{"id":21349,"date":"2023-07-13T15:19:57","date_gmt":"2023-07-13T13:19:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16700-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:58","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:58","slug":"16700-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16700-01\/","title":{"rendered":"Bau eines Zerlegeautomaten f\u00fcr Hochdruck-Entladungslampen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der Bundesrepublik werden j\u00e4hrlich ca. 4,5 Millionen neue Hochdruckentladungslampen eingesetzt, die entsprechende Zahl ausgebrannte Lampen wird z.Z. in der Regel geschreddert und das Volumenreduzierte Material Untertage deponiert. Durch den Einsatz des Zerlegeautomaten k\u00f6nnen j\u00e4hrlich 6,7 t Hg-freies Kuppelglas, 13,35 t hochwertiger Metallverbund und 115 Kg Quecksilber gewonnen und in den Sekund\u00e4r-Rohstoffkreislauf zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.<br \/>\nDer Bau eines Zerlegeautomaten f\u00fcr Hochdruck-Entladungslampen hat das Ziel, das Recyclingprinzip sortenreiner Materialtrennung zu realisieren, indem die Hochdruck-Entladungslampe in ihre drei Stofffraktionen Hg-freies Kuppelglas, Hg-freier Metallverbund und Hg-haltigen Glasbrenner zerlegt wird, ohne dass es zu einer Hg-Kontamination der Hg-freien Stoffe kommt.<br \/>\nHierf\u00fcr sollen schon entwickelte, erprobte und bew\u00e4hrte technische Komponenten zu einer Einheit Zerlegeautomat zusammengef\u00fcgt werden unter der Ma\u00dfgabe, die Entwicklungs- und Baukosten niedrig zu halten, damit ein wirtschaftlicher Einsatz des Recyclingautomaten gesichert ist.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden-\tBau des Zerlegeautomaten f\u00fcr Hochdruck-Entladungslampen<br \/>\n&#8211;\tBau der Staub- und Hg-Absaugung f\u00fcr den Zerlegeautomaten<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von Lampenzerlegungen sowie Anlagenmodifizierungen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufbauend auf mehrj\u00e4hrigen Erfahrungen des Bewilligungsempf\u00e4ngers mit der manuellen Zerlegung quecksilberhaltiger Hochdruckentladungslampen wurde f\u00fcr die Behandlung dieser Lampen eine Teilautomatisierung mit einem Zerlegeautomaten vorgesehen. Mit dem Bau beauftragt wurde die ortsans\u00e4ssige Firma Kitzinger Apparatebau GmbH. Eine Absaugung mit Quecksilberabscheidung lieferte Firma RUWAC Industriestaubsauger GmbH, Melle. Die Zerlegeanlage bestand aus zwei 1 m3 gro\u00dfen Kammern aus Edelstahl mit Sichtfenstern. Auf einem Grippband durchliefen die Lampen beide Kammern. Ein Rotor sollte der Lampe in der ersten Kammer das Hg-freie Kuppelglas abschlagen. Nach Weiterf\u00fchrung in die zweite Kammer sollten dort zwei ineinander greifende Zahnr\u00e4der den Hg-Brenner zermahlen und vom Lampengest\u00e4nge abtrennen. Big Bags sollten getrennt das Hg-freie Kuppelglas und Hg-haltige zerkleinerte Brenner aufnehmen. Ebenfalls separat sollte Edelstahlschrott Hg-frei aus der zweiten Kammer ausgeworfen werden.<br \/>\nIn vier umfassenden Probel\u00e4ufen mit zwischengeschalteten umfassenden Anlagenmodifikationen und Nachbesserungen konnte ein sicheres zuverl\u00e4ssiges Funktionieren der Anlagenkonzeption in Praxis nicht erreicht werden. Einige Fehlfunktionen konnten erfolgreich abgestellt werden, wie ein Zerplatzen von Lampen noch vor den Kammern durch fehlerhaftes Greifen des Grippbandes nicht auf den Lampensockel sondern das Glasgeh\u00e4use. Andere Funktionsfehler, wie ein nur teilweises und unvollst\u00e4ndiges Zermahlen der Hg-Brenner mit den hierf\u00fcr vorgesehenen Zahnr\u00e4dern, konnten trotz verschiedener Versuche und Nachbesserungen nicht abgestellt werden. Die vorgegebenen Funktionen der sortenreinen Materialtrennung wurden nicht erf\u00fcllt. Da eine Ert\u00fcchtigung der von Firma Kitzinger Apparatebau GmbH erstellten Anlage nicht abzusehen war, wurde das Projekt nach dem vierten Probelauf und einer Bearbeitung von ca. 10.000 Lampen aufgrund des schlechten Gesamtergebnisses abgebrochen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Maschinenbauer ist bei der Konzeptionierung und der Entwicklung des Zerlegeautomaten zum einen auf den unterschiedlichen Aufbau der verschiedenen Hochdruckentladungslampentypen und deren Reaktion beim \u00d6ffnen des Kuppelglases zu wenig eingegangen. Zum anderen hat er die Aggressivit\u00e4t des Hartglases, aus dem die Kuppeln der Hochdrucklampen bestehen, untersch\u00e4tzt. Dieses Material besch\u00e4digte und behinderte mechanische Bewegungsabl\u00e4ufe und legte immer wieder die Bewegungen der Maschine lahm. Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass der gebaute Zerlegeautomat eine Fehlkonstruktion darstellt, da er keine der geplanten Funktionen einwandfrei bew\u00e4ltigte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der Bundesrepublik werden j\u00e4hrlich ca. 4,5 Millionen neue Hochdruckentladungslampen eingesetzt, die entsprechende Zahl ausgebrannte Lampen wird z.Z. in der Regel geschreddert und das Volumenreduzierte Material Untertage deponiert. 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