{"id":21584,"date":"2023-07-13T15:12:40","date_gmt":"2023-07-13T13:12:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08390-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:41","slug":"08390-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08390-01\/","title":{"rendered":"Konzeptionierung des Projekts: Zukunftszentrum Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik &#8211; Wissenschaft (ZMTW) in Nieklitz, Kreis Ludwigslust"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt  Zukunftszentrum Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik &#8211; Wissenschaft (ZMTW) in Nieklitz soll die Natur als Ideen-Tr\u00e4ger f\u00fcr die L\u00f6sung \u00f6kologischer, \u00f6kotechnischer und organisatorischer Probleme des Menschen nutzen und dadurch Fortschritte auf dem Gebiet Nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21-Umsetzung erzielen. Die Inhalte des kombinierten Ausstellungs- und Wissenschafts-Zentrums in Nieklitz umfassen Ph\u00e4nomene der Technischen Biologie (die Natur als Technikerin) und den Transfer in m\u00f6gliche Anwendungs-Bereiche der Technik (\u00f6kotechnologische Fortschritte des Menschen). Dieses auch f\u00fcr die Wirtschaft interessante Gebiet ist in der \u00d6ffentlichkeit und in der Politik noch zu wenig bekannt; der Problembereich soll deswegen in einem multifunktionalen Zukunfts-Zentrum &#8211; auch mit hohem Erlebnis- und Freizeit-Wert &#8211; f\u00fcr die Nutzer und Besucher aus verschiedenen Zielgruppen ansprechend gestaltet werden. Um daf\u00fcr neue Ans\u00e4tze f\u00fcr Attraktivit\u00e4t zu gewinnen, werden in dem Projekt Konzeptionierung des ZMTW neue didaktische Methoden eingef\u00fchrt und umgesetzt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einem dreimonatigen Programm werden im wissenschaftlichen Entwurf f\u00fcr das ZMTW, m\u00f6glichst verschiedene p\u00e4dagogische Methoden der Wissensvermittlung im Hinblick auf moderne, besucherorientierte Ausstellungs-Didaktik &#8211; neben den Forschungsans\u00e4tzen &#8211; entwickelt. Das Design wird vermehrt auf Interaktivit\u00e4t &#8211; mit neuen kommunikativen Schwerpunkten &#8211; ausgerichtet. Moderne Multimedia-Ans\u00e4tze in Kombination mit neuen architektonischen Vorstellungen sollen das Projekt der Konzeptionierung erg\u00e4n-zen.<br \/>\nIn einem 1. Arbeitsschritt werden die Inhalte der verschiedenen didaktischen Prinzipien am Beispielen definiert. In einem 2. Arbeitsschritt werden verschiedene beispielhafte Anwendungen entworfen, die in den folgenden Arbeitsschritten des Haupt-Projektes gebaut werden. Werbung und Marketing nehmen auf diese didaktischen Methoden Bezug.<br \/>\nDas didaktische Konzeptionierungs-Team besteht aus etwa 8 Personen. Die durch dieses Team ausgew\u00e4hlten Beispiele sollen den Besuchern auch ihren pers\u00f6nlichen Alltags-Bezug zu den dargestellten Ph\u00e4nomenen und Problemen aufzeigen. Durch eigenes \u00dcben, Handeln, Suchen, Fragen und Antworten er-gibt sich ein Gewinn an Identit\u00e4t \u00fcber den Weg eigener Aktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Konzeptionierungsprojekt zum ZMTW hat gute neue Ans\u00e4tze f\u00fcr den Bereich der technischen Biologie und der \u00d6kotechnologie gefunden, um die Ergebnisse der Wissenschaften in dem multifunktionalen Zukunftszentrum zeigen zu k\u00f6nnen. Die Umsetzung des Konzeptionierungsprojektes hat bewusst pa-rallel zur ersten Projektphase des Hauptprojekts stattgefunden, weil dadurch die theoretischen Ans\u00e4tze der Vorstudien besser in Bezug auf ihre Realisierbarkeit hin \u00fcberpr\u00fcft werden konnten. Au\u00dferdem war es m\u00f6glich, w\u00e4hrend sieben Wochen der ersten Hauptprojektphase bereits die Reaktionen der etwa 2000 Besucher in dieser Zeit auf die verschiedenen Ausstellungsbereiche im gr\u00f6\u00dferen Rahmen &#8211; wenn auch nicht detailliert &#8211; auszuwerten. In Bezug auf neue Ausstellungstechniken wurde vor allem Wert auf die attraktiven Freiland-Gro\u00dfmodelle und die gro\u00dfen Indoor-Modelle gelegt, wobei vor allem die Betrachtungsweite von urspr\u00fcnglich 1 &#8211; 1,5 m Besucherabstand auf 2 &#8211; 5 m Abstandsweite im Indoor-Bereich und auf 5 &#8211; 30 m Abstandsweite im Outdoor-Bereich (Freiland) ausgedehnt werden konnte.<br \/>\nDurch dieses bisher im biologischen Modellbereich in Europa nicht konsequent genutzte Ausstellungs-prinzip Freiland-Modelle und Gro\u00df-Modelle in Kombination wurde nicht nur eine erh\u00f6hte Aufenthaltsdauer der Besucher bei jedem einzelnen Projekt, sondern auch eine gr\u00f6\u00dfere Attraktivit\u00e4t insgesamt erreicht. Dies ergaben die bisherigen Voruntersuchungen.<br \/>\nIn Bezug auf ein Umweltbildungskonzept wurden die neueren Ergebnisse der P\u00e4dagogik- und Didaktik-Forschung zur Bildung f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung konzeptionell eingearbeitet.<br \/>\nIm Multimedia-Bereich wurden Vorarbeiten f\u00fcr eine Animation zum Thema Technische Leistungen der B\u00e4ume durchgef\u00fchrt. Im Bereich Architektur wurden die theoretischen Anspr\u00fcche zur \u00dcbernahme der organismischen Gewebe-Konzepte im Bereich des Ausstellungshauses realisiert. Die Umsetzung der \u00c4sthetik-Anspr\u00fcche (siehe das Buch Elementare Kunst in der Natur- Textautor und partieller Bildautor B. Heydemann) ist in dem ersten Teil der Gesamtanlage \u00fcberwiegend gut gelungen. Das Rahmen-Werbekonzept wurde bereits in den letzten sieben Wochen erprobt (inklusive zahlreicher F\u00fchrungen). Dasselbe gilt f\u00fcr das Marketing-Konzept. Es folgt jetzt die weitere Umsetzung der Inhalte der Konzeptionierung w\u00e4hrend des folgenden weiteren Ausbaus. Dabei l\u00e4uft der Besucher-Strom in bestimmten Teilen neben den Bauarbeiten weiter. Mit den Besuchern (auch Fachleuten) wird die Umsetzung der Konzeptionierung st\u00e4ndig diskutiert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die angelaufenen Werbe-, Marketing- und \u00d6ffentlichkeitsarbeiten f\u00fchrten schon zu einem guten Besuchererfolg. Dar\u00fcber hinaus haben die Kooperations-Kontakte mit der Universit\u00e4t Rostock und den Fachhochschulen Neubrandenburg und Wismar zu zahlreichen Vorarbeiten f\u00fcr gemeinsame Aktivit\u00e4ten in Forschung, Lehre, Entwicklung und Erprobung gef\u00fchrt. Das Kultusministerium Schwerin hat sich f\u00f6rdernd eingeschaltet. Die Berufung von Prof. Heydemann in den wissenschaftlichen Beirat des Umweltministeriums f\u00f6rdert die Kooperation mit diesem. Der Aufbau einer ministeriellen Fachkommission aus ca. 10 Abteilungsleitern (Ministerialdirigenten) aus sechs Ministerien f\u00f6rdert die Kooperation des ZMTW mit allen relevanten \u00c4mtern (Vorsitzender der Kommission Staatssekret\u00e4r Dr. Hiltner, Kultusministerium).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es konnte die Genehmigung der Nieklitzer \u00d6kologie und \u00d6kotechnologie-Stiftung aufgrund der geschilderten Vorarbeiten erreicht werden. Die Mitwirkung des Landtagspr\u00e4sidenten Schwerin (H. K\u00fcssner) im Kuratorium der Stiftung bringt das Landesparlament in gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zum ZMTW-Projekt. Aufgrund der Vorprojekt-Arbeiten ist die Landesregierung durch den Stellvertretenden Staatssekret\u00e4r im Umweltminis-terium, Dr. Beckmann, auch im Vorstand der Nieklitzer Stiftung vertreten.<br \/>\nDas Fazit des Vorprojektes liegt in einer umfassenden konzeptionellen, organisatorischen und strategischen Vorarbeit und Hintergrund-Leistung f\u00fcr das Hauptprojekt des ZMTW<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt Zukunftszentrum Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik &#8211; Wissenschaft (ZMTW) in Nieklitz soll die Natur als Ideen-Tr\u00e4ger f\u00fcr die L\u00f6sung \u00f6kologischer, \u00f6kotechnischer und organisatorischer Probleme des Menschen nutzen und dadurch Fortschritte auf dem Gebiet Nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21-Umsetzung erzielen. 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