im gro\u00dfen Ma\u00dfe fehlt, sind Programme, die die Initiativen und Projekte der lokalen Autorit\u00e4ten und Leitenden &#8211; einschlie\u00dflich Volont\u00e4re, NGOs und B\u00fcrgergruppen &#8211; unterst\u00fctzen, also der Leute die imstande sind die lokalen Bed\u00fcrfnisse zu artikulieren, lokale Mittel zu aktivieren und lokale Umst\u00e4nde zu beachten. Um Erfolg zu haben,  muss ein Projekt das Ziel haben das soziale Kapital der lokalen Gemeinden zu vermehren &#8211; damit die Ortsans\u00e4ssigen erkennen k\u00f6nnen, dass das was um sie herum passiert einen Sinn hat und dass sie von diesen Ver\u00e4nderungen Vorteile haben. Das Bauen eines effektiven Netzwerks um Kommunen zu helfen von den Erfahrung und Beispielen anderer zu lernen wird entscheidend mitwirken eine nachhaltige Entwicklung in der erweiterten Europ\u00e4ischen Union umzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die mitteleurop\u00e4ischen Erfahrungen mit den erfolgreichen kommunalen Umweltprojekten der neunziger Jahren sind nicht aufgezeichnet worden und unkoordiniert und verstreut geblieben. Sie tragen daher kaum zur Gestaltung der l\u00e4ndlichen Entwicklung auf der nationalen und internationalen Ebene bei. 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