{"id":21273,"date":"2023-07-13T15:19:49","date_gmt":"2023-07-13T13:19:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16527-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:51","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:51","slug":"16527-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16527-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Europ\u00e4ischen Jugendkongresses: Our Common Future &#8211; Realizing Sustainability vom 06. &#8211; 12.08.2000 auf der EXPO 2000"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ein Jugendkongress mit TeilnehmerInnen aus ganz Europa nimmt die EXPO zum Anlass, um die Umsetzung der 1992 in Rio beschlossenen Grunds\u00e4tze einer nachhaltigen Entwicklung (Agenda 21) aus Sicht der jungen Generation bei Politik und Gesellschaft nachdr\u00fccklich einzufordern. Die DBU f\u00f6rdert den \u00f6kologischen Teil des Kongresses, die Arbeitskreise zur finanziellen und sozialen Nachhaltigkeit werden von ihr nicht gef\u00f6rdert. In den Arbeitskreisen zur \u00f6kologischen Nachhaltigkeit arbeiten 265 Jugendliche.<br \/>\nDas Projekt hat Umweltbildung und Umweltkommunikation zum Ziel: Es soll erstens die Umweltbildung junger Menschen verbessern. Zweitens soll es dazu beitragen, die \u00f6ffentliche Meinung in Europa zur Jahrtausendwende f\u00fcr nachhaltige Politik zu sensibilisieren und auf diese Weise das Leitbild der Nach-haltigkeit zu verbreiten. Au\u00dferdem soll durch das Projekt, welches unter der Schirmherrschaft von EU-Umwelt-Kommissarin Margot Wallstr\u00f6m steht, mittels einer von der SRzG koordinierten Zusammenarbeit mitgliederstarker europ\u00e4ischer Jugendorganisationen eine neue europ\u00e4ische Jugendbewegung f\u00fcr Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit ins Leben gerufen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Konferenz Our Common Future &#8211; Realising Sustainability geh\u00f6ren folgende Teile<br \/>\n:A)\tInternet-Universit\u00e4t: Bereits im Vorfeld sowie im Nachgang des eigentlichen Kongresses wird eine inhaltliche Diskussion im Internet stattfinden. Die Teilnehmer bereiten so ihre Arbeitskreise vor und le-sen bereits vor dem Zusammentreffen in Hannover den Reader zum Thema. Das Ziel der Internet Uni ist ein Draft, aus dem auf dem Europ\u00e4ischen Jugendkongress das 8-10seitige Final Paper entwickelt werden soll. Die Internet-Diskussion ist bereits er\u00f6ffnet (www.srzg.de); die Hauptdebatte der Internet-Universit\u00e4t findet in der Zeit vom 3. Juni bis 28. Juli 2000 statt.<br \/>\nB)\tEurop\u00e4ischer Jugendkongress: Vom 6. bis12. August werden sich in Hannover 265 Jugendliche gemeinsam mit namhaften ExpertInnen in 17 thematischen Arbeitskreisen, k\u00fcnstlerischen Workshops und Podiumsdiskussionen mit Problemen nachhaltiger Entwicklung besch\u00e4ftigen. Ergebnisse werden u.a. eine Abschlussresolution und eine ausf\u00fchrliche Dokumentation Visions of Youth for a Sustainable Society sein. Darin versuchen sie, nachhaltige L\u00f6sungen f\u00fcr wichtige Zukunftsfragen zu finden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der erste Teil der Konferenz &#8211; die Internet-Universit\u00e4t &#8211; schaffte es, bis zu ihrem offiziellen Auslaufen im August 2000 470 TeilnehmerInnen zu gewinnen, welche in 29 Foren insgesamt 1897 Beitr\u00e4ge verfassten. Dieser Erfolg des Forums l\u00e4sst sich zum einen auf die Partnerschaften mit den gr\u00f6\u00dften europ\u00e4i-schen Jugendorganisationen und Netzwerken zur\u00fcckf\u00fchren. Des weiteren erwies sich die Begleitung der Internetdiskussionen durch Moderatoren als ein wichtiger Erfolgsfaktor. Und schlie\u00dflich spielten die durch Credit Points geschaffene Anreize, sich sinnvoll an der Kommunikation zu beteiligen, eine wesentliche Rolle. Auf diese Weise gelang es den Arbeitskreisen, zu Beginn des Kongresses bereits vorl\u00e4ufige Ergebnisse vorzuweisen. &#8211; Diese dienten anschlie\u00dfend auf dem Kongress als Arbeitsgrundlagen, so dass auf diesem die Arbeit der Internet-Universit\u00e4t fortgesetzt werden konnte.<br \/>\nIm zweiten Teil des Projektes &#8211; dem Kongress in Hannover &#8211; ergab sich ein \u00e4u\u00dferst dichtes Programm, das im Rahmen der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema \u00f6kologische Nachhaltigkeit von Panel-Diskussionen und Kleingruppen \u00fcber ein kulturelles Ausgleichsprogramm bis hin zu thematischen EXPO-Besuchen reichte.<br \/>\nMangels Finanzierung konnten die geplanten Arbeitskreise (AK) zu finanzieller und sozialer Nachhaltigkeit nur virtuell im Rahmen der Internet Uni stattfinden, so dass es sich bei dem physischen Zusammentreffen der Jugendlichen bei dem EJK in Hannover im wesentlichen um einen reinen Jugendumweltkon-gress handelte. Die elf \u00f6kologischen AK und das Planspiel besch\u00e4ftigten sich u.a. mit den Themenfeldern Stadtplanung, Energie, \u00d6kosteuern, \u00d6kologische Lebensf\u00fchrung, Bev\u00f6lkerungsentwicklung und ethische Begr\u00fcndung von Naturschutz. Die Ergebnisse der AKs wurden in einer Gesamt-Resolution zusammenge-fasst (in die auch die Ergebnisse der Internet-AKs aufgenommen wurden). Diese wurde im Rahmen der anschlie\u00dfenden Rallye der Jugend im Sommer 2000 an die Regierungen in Berlin und Warschau weitergeleitet, im Sommer 2001 im Rahmen der Rallye der Jugend 2001 auch an die ungarische und rum\u00e4nische Regierung.<br \/>\nS\u00e4mtliche Vortr\u00e4ge und Podiumsdiskussionen auf dem EJK 2000 erreichten ein hohes Qualit\u00e4tsniveau. Unter den Referenten waren: Prof. Dr. Max M. Tilzer, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizs\u00e4cker, Prof. Franz Josef Radermacher, Uwe M\u00f6ller vom Club of Rome, Susan Korte (World Population Growth), Prof. Amory B. Lovis vom Rocky Mountain-Institute (per Videokonferenz) u.a. Die inhaltlichen Konzepte erschlossen sich deutlich und vor allem in den Podiumsdiskussionen wurde der Versuch einer Integration erfolgreich unternommen. Damit ausgestattet und mit den in den Arbeitskreisen zu lesenden Aufs\u00e4tzen ergab sich f\u00fcr die TeilnehmerInnen ein tragf\u00e4higes Fundament zur Erh\u00f6hung ihres Umweltwissens.<br \/>\nEine abschlie\u00dfende schriftliche Befragung, an der sich 124 TeilnehmerInnen des Konferenz beteiligten, ergab, dass das Konzept der Tagung als Initiator weiterer individueller Aktivit\u00e4ten gesehen werden kann und dass der Wunsch nach weiteren Kongressen dieser Art hoch ist. Auf dem Kongress wurde eine eu-rop\u00e4ische Jugendorganisation namens YOIS-Europe ins Leben gerufen, die seitdem bereits eine Vielzahl von Aktivit\u00e4ten, u.a einen Nachfolgekongress in Bukarest (EJK 2001) sowie eine Rallye of Youth 2001 veranstaltet hat.<br \/>\nGanzheitliche \u00f6kologisch\/\u00f6konomische Betrachtung: Der finanzielle Aufwand kann als voll gerechtfertigt betrachtet werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ein Ziel des Jugendkongresses war es, \u00f6ffentliche Meinung in Europa f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren. Dieses Ziel konnte nur durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Medien erreicht werden. Daher wurde darauf seitens der Organisatoren sehr viel Wert gelegt und so konnten Radiosender Berlin Aktuell und Bayern 2, Fernsehsender ZDF und Deutsche Welle, Printmedien wie Hannoversche Allgemeine, Mannheimer Morgen, Rheinpfalz f\u00fcr die Berichterstattung gewonnen werden. Laut Presseauswertungsdienst argus media wurden rund 1,08 Mio. Zeitungsexemplare verkauft, in denen Berichte \u00fcber den Jugendkongress zu finden waren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Organisatoren bewerten das sehr zeitintensive Projekt (mehr als ein Jahr Vor- und Nachbereitungszeit) insgesamt sehr positiv. Seitens der TeilnehmerInnen wurden v.a. die Vortr\u00e4ge positiv bewertet und auch die ModeratorInnen der AKs erhielten gute Noten. Nach Aussagen der Teilnehmer wurde ihre Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Zukunftsfragen verbessert. Durch die hohe Presseresonanz wurde die \u00f6ffentliche Meinung in Europa zur Jahrtausendwende f\u00fcr nachhaltige Politik sensibilisiert und auf diese Weise das Leitbild der Nachhaltigkeit verbreitet. Als verbesserungsw\u00fcrdig ist zu werten, dass nicht alle AK einen 8-10seitigen Abschlusstext vorlegen konnten, das Buchprojekt musste daher in abgewandelter Form realisiert werden. Insgesamt k\u00f6nnen die Zielsetzungen des Projektes als erreicht angesehen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ein Jugendkongress mit TeilnehmerInnen aus ganz Europa nimmt die EXPO zum Anlass, um die Umsetzung der 1992 in Rio beschlossenen Grunds\u00e4tze einer nachhaltigen Entwicklung (Agenda 21) aus Sicht der jungen Generation bei Politik und Gesellschaft nachdr\u00fccklich einzufordern. Die DBU f\u00f6rdert den \u00f6kologischen Teil des Kongresses, die Arbeitskreise zur finanziellen und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[62,2423],"class_list":["post-21273","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-hessen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"16527\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-16527.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"101.228,63","dbu_projektdatenbank_firma":"Stiftung f\u00fcr die Rechte zuk\u00fcnftiger Generationen","dbu_projektdatenbank_strasse":"","dbu_projektdatenbank_plz_str":"70573","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Stuttgart","dbu_projektdatenbank_p_von":"1999-06-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-12-06 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 6 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"06171\/982367","dbu_projektdatenbank_inet":"www.srzg.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Hessen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"55","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34276,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/21273\/revisions\/34276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}