{"id":21520,"date":"2023-07-13T15:20:16","date_gmt":"2023-07-13T13:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17134-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:16","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:16","slug":"17134-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17134-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung von Umweltkommunikationsma\u00dfnahmen im Rahmen des Projektes Kulturlandschaft 2000"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Gesamtprojekt Kulturlandschaft 2000 ist ein assoziiertes Projekt des EXPO-Projektes Faszination Boden der OBE 2000. Die einzelnen Bestandteile dieses Projektes stellen Variationen zum Thema Mensch, Garten und Umwelt dar. Der Besucher wird auf die verschiedenen Formen des Garten-, Natur- und Umweltverst\u00e4ndnisses aufmerksam gemacht und wird ermutigt, Ideen mitzunehmen und selbst auszuprobieren. Das Hauptthema Garten und Landschaft bildet die Basis f\u00fcr eine umfassende Umweltkommunikation und Umweltinformation. Aus der im Projekt realisierten direkten sinnlichen Konfrontation mit nat\u00fcrlichen Prozessen entwickelt sich eine unmittelbare Bereitschaft zur Mitwirkung an Garten- und Umweltgestaltung im eigenen Alltag des Besuchers.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Einzelprojekt Wo ist Arkadien wird Gartengestaltung mit Recycling-Material auf der Roseninsel realisiert. Dadurch wird vermittelt, dass Bauschutt und Altmaterial durch kreative R\u00fcckf\u00fchrung in den Naturkreislauf eine eigene \u00c4sthetik entwickelt.<br \/>\nDie Themeng\u00e4rten rund um das Ippenburger Schlo\u00df dienen der sinnlichen Anregung und fachlichen Information der Besucher gleicherma\u00dfen. Zu jedem Themengarten wird ein Pflanzplan erstellt, der genaue Auskunft \u00fcber Zusammenstellung, Standortanspr\u00fcche und Herkunft der verwendeten Pflanzen enth\u00e4lt.<br \/>\nUnter dem Titel Fest der Gartenkunst wird ein internationaler Wettbewerb der Garten- und Landschaftskunst auf dem s\u00fcdlichen Parkgel\u00e4nde durchgef\u00fchrt. Die vorgestellten Siegerg\u00e4rten er\u00f6ffnen einen neuen Diskurs \u00fcber Gartenkunst als konkrete Vision zum Verh\u00e4ltnis Mensch-Natur-Umwelt. \u00d6kologische, kulturelle und soziale Fragestellungen werden durch die k\u00fcnstlerische \u00c4sthetik der G\u00e4rten auf einer herausgehobenen Ebene vermittelt.<br \/>\nZwei Gartenmessen und die halbj\u00e4hrige \u00d6ffnung an Wochenenden stellen die n\u00f6tige \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr Umweltkommunikation und Umweltinformation her. In mehreren Brosch\u00fcren, in Vortr\u00e4gen und Lesungen, durch Internet-Angebote, durch ein Infozentrum und einen Sch\u00fclerwettbewerb wird die Verkn\u00fcpfung von Mensch, Garten und Umwelt veranschaulicht.<br \/>\nF\u00fcr die umfangreichen praktischen Vorarbeiten, Gel\u00e4ndepflege, Abfallentsorgung, Auf- und Abbaut\u00e4tigkeiten wird Personal als Eigenleistung gestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Ziel, Umweltverst\u00e4ndnis und Umweltbildung durch sinnliche Erfahrung zu wecken und zu f\u00f6rdern, kann als erreicht angesehen werden. Die Reaktionen der Besucher, Gespr\u00e4che und Diskussionen zeigten, dass der Garten als Schl\u00fcssel zum Umweltverst\u00e4ndnis betrachtet werden kann. Das Wachsen, Werden und Vergehen in der Natur zeigt dem Betrachter Parallelen zum menschlichen Leben und weckt das Gef\u00fchl der N\u00e4he zur Natur; eine unerl\u00e4ssliche Voraussetzung f\u00fcr die Bereitschaft, Natur und Umwelt zu verstehen.<br \/>\nDie Erkenntnis, dass die Kraft der Natur das Kulturschaffen des Menschen sukzessive zur\u00fcckerobert, l\u00e4sst seine Achtung vor der Natur wachsen. Hierin liegt eine weitere, wichtige Voraussetzung f\u00fcr das Umweltverst\u00e4ndnis. Der Anblick der Sch\u00f6nheit und Vielfalt weckt die Liebe zur Natur; die am Anfang je-des Umweltengagements stehen sollte.<br \/>\nDie sinnliche Begegnung mit den vielf\u00e4ltigen Formen der Garten- und Landschaftsgestaltung, die dem Besucher w\u00e4hrend der Ausstellungen und vor allem auch w\u00e4hrend der \u00d6ffnung an allen Wochenenden zwischen Juni und Oktober m\u00f6glich wurde, ermutigte viele Betrachter zur Nachahmung. Nicht wenige Besucher verlie\u00dfen das Ausstellungsgel\u00e4nde mit dem festen Entschluss, zuhause alles umzukrempeln. Die vielf\u00e4ltigen Beispiele naturnaher Gartenprojekte vermittelten den zahlreichen Besuchern  das Gef\u00fchl, dass diese Form der Gartengestaltung im Trend liegt. Die Bereitschaft zur aktiven Umweltgestaltung f\u00e4ngt im eigenen Garten an. Wer ein Pfl\u00e4nzchen aufgezogen hat, wird keins mehr zertreten; wer einen eigenen Garten angelegt hat, wird nie mehr M\u00fcll achtlos ins Geb\u00fcsch werfen. Der Garten wird zu einem Schl\u00fcssel f\u00fcr das Tor, das zur\u00fcck zur Natur f\u00fchrt. Damit wird der Keim f\u00fcr ein intaktes Umweltverst\u00e4ndnis gelegt. Der Vorteil einer Didaktik, die mit vielen Beispielen und sinnlicher Erfahrbarkeit arbeitet; die auch die \u00e4sthetische Komponente ber\u00fccksichtigt, liegt darin, dass sie als solche kaum wahrgenommen wird. Wir glauben, dass die Wirkung im Sinne einer erfolgreichen Umweltkommunikation nicht ausbleiben wird.<br \/>\nSomit l\u00e4sst sich feststellen, dass die Ziele des Projektes im Hinblick auf die Umweltkommunikation weitgehend erreicht wurden. Hierbei kann es sich aber nur um einen Etappensieg handeln, denn es wurde erst ein Keim gelegt. Das Ziel einer hohen Besucherzahl wurde mit \u00fcber 60.000 zwischen Juni und Oktober 2000 erreicht. Der Zeitplan konnte trotz gr\u00f6\u00dfter Probleme mit der Witterung im zeitigen Fr\u00fchjahr ebenfalls eingehalten werden.<br \/>\nDer Erfolg konnte auch an den Reaktionen der Besucher abgelesen werden: Sie waren sehr unterschiedlich, aber durchgehend positiv. Ein wichtiges Zeichen f\u00fcr den Erfolg des Konzeptes war u. a. auch die Tatsache, dass trotz fehlender M\u00fclleimer w\u00e4hrend der  Wochenend-\u00d6ffnung nicht ein St\u00fcck Papier im Garten liegen blieb. Das Projektteam sieht sich auch durch ein solches kleines Indiz in seinen Intentionen best\u00e4tigt. \u00c4hnliche Veranstaltungen in den Folgejahren werden zu einer nachhaltigen Bewusstseins\u00e4nderung pro Garten- und Umweltgestaltung f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Flyer Fest der Gartenkunst, der einerseits \u00fcber das Projekt Kulturlandschaft 2000 berichtete und andererseits die Cross-Garden &#8211; Route kommentierte, wurde mit einer Auflage von 160.000 gedruckt. Dieser Flyer wurde au\u00dferdem in verschiedenen Zeitschriften und Informationsbl\u00e4ttern eingelegt und an wichtigen Orten verteilt.<br \/>\nDie Brosch\u00fcre Ein gr\u00fcnes Geheimnis wurde 100.000 gedruckt und ebenfalls in eine Fachzeitschrift eingelegt. Fachpresse und Tagespresse berichteten ausf\u00fchrlich \u00fcber das Projekt, ebenso Rundfunk und Fernsehen. Ein Teil des Presseechos ist in der beigelegten Dokumentation Review-Preview nachzulesen. Der Katalog Fest der Gartenkunst wurde zweisprachig deutsch\/englisch verfasst und mit einer Auflage von 20.000 St\u00fcck gedruckt und w\u00e4hrend des Festivals und an den Wochenenden verkauft und w\u00e4hrend der Herbst-Ausstellung an die Besucher verschenkt. Einen wichtigen Beitrag leistete in diesem Zusammenhang der Internetauftritt, der mit weit \u00fcber 15.000 Besuchen stark frequentiert wurde. Bei dem EXPO-Symposium Welt als Garten im Juni 2000 in Hannover war Kulturlandschaft 2000 mit einem Stand vertreten, wie auch bei dem Symposium Faszination Boden im September 2000 in Osnabr\u00fcck &#8211; gemeinsam mit der Gemeinde Bad Essen. Besonders ist zu betonen, dass die Berichterstattung durch-gehend sehr positiv war und dass in den Medien &#8211; je nach Interesse &#8211; vielf\u00e4ltige Aspekte des Projektes kommentiert wurden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend kann festgestellt werden, dass die Vorgehensweise zielgerichtet und effektiv war. Allerdings sollten die Ans\u00e4tze unbedingt fortgef\u00fchrt werden, wenn auch in kleinerem Rahmen. Die sinnliche Erfahrbarkeit einzelner Teilprojekte sollte gegen\u00fcber intellektuellen und experimentellen Beitr\u00e4gen Vorrang haben. Letztere sind aber in ausgewogener Dosierung vermittelbar, wenn der Besucher in einem \u00e4sthetisch ansprechenden  und seine Lebenswirklichkeit abbildenden Gartenumfeld die Bereitschaft zur Umweltkommunikation entwickelt. Der sehr aufwendige und inhaltlich sehr tiefsch\u00fcrfende Katalog fand nicht in erwartetem Umfang seine K\u00e4ufer. Die Bereitschaft zu einer derart weitgehenden Auseinandersetzung mit den Intentionen der Projekte ist nur bei einer Minderheit vorhanden. Deren Begeisterung jedoch konnte diesen Wehrmutstropfen etwas abmildern. Da viele Besucher des Herbst-Festivals diesen Katalog als Geschenk mit nachhause nehmen konnten, ist hiervon wohl noch eine Langzeitwirkung zu erwarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Gesamtprojekt Kulturlandschaft 2000 ist ein assoziiertes Projekt des EXPO-Projektes Faszination Boden der OBE 2000. Die einzelnen Bestandteile dieses Projektes stellen Variationen zum Thema Mensch, Garten und Umwelt dar. 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