{"id":21525,"date":"2023-07-13T15:20:16","date_gmt":"2023-07-13T13:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17140-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:17","slug":"17140-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17140-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines neuen Schwerpunkts Wasser im Bereich der Umweltbildungsarbeit mit Jugendlichen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Immer wieder erleben Jugendliche Umweltprobleme und reflektieren diese im Blick auf ihre Zukunft. In Gespr\u00e4chen und Diskussionen sind sie oft aus pers\u00f6nlicher Betroffenheit sehr engagiert, machen auf Probleme aufmerksam und sind zu Verhaltens\u00e4nderungen bereit. Das Thema Wasser soll als ein neuer Schwerpunkt in Theorie und Praxis jungen Menschen nahe gebracht und die M\u00f6glichkeit der \u00dcbernahme von Verantwortung in einem Lebensbereich einge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDen p\u00e4dagogischen Schwerpunkt bildet Wasser als Element des Lebens, sowohl in theologischer als auch in biologischer Sicht. Wasserr\u00e4der und Dammpflege &#8211; W\u00e4hrend der internationalen Jugendbegegnungsma\u00dfnahme Eurocamp 2000 zum Thema perpetuum mobile wurde u. a. in zwei Workshops zum Thema Wasser und Wasserkraft gearbeitet. Nach der theoretischen Auseinandersetzung fertigten die Jugendlichen verschiedene Wasserr\u00e4der aus Holz an, die im nahegelegenen Bach zum Laufen gebracht wurden. Auf die Nutzung der Wasserkraft wurde bei einem Modell durch Antrieb von Klangk\u00f6rpern besonderen Wert gelegt. Aquarium und Pflege &#8211; Mit diesem Projekt soll keine Einzelaktion verbunden sein, sondern Jugendlichen soll das Anliegen der nachhaltigen Entwicklung im Umweltbereich bewusst gemacht werden. Praktisch wird das durch ein gro\u00dfes Aquarium verdeutlicht, das durch ein Oberlicht weitgehend auf nat\u00fcrliche Weise beleuchtet wird. Schautafeln, Ausstellung &#8211; Die Umweltfrage ist im Bereich Jugendseelsorge ein wichtiger Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr die Entwicklung eines eigenst\u00e4ndigen Verantwortungsbewusstseins. Auf der Grundlage der Sch\u00f6pfungslehre soll Jugendlichen ein st\u00e4ndiger Ansto\u00df f\u00fcr einen verantworteten Umgang mit der Natur gegeben und der Zusammenhang von Sch\u00f6pfungsverantwortung, Umweltwissen und praktischen Naturschutz vermittelt werden. Mit der Nutzung des Raumes sollen Schautafeln gefertigt werden, die auch als Ausstellung in den verschiedenen Gruppen dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch die Realisierung des neuen Gruppenraumes, der  mit einem gro\u00dfen S\u00fc\u00dfwasseraquarium ausgestattet wurde, wurden die Voraussetzungen geschaffen, um mit den Jugendlichen und Kindern gemeinsam weiter und intensiver die Thematik Wasser zu diskutieren. Dabei kommen die Themen Wasser als Grundlage des Lebens, Wasser als nat\u00fcrlicher oder k\u00fcnstlicher Lebensraum, Trink- und Abwasser, Wasser als Bedrohung immer wieder zur Sprache. So kommt es auch immer wieder dazu, dass verschiedene G\u00e4stegruppen den Raum gemeinsam mit in ihre Tages- und Abendgestaltung einbeziehen und dass es zu langen Beobachtungen am Aquarium kommt. Dadurch angeregt, wird die Pflege des Aquariums selbstverst\u00e4ndlich durchgef\u00fchrt. Dabei gehen alle mit gro\u00dfer Begeisterung zu Werke.<br \/>\nW\u00e4hrend der Einrichtungsphase des Aquariums haben wir feststellen m\u00fcssen, dass sich die geplante nat\u00fcrliche Beleuchtung als zu gering erwies. Deshalb musste sie durch leistungsf\u00e4hige Leuchtmittel ersetzt werden. Diese werden zeitgesteuert eingesetzt, um Tag- und Nachtphasen zu simulieren. Dadurch haben sich die Bedingungen im Lebensraum Wasser f\u00fcr die Fische und Pflanzen verbessert. Mit dem Einsatz von Schnellfiltern und von einem biologischen Filter, der Verwendung von Gr\u00fcnpflanzen im biologischen Filter und direkt im Becken (zur Reduzierung bzw. der Vernichtung von Bakterien), sowie dem Einsatz von nat\u00fcrlichen Wirkstoffen auf pflanzlicher Basis (Gerstenstroh, Erlenzapfen) gelingt es, die f\u00fcr den Fischbesatz erforderliche Wasserqualit\u00e4t ohne chemische Zus\u00e4tze stabil zu halten. Es hat sich ein stabiles \u00d6kosystem herausgebildet. Die Aufzeichnung des jeweiligen pH-Wertes \u00fcber den bisherigen Be-triebszeitraum wurde dokumentiert und grafisch dargestellt.<br \/>\nAm 12. \/13. August 2003 kam es aufgrund der ung\u00fcnstigen Wetterlage zu einem Hochwasser der Roten Wei\u00dferitz, welches die Ausma\u00dfe der bisherigen Fr\u00fchjahrs- bzw. Sommerhochwasser um ein Vielfaches \u00fcberstieg. Das Winfriedhaus wurde im Erdgeschossbereich etwa 70-80 cm \u00fcberflutet. Der durch die DBU gef\u00f6rderte Gruppenraum wurde total zerst\u00f6rt. Die Einrichtung des Aquariums ist vernichtet. Viele andere Einrichtungen des Hauses wurden durch das Wasser unbrauchbar gemacht. Die Vegetation, die im Grundst\u00fcck und auf dem nahegelegenen Damm vorhanden war, wurde durch eine etwa 80 cm hohe Sandablagerung total vernichtet. W\u00e4hrend der Stunden des Hochwassers haben wir  zusammen mit un-seren G\u00e4sten das Wasser als Bedrohung erfahren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch die Beratung einer Dresdener Fachzoohandlung gab es unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten wichtige Hinweise zur Umsetzung der Umweltbildungsarbeit in die Praxis.<br \/>\nDie meist jugendlichen G\u00e4ste und Kinder aus Sachsen und Th\u00fcringen geben Ihre Erfahrungen mit dem Thema Wasser in ihrem eigenen Lebensumfeld weiter und wirken somit als Multiplikatoren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die verschiedensten M\u00f6glichkeiten in dem und durch den neuen Raum ergeben sich f\u00fcr die Jugendlichen und Kinder in der Jugendbildungsst\u00e4tte Winfriedhaus neue Ans\u00e4tze zu \u00dcberlegungen. Sie denken \u00fcber Umweltproblematiken gemeinsam mehr nach und setzen sich in ihrem eigenen Lebensumfeld aktiv damit auseinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Immer wieder erleben Jugendliche Umweltprobleme und reflektieren diese im Blick auf ihre Zukunft. In Gespr\u00e4chen und Diskussionen sind sie oft aus pers\u00f6nlicher Betroffenheit sehr engagiert, machen auf Probleme aufmerksam und sind zu Verhaltens\u00e4nderungen bereit. 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