{"id":21565,"date":"2025-07-11T10:32:04","date_gmt":"2025-07-11T08:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08363-01\/"},"modified":"2025-07-11T10:32:05","modified_gmt":"2025-07-11T08:32:05","slug":"08363-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08363-01\/","title":{"rendered":"COUP 21 &#8211; Netzwerk f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen des Netzwerkes COUP21 zwischen der Stadt N\u00fcrnberg und Unternehmen sollte erarbeitet werden, wie das abstrakte Ziel Nachhaltigkeit konkret auf Unternehmensebene, aber auch als politischer Ansatz in einer Region umgesetzt werden kann. Die Beteiligten wollten Praxiserfahrungen sammeln, Praxisbeispiele erarbeiten und konkrete Handlungsempfehlungen geben. Leitgedanke: Umweltmanagement ist eine gute Arbeitsgrundlage, reicht aber nicht aus, um nachhaltige Wirtschaftsweisen zu erzeugen. Die Unternehmen m\u00fcssen eigenverantwortlich handeln. Statt staatlicher Vorgaben ist eine freiwillige Zusammenarbeit zwischen Kommune und Unternehmen erfolgversprechend.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Netzwerk COUP21 hatte drei verschiedene Arbeitsebenen:<br \/>\n1.\tEntwicklung von Managementtools,<br \/>\n2.\tKommunikation, \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Motivationsarbeit,<br \/>\n3.\tWissenschaftliche Begleituntersuchung (Netzwerk-Akteurs-Analyse).<br \/>\nZu 1: Auf der inhaltlichen Ebene ging es darum, Managementtools f\u00fcr Nachhaltigkeit zu erfassen, zu bewerten und neu zu entwickeln. COUP21 griff den Ansatz der Integrierten Produktpolitik auf, orientierte sich dabei an der Analyse der Wertsch\u00f6pfungskette (von Produktplanung bis Nutzung\/Konsum) und versuchte die ausschlie\u00dflich \u00f6konomische Betrachtungsweise um \u00f6kologische und soziale Kriterien zu erweitern. Diese zus\u00e4tzlichen Nachhaltigkeitskriterien wurden auch herangezogen, um umfassende F\u00fchrungsmodelle und Managementsysteme, wie das EFQM Modell f\u00fcr Excellence, zu erweitern. Mit beiden Bereichen verbunden waren Pilotprojekte in Unternehmen.<br \/>\nZu 2: Die Zielgruppe Unternehmen bedingt eine fundierte und systematische \u00d6ffentlichkeits- und Motivationsarbeit. COUP21 griff auf Basis eines PR-Konzeptes auf klassische PR-Instrumente zur\u00fcck, differenzierte diese nach den unterschiedlichen F\u00fchrungsebenen, nutzte die Signalwirkung bzw. Vorbildfunktion der Kommunalpolitik und \u00f6ffentlichen Verwaltung und baute auf verbindliche, pers\u00f6nliche Kontakte.<br \/>\nZu 3: Um Anwendungsempfehlungen f\u00fcr weitere Kommunen geben zu k\u00f6nnen, wurden die Erfolgsfaktoren und Verbesserungspotenziale der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Unternehmen mittels einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung durch das Deutsche Institut f\u00fcr Urbanistik herausgearbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als wichtigste Ergebnisse der zweij\u00e4hrigen Projektlaufzeit lassen sich folgende wesentlichen Punkte bilanzieren:<br \/>\nEin Leitfaden zur Integrierten Produktpolitik (IPP) als eine m\u00f6gliche Handlungsempfehlung zum praktischen Einstieg in die IPP zusammen mit praxisnahen Leitfragen (sog. Checklisten) wurde erarbeitet. Das Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Landesentwicklung und Umweltfragen betrachtet das Netzwerk COUP21 als ein gut geeignetes Beispiel f\u00fcr eine erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kommune\/Umweltbeh\u00f6rde. > www.ipp-bayern.de<br \/>\nEntwicklung und Erprobung des Sustainable Excellence Ansatzes und Integration in das EFQM Modell 2004. Gr\u00fcndung der Sustainable Excellence Group, um den Ansatz kontinuierlich weiter zu entwickeln und mit Office der EFQM in Br\u00fcssel weiter zusammen zuarbeiten. > www.sustainable-excellence.de<br \/>\nVerabschiedung des Nachhaltigkeitspaktes smile for business excellence am 07.05.2001 mit verschiedenen Unternehmen, Verb\u00e4nden und Institutionen. Ziel war es, Nachhaltigkeit durch die Umsetzung der darin enthaltenen Selbstverpflichtungen zu konkretisieren und regelm\u00e4\u00dfig zu bilanzieren. > www.smile-management.de<br \/>\n1. N\u00fcrnberger Nachhaltigkeitskongress am 11.03.2003; erstmalige Verleihung des N\u00fcrnberger Nachhaltigkeitspreises f\u00fcr Unternehmen auf dem Nachhaltigkeitskongress. www.nuernberg-nachhaltig.de<br \/>\nBeitritt der Stadt N\u00fcrnberg zum UN Global Compact im Februar 2003 als weltweit 2. (nach Melbourne\/Australien) und europaweit 1. Kommune. > www.nuernberg-nachhaltig.de\/n_globalcomp.htm<br \/>\nErkenntnisse zu Erfolgsfaktoren und Problembereichen der Kooperation zwischen Stadt und Unternehmen in Form eines Netzwerkes f\u00fcr Nachhaltigkeit liegen vor. Eine gesonderte Netzwerk-Akteurs-Analyse durch das Deutsche Institut f\u00fcr Urbanistik (DIFU) gibt wichtige Hinweise f\u00fcr andere Kommunen oder Organisationen, die mit Nachhaltigkeits-Netzwerken erfolgreich arbeiten wollen. \u00e8 www.coup21.de<br \/>\nDas Netzwerk COUP 21 konnte bei den beteiligten Unternehmen ein Bewusstseinswandel zu mehr an Nachhaltigkeitsans\u00e4tzen ausgerichteten Wirtschafts- und Handlungsweisen verankern. Der sperrige Begriff Nachhaltigkeit wurde transparenter und in seiner Wechsel-Wirkung zwischen \u00d6konomie -\u00d6kologie &#8211; Sozialem und Kulturellem f\u00fcr die Unternehmen in Stadt und Region N\u00fcrnberg m\u00f6glichst praxisnah gestaltet. Insgesamt war vor allem der Austausch unterschiedlicher Akteure aus unterschiedlichen Branchen und Institutionen gewinnbringend. Damit haben sich neue, netzwerk\u00e4hnliche Kontakte kn\u00fcpfen lassen, die eine Basis f\u00fcr weitere Kooperationsprojekte \u00fcber den F\u00f6rderzeitraum hinaus darstellen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Umfangreiche \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Informationsm\u00f6glichkeiten auf Basis eines PR-Konzeptes \u00fcber das Internet in deutsch und englisch (www.coup21.de, www.smile-management.de, www.nuernberg-nachhaltig.de), \u00fcber einen newsletter, mailings, Ver\u00f6ffentlichungen, eigene Veranstaltungen und Pressearbeit. Erl\u00e4uterung und Werbung f\u00fcr den N\u00fcrnberger Weg zur Nachhaltigkeit bei den verschiedensten Veranstaltungen von EU, Bund und Freistaat Bayern, Verb\u00e4nden (z.B. IHK, DGQ, u.a.) sowie bei Nachhaltigkeitsinitiativen in Bremen, Heidelberg und Wuppertal.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Dem Netzwerk COUP21 ist es gelungen, Nachhaltigkeit f\u00fcr die Unternehmenspraxis anwendbar zu machen. Insbesondere die Konzepte zur Integrierten Produktpolitik und Sustainable Excellence fanden gro\u00dfe Beachtung und sind die Basis f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien auf Unternehmensebene in Deutschland und Europa. Nachhaltiges Wirtschaften ist noch kein Selbstl\u00e4ufer, bei intensivem Engagement und verbindlicher Verst\u00e4ndigung von Wirtschaft, Politik und Verwaltung k\u00f6nnen praktische Erfolge erzielt werden.Es m\u00fcssen jedoch permanent verantwortliche Promotoren koordinieren, motivieren und die Inhalte vorantreiben. F\u00fcr die kommunale Ebene ist dabei (politisch und finanzielle) Unterst\u00fctzung auf Landes-, Bundes- und Europaebene sowie durch Organisationen und Stiftungen mit entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche Projektarbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen des Netzwerkes COUP21 zwischen der Stadt N\u00fcrnberg und Unternehmen sollte erarbeitet werden, wie das abstrakte Ziel Nachhaltigkeit konkret auf Unternehmensebene, aber auch als politischer Ansatz in einer Region umgesetzt werden kann. Die Beteiligten wollten Praxiserfahrungen sammeln, Praxisbeispiele erarbeiten und konkrete Handlungsempfehlungen geben. 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