{"id":21258,"date":"2023-07-13T15:09:53","date_gmt":"2023-07-13T13:09:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04038-64\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:55","slug":"04038-64","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04038-64\/","title":{"rendered":"Kreativzentrum f\u00fcr erneuerbare Energien"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>\u00dcbereinstimmend gelangen eine Vielzahl von unterschiedlichen Studien zum Thema k\u00fcnftige Energie-versorgung zu dem Ergebnis, dass ein Gro\u00dfteil der Prim\u00e4renergie in den kommenden Jahrzehnten durch erneuerbare Quellen gedeckt wird. Um zu verhindern, dass auch in der Zukunft die technischen M\u00f6glichkeiten der Nutzung regenerativer Energien als etwas v\u00f6llig Neues gelten, muss vor allem w\u00e4hrend des gesamten Bildungsweges junger Menschen Wissen zu diesem Thema vermittelt werden. Die berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein wichtiger Teil des Bildungsweges. Vor allem die handwerklichen Lehrberufe, wie z.B. Elektriker, Heizungs- und Sanit\u00e4rinstallateure und Dachdecker sollen die M\u00f6glichkeit zu einer praktischen Ausbildung an konkreten technischen Objekten erhalten. Aufgrund der relativ hohen Sachkosten f\u00fcr die technischen Komponenten wird es nicht m\u00f6glich sein, dass jede schulische Einrich-tung in eine eigene Anlage investiert. Die guten Voraussetzungen auf dem Technologie- und Gewerbepark Solaris in bezug auf weitere Pilotanlagen, Erreichbarkeit und r\u00e4umliche Voraussetzungen sprechen f\u00fcr eine Errichtung des Kreativzentrums f\u00fcr erneuerbare Energien an diesem Standort.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenWichtig f\u00fcr die berufliche Ausbildung ist der praktische Teil, in dem handwerkliche F\u00e4higkeiten erlernt werden sollen und das theoretisch vermittelte Wissen Anwendung finden soll. Damit Wissen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien praktisch vermittelt werden kann, m\u00fcssen im ersten Schritt Muster-anlagen errichtet werden. Grundgedanke der Anlagen muss sein, dass die Interessierten selbst an den Objekten arbeiten k\u00f6nnen. Schwerpunkte der Arbeiten werden die Montage, Installation, Anschluss an bestehende Komponenten und Inbetriebnahme sein. Aufgrund der vielf\u00e4ltigen Nutzungsm\u00f6glichkeiten dieser Energieformen, wird eine derartige Einrichtung f\u00fcr mehrere Berufsgruppen von Interesse sein. Die Musteranlagen sollten die Ausbildung verschiedener Gewerke zulassen und den Stand der Technik widerspiegeln. Um den Auszubildenden w\u00e4hrend der Lehre auch eine Ausblick f\u00fcr die k\u00fcnftige Energiever-sorgung zu demonstrieren, sollen einzelne Demonstrations- und Funktionsmodelle aufgebaut werden. Um mit den Teilnehmern ann\u00e4hernd gleiche Aufgaben umsetzen zu k\u00f6nnen, wird in Absprache mit den schulischen Einrichtungen eine theoretische Einf\u00fchrung zum Thema aufbereitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Anzahl von Veranstaltungen und Interessenten spiegelt die Resonanz in den schulischen Einrichtungen wider. Die regelm\u00e4\u00dfigen Neuanmeldungen f\u00fcr gemeinsame Aktionen von uns schon bekann-ten Bildungstr\u00e4gern zeigt, dass unsere Arbeit Interesse weckt. Die Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz schafft Arbeitspl\u00e4tze &#8211; eine Chance f\u00fcr die junge Generation wurde w\u00e4hrend der Projektlaufzeit zum dritten Mal mit neuen Teilnehmern besetzt.<br \/>\nEinige Veranstaltungen laufen nur \u00fcber wenige Stunden &#8211; vor allem mit den J\u00fcngsten, den Grundsch\u00fclern. Aber auch f\u00fcr diese Gruppe haben wir praktische Arbeiten entwickelt. Andere Lehrg\u00e4nge zogen sich eine Woche hin. Die Arbeiten in der Werkstatt am Solarkocher oder Solarkollektoren beinhalten auch  theoretische Teile bzw. auch eine Exkursion \u00fcber das Areal mit den Demonstrationsanlagen.  F\u00fcr die praktische Ausbildung stehen vier Musterd\u00e4cher mit einer Gesamtfl\u00e4che von 65 m\u00b2 zu Verf\u00fcgung. Entgegen der geplanten Aufstellung ebenerdig im Gel\u00e4nde wurde eine Plattform gefertigt und diese auf einem Flachdach installiert. Grund waren mehrere Sch\u00e4den durch Vandalismus im Gewerbepark. Auf den Dachfl\u00e4chen wurden jeweils in der Region verbreitete Dacheindeckungen gew\u00e4hlt. Die Solaranlagen spiegeln einen gro\u00dfen Teil heute \u00fcblicher Warmwasserbereitungsanlagen wider. Verschiedene Befestigungs- und Aufbauvarianten sind realisiert. Zwei kleine Photovoltaik-Anlagen demonstrieren eine andere Technik.<br \/>\nAls Informationsquelle wurde die Mediathek eingerichtet. Neben Prospekten von Herstellern und Dienstleistern auf diesem Sektor wurden Fachb\u00fccher angeschafft. Computerarbeitspl\u00e4tze erg\u00e4nzen die Recherchem\u00f6glichkeiten und mittels installierter Simulationssoftware kann die optimale Anlagenkonfiguration ermittelt werden.<br \/>\nDie Beschilderung eines Informationspfades durch den Gewerbepark mit allen Besonderheiten, z.B. der Energieversorgung und der Geb\u00e4udenutzung, wurde aufgebaut.<br \/>\nEin rein au\u00dferschulischer Projekt war die Errichtung eines Feuchtbiotops. Mit gro\u00dfem Aufwand wurde das absch\u00fcssige Gel\u00e4nde vorbereitet und bepflanzt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass das Ansprechen einer schulischen Einrichtung nur Erfolg hat, gewinnt man einen interessierten Verantwortlichen, welcher selbst unterrichtet bzw. au\u00dferschulisch aktiv ist. F\u00fcr eine allgemeine Information zu unserem Projekt und den damit verbunden Lehrangeboten wurden alle Gymnasien, Grund- und Mittelschulen \u00fcber das Regionalschulamt Chemnitz und das Regionalschulamt Zwickau mittels Informationsflyer zur Zusammenarbeit angesprochen.<br \/>\nEine pers\u00f6nliche Projektvorstellung wurde in der Handwerkskammer Chemnitz, im Umweltzentrum Chemnitz (mit Ergebnis einer Kooperationsvereinbarung), beim Amt f\u00fcr Jugend und Familie, Sportamt, Kulturamt, Amt f\u00fcr Baukoordination, Umweltamt, Sportjugend Chemnitz e.V., Wohnsportgemeinschaft Kappel e.V., Netzwerk Stadtteilkultur e.V., Landesverband s\u00e4chsischer Jugendbildungswerke e.V. (Solaris FZU ist Mitglied), Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung ANU e.V. (Solaris FZU ist Mitglied), Arbeitskreis Wirtschaft-Schule Chemnitz (Solaris FZU ist Mitglied) durchgef\u00fchrt.<br \/>\nAuf die Bildungsangebote im Solaris FZU wurde u.a. im Rahmen des Tages der Sachsen 1999, auf dem 1. S\u00e4chsischen Umweltbildungstag in Dresden, dem Tag der Erneuerbaren Energien in Sachsen, Regionalwettbewerb Jugend forscht und 2. S\u00e4chsischen Judenforum f\u00fcr Wissenschaft und Technik verwiesen.<br \/>\nZu einigen Veranstaltungen wurde nur mittels einer Posterwand gearbeitet, bei anderen wurden zus\u00e4tzlich Vitrinen mit Demonstrationsmodellen aufgebaut und Bastelstra\u00dfen mit dem Motto Solares Basteln organisiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Interesse schulischer Einrichtungen, zum Thema k\u00fcnftige Energieversorgung mehr zu erfahren, als die Lehrb\u00fccher bieten, ist enorm. Vor allem der praktische Teil, wie z.B. das Experimentieren mit einer Solarzelle oder einem Solarmodul, wird von den Jugendlichen gern durchgef\u00fchrt.<br \/>\nPrivat Interessierte nutzen unsere Einrichtung vor allem erst dann, wenn sie sich schon entschlossen haben z.B. in eine Solaranlage zu investieren. Nur mit einem hohen Aufwand an Werbung in verschiedener Form kann man den v\u00f6llig Unbedarften erreichen.<br \/>\nF\u00fcr ein bleibendes Interesse am Kreativzentrum ist es wichtig, dass auch weiterhin aktuelle Forschungsergebnisse, neue Produkte und auch weitere Demonstrationsanlagen gezeigt bzw. errichtet werden k\u00f6nnen. In diese Richtung werden wir unsere Aktivit\u00e4ten richten.<br \/>\nZum Thema dezentraler Ausstellungsort der EXPO 2000 in Hannover kann vermerkt werden, dass Besucher vor Ort stets gro\u00dfen Wert auf das Energiekonzept des Gewerbeparks und die damit verbunden Bildungsangebote legen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens \u00dcbereinstimmend gelangen eine Vielzahl von unterschiedlichen Studien zum Thema k\u00fcnftige Energie-versorgung zu dem Ergebnis, dass ein Gro\u00dfteil der Prim\u00e4renergie in den kommenden Jahrzehnten durch erneuerbare Quellen gedeckt wird. 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