{"id":21404,"date":"2023-07-13T15:20:01","date_gmt":"2023-07-13T13:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16846-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:20:05","modified_gmt":"2023-07-13T13:20:05","slug":"16846-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16846-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung und Nachbereitung des zweiten Anwenderforums: Kleinwasserkraftanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel der Tagung ist der Erfahrungsaustausch zwischen Anlagenbetreibern, Herstellern, Planern, Fachbeh\u00f6rden, F\u00f6rderinstanzen, kommunalen und beh\u00f6rdlichen Vertretern, Umweltbeh\u00f6rden, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Energieversorgungsunternehmen.<br \/>\nMit dem inhaltlichen Konzept des Zweiten Anwenderforums Kleinwasserkraftwerke wird durch die Themenschwerpunkte Reaktivierung, Modernisierung und Revitalisierung besonders der Situation in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern aber auch in unseren osteurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern Rechnung getragen. Durch die ausgel\u00f6ste Privatisierung der Eigentumsverh\u00e4ltnisse von Anlagen und Wasserrechten in den neuen Bundesl\u00e4ndern wird nach der Wiedervereinigung eine Vielzahl stillgelegter Anlagen wieder reaktiviert, modernisiert und revitalisiert. Die osteurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4nder haben diesen Weg noch vor sich. Der technologische Fortschritt und die umfangreichen Erfahrungen in Deutschland k\u00f6nnen eine wichtige Hilfestellung f\u00fcr die Entwicklung der Kleinwasserkraft in unseren europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7 Sitzung des Tagungsbeirates im ISET, Institut f\u00fcr Solare Energieversorgungstechnik e.V., K\u00f6nigstor 59 in Kassel, bestehend aus Vertretern der Wissenschaft, Firmen und der wichtigsten Institute aus \u00d6sterreich und Deutschland zur Vorkl\u00e4rung des Termins, des Veranstaltungsortes, Themenschwer-punkte und die M\u00f6glichkeiten zur Einbindung der osteurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4nder<br \/>\n\u00b7 Ortstermin durch das OTTI-Team: Besichtigung der Tagungsr\u00e4ume in der Industrie- und Handelskammer f\u00fcr Niederbayern in Passau, Nibelungenstr. 15, und organisatorische Abkl\u00e4rung mit dem zust\u00e4ndigen Personen bzgl. Mittagsimbiss, Abendessen, Parkm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Teilnehmer und Aussteller, Abma\u00dfe der R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr die Fach- und Posteraussteller, \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten, Anfahrtsbeschreibung<br \/>\n\u00b7 Einladung der Referenten und telefonische Anfrage bei den beabsichtigten Besichtigungszielen<br \/>\n\u00b7 Fertigstellung der Einladung mit Gru\u00dfwort, Programm, organisatorischen Hinweisen etc.<br \/>\n\u00b7 Versand der Einladung, Kernakquisition an Firmen, Instituten, Universit\u00e4ten, Fachhochschulen, Beh\u00f6rden, Herstellern und osteurop\u00e4ischen Ministerien und aktiven Firmen<br \/>\n\u00b7 Ank\u00fcndigung des Anwenderforums in der Fachpresse<br \/>\n\u00b7 Durchf\u00fchrung der Veranstaltung und Nachbereitung<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit insgesamt 146 Teilnehmern erzielte das Zweite Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Steigerung der Teilnehmerresonanz von 37 % im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer kamen aus folgenden Zielgruppen:<br \/>\n\u00b7 25 % der Teilnehmer stammten aus Planungs- und Ingenieurb\u00fcros<br \/>\n\u00b7 20 % der Teilnehmer waren Kraftwerksbetreiber oder Mitarbeiter von EVUs<br \/>\n\u00b7 14 % waren Mitarbeiter von \u00c4mtern und Beh\u00f6rden<br \/>\n\u00b7 14 % kamen aus Forschungsinstituten, Fachhochschulen und Beh\u00f6rden<\/p>\n<p>Die Herkunft der Teilnehmer:<br \/>\n\u00b7 48 % der Teilnehmer kamen aus Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern<br \/>\n\u00b7 28 % aus den restlichen Bundesl\u00e4ndern<br \/>\n\u00b7 24 % aus \u00d6sterreich, Tschechien, der Schweiz und Italien<\/p>\n<p>In den vier Vortragsbl\u00f6cken wurden aktuelle und zukunftsweisende Themen behandelt:<br \/>\n\u00b7 Finanzierung, Planung und Bau<br \/>\n\u00b7 Reaktivierung und Modernisierung<br \/>\n\u00b7 Revitalisierung von Kleinwasserkraftanlagen<br \/>\n\u00b7 Erfolgsbeispiele aus dem In- und Ausland<\/p>\n<p>In Deutschland deckt die Wasserkraft etwa 3,6 % des Strombedarfs und ist damit der wichtigste erneuerbare Stromlieferant. Der Anteil der Kleinwasserkraft (Anlagen bis ein Megawatt) liegt bei etwa<br \/>\n10 % der gesamten Stromerzeugung aus Wasser. Nach Angaben des VDEW werden in Deutschland jedes Jahr 150 &#8211; 200 weitere Kleinwasserkraft-Anlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 100 Kilowatt in Betrieb genommen.<\/p>\n<p>In den alten Bundesl\u00e4ndern liegt die Zuwachsrate der Kleinwasserkraft seit Beginn der achtziger Jahre um etwa 3 % pro Jahr. <\/p>\n<p>In den neuen Bundesl\u00e4ndern wurden mit gro\u00dfen Anstrengungen vor allem aus privater Initiative eine Vielzahl stillgelegter Anlagen wieder reaktiviert oder modernisiert. Von 1990 bis 1997 betrug der Zubau der privaten Wasserkraftanlagen fast 60 Megawatt gegen\u00fcber 82 Megawatt in den alten Bundesl\u00e4ndern. Da allein in Bayern etwa die H\u00e4lfte des verbliebenen Wasserkraftpotentials liegt und in Baden-W\u00fcrttemberg ein weiteres Drittel, ist der Ausbau bezogen auf die M\u00f6glichkeiten in den neuen Bundesl\u00e4ndern bemerkenswert. Diesen Weg haben die mittel- und osteurop\u00e4ischen Nachbarn der Bundesrepublik Deutschland noch vor sich.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Zweite Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke wurde in Fachzeitschriften aus dem Bereich Erneuerbare Energien angek\u00fcndigt. Dar\u00fcber hinaus erfolgte eine Mitteilung an die lokale Presse. Au\u00dferdem wurde das Tagungskonzept durch OTTI und die Mitveranstalter in Deutschland, \u00d6sterreich, Schweiz und Italien 15.000-fach verbreitet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als wesentliche Ergebnisse der Tagung ist folgendes festzuhalten:<\/p>\n<p>1. \tDer Konflikt \u00d6kologie &#8211; \u00d6konomie sollte bei der n\u00e4chsten Veranstaltung st\u00e4rker herausgearbeitet werden.<br \/>\n2. \tEs gibt nicht das Standard-Kleinwasserkraftwerk, sondern jede Anlage ist ein Individuum.<br \/>\n3. \tDie Genehmigungsbeamten sollten mindestens f\u00fcnf Jahre Planungserfahrung haben, bevor sie Kleinwasserkraftwerke genehmigen bzw. ablehnen.<br \/>\n4.\tKontinuierliche \u00d6ffentlichkeitsarbeit ist existentiell notwendig. Alle Tagungsteilnehmer sind Multiplikatoren der im Verlauf der Tagung ge\u00e4u\u00dferten Ideen und Erfahrungen.<br \/>\n5. Die n\u00e4chsten zwei bis drei Jahre werden turbulent, wenn sich die Erneuerbaren Energien angesichts des liberalisierten Strommarktes zu behaupten haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel der Tagung ist der Erfahrungsaustausch zwischen Anlagenbetreibern, Herstellern, Planern, Fachbeh\u00f6rden, F\u00f6rderinstanzen, kommunalen und beh\u00f6rdlichen Vertretern, Umweltbeh\u00f6rden, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Energieversorgungsunternehmen. 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