{"id":21512,"date":"2024-11-27T10:36:10","date_gmt":"2024-11-27T09:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17100-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:12","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:12","slug":"17100-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17100-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Umweltkommunikation f\u00fcr Kinder und Jugendliche in den Massenmedien: Zeitungsprojekt Grenz\u00fcberschreitungen &#8211; Jugendliche Bauen Br\u00fccken zwischen Ost und West im Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>10 Jahre nach dem Fall der Mauer hinkt die innere Einheit zwischen den Menschen in den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern der \u00e4u\u00dferen, staatlich-politischen Einheit Deutschlands noch deutlich hinterher. Vor diesem Hintergrund sollen die positiven Effekte, die Jugend und Umwelt &#8211; Partnerschulen im Dialog (1.10.1997 &#8211; 30.9.2000) bei der gegenseitigen Ann\u00e4herung und Verst\u00e4ndigung von Sch\u00fclern aus den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern erzielt hat, durch Begegnungswochen im Internationalen Be-gegnungszentrum St. Marienthal noch verst\u00e4rkt werden. Gleichzeitig sollen die grenz\u00fcberschreitende Umweltbildung und der interkulturelle Dialog zwischen Jugendlichen aus Deutschland, Polen und Tschechien gef\u00f6rdert und f\u00fcr das avisierte umweltp\u00e4dagogische Projekt Jugend und Umwelt &#8211; grenz\u00fcberschreitende Kooperationen (1.10.2000 &#8211; 30.9.2003) erprobt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenW\u00e4hrend der insgesamt zehn Begegnungswochen in St. Marienthal (23. Jan. &#8211; 14. Apr. 2000) f\u00fchren die jeweiligen Sch\u00fclergruppen mit ihren Partnern Projekte, Workshops und Exkursionen zu Themen aus dem Bereich Umwelt\/Umweltschutz im schwarzen Dreieck, zum deutsch-deutschen Einigungsprozess, zum Schul- und Bildungssystem und zu Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur Polens und Tschechiens durch. Die deutsch-deutschen, deutsch-polnischen und deutsch-tschechischen Sch\u00fclergruppen be- und erarbeiten die teils vorgegebenen, teils selbst gew\u00e4hlten Themen gemeinsam und lernen so sich und ihre Nachbarn besser kennen und verstehen. Die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit und ihrer Gespr\u00e4che halten sie in Erfahrungsberichten fest, die f\u00fcr das Gelingen der grenz\u00fcberschreitenden Umweltbildung und -recherchen im Rahmen von Jugend und Umwelt &#8211; grenz\u00fcberschreitende Kooperationen zwischen deutschen und polnischen und deutschen und tschechischen Sch\u00fclern fruchtbar gemacht werden sollen. Einige Sch\u00fclergruppen f\u00fchren unter Begleitung einer Redakteurin der F.A.Z. Umweltrecherchen im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet durch, deren Ergebnisse auf einer Sonder-seite in der F.A.Z. ver\u00f6ffentlicht werden sollen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Entsprechend der Zielsetzung des Projekts stand in der einen H\u00e4lfte der Begegnungswochen der innerdeutsche Dialog im Vordergrund, in der anderen H\u00e4lfte der europ\u00e4ische, interkulturelle Dialog zwischen deutschen, polnischen und tschechischen Jugendlichen. Thematische Klammer und inhaltlicher Schwerpunkt aller Begegnungswochen bildeten Umweltthemen im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet.<br \/>\n(1) Als ein Ergebnis der innerdeutschen Begegnungswochen hat sich &#8211; unabh\u00e4ngig davon, ob sich die Sch\u00fcler bereits aus der Partnerschaft im Rahmen des Projekts Jugend und Umwelt &#8211; Partnerschulen im Dialog kannten oder sich zum ersten Mal begegnet sind, folgende Tendenz herauskristallisiert: die Art und Weise, wie die jungen Leute aus den alten und aus den neuen Bundesl\u00e4ndern miteinander umgingen und kommunizierten, deutet auf eine Normalisierung hin: Ob sie miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen, aufeinander zugehen, sich sympathisch finden oder nicht, sehen die Sch\u00fcler v\u00f6llig losgel\u00f6st von ihrer Herkunft aus der alten Bundesrepublik bzw. der ehemaligen DDR. Das Klischee des Gegensatzes zwischen Ossis und Wessis ist in diesen Wochen eindrucksvoll widerlegt worden.  Wo es zu kontroversen Standpunkten kam, verlief die Frontlinie vielmehr quer zu diesem &#8211; vermeintlichen &#8211; Gegensatz.<br \/>\n(2) \u00c4hnlich normal, d.h. nicht anders als zwischen deutschen Jugendlichen, verlief die Begegnung zwischen den deutschen und polnischen bzw. den deutschen und tschechischen Sch\u00fclern. Beg\u00fcnstigt wurde diese gegenseitige Ann\u00e4herung durch altersbedingte gemeinsame Interessen, die z.T. sehr guten Deutschkenntnisse der polnischen und tschechischen Jugendlichen und durch die Unterbringung im IBZ, die aufgrund des homogenen \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbildes der Jugendlichen (Kleidung &#8230;) soziale Unter-schiede nicht hervortreten lie\u00df. Die getrennte Unterbringung der jeweiligen Gruppen im IBZ hat jedoch das pers\u00f6nliche Kennenlernen nicht so sehr gef\u00f6rdert, weil sie die verst\u00e4ndliche Neigung verst\u00e4rkte, sich mehr der eigenen statt der fremden Gruppe zuzuwenden. Mit Vorurteilen gingen die Jugendlichen selbstkritisch um, bot ihnen doch die pers\u00f6nliche Begegnung ausreichend Gelegenheit, sie selber zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br \/>\n(3) Dar\u00fcber hinaus konnten sich alle Projektteilnehmer w\u00e4hrend ihrer Begegnungswoche im Rahmen von Workshops und Exkursionen ein eigenes umfassendes Bild und Urteil von Land und Leuten des Nachbarlandes machen. Vor allem die Besuche polnischer und tschechischer Schulen gab ihnen authentische Einblicke in das polnische bzw. tschechische Bildungssystem und den Schulalltag ihrer Altersgenossen. Aufmerksam haben die Sch\u00fcler in ihren Erfahrungsberichten die Unterschiede wie die Gemeinsamkeiten notiert, die ihnen w\u00e4hrend ihrer Exkursionen und der pers\u00f6nlichen Begegnung mit den Altersgenossen aus dem Nachbarland aufgefallen sind &#8211; die deutschen Sch\u00fcler prononcierter als die polnischen und tschechischen.<br \/>\n(4) Die Besichtigung und Erarbeitung konkreter Umweltprobleme und -projekte im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet hat den Sch\u00fclern die historisch bedingten Besonderheiten dieser Region sowie den Sinn und die Notwendigkeit grenz\u00fcberschreitender Umweltschutzma\u00dfnahmen vor Augen gef\u00fchrt. Mit der Energie\u00f6kologischen Modellstadt Ostritz-St.Marienthal als einem Vorbild nicht nur f\u00fcr diese Region haben sich alle Sch\u00fclergruppen intensiv auseinandergesetzt. Auch jenseits der Grenze, in Polen und Tschechien, haben sich die Sch\u00fcler an ausgew\u00e4hlten Beispielen \u00fcber die Umweltsituation vor Ort kundig machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mit den journalistischen Recherchen zweier deutscher und zweier polnischer Klassen \u00fcber Umweltthemen und -projekte in Deutschland (Energie\u00f6kologische Modellstadt), Polen (Braunkohlekraftwerk Turow) und Tschechien (Baumschule im Isergebirge), deren Resultate in der F.A.Z. vom 31. Mai und 9. Okt. 2000 auf jeweils einer Seite ver\u00f6ffentlicht worden sind, hat dieses umweltp\u00e4dagogische Projekt bundesweite Publizit\u00e4t erlangt. Verst\u00e4rkt wurde dieser Effekt durch die Ver\u00f6ffentlichung von Reise- und Erfahrungsberichten der beteiligten Sch\u00fclergruppen in diversen regionalen Tageszeitungen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Eine durch die Erfahrungsberichte der beteiligten Sch\u00fcler best\u00e4tigte Erkenntnis der zehn Begegnungswochen im IBZ besteht darin, dass die Beziehungen zwischen diesen jungen Menschen aus den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern keinesfalls dem Ossi-Wessi-Klischee entsprechen. In \u00e4hnlicher Weise war auch die Atmosph\u00e4re der Begegnungen zwischen deutschen, polnischen und tschechischen Jugendlichen unproblematisch, offen-neugierig und freundlich. In dieser Hinsicht wie im Hinblick auf die grenz\u00fcberschreitenden journalistischen Umweltrecherchen waren die Begegnungswochen im IBZ zugleich ein erfolgreicher und vielversprechender Testlauf f\u00fcr das avisierte europ\u00e4ische Projekt Jugend und Umwelt &#8211; grenz\u00fcberschreitende Kooperationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens 10 Jahre nach dem Fall der Mauer hinkt die innere Einheit zwischen den Menschen in den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern der \u00e4u\u00dferen, staatlich-politischen Einheit Deutschlands noch deutlich hinterher. 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