{"id":21453,"date":"2023-07-13T15:20:10","date_gmt":"2023-07-13T13:20:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16954-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:11","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:11","slug":"16954-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16954-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Projekts Aufbau eines Umweltbildungsschwerpunkts am Grenzlandmuseum Eichsfeld"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Am Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen, auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Grenz\u00fcbergangs Du-derstadt\/Worbis, ist 2000 als Untervorhaben der Expo-Projektes: Das Eichsfeld &#8211; die grenzenlose Region: \u00dcberwindung der deutschen Teilung f\u00fcr Mensch und Natur eine Bildungsst\u00e4tte er\u00f6ffnet worden.<br \/>\nDie Bildungsst\u00e4tte &#8211; Teil des Gesamtkomplexes Grenzlandmuseum &#8211; befindet sich im Geb\u00e4ude einer ehemaligen Kantine der Grenztruppen. Ein sachgerechter Umbau des vom Verfall bedrohten Geb\u00e4udes war Voraussetzung f\u00fcr die Etablierung eines Umweltbildungsschwerpunktes in Teistungen. Sachausstattung und Schaffung der r\u00e4umlichen Voraussetzungen f\u00fcr den Bildungsbetrieb waren Gegenstand der F\u00f6rderung durch die DBU.<br \/>\nDie drei Schwerpunkte Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, Demokratie in Deutschland, \u00d6kologie und Umwelt bestimmen die Arbeit. Der \u00f6kologische Schwerpunkt tr\u00e4gt der Zielstellung \u00dcberwindung der deutschen Teilung f\u00fcr Mensch und Natur in besonderer Weise Rechnung, denn im Schatten der ehemaligen innerdeutschen Grenze hat sich im Zuge der deutschen Teilung ein Naturraum mit selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Der Lernort Naturschutzgebiet Grenzstreifen oder Gr\u00fcnes Band ist daher \u00fcberaus geeignet, im Umfeld eines allt\u00e4glichen Lebensraumes den Zugang zu Natur und Landschaft zu vertiefen und f\u00fcr die Wahrnehmung von Umweltproblemen, Ausma\u00df und Ursachen \u00f6kologischer Problemstellungen zu sensibilisieren. Das Grenzstreifenprojekt, ein 8 Kilometer langes unter Naturschutz stehendes Teilst\u00fcck des Gr\u00fcnen Bandes, das unmittelbar an der Bildungsst\u00e4tte liegt, erm\u00f6glicht einen anschaulichen, didaktisch attraktiv aufbereiteten Zugang zum Thema. Die Dauerausstellung Grenze-Land-Natur im Grenzlandmuseum sowie der Grenzlandweg, ein historisch-\u00f6kologischer Rundweg, bieten hervorragende Exkursionsm\u00f6glichkeiten im unmittelbaren Umfeld der Bildungsst\u00e4tte.<br \/>\nVerschiedenen Studien, darunter ein speziell erarbeitetes Gutachten Gerhard de Haans f\u00fcr einen inhaltlichen Schwerpunkt \u00d6kologie und Umwelt in der Erwachsenenbildungsst\u00e4tte am Grenzlandmuseum, verdeutlichten, dass die Standort- und Rahmenbedingungen, auch vor dem Hintergrund der seinerzeit bestehenden Unterversorgung an Umweltbildungseinrichtungen in Nordth\u00fcringen, ausgesprochen vielversprechend sind.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Ausbau der Bildungsst\u00e4tte und die Sachausstattung schufen die Voraussetzung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Umweltbildungsma\u00dfnahmen (Exkursions- und Laborger\u00e4te, Seminarausstattung, B\u00fcroeinrichtung). Auf dieser Grundlage wird seit 2000 das Profil des Hauses und das Seminarangebot konzeptionell entwickelt, und es wurden bereits unterschiedliche Veranstaltungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Jahresprogramm mit buchbaren Angeboten: Seit der Er\u00f6ffnung der Bildungsst\u00e4tte ist f\u00fcr die Jahre 2001 und 2002 ein buchbares Programm entwickelt worden, f\u00fcr dessen Durchf\u00fchrung ein Stamm von qualifizierten Honorardozenten zur Verf\u00fcgung steht. Die \u00f6kologischen Themen werden im Jahrespro-gramm der Bildungsst\u00e4tte angeboten, das gedruckt vorliegt und im Internet unter www.bildungsstaette-grenzlandmuseum-eichsfeld.de abgerufen werden kann.<br \/>\nEinzelveranstaltungen: Seit Aufnahme des Seminarbetriebs in der Bildungsst\u00e4tte wurden in allen Bereichen der \u00f6kologischen Jugend- und Erwachsenenbildung Einzelveranstaltungen und Multiplikatorenweiterbildungen durchgef\u00fchrt. Der Bereich \u00f6kologisch-biologische Veranstaltungen wurde durch Thementage, Seminare und Vortr\u00e4ge zum Grenzstreifenprojekt, durch die Sonderausstellung Gr\u00fcnes Band Th\u00fcringen im Herbst 2000 in der Bildungsst\u00e4tte sowie durch \u00f6kologische Wanderungen durch das Grenz-streifenprojekt abgedeckt. Im Bereich nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der Agenda 21 wurde eine Seminarreihe zum Thema \u00d6kologie am Bau durchgef\u00fchrt. Im Bereich Erlebnisp\u00e4dagogik wurden mehrere Nachtwanderung durchgef\u00fchrt. Eine Sonderausstellung Tierfotografie wurde im Sommer 2001 in den R\u00e4umen des Museums pr\u00e4sentiert. Im Herbst 2002 sind weitere Vortr\u00e4ge und teilnehmeroffene Seminare sowie die Pr\u00e4sentation einer Wanderausstellung Nachwachsende Rohstoffe vorgesehen.<br \/>\nKooperationen: Die Bildungsst\u00e4tte strebt enge Kooperationspartnerschaften mit regionalen Umweltbildungseinrichtungen an. Im Bereich Nordth\u00fcringens sind hier die regelm\u00e4\u00dfige Beteiligung an Kooperationsveranstaltungen des akuTh (akun), die Zusammenarbeit mit der Umweltakademie Nordth\u00fcringen und der LEB Apolda, die das Umweltbildungskonzept Gr\u00fcnes Band realisiert, zu nennen. Gemeinsame Veranstaltungen sind mit der Heinz Sielmann Stiftung konzipiert und durchgef\u00fchrt worden, diese werden in den Programmen beider Einrichtungen beworben. Kooperationspartner sind auch der BUND (West-\u00d6stliches Tor), der NABU und das Jugendg\u00e4stehaus in Duderstadt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Gerade in der Startphase ist die umfangreiche Information einer m\u00f6glichst breiten \u00d6ffentlichkeit von gro\u00dfer Bedeutung. Zun\u00e4chst musste eine gro\u00dfe Streuung in Kauf genommen werden. Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit umfasste bisher vor allem: Informationsveranstaltungen f\u00fcr Lehrer und Multiplikatoren, Informationsschreiben (u.a. an Umwelteinrichtungen und -verb\u00e4nde  im Land Th\u00fcringen, Schul\u00e4mter, Schulen, Seniorenverb\u00e4nde, Vereine..), Erarbeiten von Prospektmaterialien und Hand-Outs, Pr\u00e4senz in Katalogen \/ Internetforen anderer Einrichtungen (Kataloge f\u00fcr Lehrerfortbildung, Schulfuchs, Bewerbung \u00fcber Veran-staltungskataloge der Heinz Sielmann Stiftung und der Kreisvolkshochschule Eichsfeld), Plakate, eigene Internetpr\u00e4sentation (www.bildungsstaette-grenzlandmuseum-eichsfeld.de), gezielte Presse-\/Medienarbeit.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ausgangslage f\u00fcr die Etablierung eines Bildungsschwerpunkts \u00d6kologie und Umwelt am Grenzlandmuseum ist aufgrund der unmittelbaren Lage am Gr\u00fcnen Band und des inzwischen entwickelten, engen Kooperationsgeflechts sehr gut. Dank der F\u00f6rderung durch die DBU ist dieser Schwerpunkt sachlich auf einem optimalen Stand, die technischen und r\u00e4umlichen Voraussetzungen sind hervorragend.<br \/>\nEinige Entwicklungen seit der Er\u00f6ffnung der Bildungsst\u00e4tte machen allerdings eine Korrektur der Erwartungen und eine Neuorientierung erforderlich. Die Bildungsst\u00e4tte verf\u00fcgt \u00fcber keinen Etat und ist f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen ausschlie\u00dflich auf Projektf\u00f6rderungen angewiesen. Dies f\u00fchrt zu erheblichen Unsicherheiten in der Planung gerade f\u00fcr die buchbaren Angebote, f\u00fcr die jeweils erst gesonderte Einzelantr\u00e4ge gestellt werden m\u00fcssen, deren m\u00f6gliche Bewilligung im Idealfall einige Wochen erfordert. Der Versuch, durch Jahresantr\u00e4ge zu einer in Ans\u00e4tzen gesicherten finanziellen Planungsgrundlage zu gelangen, ist bisher erfolglos geblieben. Bisher nicht befriedigend ist die Nachfrage nach Seminaren aus dem Bereich Umweltbildung wobei gleichzeitig die Dichte der Umweltbildungsanbieter seit Antragstellung zugenommen hat. Hier wird derzeit im Rahmen einer ABM an einem Konzept zur Erschlie\u00dfung neuer Teilnehmergruppen und einer Konkurrenzanalyse gearbeitet. Mit den hauseigenen M\u00f6glichkeiten soll versucht werden, die Nachfrageorientierung und thematische Profilierung des Angebots zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Am Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen, auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Grenz\u00fcbergangs Du-derstadt\/Worbis, ist 2000 als Untervorhaben der Expo-Projektes: Das Eichsfeld &#8211; die grenzenlose Region: \u00dcberwindung der deutschen Teilung f\u00fcr Mensch und Natur eine Bildungsst\u00e4tte er\u00f6ffnet worden. 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