{"id":21382,"date":"2024-11-27T10:36:10","date_gmt":"2024-11-27T09:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16799-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:11","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:11","slug":"16799-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16799-01\/","title":{"rendered":"Einrichtung eines Erlebnisbereiches Boden als Dauerausstellung im Museum am Sch\u00f6lerberg, Natur und Umwelt &#8211; Planetarium"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war es, eine erlebnisorientierte Dauerausstellung einzurichten, die den Themenkomplex Boden \/ Bodenschutz, der sowohl in der breiten \u00d6ffentlichkeit als auch in den Museen noch stark unterrepr\u00e4sentiert ist, \u00f6ffentlichkeitswirksam kommuniziert. Die Ausstellung sollte speziell auf Familien und Schulklassen zugeschnitten sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie ersten Vorarbeiten zur Realisierung der Ausstellung wurden 1998 von der Hochschule Vechta im Rahmen einer Machbarkeitsstudie erarbeitet, die von der DBU gef\u00f6rdert wurde. Aus dieser Phase liegen Ergebnisse von verschiedenen Expertengespr\u00e4chen, einer Vorab-Evaluation zu den Vorkenntnissen, Interessen und W\u00fcnschen der Zielgruppe und eine Basiskonzeption vor.<br \/>\nIn der ersten Phase dieses Projektes (bis Ende Mai 2000) ist die Basiskonzeption vor dem Hintergrund einer ge\u00e4nderten Raumplanung \u00fcberpr\u00fcft und angepasst worden. Die Fl\u00e4chen und R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr die neue Ausstellung wurden im Detail geplant und vorbereitet bzw. um- und eingebaut. Es wurden zwei Abschnitte des Ausstellungsbereichs Bodenh\u00f6hle und die Forschungsstation realisiert. Das p\u00e4dagogische Programm ist ausgearbeitet worden, insbesondere erste Versuche, die in der Forschungsstation durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Erste Ausstellungsstationen, die dauerhaft in der Bodenh\u00f6hle installiert werden sollten, sind zun\u00e4chst dort getestet und dann im Detail geplant und sp\u00e4ter realisiert worden.<br \/>\nIn zweiten Phase (Juni bis Oktober 2000) wurden die ersten Stationen und der fertig gestellte Teil der Bodenh\u00f6hle als Gesamtinstallation mit Besuchern getestet. P\u00e4dagogische Programme zum Thema Boden sind unterdessen fester Bestandteil des Angebotes des Umweltbildungszentrums. Die Gesamtkonzeption wird weiter entwickelt, die einzelnen Stationen im Detail geplant.<br \/>\nIn der dritten Phase (November 2000 bis November 2001) wurden die Einbauarbeiten zur Schaffung der R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr die Ausstellung abgeschlossen. Die noch ausstehenden Ausstellungsstationen wurden erstellt, teilweise gest\u00fctzt auf formative Evaluation. Begleitmaterialien zur Ausstellung sind erstellt worden. Begleitend zur Ausstellungser\u00f6ffnung im Herbst 2001 wurde die \u00d6ffentlichkeitsarbeit intensiviert. In der vierten Phase (Dezember 2001 bis Juni 2002) ist zur Qualit\u00e4tssicherung nach Fertigstellung eine summative Evaluation durchgef\u00fchrt worden und es wurden &#8211; soweit notwendig &#8211; Modifikationen an der Ausstellung vorgenommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die vorn skizzierten Ziele sind nach den ersten Eindr\u00fccken und Ergebnissen der Ausstellungsevaluation erreicht worden. Vor allem ist es geschafft worden, Besucherinnen und Besuchern Information so zu vermitteln, dass es ihnen Freude bereitet. Nicht nur die Ergebnisse der Evaluation k\u00f6nnen dieses belegen.<br \/>\nGerade die Art und Weise, wie dieses Thema in Szene gesetzt worden ist, n\u00e4mlich als begehbare Bodenlandschaft, in der man in den Boden eintauchen und ihn mit allen Sinnen erfahren kann, erweist sich als erfolgreiche Ausstellungsgestaltung. In noch keiner Ausstellung konnte bislang der Boden gegen die Umweltmedien Luft und Wasser konkurrieren, mit der neuen Ausstellung im Museum am Sch\u00f6lerberg sind hier neue Zeichen gesetzt worden und das genau drei Jahre nach Inkrafttreten des Bundesbodenschutzgesetzes.<br \/>\nDie angewendeten Arbeitsmethoden mit verschiedenen Evalutionen, eingesetztem Fachbeirat, Experten- Workshops und einer st\u00e4ndigen, projektbegleitenden \u00dcberpr\u00fcfung der Vermittlungsziele haben wesentlich zum Erfolg des Projektes beigetragen.<br \/>\nAls ein Erfolg der Zusammenarbeit mit dem Fachbeirat kann gelten, dass es gelungen ist, nicht nur den bislang nicht mit der Materie vertrauten Museumsbesucher mit der Ausstellung zu begeistern, sondern auch die Bodenwissenschaftler oder die Kolleginnen und Kollegen anderer Museen von unserer Ausstellung nachdr\u00fccklich zu \u00fcberzeugen.<br \/>\nEine weitere Zielgruppe wurde ebenfalls erfolgreich erreicht. Der Anteil der Schulklassen, die im Museum am Sch\u00f6lerberg ein Programm des Umweltbildungszentrums zum Themenbereich Boden gebucht haben, stieg von 5% im ersten Halbjahr 2001 auf 35% aller Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2002.<br \/>\nWeiter kann als gro\u00dfer Erfolg der neuen Ausstellung gewertet werden, dass obwohl seit Er\u00f6ffnung der Ausstellung unter.Welten ein Eintrittsentgelt von 3 \u0080 erhoben wird (vorher war der Eintritt in das Museum am Sch\u00f6lerberg kostenfrei) sich die Besucherzahlen im ersten Halbjahr 2002 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 gesteigert haben<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Eine straff organisierte \u00d6ffentlichkeitsarbeit hat das Projekt in seiner gesamten Laufzeit und dar\u00fcber hinaus begleitet. Namensgebung und Marketingstrategie wurden in Zusammenarbeit mit einer renommierten Agentur entwickelt.<br \/>\nDer Erfolg dieser Bem\u00fchungen ist darin abzulesen, dass 85% aller Besucher des Museums auf Nachfrage erkl\u00e4rten, dass sie vor ihrem Besuch von der Ausstellung gewusst h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Erwartungen an diese Ausstellung konnten mehr als erf\u00fcllt werden. Unter.Welten hat f\u00fcr das Haus neue Perspektiven geschaffen. Eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr ein nationales Bodenkommunikationszentrum ist zur Zeit in Arbeit.<br \/>\nEs ist gelungen, ein Umweltmedium, dem bislang viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde, nachdr\u00fccklich zu popularisieren und somit einen ersten Schritt hin zu einem gr\u00f6\u00dferen Bodenbewusstsein zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war es, eine erlebnisorientierte Dauerausstellung einzurichten, die den Themenkomplex Boden \/ Bodenschutz, der sowohl in der breiten \u00d6ffentlichkeit als auch in den Museen noch stark unterrepr\u00e4sentiert ist, \u00f6ffentlichkeitswirksam kommuniziert. Die Ausstellung sollte speziell auf Familien und Schulklassen zugeschnitten sein. 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