{"id":21293,"date":"2023-07-13T15:19:53","date_gmt":"2023-07-13T13:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16573-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:54","slug":"16573-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16573-01\/","title":{"rendered":"Demonstration eines neuartigen produktionsintegrierten Verfahrens zur Wassereinsparung an der in einem Getr\u00e4nkeabf\u00fcllbetrieb vorhandenen Flaschenwaschmaschine"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bei der Reinigung von Pfandflaschen fallen enorme Abwassermengen an, die haupts\u00e4chlich aus verbrauchter Reinigungslauge bestehen. Somit stellen Flaschenwaschmaschinen innerhalb der Flaschenkeller die gr\u00f6\u00dften Verbraucher von Frischwasser dar und auch die Stelle des h\u00f6chsten Abwasseranfalls. Stetig steigende Preise f\u00fcr Frisch- und Abwasser f\u00fchren immer wieder zu Bestrebungen, die hohen Wasserkosten durch eine Reduzierung der eingesetzten Frischwassermenge zu senken.<br \/>\nZiel des Projektes war es, bei der Stiftsquelle modellhaft durch eine Kombination von verschiedenen Verfahren f\u00fcr die verschiedenen Sp\u00fclzonen der Waschmaschine eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um 50 % zu bewirken. Die verschiedenen Verfahrensschritte sollten in einer Anlage, genannt Typ SA-LEX-AQUA-Eco, zusammengefasst und demonstriert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas umweltschonende Reinigungskonzept und die Erg\u00e4nzung der bestehenden Flaschenwaschmaschine wurde in folgenden Etappen umgesetzt:<br \/>\n\u00b7\tLieferung und Einbau der Anlage;<br \/>\n\u00b7\tVerfahrensschritt 1, SALEX-Kreislauf der Warmwasserzone 1;<br \/>\n\u00b7\tVerfahrensschritt 2, Start des Entkeimungskreislaufes mit der UV-Anlage in der Kaltwasserzone;<br \/>\n\u00b7\tVerfahrensabschnitt 3, Inbetriebnahme des K\u00fchlturms und stufenweise Reduzierung des Wasserverbrauches;<br \/>\n\u00b7\tGewinnung von Betriebsdaten w\u00e4hrend des reduzierten Frischwasserzulaufes.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum Projekt liegt der ausf\u00fchrliche Bericht von 06\/2001 vor.<br \/>\nDas Verfahren SALEX-AQUA-Eco greift an verschiedene Stellen auf der Wasserseite in den Prozess der Flaschenreinigung ein und verbindet auf diese Weise die Vorteile der einzelnen Behandlungsschritte. Bei dem Verfahren kommt es nicht zu einer Verbindung von sauberen Wasserzonen mit weniger sauberen Wasserzonen, was die Betriebssicherheit erh\u00f6ht.<br \/>\nDie gereinigten Flaschen verlassen die Hauptlauge der Flaschenwaschmaschine und m\u00fcssen in den nachfolgenden Sp\u00fclzonen von anhaftender Alkalit\u00e4t befreit werden. Dabei verschleppt sich Alkalit\u00e4t bis in die einzelnen Spritzzonen. Im Rahmen des Projektes wurden folgende Behandlungsstufen neu installiert und eingesetzt. Durch das SALEX-Verfahren wird die Alkalit\u00e4t durch die Zugabe von CO2 gesenkt. Durch die Neutralisation dieses Bades wird die Sp\u00fclkraft erh\u00f6ht. Durch den so gesenkten pH-Wert werden auch die nachfolgenden Sp\u00fclzonen deutlich im pH-Wert gesenkt. Durch die Verwendung von CO2 wird die Bildung von Salzen vermieden und entsprechend Umwelt schonend gearbeitet. Ebenfalls werden dadurch Entsteinungsmittel um 80 bis nahezu 100 % reduziert. Der CSB-Wert des Abwassers wird ebenfalls reduziert.<br \/>\nDas eingesetzte Frischwasser ist unter anderem zur K\u00fchlung der Flaschen notwendig. Eine Reduktion von 50% bedingt eine zus\u00e4tzliche K\u00fchlung der Sp\u00fclzonen durch einen K\u00fchlturm. Die Desinfektionsmittel-zugabe in der Kaltwasserzone kann durch die optimierte pH-Wert-Einstellung stark verringert werden. Zus\u00e4tzlich erh\u00f6ht ein UV-Katalysator die Wirkungsweise.<br \/>\nZusammengefasst ergeben sich folgende Umwelt entlastenden Vorteile:<br \/>\n\u00b7\tIn der Warmwasserzone der Flaschenwaschmaschine werden keine Entsteinungsmittel mehr zudo-siert;<br \/>\n\u00b7\tIn der Kaltwasserzone der Flaschenwaschmaschine werden 50% Desinfektionsmittel eingespart;<br \/>\n\u00b7\tEs wird 50% weniger Abwasser produziert;<br \/>\n\u00b7\tDie CSB-Fracht des Abwassers wurde durch Chemikalienreduktion verringert;<br \/>\n\u00b7\tder pH-Wert des Abwassers wird optimiert, das Abwasser wird mit umweltfreundlichem CO2 neutralisiert. Eine Versalzung mittels Minerals\u00e4ureneutralisation wird vermieden;<br \/>\n\u00b7\tDer Aufwand f\u00fcr Transport, Lagerung und Handling der Chemikalien sinkt, so dass weniger Chemikalien ben\u00f6tigt werden;<br \/>\n\u00b7\tSalz zur Regeneration des Ionenaustauschers wird eingespart;<br \/>\n\u00b7\tDie Lebensdauer der Flaschenwaschmaschine steigt, dadurch die verringerten Kosten.<br \/>\nEs kann davon ausgegangen werden, dass das SALEX-Verfahren auf alle \u00e4lteren Flaschenwaschmaschinen wirtschaftlich \u00fcbertragbar ist, die einen Wasserverbrauch von \u00fcber 400 ml pro gereinigter Flasche aufweisen. Die Funktion der Anlage hat sich bisher als sehr zuverl\u00e4ssig gezeigt. Neben dem reduzierten Wasserverbrauch ist die Hygienequalit\u00e4t der gereinigten Flaschen der entscheidende Faktor. Mit der t\u00e4glichen Laborroutine wird der Reinigungserfolg der Glasflaschen kontinuierlich \u00fcberwacht. Bisher haben sich keinerlei Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen gezeigt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Stiftsquelle f\u00fchrt zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit aus, dass die durchgef\u00fchrte Ma\u00dfnahme zentraler Bestandteil des Umweltmanagementsystems geworden ist und Interessenten zug\u00e4nglich gemacht wird. Neben Messekontakten will die Stiftsquelle das Internet als Pr\u00e4sentationsplattform nutzen. Bei den regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Betriebsbesichtigungen wird auf das F\u00f6rderprojekt hingewiesen. Eine Publikation unter dem Titel Auch bei \u00e4lteren Waschmaschinen kann bis zu 50 % Wasser eingespart werden &#8211; WAG Freiburg stellt ein neues Konzept vor wird in 08\/2001 der Fachzeitschrift Getr\u00e4nkeindustrie erscheinen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Flaschenkeller ist die Flaschenwaschmaschine der gr\u00f6\u00dfte Verbraucher von Frischwasser. Durch maschinentechnische Fortschritte wird in neuen Maschinen der Frischwasserverbrauch reduziert. 1980 lag der Wasserverbrauch bei 1000 ml pro Flasche, Anfang der 90-iger Jahre bei 300 &#8211; 400 ml pro Flasche. Heute kann er bereits etwa 150 ml pro Flasche erreichen. In der Stiftsquelle wurde der Wasserverbrauch der vorhandenen Maschine von 530 auf 264 ml reduziert.<br \/>\nDie gew\u00e4hlte Version zur Wassereinsparung hat sich nach den betrieblichen Auswertungen der Stiftsquelle als \u00fcberaus positiv und zuverl\u00e4ssig heraus gestellt. Das Verfahren ist nach Einsch\u00e4tzung der Projektpartner auf viele \u00e4ltere Flaschenwaschmaschinen \u00fcbertragbar und mit wirtschaftlichen Vorteilen zu betreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bei der Reinigung von Pfandflaschen fallen enorme Abwassermengen an, die haupts\u00e4chlich aus verbrauchter Reinigungslauge bestehen. 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