{"id":21482,"date":"2024-11-27T10:36:10","date_gmt":"2024-11-27T09:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/17014-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:12","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:12","slug":"17014-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/17014-01\/","title":{"rendered":"Initialisierung, Betreuung und Evaluation schulischer Projekte zur Lokalen Agenda 21"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt sollte dokumentieren, wie weiterf\u00fchrende Schulen (im Stadtgebiet Duisburg) aktiv in Agenda 21-Prozesse eingebunden werden k\u00f6nnen und inwieweit \u00fcber den Bildungssektor ein hoher und repr\u00e4sentativer Bev\u00f6lkerungsanteil f\u00fcr die Ziele einer Lokalen Agenda 21 sensibilisiert und zur bislang unzureichenden Partizipation angeregt werden kann. In das Projekt war die Erprobung neuartiger Agenda 21-bezogener Schulpraktischer Studien integriert. Sie sollten u. a. ein Diskussionsbeitrag zur thematischen Neuorientierung und Professionalisierung der ersten Phase der Lehrerausbildung leisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Kern des Vorhabens bestand in der Initialisierung und Koordinierung von Agenda 21-Projekten an verschiedenen weiterf\u00fchrenden Schulen in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren aus den Stadtteilen. Die Projekte wurden von Lehramtsstudenten im Rahmen ihrer Schulpraktischen Studien betreut. Begleitend fanden Ma\u00dfnahmen zur Verbreitung der Agenda 21-Thematik in Bildungsinstitutionen statt: In zwei Lokalen Agenda 21-Bildungsforen konnten sich u. a. interessierte Lehrer informieren, Erfahrungen austauschen und beraten lassen. Um den Sch\u00fclern die Agenda 21 zu vermitteln, wurden ihre Inhalte auf verschiedene Schulformen und Klassenstufen abgestimmt. Ein wesentlicher Bestandteil des Vorhabens bestand in der Evaluation der Wirkung der Projekte sowie der Akzeptanz der Agenda 21-Thematik in der Lehrerschaft durch qualitative und quantitative Studien.<br \/>\nIn den ersten drei bis vier Monaten wurden die einzelnen Teilvorhaben vorbereitet (Kontaktaufnahme, Themenauswahl, Erprobung von Basisinformationen zum normativen Rahmen und Konzeption der Evaluationsstudien). Die folgenden sechs Monate dienten zur Initialisierung und Realisierung der Schulprojekte sowie der Implementierung des Agenda 21-Forums. Im Anschluss wurden die Projekte evaluiert und dokumentiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die wichtigsten Ergebnisse des Projektes im Rahmen des Schwerpunktes Schulische Projekte zur Lokalen Agenda 21:<br \/>\n\u00b7\tAn weiterf\u00fchrenden Schulen existiert eine allgemein positive Akzeptanz gegen\u00fcber der Thematik der Nachhaltigkeit. An vielen Schulen werden die Ans\u00e4tze einer Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung bereits umgesetzt, z. B. F\u00e4cher \u00fcbergreifender Unterricht, Kooperation mit Kollegen anderer F\u00e4cher\/ interdisziplin\u00e4rer Unterricht, Einbindung der Sch\u00fcler in Konzeption und Umsetzung des Unterrichts, Aufgreifen von aktuellen Themen aus dem direkten Lebensumfeld der Sch\u00fcler, Kooperation mit au\u00dferschulischen Partnern etc.<br \/>\n\u00b7\tDie Bildungsforen leisteten einen wichtigen Beitrag zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch der Lehrenden untereinander. Verschiedene Schulen berichteten \u00fcber ihre unterschiedlichen Ans\u00e4tze und Beispielprojekte, wodurch eine langfristige Vernetzung der Institutionen angesto\u00dfen werden konnte. (F\u00fcr die Gewinnung neuer Interessierter sind die bestehenden Anreizsysteme zu modifizie-ren.)<br \/>\n\u00b7\tDie Schulprojekte haben gezeigt, dass es m\u00f6glich ist, mit Sch\u00fclern aller Schulformen handlungsorientierte und aktuelle Projekte zur Nachhaltigkeit auf der lokalen Ebene umzusetzen. Trotz der Einmaligkeit der Projekte ergaben sich, neben der Heranf\u00fchrung der Sch\u00fcler an die Thematik, auch langfristige Folgen: einige Projekte hatten direkte Auswirkungen auf das kommunale Geschehen, z.B. im Bereich der Verkehrs- und Stadtplanung. Viele Gruppen werden \u00fcber die Projektdauer hinaus weiter an der Thematik arbeiten (AGs).<br \/>\n\u00b7\tEine Verstetigung der Behandlung mit dem Thema Nachhaltigkeit ist auch \u00fcber eine entsprechende Ausrichtung des schulischen Curriculums m\u00f6glich, das in einer Pilotphase erprobt wurde.<br \/>\n\u00b7\t\u00dcber die Einbindung von Lehramtsstudierenden im Rahmen der Schulpraktischen Studien konnte einerseits der personelle Rahmen der Schulprojekte verbessert werden und in anderen Lernformen gearbeitet werden (Kleingruppen, begleitete Freilanduntersuchungen etc.). Andererseits haben sich die Studierenden bereits in ihrer Ausbildung mit der Thematik der Nachhaltigkeit besch\u00e4ftigt und konkrete Umsetzungsm\u00f6glichkeiten kennen gelernt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ein wichtiger Bestandteil der sechs Schulprojekte war die \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Die Schule hat sich ge\u00f6ffnet und die gesellschaftlichen Akteure und Institutionen im Stadtteil bzw. im Schulumfeld wurden in das Projekt eingebunden (z. B. Kl\u00e4ranlagen, Stadtplanungsamt, Verkehrsbetriebe, Autohaus). Am Ende einiger Projekte wurden die Ergebnisse der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Diese, von den Sch\u00fclern konzipierten und durchgef\u00fchrten Pr\u00e4sentationen, wurden auch von den Vertretern der Presse besucht und dem-entsprechend dargestellt. Vorgestellt und diskutiert wurde das Projekt auch auf zwei Bildungsforen, dem 27. Schulgeographentag in Duisburg und in einigen Fachaufs\u00e4tzen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wird das Gesamtprojekt auch auf dem BLK-Kongress 2001 Zukunft lernen und gestalten in Osnabr\u00fcck (12. und 13.Juni 2001) vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es gibt gute Voraussetzungen, um Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung an Schulen umzusetzen. Allerdings sind in verschiedenen, oben beschriebenen Bereichen Potenziale vorhanden, die teilweise besser genutzt werden k\u00f6nnten (z. B. Kooperation von Schulen), teilweise ungenutzt sind (z. B. Nutzung der Schulpraktischen Studien). Dabei ist bei der Durchf\u00fchrung des Projektes deutlich geworden, dass die Agenda 21 nicht als Modethema empfunden wird. Im Gegenteil: diejenigen, die sich mit der Thematik auseinander gesetzt haben, erachten dies als ein \u00e4u\u00dferst wichtiges Element der Schule. Wenn sowohl die Basis in Form von Lehrern, Studierenden des Lehramts und Sch\u00fclern als auch die F\u00fchrung, d. h. die Politik, der Nachhaltigkeit eine derartig hohe Bedeutung zumessen, so m\u00fcssen die existierenden Defizite in der Mitte ausgeglichen und bestehende Potenziale besser genutzt werden, um eine Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung zu etablieren. Aus den Erfahrungen lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:<br \/>\n1.\tDie Lehramtsausbildung sollte verst\u00e4rkt auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, z. B. als Modul eines Bachelor-\/ Master Studiengang.<br \/>\n2.\tSchaffung einer vermittelnden Instanz zur Optimierung der Zusammenarbeit der Schulen untereinander, zwischen Schulen und Universit\u00e4ten sowie zwischen Bildungseinrichtungen und Kommune. Dies kann von einer Kompetenz- und Transferagentur geleistet werden. F\u00fcr eine solche innovative intermedi\u00e4re Organisation werden im Zusammenhang der Projekte erste Strukturen diskutiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt sollte dokumentieren, wie weiterf\u00fchrende Schulen (im Stadtgebiet Duisburg) aktiv in Agenda 21-Prozesse eingebunden werden k\u00f6nnen und inwieweit \u00fcber den Bildungssektor ein hoher und repr\u00e4sentativer Bev\u00f6lkerungsanteil f\u00fcr die Ziele einer Lokalen Agenda 21 sensibilisiert und zur bislang unzureichenden Partizipation angeregt werden kann. 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